Platzhalter für Profilbild

Nilchen

Lesejury Star
offline

Nilchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Nilchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2020

Roots to gorw & wings to fly

ROOTS
0

Im letzten Jahr (2019) war die Buchmesse im vollen Gange und ich kam am blauen Sofa des ZDF vorbei. Da saß Sara Nuru und sprach über ihr Leben und ihre Entwicklung in solch einer positiven fesselnden Art ...

Im letzten Jahr (2019) war die Buchmesse im vollen Gange und ich kam am blauen Sofa des ZDF vorbei. Da saß Sara Nuru und sprach über ihr Leben und ihre Entwicklung in solch einer positiven fesselnden Art und Weise, dass ich das Buch der sympathischen Frau lesen wollte. Hat zwar eine Weile gedauert, aber ich habe es nun durch Zufall an diesem Wochenende die Hände bekommen und habe es fast an einem Tag gelesen.
Das Buch eine Biografie zu nennen ist ein wenig verwegen, da Sara Nuru Geburtsjahrgang 1989 ist, aber was sie bisher erlebt hat und wie sie an ihren Herausforderungen gewachsen ist, übertrifft manch andere die 20-30 Jahre älter sind.
„Roots“ ist Sara Nurus eigene Geschichte, wie sie die liebevollen Wurzeln ihrer Eltern nutzen konnte um über sich selbst herauszuwachsen. Natürlich muss man hinzufügen, dass es literarisch kein Masterpiece ist, eher ein persönlicher Bericht und wenn man dieses Buch am Stück liest, dann fallen einem auch einige Wiederholungen auf, inhaltlich wie Formulierungen. Aber den Einblick in ihren Lebensweg ist viel wert. Es gibt so viel was dieses Buchbeleuchtet! Ihr Migrationshintergrund und wie ihre Eltern sich in Deutschland integrieren konnten und es viele offene Arme bedarf. Wie sie die Chance nutzte und GNTM gewann und trotzdem immer bodenständig blieb und begeisterungsfähig. Und dann offen für Neues und Größeres zu sein und einen eigenen Verein zu gründen zur Unterstützung Äthiopischer Frauen mit Mikrokrediten und ihr social business. Ach, dann wurde ich sehr Neugierig auf Äthiopien und lernte viel über Kaffee.
Eine wahre Fülle an Themen und das in einem Lebenslauf! Wahnsinn, ich bin persönlich gespannt was folgt und bin begeistert von ihr! Wir brauchen mehr solcher starker Frauen, die sich trauen und auf ihr Bauchgefühl hören!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2020

Die beiden können auch ultra spannend & interessant nicht nur gemütlich & lustig

Draussen
0

Das erfolgreiche „Spaß-Krimi“ Duo Volker Klüpfel und Michael Kobr wagen sich in das härtere Thriller-Genre vor mit ihrem Buch „Draussen“. Diesmal ohne den noch sehr kauzigen Kommissar Kluftinger, der ...

Das erfolgreiche „Spaß-Krimi“ Duo Volker Klüpfel und Michael Kobr wagen sich in das härtere Thriller-Genre vor mit ihrem Buch „Draussen“. Diesmal ohne den noch sehr kauzigen Kommissar Kluftinger, der uns allen ans Herz gewachsen ist. Hier geht es um die Geschwister Cayenne (17 Jahre alt) und den jüngeren Bruder Joshua und ihr Freund und Trainer Stephan. Sie all leben komplett von der Außenwelt abgeschnitten im Wald. Sie trainieren hart und das täglich für den Überlebenskampf. Wobei ihr Anführer ein unangenehmer Wütterich ist, der kein Erbarmen hat mit den beiden. Was für ein Überlebenskampf? Wenn eine Naturkatastrophe, eine Atombombe, ein Anschlag unser Land überrollt. Außerdem sind die drei seit Jahren auf der Flucht vor einem Feind…
Volker Klüpfel und Michael Kobr haben im Vorfeld dieses Thrillers gründlich in der sogenannten Prepper-Szene (von prepare, Englisch für vorbereiten) recherchiert und es in diesem Thriller sehr gut umgesetzt. Man kann sich in die Menschen ansatzweise hineinversetzen, auch wenn es so grundlegend absurd ist was sie antreibt.
Der Thriller ist sehr spannend und auch interessant, da es eben das Thema Prepper aufgreift und beleuchtet. Die beiden haben bewiesen, sie können nicht nur lustig & spannend, sondern auch ultra spannend & interessant! Anders aber auch gut!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2020

Feines leises Portrait der Vergangenheit

Violet
0

‚Violet‘ ist eine Dame, nicht mehr ganz so jung, die durch den ersten Weltkrieg in eine Alterskategorie gehört in der nur noch wenige Männer im heiratsfähigen Alter zur Verfügung steht. Sie findet ihr ...

‚Violet‘ ist eine Dame, nicht mehr ganz so jung, die durch den ersten Weltkrieg in eine Alterskategorie gehört in der nur noch wenige Männer im heiratsfähigen Alter zur Verfügung steht. Sie findet ihr Glück in den 30er Jahren langsam im englischen Städtchen Winchester, wo sie eine Schreibkraft ist. Nach und nach lernt sie eine kirchliche Stickgruppe kennen, der sie sich anschließt und sich geborgen fühlt. Auch ein gewisser Arthur wird Teil ihres Lebens.
Tracy Chevalier hat sich einem historisches Setting gewidmet und zugleich dem Thema Genügsamkeit. Sie erzählt uns das Leben der Violet und wie sie mit den Schwierigkeiten des Lebens umgeht und trotz aller Widrigkeiten ihr Glück im Allerkleinsten sucht und findet. Das steht im Gegensatz zu den meisten Zielen heutzutage, es muss ja meist höher, schneller, weiter oder „seht her wie toll ich bin“-Instagram sein. Der Roman passt in den Zeitgeist des Umdenkens, zum Innehalten und überlegen was wir alles Gutes haben und über was wir uns heute aufregen.
Zugleich ist der Roman ein englisches Portrait einer untergegangenen Zeit – einem England das mal war. Die Prüderie, die hochgelobte Ehe, viele aus heutiger Sicht anachronistische Dinge finden hier ihre Erwähnung.
Die Kombination macht diesen sehr leise und sachte erzählten Roman doch unterhaltsam. Auf gut 350 Seiten lernen wir eine tolle Frau kennen, die damals ihren Weg gefunden hat! Allerdings darf man keinen spannungsgeladenen Roman erwarten. Eher eine beruhigende Entspannungslektüre.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2020

Ein wenig James-Bond, ein wenig Douglas Adams

Qube
0

Wir schreiben das Jahr 2020 und ein epidemischer Virus versetzt die Welt in Angst und Schrecken. Wem dies noch nicht genug an gruseligen Nachrichten ist und den Blick in die Zukunft richten möchte, sollte ...

Wir schreiben das Jahr 2020 und ein epidemischer Virus versetzt die Welt in Angst und Schrecken. Wem dies noch nicht genug an gruseligen Nachrichten ist und den Blick in die Zukunft richten möchte, sollte zu Tom Hillenbrands futuristischer Thriller-Reihe greifen um die Welt der Hologrammatica. Der erste Band ‚ Hologrammatica‘ erschien genau vor einem Jahr und wurde gefeiert, nun legt Tom Hillenbrand nach mit ‚Qube‘. Die Verschmelzung von Science-Fiction und Thriller geht weiter!

Ich kannte den ersten Band der Reihe nicht, daher fiel es mir in der Tat an der ein und anderen Stelle schwer so viele futuristische Elemente zu verarbeiten – eine Art Information-Overload, aber das gab sich und die Spannung überwog.

‚Qube‘ versetzt uns ins Jahr 2091. Ein Journalist ist dabei Informationen über einen Zwischenfall, den sogenannten Touring II, ans Licht zu bringen. Ein Supergau einer KI (Künstlichen Intelligenz) die Jahre zurück liegt. Und nicht nur das, ein ‚Qube‘, also einen kleinen Würfel mit besagter KI, soll es noch geben. Da dieses Thema bei der UNO höchste Priorität hat, wird der Investigativjournalist observiert. Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und die Unbelehrbaren diesen Qube zu finden und nicht zu aktivieren. Wird die Menschheit gerettet?

Neben diesem spannenden Szenario gibt sich Tom Hillenbrand größt mögliche Mühe ein realistisches Zukunftsszenario zu entwerfen. Ich konnte mir gut vorstellen, dass Lebenswirklichkeiten in diese Richtung gehen können. Die Details sind durchdacht und abgefahren – es macht Spaß sich einzudenken und diese doch sehr veränderte Welt der Zukunft aufzusaugen.

Ironischerweise, liest sich dieses Buch wohl besser als physisches Exemplar, da am Ende ein Glossar ist, dass ich zumindest gerne mal Bemüht habe und sogar mit 2 ebook readern jongliert habe um das technische Defizit zu kompensieren.

Fazit: Abgefahren gut! Ein wenig James-Bond, ein wenig Douglas Adams – ein Sciene-Fiction Thriller für alle die Gehirnjogging auf andere Art betreiben wollen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2020

Findet sich alles wieder an? 3 Brüder auf der Suche!

Ich und meine Chaos-Brüder – Hilfe, Staubsauger entlaufen! (Ich und meine Chaos-Brüder 2)
0

Den ersten Band dieser neuen „Chaos-Brüder“-Reihe haben wir GELIEBT! Verschlungen und schwups war es um, daher musste der 2. Band sofort her. Wir mussten doch wissen was die drei Brüder weiter aushecken!

Sarah ...

Den ersten Band dieser neuen „Chaos-Brüder“-Reihe haben wir GELIEBT! Verschlungen und schwups war es um, daher musste der 2. Band sofort her. Wir mussten doch wissen was die drei Brüder weiter aushecken!

Sarah Welk hat wie immer wunderbare Idee, hier ist der neue automatische Staubsauger der Mittelpunkt und ein Diebstahl…Nein! Eigentlich 2 Diebstähle. Das Figurenkabinett ist herrlich orchestriert und wunderbar zusammengewürfelt.

Da ist der dicke Lolo vom Kiosk um die Ecke, dann gibt es die alte verwirrte Nachbarin, toll.

Nur eines muss der sprachempfindliche Mensch wissen, das Buch strotzt von aktueller Sprache, da der Älteste der 3 Brüder schon etwas älter ist. Da gibt es Wörter wie „geil“, „krass“, „Alter“. Aber irgendwie passt es super und ist dadurch authentischer. Meine Kinder gebrauchen sollte Ausdrücke (noch) nicht. Daher hab ich mich noch etwas schwer getan es so unkommentiert vorzulesen bzw. lesen zu lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere