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Veröffentlicht am 22.06.2020

Als Sylt Kult wurde

Ozelot und Friesennerz
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Die Insel Sylt in den Siebzigerjahren: Stars, Politiker, Industriebosse und andere Urlauber erobern den Sylter Stand und lassen den Alltag hinter sich. Findige Einheimische legen jetzt als Unternehmer ...

Die Insel Sylt in den Siebzigerjahren: Stars, Politiker, Industriebosse und andere Urlauber erobern den Sylter Stand und lassen den Alltag hinter sich. Findige Einheimische legen jetzt als Unternehmer den Grundstock zu Reichtum. Für die gebürtige Sylterin Susanne Matthiessen ist diese Kindheit faszinierend und spannend. Dieses Buch erzählt von Begegnungen mit, für diese Zeit, typischen und auch außergewöhnlichen Menschen. Es erzählt aber auch vom Beginn des großen Ausverkaufs der Insel. Sabine Matthiessen berichtet vom schmerzhaften Verlust der Heimat mit Leichtigkeit, scharfem Blick und Humor.

Die Autorin hat eine wunderbare, locker geschriebene Lektüre über ihre Kindheit und ihrem Zuhause verfasst. Die damalige Zeit ist einfach herrlich bildlich beschrieben und man fühlt sich direkt zurück versetzt. Es werden aber auch die ersten Hinweise gegeben, wie es dann mit der Insel Sylt im Laufe der vergangenen Jahrzehnte weiter geht. Und letztendlich gibt uns Sabine Matthiessen auch kritische Blicke auf die jetzige Situation. Eine gelungene Unterhaltung mit Untertönen, die mir sehr gefallen hat.

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Veröffentlicht am 13.06.2020

Spannender Mord auf Sylt

Blutige Düne
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Für die Flensburger Kommissarin Liv Lammers endet der Sylt-Kurzurlaub abrupt. In der "Mörderkuhle" nahe Tinnum wird ein Toter gefunden. Auf dessen Haut steht, mit schwarzem Nagellack geschrieben, das Wort ...

Für die Flensburger Kommissarin Liv Lammers endet der Sylt-Kurzurlaub abrupt. In der "Mörderkuhle" nahe Tinnum wird ein Toter gefunden. Auf dessen Haut steht, mit schwarzem Nagellack geschrieben, das Wort "Schuldig". Die Mordkommission geht von einem Racheakt aus, denn das Opfer ist ein Rocker und für seine Skrupellosigkeit gefürchtet. Doch kurz darauf gibt es einen weiteren Vorfall. Ein junger Mann, der für eine Meeresschutz-Organisation arbeitet, wird ebenso ein Anschlagsopfer. Und alles spricht für ein- und denselben Täter.

Sabine Weis hat mit "Blutige Düne" bereits zum vierten Mal ihre Kommissarin Liv Lammers zum Ermitteln geschickt. Für mich war es die erste Krimi-Begegnung mit dieser Reihe, was aber nichts ausgemacht hat. Der Fall in diesem Buch ist in sich abgeschlossen, die Vorgeschichten der Hauptprotagonisten ausreichend dargestellt. Der Krimi ist flüssig geschrieben, die Spannung gut aufgebaut. Die Handlung an sich ist natürlich klischeehaft, nichts desto trotz hat mir die Lektüre sehr gut gefallen. Ein interessanter Sylt-Krimi, den ich auch gerne weiter empfehle.

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Veröffentlicht am 10.06.2020

Ein Portugal-Krimi mit einer ruhigen Spannung

Schwarzer August
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In diesem Portugal-Krimi darf der liebenswerte Austausch-Kommissar Leander Lost aus Deutschland auch weiterhin ermitteln. Und Soraia, die Schwester seiner Kollegin Graciana Rosado, erobert sein Herz und ...

In diesem Portugal-Krimi darf der liebenswerte Austausch-Kommissar Leander Lost aus Deutschland auch weiterhin ermitteln. Und Soraia, die Schwester seiner Kollegin Graciana Rosado, erobert sein Herz und zieht zu ihm. Die traute Zweisamkeit wird jedoch unterbrochen, als im Hinterland der Algave eine Autobombe explodiert. Mit seinen Kollegen der Polícia Judicária beginnt Lost zu ermitteln.

Brillant erkundet Gil Ribeiro in seinem vierten Band der Bestsellerreihe um Leander Lost, dem Kommissar mit Asperger-Syndrom, die Tücken des Idealismus. Er begeistert erneut durch die einzigartige Mischung aus Spannung, Humor und Liebe zu Portugal.

"Wer Portugal liebt, den wird bei "Lost in Fuesta" das Fernweh packen" - Zitat NDR-Kultur.

Ja, ich mag Lost mit all seinen Schwächen und Stärken, seine so unterschiedlichen Kollegen, seine verständnisvolle Liebe Soraia. Dazu eine Geschichte mit aktuellem Hintergrund und die liebevolle Darstellung der Algave. Diesen Krimi konnte ich wieder sehr schwer aus der Hand legen, wunderbar und flüssig geschrieben. Eine Lektüre, der sich letztendlich aus der Reihe der Regio-Krimis durch die ungewöhnliche Person des Leander Lost hervorhebt. Es war eine Freude, dieses Buch zu lesen und ich wünsche mir gerne noch weitere Folgen dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

Die Fotografin zieht weiter

Die Fotografin - Die Welt von morgen
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Nach dem Tod ihres Onkels macht sich Mimi Reventlow zusammen mit ihrem neuen Gefährten Anton wieder auf Wanderschaft als Fotografin. Anton baut einen Postkartenhandel auf, Mimi hat hingegen Probleme neue ...

Nach dem Tod ihres Onkels macht sich Mimi Reventlow zusammen mit ihrem neuen Gefährten Anton wieder auf Wanderschaft als Fotografin. Anton baut einen Postkartenhandel auf, Mimi hat hingegen Probleme neue Anstellungen zu finden. Sie machen sich nach Aufenthalten in Süddeutschland auf, in Berlin ihr Glück zu finden. Dort kommen sie in Kontakt mit einer neuen, modernen Welt. Beide versuchen hier auf ihre Weise mit ihrem Können ein Auskommen zu finden. Mimi lernt neue Freunde kennen, begegnet aber auch alten Bekannten, wie Bernadette, die von Liebe träumt. Mimi leistet einiges, um dann eine neue, große Herausforderung anzunehmen.

Petra Durst-Bennings Roman "Die Fotografin - Die Welt von Morgen" ist der dritte Band in der Reihe um die Wanderfotografin Mimi Reventlow. Für mich war es jedoch der erste Band dieser Serie, das hat jedoch nicht gestört. Man kam wunderbar in die Geschichte hinein, gelegentlich wurde auch etwas aus der Vergangenheit eingestreut. Insgesamt eine gelungene, unterhaltsame Lektüre über eine starke Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nicht unbedingt das stärkste Buch von Petra Durst-Benning, aber wie gewohnt gut und flüssig geschrieben. Gerne werde ich diese Wanderfotografin weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Eine Familiengeschichte aus dem Libanon

Ein Lied für die Vermissten
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2011: Der Arabische Frühling erfasst auch den Libanon. Der Fund zweier Leichen in Beirut entfacht die ersten Unruhen. Amin erinnert sich, wie er 1994 als Jugendlicher gemeinsam mit seiner Großmutter wieder ...

2011: Der Arabische Frühling erfasst auch den Libanon. Der Fund zweier Leichen in Beirut entfacht die ersten Unruhen. Amin erinnert sich, wie er 1994 als Jugendlicher gemeinsam mit seiner Großmutter wieder in den Libanon kommt. Er blickt zurück auf seine Freundschaft mit dem gleichaltrigen Jafar, wie beide die Nachkriegszeit verbrachten. Er lernte, das er nie über die Vergangenheit seines Freundes noch über die Geschichte seiner Familie Gewissheit haben wird. Seine Eltern verstarben 1982.

Dieses Buch von Pierre Jarawan hat mich durchaus gefangen genommen. Es erzählt von Familie, Heimat und Liebe. Ebenso vom Leben in unterschiedlichen Kulturen, vom Bürgerkrieg und Verlusten. Die diversen Zeitsprünge in diesem Roman waren anfangs etwas verwirrend für mich, daran konnte ich mich dann schnell gewöhnen. Das Buch erfordert schon eine gewisse Aufmerksamkeit vom Leser, es hinterlässt aber ein Gefühl, dass das Leben im Libanon tatsächlich von der westlichen Welt vergessen ist. Eine Lektüre, die von großen Emotionen zeugt und einen nachdenklich zurück lässt.

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