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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine wahre Liebesgeschichte

Königskinder
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zum Inhalt
Reinhard Kaiser kauft 1991 auf einer Briefmarken Auktion eine Pappschachtel voll Briefmarken.Dazwischen findet er einen Stabel alter Briefe. Er findet eine wahre Liebesgeschichte die er zsammenpuzzelt ...

zum Inhalt
Reinhard Kaiser kauft 1991 auf einer Briefmarken Auktion eine Pappschachtel voll Briefmarken.Dazwischen findet er einen Stabel alter Briefe. Er findet eine wahre Liebesgeschichte die er zsammenpuzzelt und ein Buch entstehen lässt.
1935 - der deutsche Rudolf Kaufmann und die Schwedin Ingeborg Magnusson lernen sich in Italien kennen. Sie verbringen wenige Tage zusammen und halten fortan Korrepondenz zwischen Königsberg und Schweden per Post. Hier und da trifft man sich wieder. Die Ereignisse in Deutschland überschlagen sich und die Zukunft des Paares wird immer wieder auf eine harte Probe gestellt.


meine Meinung
WOW !! Ich bin so begeistert das mir fast die Worte fehlen.Die Geschichte ist so romantisch und doch so traurig und absolut berührend. Im Buch finden sich Abdrucke von Original Briefen, Karten und Fotos die nocheinmal unterstreichen das es sich hier um eine wahre Geschichte handelt. Man spürt regelrecht die großen Gefühle, ebenso aber auch das Leiden, den Groll, die Angst .
Ich liebe die schnörkelige Ausdrucksweise von damals, zurückhaltend und doch so aussagekräftig.
Gegen Ende des Buches forscht der Autor weiter, was in der Zeit nach den Briefen passierte und hinterlässt Kopfschütteln und Herzschmerz. Dieser verdammte 2. Weltkrieg !

Ob der jüdischstämmige Rudolf und die Schwedin Ingeborg ihren Lebensabend, trotz der großen Felsbrocken die ihnen in den Weg gelegt werden, zusammenverbringen dürfen, müsst ihr unbedingt selber lesen!

mehr als verdiente 5 ★★★★★

Veröffentlicht am 15.09.2016

Dieses Buch darf man nicht vergessen

Ich darf nicht vergessen
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Klappentext
Amanda O‘Toole ist ermordet worden. Von ihrer rechten Hand wurden vier Finger fein säuberlich abgetrennt. Für ihre beste Freundin, die Chirurgin Jennifer White, wäre diese Art von Operation ...


Klappentext
Amanda O‘Toole ist ermordet worden. Von ihrer rechten Hand wurden vier Finger fein säuberlich abgetrennt. Für ihre beste Freundin, die Chirurgin Jennifer White, wäre diese Art von Operation ein Kinderspiel. Aber Jennifer leidet an Demenz und weiß nicht mehr, was in der Nacht passierte, als Amanda starb. Immer öfter fehlen Jennifer die Erinnerungen, und immer öfter kann sie nicht einmal mehr sagen, wer sie selbst ist oder wem sie vertrauen kann. Sie will nicht vergessen, aber sollte sie es vielleicht besser?



meine Meinung
Ich habe nun ein paar Tage ins Land ziehen und das Gelesene sacken lassen.
Das habe ich gemacht, weil ich sehr begeistert von dem Buch war - aber die Bewertungen auf diversen Verkaufsportalen eher schlecht waren.
Nun meine Meinung hat sich nicht geändert.

Die negativen Bewertungen bezogen sich u.a. auf die Bezeichnung als Thriller - und das dieses Buch wohl eher eine Alzheimer Verlaufs Beschreibung sei.
Hier kann man die Bedeutung des Wortes (Psycho)Thriller nachlesen.
Desweiteren muss ein Thriller nicht zwangsläufig aus wahnsinnigen Metzeleien und Serienkillern bestehen.
Punkt.

Das Buch ist aus der Sicht der 65 jährigen Chirurgin a.D. geschrieben, die an Demenz/Alzheimer leidet. Zu Beginn ist sie sich ihrer Krankheit noch teilweise bewusst...was sich im Verlauf der Geschichte ändert..So schreibt 'sie' in Teil 3 und 4 dann nur noch in der dritten und vierten Person von sich. Die geistigen Umbrüche mitten im Geschehen oder im Satz ...einfach super geschrieben ! Der innerliche Rückzug ist perfekt beschrieben. Abgesehen von der gut recherchierten Symptomatik der Krankheit, ist auch die Geschichte - der Mord- um den es geht, spannend und vor allem nachvollziehbar - realitätsnah.
Das Ende kam für mich aber dann doch überraschend.
Es ist eben keine aus dem Ärmel geleierte, blutige Massenmörderstory sondern eine Geschichte wie sie tatsächlich passieren kann.
Der Schreibstil gefiel mir auch gut, ich konnte das Buch schnell und flüssig lesen und für mich war es außerdem ein Pageturner !
Um die wirre Kommunikation mit der dementen Dr. Jennifer White besser zu verstehen, sind die Sätze der jeweiligen Gesprächspartner(wenn auch teilweise nur in ihrer Vorstellung) in kursiv gedruckt.

Für mich eins meiner Jahreshighlights !!
★★★★★

Veröffentlicht am 15.09.2016

Fitzek kann's

Das Joshua-Profil
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zum Inhalt
Max Rhode ist ein erfolgloser Schriftsteller, nur eins seiner Bücher war ein Bestseller -die Blutschule-
Er hat sich nie etwas zu schulden kommen lassen und lebt sein bescheidenes Leben mit ...


zum Inhalt
Max Rhode ist ein erfolgloser Schriftsteller, nur eins seiner Bücher war ein Bestseller -die Blutschule-
Er hat sich nie etwas zu schulden kommen lassen und lebt sein bescheidenes Leben mit seiner Frau und ihrer gemeinsamen Pflegetochter Jola.
Sein Bruder Cosmo jedoch, hat einen anderen Lebensweg eingeschlagen und sitzt als verurteilter Pädophiler in einer psychatischen Anstalt.
Die Ereignisse überschlagen sich, als plötzlich das Jugendamt vor der Tür steht und Jola den leiblichen Eltern zurück führen will, die ihr Baby damals verkaufen wollten um Ihre Drogensucht zu finanzieren.
Max flieht mit Jola und verunglückt mit dem Auto...Als er im Krankenhaus erwacht ist Jola weg und er steht als Entführer da.... Alles spricht gegen ihn.
Wo ist Cosmo? Wo ist Jola? Was hat Familie Rhode's Nachbar mit dem Ganzen zu tun? Wer oder was ist Joshua und was zu Teufel hat das alles mit Max Rhodes Bestseller 'die Blutschule'zu tun?




meine Meinung
Wieder einmal eine Glanzleistung von Sebastian Fitzek. Sein Schreibstil hat mich sofort in den Bann und in die Geschichte hineingezogen.
Das Buch ist aus verschiedenen Sichten geschrieben und das macht das Ganze umso spannender. Man möchte gerne dem einen sagen, wo der andere ist oder was dem jenigen gerade passiert.
Max Rhode als Protagonist hat mir am besten gefallen, denn ich konnte seine Gedankengänge und Reaktionen so sehr nachvollziehen. Auch Jola, das Pflegekind, war mir sehr sympathisch - sehr ausgefuchst, tapfer und frech für ihr Alter.
Es gab für mich keine langweiligen Durststrecken, denn alle Handlungen führten spannend und nachvollziehbar zu einem dramatischen Ende .... dachte ich ...doch dann setzte Herr Fitzek noch einen oben drauf ! Unfassbar zu was Menschen fähig sind !
Mir hat auch sehr gut gefallen, dass schwierige Themen aufgegriffen wurden .... was wäre wenn ?
Das Cover ist passend zum Titel ... denn hier hat das Joshua Profil die Fäden in der Hand.
Wie immer, auch passend zum Thriller, düster gestaltet.
Das Nachwort sollte nicht unerwähnt bleiben, hier erfährt man mehr über die Entstehung des Buches und die Highlight Themen.

Insgesamt eine absolute Leseempfehlung! Fitzek kann's einfach - Spannung bis zum Schluss.
Fitzek typische 5 ★★★★★






Buchtipp : Die Blutschule von Max Rhode alias Sebastian Fitzek

Veröffentlicht am 23.01.2017

das Spiel 2.0

Das Spiel - Rache
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Einige Zeit ist es nun her, dass Familie Lambert den Fängen, der in Serie mordenden Fannelli Brüder entkommen ist.
Etliche Leben wurden ausgelöscht, einer der Mordsbrüder - Arthur - wartet ...


zum Inhalt

Einige Zeit ist es nun her, dass Familie Lambert den Fängen, der in Serie mordenden Fannelli Brüder entkommen ist.
Etliche Leben wurden ausgelöscht, einer der Mordsbrüder - Arthur - wartet eingesperrt auf seinen Prozess, der andere ist tot. Höchstpersönlich abgemurkst von Mr. Lambert himself. Ihr wisst schon... Notwehr.
Als Arti denkt das Spiel ist aus, kommt ihm seine richtige Familie zur Hilfe und das geisteskranke Spiel geht in die zweite Runde.
Fragt sich nur, wer hier an wem Rache nimmt....


meine Meinung

Ich finde den zweiten Teil der Spiel Trilogie schwächer als Teil eins.
es geht weniger ausführlich um die kranken Spielchen und irren Schlachtereien.
Das Ganze ist mehr psychologisch gestrickt und baut eine komische Angst-Spannung auf...die sich dann in einem dramatischem, endlich blutigem, Knallerende entläd.
Der Schreibstil ist wie auch im ersten Teil klasse und man fliegt nur so durch die Seiten, das liegt auch wieder an den schön kurzen Kapiteln.
Ein bißchen schade fand ich, neben dem wenigen Blut, das Arty irgendwie nicht mehr die Hauptrolle war. Da die Bindung zu seiner Familie im Buch gar nicht rüberkommt...fehlt da ein bißchen die Verbindung. Man weiß zwar, dass es Familie ist, aber es fühlt sich einfach an wie Fremde. Zudem sind mir die Neuen zu perfekt.
Das Cover ist blutig..allerdings rätsel ich immer noch was das sein soll..Gummistiefel?

In jedem Fall bin ich sehr gespannt, was das Finale das Spiel - Tod das im April erscheint zu bieten hat.

4 ★★★★

Veröffentlicht am 23.01.2017

Lesenswert

So würde ich dich lieben
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zum Inhalt
Die junge Hensley ist eine intelligente Frau die einiges in ihrem Leben vorhat.
Doch der erste Weltkrieg macht ihr da einen Strich durch die Rechnung und sie reist mit Ihrem Vater von New York ...

zum Inhalt
Die junge Hensley ist eine intelligente Frau die einiges in ihrem Leben vorhat.
Doch der erste Weltkrieg macht ihr da einen Strich durch die Rechnung und sie reist mit Ihrem Vater von New York nach New Mexiko, da dort Arbeit in den Goldmienen wartet.
Ihr einziger Halt ist eine aufflammende Brieffreundschaft mit einem amerikanischen Arzt der freiwillig in den Krieg zieht und an der französischen Front verweilt. So viele Seemeilen auch zwischen ihnen liegen, sie wissen das sie zusammen gehören - aber werden sie es auch jemals sein?



meine Meinung
das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Charles, dem Arzt an der Front und Hensley, der 17 jährigen einsamen Tochter eines Journalisten geschrieben. Sehr süß wie Hensley am Anfang noch Randbemerkungen auf die Briefe Ihres Vater schreibt - der ursprüngliche Brieffreund des Arztes.
Es ist wirklich sehr gefühlvoll und mitreissend geschrieben und auch die blutigen Details an der Front bleiben nicht aus.
Schicksalhafte Wendungen und nicht vorhersehbare Ereignisse lassen das Leseerlebnis nicht langweilg werden.
Der Schreibstil ist einfach und angenehm.
Die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet und man steckt drin, fiebert und leidet mit...
Das Cover ist farblich schön, lässt allerdings eher auf einen Kitschroman schliessen und das ist es einfach nicht.
Eine schöne historische Liebegeschichte, gespickt mit wissenswerten, historischen Details und viel Charme.


4 ★★★★