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Veröffentlicht am 05.07.2020

Richard Tackert ermittelt

Richard-Tackert-Reihe / Affinität
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Dies war das erste Buch des Autors Wolfgang Glagla über die Richard Tackert-Reihe.

Der Besitzer eines Pferdegestüts wird ermordet auf einem Friedhof, schön an einen Grabstein positioniert, aufgefunden. ...

Dies war das erste Buch des Autors Wolfgang Glagla über die Richard Tackert-Reihe.

Der Besitzer eines Pferdegestüts wird ermordet auf einem Friedhof, schön an einen Grabstein positioniert, aufgefunden. Das eingespielte Ermittlerteam von Robert Tackert wird mit dem Fall beauftragt und stößt auf eine Familie, die nicht besonders betroffen zu sein scheint. Vieles auf dem Gut ist undurchsichtig.

Durch das Buch zieht sich bis zum Ende ein leichter Spannungsbogen und man hat bis zum Schluss keine richtige Vermutung wer dahinter steckt. Mit seiner leichten, oft humorvollen Schreibweise entsteht ein angenehmer Lesefluss, der mich auch oft zum schmunzeln gebracht. Die Protagonisten sind glaubhaft und sympathisch, sodass man mitten im Geschehen ist. Mich hat das Buch gut unterhalten und ich werde mir noch andere Bände aus dieser Reihe besorgen.

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Veröffentlicht am 29.04.2020

100 Jahre Uhrmacherdynastie

Das Erbe der Altendiecks
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"Das Leben der Altendiecks" von Hendrik Lambertus gibt uns Einblick in eine Uhrendynastie mit Höhen und Tiefen.

Im Jahre 1766 bewirbt sich der Uhrmachermeister Johann Altendieck um den Auftrag, eine neue ...

"Das Leben der Altendiecks" von Hendrik Lambertus gibt uns Einblick in eine Uhrendynastie mit Höhen und Tiefen.

Im Jahre 1766 bewirbt sich der Uhrmachermeister Johann Altendieck um den Auftrag, eine neue größere Uhr im Bremer Rathaus zu bauen. Er bekommt den Auftrag und könnte somit zu großer Ehre kommen. Doch es kommt alles anders. Seine jüngste Tochter Gesche zeigt sehr großes Interesse an der Zunft und lernt von ihrem Großvater das Präziese. Doch als Frau darf sie keine Meisterin werden und muß sich mit der Frau des Uhrmachers begnügen. Dennoch hällt sie über all die Jahre das Zepter in der Hand.

Der Roman ist in vier Teile aufgeteilt, der am Anfang mit dem Stammbaum der Familie versehen ist, somit findet man sich sehr gut mit den Protagonisten zurecht. Am Ende des Buches sind in einem ausführlichem Glossar die Historischen Personen aufgeführt.

Als Hauptprotagonistin steht Gesche im Mittelpunkt und begleitet uns durch jedes Kapitel. Als stille Herrin regiert sie in der Familie und muss harte Schicksalsschläge hinnehmen. Verschiedene Charaktere lernen wir kennen und alle sind authentisch dargestellt. Die Schreibweise ist flüssig und das Buch läßt sich trotz seiner 600 Seiten fliessend lesen. Allerdings haben mir manchmal die grossen Zeitsprünge nicht gefallen, ich hätte mir das eine oder andere Kapitel etwas ausführlicher gewünscht. Mir hätten die Kriegsberichte und Aufstände mit einer kurzen Erwähnung gereicht und mir wäre es lieber gewesen doch noch mehr über die einzelnen Generationen zu erfahren. Alles in Allem aber war die Zeitgeschichte über die Uhrendynastie sehr informativ und unterhaltsam. Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen und empfehle es sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 06.04.2020

Unterhaltsamer Krimi aus der Schweiz

Lämpe
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"Lämpe" ein Zürich Krimi von Marc Späni beginnt mit einem Brandanschlag im Züricher Oberland. Dabei wird die Frau des tunesischen Architekten verletzt und ist traumatisiert. Ihr Mann ist mit seiner fünfjährigen ...

"Lämpe" ein Zürich Krimi von Marc Späni beginnt mit einem Brandanschlag im Züricher Oberland. Dabei wird die Frau des tunesischen Architekten verletzt und ist traumatisiert. Ihr Mann ist mit seiner fünfjährigen Tochter spurlos verschwunden. Ungewissheit entsteht, hat er seine Tochter nach Tunesien entführt oder hatten sie einen Unfall. Eine Großaktion der Suche beginnt, bei der Ermittler Pascal Felber gefordert ist, denn mit seinen Gedanken ist er bei seiner ermordeten Frau und sucht noch immer auf eigene Faust ihren Mörder. Er taucht in das Milieu der Geldwäscherei und Bandenkriminalität ein.

Ich kenne den ersten Band der Reihe nicht, hatte aber keine Schwierigkeiten mit den Protagonisten klar zu kommen. Der unkomplizierte, mit schweizerischer Lebensart untermaltem Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, flüssig und kurze Kapittel lassen den Leser durch das Buch gleiten.

Ein leichter Spannungsbogen zieht sich durch das ganze Buch. Mir hat das Buch gut unterhalten und sorgte für Abwechslung in der Krimiwelt.

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Veröffentlicht am 02.03.2020

Eine etwas andere Biografie

#Fatboysrun
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"Fatboysrun" von Philipp Jordan ist seine Biografie, wie er wieder zum Laufen gefunden hat.

Alleine schon das Cover übermittelt, den Leser erwartet hier eine etwas andere Biografie. Mit Witz und Charme ...

"Fatboysrun" von Philipp Jordan ist seine Biografie, wie er wieder zum Laufen gefunden hat.

Alleine schon das Cover übermittelt, den Leser erwartet hier eine etwas andere Biografie. Mit Witz und Charme geschrieben und doch eine gewisse Ernsthaftigkeit hinter der ganzen Geschichte. Dazu wunderschöne Momentaufnahmen, die das Ganze locker machen.
Der Autor läßt uns teilhaben an seinem Leben, der vorher ein dicker, träger Couchliebhaber war. Er beschreibt auch gleich mal seine dunkle Seele mit Drogen, Spayen, Alkohol, aber auch wie er früher in seiner Kindheit gelaufen ist.
Ganz ausgiebig lernen wir das Mehr-Monster kennen. Es begleitet uns durch das ganze Buch und zeigt uns den verrückten Philipp in einer lustigen Form.

Dieses Buch ist nicht nur für Laufinteressierte, die einen Ansporn brauchen was alles geht, nein auch eine lustige und manchmal auch tiefgründigere Beschreibung eines Lebens, das etwas verrückt verläuft.

Ich fühlte mich sehr gut unterhalten, ob ich aber dadurch einen Ansporn für das Laufen erhalten habe, weiß ich noch nicht. Mein innerer Schweinehund ist noch sehr präsent.

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Veröffentlicht am 02.03.2020

Gegensetzlichkeit zieht sich an

Das kann uns keiner nehmen
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Das kann uns keiner nehmen von Matthias Politycki ist ein Roman über eine besondere Männerfreundschaft.

Hans hat noch eine Rechnung mit sich zu begleichen und möchte dies im Inneren des Kilimanadscharo ...

Das kann uns keiner nehmen von Matthias Politycki ist ein Roman über eine besondere Männerfreundschaft.

Hans hat noch eine Rechnung mit sich zu begleichen und möchte dies im Inneren des Kilimanadscharo tun, dabei trifft er auf den Urbayern Tscharli. Zwei Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Tscharli, der sein Herz auf der Zunge trägt, beschließt das Hans ihn auf seinem letzten Trip begleitet. Völlig überrumpelt begleitet ihn Hans und es beginnt eine Freundschaft, die tief ins Innere der beiden blicken läßt.

Dieses Buch ist ein Erfahrungsbericht und gleichzeitig ein Reisebericht. Durch die Augen des Autors blicken wir in ein wunderschönes Afrika. Das Cover läßt die Weiten von Afrika erahnen, wunderschöne Farben runden das Gesamtbild ab. Anschaulich wird die Reise durch die Wegskizzen im Inneren des Buches gemacht.
Politycki beschreibt die Charaktere der Protagonisten auf eine besondere Art seines Schreibstils. An den ruppigen Tscharli, der immer mit der Tür ins Haus fällt, mußte ich mich erst gewöhnen, mit Hans dem kühle Hanseaten kam ich eher klar. Man fühlt wie die Beiden zusammen wachsen. Wir erfahren viel aus der Vergangenheit und geraten immer wieder in emotionale Wallungen.

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