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Veröffentlicht am 09.05.2018

Unbehagliche Hochspannung

Dunkle Wolken
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Aus irgendeinem Grund hat Maine es mir angetan, vermutlich ist Stephen King daran schuld... Also kein Wunder, dass ich bei diesem Thriller nicht widerstehen konnte. Vielleicht hätte ich das Buch sonst ...

Aus irgendeinem Grund hat Maine es mir angetan, vermutlich ist Stephen King daran schuld... Also kein Wunder, dass ich bei diesem Thriller nicht widerstehen konnte. Vielleicht hätte ich das Buch sonst sogar übersehen, was sehr schade gewesen wäre, denn ich bin restlos begeistert.

Die Geschichte fängt harmlos an, aber schnell macht sich ein Unbehagen breit, dass sich immer weiter verdichtet und in blanken Horror umschlägt. Als wäre es nicht schon genug, dass Paula sich mit der Erinnerung an ihren verstorbenen Sohn plagt, suchen sie in ihrem Ferienhaus in Kellmouth merkwürdige Ereignisse heim, die sie fast an ihrem Verstand zweifeln lassen. Geräusche in der Nacht, Klopfen an der Tür, ein Radio das von alleine angeht...Paula fragt sich, ob ihr toter Sohn bei ihr ist, dann wieder ist sie fest überzeugt ein lebendes Kind im Wald gesehen zu haben.

Als Paula anfängt in der Geschichte des Ortes zu forschen und bei den Dorfbewohnern nicht mehr nur auf schroffe Ablehnung gegenüber der 'Fremden', sondern auf blanken Hass trifft, ist schließlich sogar ihr Leben in Gefahr. Was sie am Ende aufdeckt, ist eine grauenvolle Tragödie, die sich einst im Dorf abgespielt hat.

Ich habe das Buch absolut verschlungen, so gut war es geschrieben. Die Beklemmung, die Paula nach und nach erfasst, war regelrecht spürbar. Wie ein Puzzle setzte sich das düstere Geheimnis des Dorfes unterstützt von Rückblenden zusammen und die Spannung wird ins Unerträgliche gesteigert. Es gab jede Menge Andeutungen und kleine Details, die etwas schreckliches erahnen ließen, das ich aber genau wie Paula auch bis zum Ende nicht als Ganzes zu fassen bekam.

Ein ungewöhnlicher, hervorragend geschriebener Thriller, den ich allen Fans von subtiler Hochspannung nur ans Herz legen kann.

Veröffentlicht am 08.07.2020

Anschaulich und leicht verständlich

Edward Hopper: A–Z
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Häppchen- oder besser: buchstabenweise werden Leben und Schaffen des einzigartigen Malers Edward Hopper beschrieben. Das Buch gleicht einem Kaleidoskop bunter Facetten, die die wichtigsten Themen, Orte ...

Häppchen- oder besser: buchstabenweise werden Leben und Schaffen des einzigartigen Malers Edward Hopper beschrieben. Das Buch gleicht einem Kaleidoskop bunter Facetten, die die wichtigsten Themen, Orte und Emotionen von Edwards Hopper Malerei auch für absolute 'Kunstbanausen' verständlich beleuchten. Durch die kurzen, aber dennoch umfassenden und anschaulichen Abschnitte sind die unterschiedlichen Aspekte sehr angenehm zu lesen und reflektieren. Natürlich dürfen Abdrucke der wichtigsten Bilder nicht fehlen, die das Buch komplettieren. Somit bietet 'Edward Hopper: A bis Z' eine hervorragende Einleitung in das Werk des bedeutenden Malers.

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Veröffentlicht am 05.08.2026

Traumhaft

Ms. Atkins und die Bibliothek der Träume
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Obwohl Ms Atkins die Hauptperson im Buch ist, gibt es drei weitere sehr wichtige Charaktere, die in ihr Leben treten und dieses nachhaltig verändern. Jede der vier Personen hat ein persönliches Schicksal, ...

Obwohl Ms Atkins die Hauptperson im Buch ist, gibt es drei weitere sehr wichtige Charaktere, die in ihr Leben treten und dieses nachhaltig verändern. Jede der vier Personen hat ein persönliches Schicksal, dass es zu verarbeiten bzw. aufzulösen gilt, und genau aus diesem Grund haben sie alle Zutritt zum geheimen Leseraum der Bibliothek erhalten. Dort können sie mittels Träumen ihre Erinnerungen nacherleben, Ängste bewältigen und wortwörtlich ihre Träume ausleben.
Eigentlich hatte ich mehr Fantastik erwartet und auch mehr Anteil an Traumerlebnissen, aber das Buch spielt vor allem im Leseraum und im echten Leben der Protagonisten. Letztlich ist es eine Geschichte über Menschen, die gemeinsam ihre Ängste oder Verluste überwinden und zurück ins Leben finden. Die Bibliothek der Träume ist dabei lediglich das Hilfsmittel, dass ihnen ihre Situation bewusst macht und auch das Bindeglied, um mit anderen in Kontakt zu treten. Am Ende fand ich eine sehr emotionale Geschichte vor, die tief berührt und nachdenklich stimmt, das eigene Leben zu überdenken und seinen Träumen zu folgen.

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Veröffentlicht am 16.07.2026

Geheimnisvoll und düster

Klammroth
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Das Buch hatte ich schon ewig im Schrank liegen, aber irgendwie war nie der richtige Zeitpunkt. Zum Glück gibt es Challenges, die auch die verstaubtesten Schätzchen hervorzaubern. Und so war auch diese ...

Das Buch hatte ich schon ewig im Schrank liegen, aber irgendwie war nie der richtige Zeitpunkt. Zum Glück gibt es Challenges, die auch die verstaubtesten Schätzchen hervorzaubern. Und so war auch diese Auswahl ein Glücksgriff, denn das Buch hat mir unheimlich gut gefallen - im wahrsten Sinne des Wortes. Von Anfang bis Ende herrscht eine unheimliche, geheimnisvolle Atmosphäre und man weiß bis zuletzt nicht, was in Klammroth eigentlich los ist. Der Schreibstil ist wie von der Autorin gewohnt sehr anschaulich, lebendig und wortgewandt, und so ist das Lesen an sich schon das reinste Vergnügen. In Kombination mit der ausgeklügelten Story, die es meisterhaft versteht Unbehagen zu schüren und immer wieder in die Irre zu führen, ergaben sich einige sehr lohnenswerte Lesestunden und eine in der aktuellen Hitze sehr wohltuende Gänsehaut.

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Veröffentlicht am 07.07.2026

Wunderschön und grausam

Die Nacht der Bärin
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Eine sehr dramatische Geschichte, die, so gegensätzlich das auch klingt, ein sehr ernstes Thema in wunderschöne Sprache verpackt. Was den Schrecken, die Wut und Ohnmacht nicht mindert, sondern im Gegenteil ...

Eine sehr dramatische Geschichte, die, so gegensätzlich das auch klingt, ein sehr ernstes Thema in wunderschöne Sprache verpackt. Was den Schrecken, die Wut und Ohnmacht nicht mindert, sondern im Gegenteil noch eindringlicher wirken lässt. Bis zum Schluss ist man gefangen in dieser tragischen Familiengeschichte, die geschickt auf zwei Zeitebenen enthüllt wird. Fazit: das Lesen hat sich gelohnt.

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