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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2026

Ich finde leider die Story nicht

Mathilde und Marie
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Am besten haben mir an dem Buch das Vor- und das Nachwort des Autors gefallen. Dazwischen war leider nicht viel obwohl ich das Buch wirklich gern haben wollte. Das Cover ist wunderschön und die Idee eines ...

Am besten haben mir an dem Buch das Vor- und das Nachwort des Autors gefallen. Dazwischen war leider nicht viel obwohl ich das Buch wirklich gern haben wollte. Das Cover ist wunderschön und die Idee eines Bücherdorfes, in dem die Bewohner Handys und Internet nicht brauchen und sich ihren Mitmenschen noch wirklich zuwenden, wo die Welt also noch in Ordnung ist, das klang schön. Leider war das auch schon die ganze Story, denn es passiert nichts. Die Menschen im beschaulichen Örtchen Redu bewegen sich äußerst langsam, denken sehr viel nach, nehmen Rücksicht auf alles und jeden und sind gefühlt alle hypersensibel. Dazu wird der Leser übers Marmeladekochen belehrt oder über Papierschröpfen, alles handgemacht, natürlich. Die Sprache passt dazu, denn auch sie ist sehr rücksichtsvoll, fast altmodisch... langweilig.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Wie ein Fiebertraum

All the Way to the River
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Elizabeth Gilbert hat mir 2020 mit „Das Wesen der Dinge und der Liebe“ (das Buch ist bereits 2013 erschienen) ein wahrliches Lesegeschenk gemacht, deshalb habe ich mich voller Vorfreude auf ihr neues Buch ...

Elizabeth Gilbert hat mir 2020 mit „Das Wesen der Dinge und der Liebe“ (das Buch ist bereits 2013 erschienen) ein wahrliches Lesegeschenk gemacht, deshalb habe ich mich voller Vorfreude auf ihr neues Buch gestürzt aber die Autobiografie über zwei verstörte Frauen, die sich gegenseitig manipulieren war leider gar nicht meins, ich habe das Buch circa in der Mitte abgebrochen.

Es steht mir genau genommen nicht zu, das Buch überhaupt zu bewerten, denn EG legt einen schonungslosen Bericht einer Suchtkranken dar und drückt ihre tiefempfundenen Gefühle aus. Wer bin ich, das zu beurteilen? Dennoch versuche ich kurz auszudrücken, was mir an dem Buch nicht gefallen hat:
Das Buch beginnt mit einer endlos langen Einleitung darüber, wie der Geist ihrer verstorbenen Geliebten Rayya sie besucht. Ich hoffte, dass ich danach etwas über diese Person erfahren werde aber außer, dass sie syrischer Abstammung ist, Haare schneidet, ziemlich lustig sein kann und die große Liebe von EG war, weiß ich immer noch nicht viel. Die Energie des Buches konzentriert sich auf zwei Menschen, die sich beide leider ziemlich schlecht benehmen. Die Autorin gesteht zwar ihre eigenen Fehler aber das hatten wir ja in „Eat Pray Love“ auch schon einmal, das damit endete, dass sie ihr Leben gerettet und ihr Glück bis ans Ende aller Tage gefunden hatte. Und nun… geht es schon wieder los. Ich bedauere den Verlust ihrer Liebe sehr aber leider hat er mich nicht im Inneren berührt, da es soviel Selbstsabbotage und Selbstgefälligkeit gibt. Möglicherweise war es für EG einfach zu früh für dieses Buch.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

eine Krankheitsgeschichte

Junge Frau mit Katze
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Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich „Lügen über meine Mutter“ unheimlich spannend und gut fand. Das tolle Cover und das Thema des neuen Buches sprachen mich direkt wieder an aber leider war ...

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich „Lügen über meine Mutter“ unheimlich spannend und gut fand. Das tolle Cover und das Thema des neuen Buches sprachen mich direkt wieder an aber leider war das Buch gar nicht meines!
Das Buch handelt vom Leidensweg der Protagonistin Ela, die an wirklich vielfältigen Krankheitssymtomen leidet und damit von Arzt zu Arzt zieht. Dem ganz offensichtlichen Grund ihrer Erkrankungen verschließt sie sich dagegen hartnäckig. Sie möchte unbedingt eine akademische Laufbahn einschlagen, steht vor der Verteidigung ihrer Doktorarbeit, die ihr unglaubliche Angst macht und hat Aussicht auf eine begehrte Postdoc-Stelle. Dass sie meint, dafür mal eben in kürzester Zeit japanisch lernen zu müssen, vermindert ihren Druck auch nicht gerade.
Leider fand ich Ela einfach nur nervig! Sie ist dermaßen auf sich, ihre (eingebildeten) Krankheiten, ihre Karriere und ihre Familie (bzw. deren Probleme) fixiert, dass für nichts anderes Raum bleibt. So sieht sie nicht, dass ihre beste Freundin leidet, freut sich nicht für ihre Mutter, die endlich einen Weg für sich zu finden scheint oder ist für ihren Bruder da, der an einer wichtigen Weggabelung seines Lebens steht. Ich muss leider gestehen, dass das für mich Jammern auf ganz hohem Niveau war und da ich direkt vor „Junge Frau mit Katze“ „Schwebende Lasten“ von Annett Gröschner gelesen hatte, kamen mir die Problemchen von Ela im Vergleich zu denen von Hannah Krause sowas von unbedeutend vor, dass es mich richtig wütend gemacht hat. Ich kann den Frust von Ela durchaus verstehen nur interessierte es mich leider gar nicht, davon zu lesen. Ich hatte erwartet, dass es mehr darum geht, was es mit einem macht, wenn man permanent krank ist, welche Gefühle empfindet man da? Stattdessen wird man über eine Ärzteodyssee informiert.
Gut gefallen haben mir die zarte Liebesgeschichte, die Einschübe zur japanischen Literatur und Sprache und die Sammlung der Wortkonstruktionen. Auch die sprachliche Umsetzung ist gelungen.

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Veröffentlicht am 16.07.2020

Zeitverschwendung

Richer than Sin
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Whitney und Lincoln stammen aus verfeindeten Familien (wobei die Fehde sehr unglaubwürdig wirkt). Als sie sich kennenlernen, wissen sie jedoch nicht, wen sie vor sich haben. Als Whitney erkennt, welchen ...

Whitney und Lincoln stammen aus verfeindeten Familien (wobei die Fehde sehr unglaubwürdig wirkt). Als sie sich kennenlernen, wissen sie jedoch nicht, wen sie vor sich haben. Als Whitney erkennt, welchen Nachnamen Lincoln trägt, zieht sie sich zurück, heiratet einen anderen Mann und zieht aus der Stadt weg. Vergessen können die Beiden sich jedoch nicht. 10 Jahre später, nach dem Tod ihres Mannes, zieht Whitney zurück in die Stadt und die beiden begegnen sich erneut.

Für mich war es das 1. Buch aus der Feder von Meghan March, ich habe es bei Deezer gesehen, die vielen positiven Bewertungen gegoogelt und losgehört.

Der Einstieg in die Geschichte war gut, ich mag auch die Erzählweise auf verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln, einzig die sehr kurzen Kapitel fand ich merkwürdig. Aber nach einigen Kapiteln erhielt die Hörfreude einen deutlichen Dämpfer.

Dabei hätte die Geschichte wirklich Potential, sie erinnert an die von Romeo und Julia, nur ist sie um ein Vielfaches schlechter erzählt. Die Charaktere bleiben blass, ständig wiederholen sich deren Gedanken und wenn man die Sexszenen abzieht, bleibt eigentlich gar keine Geschichte mehr übrig. Whitney ist für Lincoln DIE eine Frau auf der Welt, warum bleibt aber ungeklärt. Ist es wirklich nur ihr gutes Aussehen und dass sie bei ihm für eine Dauererektion sorgt? Hat das wirklich eine Frau geschrieben?

Whitney ist einfach nur jämmerlich! Sie ist trotz ihrer dunklen Haare innerlich strohblond. Ihre ständigen Schuldgefühle und das permanente Klagen, das völlig unbegründet ist, strengt einfach nur an.

Der Cliffhanger am Ende klingt zunächst spannend aber ich bin überzeugt davon, dass aus dieser Geschichte nichts mehr werden kann und beende die Trilogie hiermit.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

leider ganz schlecht!

Paper Princess (Paper-Reihe 1)
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Leider ganz furchtbar! Welches Frauenbild hat die Autorin denn bitteschön? (Nachtrag: es sind 2 Frauen, die unter dem Synonym Erin Watt schreiben, das wußte ich nicht, finde es aber fast noch schlimmer!)

Die ...

Leider ganz furchtbar! Welches Frauenbild hat die Autorin denn bitteschön? (Nachtrag: es sind 2 Frauen, die unter dem Synonym Erin Watt schreiben, das wußte ich nicht, finde es aber fast noch schlimmer!)

Die Teenager in dieser Geschichte sind dauergeil, gewaltbereit, überheblich und menschenverachtend. Es geht um Mobbing, Schlägereien und toxische Beziehung. Wollen wir den jungen Frauen von heute wirklich beibringen, dass sexuelle Übergriffe an Kindern harmlos sind, sie für Blowjobs da sind, sexuell dauerbereit sein sollten, "Babe" genannt werden und noch schlimmer - das Typen, die dich als Schlampe bezeichnen "alles hat, was man sich nur wünschen kann" und dass Drogen und Gewalt normal sind? Das Buch ist ein totaler Tiefschlag.

Allein in Deutschland ist jede 3. Frau in ihrem Leben von sexueller Gewalt betroffen und die Zahlen sind leider nicht rückläufig. Welche Leserin also vergibt für so ein Buch 5 Sterne? Gleich am Anfang wird sich über eine versuchte Vergewaltigung an der jungen Protagonistin durch den Lebensgefährten der Mutter lustig gemacht, die anschließend immerhin lernen durfte, wie man richtig zuschlägt! Ein sexueller Übergriff an einem Kind ist doch nicht harmlos! Was stimmt mit unserer Gesellschaft nicht?

Das Buch ist ein einziges Klischee: die junge Protagonistin Ella stammt aus armen Verhältnissen, ist Waise, Jungfrau und natürlich unglaublich "heiß". Sie wird von einer Familie adoptiert, die 4 Söhne hat, die ebenfalls sehr "heiß" sind und die das junge Mädchen vom 1. Tag an schikanieren, oft sexuell. Alle benehmen sich unglaublich blöd aber die Protagonistin ist trotzdem dauererregt. Hilfe!

Anspruchslose Bücher sind ok, auch Spice ist super aber vor allem wir Frauen sollten unterscheiden, ob es um einvernehmlichen heißen Sex geht oder um Gewalt. Wie kann man für so ein Buch volle Punktzahl vergeben?

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