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Veröffentlicht am 31.08.2020

Der Beginn der Emanzipation

Unter den Linden 6
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Berlin 1907: Lise Meitner, eine junge Wissenschaftlerin kommt zur Friedrich-Wilhelms-Universität Unter den Linden. Sie ist ausgebildete Physikerin, hat in Wien promoviert und möchte nun bei Max Planck ...

Berlin 1907: Lise Meitner, eine junge Wissenschaftlerin kommt zur Friedrich-Wilhelms-Universität Unter den Linden. Sie ist ausgebildete Physikerin, hat in Wien promoviert und möchte nun bei Max Planck forschen. Doch in Preußen sind Frauen offiziell nicht zugelassen, was sie jedoch nicht aufhalten kann. Außerdem führt sie ihr Weg mit zwei anderen Frauen zusammen die sehr unterschiedlich sind: mit Hedwig, die die Unterschrift ihres Mannes fälschen muss um die Uni besuchen zu können und mit Anni, die als Dienstmädchen bei Friedrich Althoff arbeitet und sich heimlich durch dessen Bücherregal liest. Die drei Frauen werden zu engen Verbündeten und Freundinnen. Sie kämpfen um ihr Glück, die Liebe und das Re3cht auf Bildung und Wissen. Die männlichen Widerstände an der Universität sind hoch.
Lise Meitner ist eine reale Person. Sie war die erste und eine der bekanntesten Physikerinnen des 20. Jahrhunderts und die erste deutsche Physikprofessorin. Sie war die Entdeckerin der Kernspaltung.

Meine Meinung
Dieses Buch habe ich überraschend bei einem Gewinnspiel bei Vorablesen bekommen und mich auch sehr auf die Lektüre gefreut. Es ließ sich durch den angenehm unkomplizierten Schreibstil auch leicht und flüssig lesen. (Keine Unklarheiten im Text.) Ich war schon sehr gespannt, was ich so alles aus diesem Buch lernen würde, welche Dinge, die ich vorher nicht unbedingt wusste, ich erfahren würde. Ich wusste z.B. nicht, ab wann Frauen studieren durften, auch wenn mir klar war, dass dies Anfang des 20. Jahrhunderts noch nicht möglich war. Und das mussten ja auch die Freundinnen in diesem Buch erfahren. Es ist kein Buch das geladen mit Spannung daherkommt, aber es ist sehr interessant. Mir hat gut gefallen, wie Hedwig und Lise durchsetzen konnten, dass sie – wenn auch nicht immatrikuliert so doch – an den Vorlesungen teilnehmen konnten. Dass es nicht ohne den einen oder anderen (illegalen) Trick vonstattenging, ist auch klar. Ich war schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzten. Bei Anni war mir eigentlich gleich klar, weshalb sie einen anderen Dienst antreten musste, wobei ich ihre alte Dienstherrin sogar noch bewunderte. Warum, das wird der Leser selbst lesen müssen. Gefreut habe ich mich darüber, war ihre neue Herrin ihr ermöglicht hat. Was Hedwigs Ehemann betrifft, so habe ich es eigentlich geahnt, dass es so kommt. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Gut es war nicht die Spannung die ich sonst immer liebe, aber es war interessant, hat mich gefesselt und mich auch sehr gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 26.08.2020

Letztendlich ein guter Auftakt

Das Lied des Wolfes
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Ganze Kaiserreiche wurden unter Vaelin al Sornas Führung besiegt, er entschied mit seiner Klinge große Schlachten – und stellte sich einer Macht entgegen, die furchtbarer war als alles, was man bisher ...

Ganze Kaiserreiche wurden unter Vaelin al Sornas Führung besiegt, er entschied mit seiner Klinge große Schlachten – und stellte sich einer Macht entgegen, die furchtbarer war als alles, was man bisher gesehen hatte. Er erhielt viele Ehrentitel und suchte später in den Nordlanden ein friedvolles Leben. Doch dann kam das Gerücht auf, dass ein Herr namens Stählerne Horde über dem Meer sein Unwesen trieb. Ein Mann soll es anführen, der sich selbst für einen Gott hält. Und Vaelin erfährt, dass Sherin, eine Frau die er geliebt und verloren hat, der Horde in die Hände gefallen ist, muss er wieder einmal in den Kampf ziehen. Der Ruf des Wolfes ist der Auftakt einer epischen neuen Fantasy-Serie von Anthony Ryan.


Meine Meinung
Zwar habe ich von diesem Autor schon drei Bücher gelesen, allerdings nicht ‚Das Lied des Blute‘ was sich als nachteilig erwies. Mit ist es sehr schwer gefallen und es dauerte auch bestimmt 150 Seiten, bis ich endlich in der Geschichte angekommen war. Da war am Anfang Luralyns Bericht, das ging ja noch. Doch dann verwirrte mich die Handlung doch etwas. Trotzdem habe ich nicht aufgegeben und nach etwa einem Fünftel des Buches passierte endlich mal wirklich etwas. Doch die vorhergehenden Seiten waren für mich langatmig, wenn nicht sogar langweilig. Ich bin allerdings auch überzeugt, dass, hätte ich ‚Das Lied des Blutes‘ gelesen, es vielleicht nicht ganz so gewesen wäre. Denn dann wären mir einige Personen schon vertraut gewesen. So ‚quälte‘ ich mich etwas durch das erste Fünftel, bis dann eben wirklich Spannung aufkam. Langsam aber stetig. Und dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das sagt mir mal wieder, dass man nie zu früh aufgeben soll, zumal ich sowieso selten aufgebe Auf jeden Fall nicht bei einem Rezensionsexemplar. Der Protagonist Kehlbrand wurde mir immer unsympathischer und es wurde dann auch bald klar, warum. Aber das soll der Leser selbst lesen. Also nicht gleich aufgeben, sondern durchhalten, wenn es ihm (dem geneigten Leser) genauso geht wie mir. Insgesamt fand ich das Buch nämlich sehr gut. Es hat mich dann nämlich dermaßen gefesselt und in seinen Bann gezogen, dass ich mit dem Lesen nicht aufhören konnte. Zudem hat es mich ab eben dem zweiten Fünftel sehr gut unterhalten und ich empfehle es, trotz des etwas schleppenden Anfangs gerne weiter. Von mir bekommt es gute vier von fünf Sterne bzw. acht von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 22.07.2020

Nicht ganz überzeugt

Willkommen im Flanagans (Das Hotel unserer Träume 1)
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Silvester 1959 in London. Die Gäste der umschwärmten Hotelbesitzerin Linda Lansing stoßen mit Sekt auf das neue Jahr an. Das bekannte Hotel führt sie seit dem Tode ihres Vaters ganz allein. Und sie hat ...

Silvester 1959 in London. Die Gäste der umschwärmten Hotelbesitzerin Linda Lansing stoßen mit Sekt auf das neue Jahr an. Das bekannte Hotel führt sie seit dem Tode ihres Vaters ganz allein. Und sie hat den Ruhm des Flanagans noch gesteigert. Doch die Liebe hat sie dabei vernachlässigt. Aber das neue Jahr bringt eine Bedrohung, die Linda alles kosten könnte, was sie erreicht hat, auch das Hotel. Es bringt aber auch einen Mann in den sie sich verliebt.

Meine Meinung
Dies ist das zweite Buch das ich von dieser Autorin gelesen habe. Das erst gefiel mir so Lala ich gab damals drei Sterne. Doch ich wollte ihr nochmal eine Chance geben. Das vorliegende Buch ist der erste Band eines Mehrteilers. Zwar kam ich ganz gut ihn die Geschichte rein, doch plätscherte sie gerade so dahin. Eine Frau, Tochter eines Engländers und einer Schwedin, in Fjällbacka geboren, Mutter dort gestorben, und der Vater lässt sein Kind bei der Großmutter. Und dieser Vater besitzt ein Hotel, hätte sich also wohl ein Kindermädchen für das Baby leisten können. Und doch lässt er es zurück. Für mich irgendwie nicht so ganz realistisch. Dass das Hotel letztendlich hoch verschuldet ist, steht auf einem anderen Blatt, denn das ist sehr viel später. Und dieser Vater kommt nie auf die Idee, seine Tochter in das Hotelfach einzuführen, obwohl er genau weiß, dass sie es einmal erben wird. Auch nicht realistisch. Nach der Hälfte des Buches etwa wurde es dann doch noch etwas spannend. Und blieb es bis zum Ende. Im Großen und Ganzen war es recht interessant und hat mich auch – wie gesagt ab etwa der Mitte des Buches – auch ganz gut unterhalten. Am Anfang war ich mir sicher, dass es das letzte Buch dieser Autorin sein würde, das ich lese. Aber jetzt will ich doch wissen, wie es weitergeht, werde also wohl die Folgebände, bzw. zumindest mal den zweiten Band auch noch lesen. Es hat mich nicht umgehauen und auch nicht so ganz überzeugt. Daher von mir vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten. Das aber nur. weil es in der zweiten Hälfte wesentlich besser und spannender war.

Veröffentlicht am 06.07.2020

Die Suche nach der Vergangenheit

Der Himmel über Havanna
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Die Welt der Kubanerin Lisandra gerät aus den Fugen als sie an das Sterbebett ihrer Oma Madelin gerufen wird. Denn von ihr erfährt sie, dass den Mann, den sie als Großvater kenne, gar nicht ihr Opa ist, ...

Die Welt der Kubanerin Lisandra gerät aus den Fugen als sie an das Sterbebett ihrer Oma Madelin gerufen wird. Denn von ihr erfährt sie, dass den Mann, den sie als Großvater kenne, gar nicht ihr Opa ist, sondern ein US-Amerikaner. Madelin kann ihr nicht mehr erzählen, denn sie stirbt. Nur so viel, dass sie den Mann während der kubanischen Revolution kennen gelernt hat und es ein düsteres Geheimnis gibt. Lisandra findet das Tagebuch ihrer Oma und erneut wird ihre Neugier geweckt. Nun verliebt sich Lisandra auch noch in einen deutsch-kubanischen Fotografen namens Andy. Doch sie ist überzeugt, dass er Kuba bald wieder verlassen wird und was ist dann mir ihr? Sie will nicht nur ein Abenteuer. Trotzdem geht sie mit Andy auf Spurensuche ins Jahr 1958 und in den südöstlichen Teil der Insel. Kann sie die Liebesgeschichte ihrer Oma entschlüsseln? Und was ist mir ihr und Andy?

Meine Meinung
Ds Buch ließ sich sehr gut lesen, es gab dank der angenehm unkomplizierten Schreibweise der Autorin keine Unklarheiten im Text. Bücher mir Familiengeheimnissen mag ich sehr gerne und sie machen mich unheimlich neugierig. So auch hier. In der Geschichte war ich schnell drinnen und konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. In Madelin, sie ja ihren Mann mit dem Amerikaner Robert betrogen hat. Gut sie hat Salvadore einige Monate nicht mehr gesehen und sich eben in Robert, der ihr schöne Augen gemacht hat, verliebt. Dass das nicht immer gutgehen konnte, war zu erwarten. Und Lisandra, mit dem Schicksal ihrer Oma vor Augen, traut sich nicht, sich auf Andy einzulassen. Sie will nicht, dass es ihr genauso ergeht. Mehr will ich von der Geschichte jetzt nicht erzählen, sie soll von dem geneigten Leser gelesen werden. Das Buch ist durchaus spannend, denn immer wieder gibt es Hindernisse zu überwinden. Für Lisandra genauso wie für Madelin damals. Es hat mir sehr gut gefallen, mich auch gefesselt und sehr gut unterhalten. Doch es fehlt mir etwas: Die Autorin hätte am Ende noch mehr darauf eingehen sollen, wie es Madelin mit ihrem Kind von einem anderen Mann bei ihrem Ehemann ergangen ist. Nur so kurz im Epilog. Und dann noch wie Lisandra und Andy es geschafft haben, eine richtige Beziehung aufzubauen. Ich habe das Buch trotzdem gerne gelesen und vergebe vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 02.07.2020

Teil eins war etwas besser

Die Farben der Schönheit - Sophias Träume (Sophia 2)
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1932 in New York. Sophia hatte nicht gedacht, dass sie jemals wieder glücklich sein könne. In Paris hatte sie ihr Kind verloren, die Verzweiflung hatte sie übermannt. Doch schon in New York ging es ihr ...

1932 in New York. Sophia hatte nicht gedacht, dass sie jemals wieder glücklich sein könne. In Paris hatte sie ihr Kind verloren, die Verzweiflung hatte sie übermannt. Doch schon in New York ging es ihr wieder besser, denn Elisabeth Arden, die Kosmetikunternehmerin bot ihr eine neue Chance. Dabei geriet sie in den ‚Puderkrieg‘ zwischen den Kosmetikunternehmen Elisabeth Arden und Helene Rubinstein. Und plötzlich stehen Zukunft und Glück auf dem Spiel…

Meine Meinung
Dieses Buch hat wieder sehr gut begonnen, und durch den angenehm unkomplizierten Schreibstil (keine Unklarheiten im Text) ließ es sich auch leicht und flüssig lesen. Sophia hat durch einen anonymen Brief erfahren, dass ihr Sohn noch leben soll. Und sie will es natürlich genau wissen, was ich sehr gut verstehen kann. Trotz vieler Enttäuschungen in Paris, nicht nur hinsichtlich ihrer Suche nach ihrem Sohn, gibt sie jedoch die Hoffnung nicht auf. Ein Detektiv bietet ihr Hilfe an, denn sie muss ja wieder zurück, kann in Paris nicht bleiben. Schnell war ich wieder in der Geschichte drinnen, konnte mich in Sophia gut hineinversetzen. Bei der Kosmetikfirma von Elisabeth Arden baut sie auf deren Wunsch etwas auf. Aber auch dann springt das Leben nicht rosig mit ihr um. Dieser zweite Band hat mir nicht ganz so gut gefallen wie der erste, denn es wurde zeitweise etwas langatmig. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, ja das Lesen genossen. Und ich bin sehr gespannt, ob Sophias Sohn wirklich noch am Leben ist, ob sie ihn zurück bekommt. Das Buch hatte viele spannende Momente, wie mich fesselten. Außerdem hat es mich auch sehr gut unterhalten, trotz geringer Längen. Leider kann ich aber wegen der Längen nur vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten vergeben. Trotzdem ist es lesenswert.