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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2020

Emotional berührt

Was uns verbindet
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Die Autorin kenne ich bereits von zwei weiteren Romanen und ihre Bücher haben mich immer sehr gut unterhalten. Dieser Roman hat mich daneben aber noch sehr berührt. Die Familie Olander wirkt perfekt, Vater, ...

Die Autorin kenne ich bereits von zwei weiteren Romanen und ihre Bücher haben mich immer sehr gut unterhalten. Dieser Roman hat mich daneben aber noch sehr berührt. Die Familie Olander wirkt perfekt, Vater, Mutter lieben sich. Ihre Tochter und Sohn entwickeln sich gut. Plötzlich ändert sich alles ihr Sohn Prem stirbt und die Familie zerbricht. Jeder sucht seinen Weg mit dem Verlust klar zu kommen und haben nicht die Kraft sich umeinander zu kümmern.
Im Mittelpunkt steht Karina, die Tochter, die sich als ältere Schwester verantwortlich sieht für den Tod ihres geliebten Bruders. Nach außen gefestigt, sieht es in ihrem Inneren ganz anders aus. Die Mutter sucht Trost in der Religion und der Vater in der Arbeit.
Die Perspektiven wechseln zwischen den Protagonisten und selbst der tote Bruder kommt noch zu Wort. Sehr einfühlsam beschreibt die Autoren die Emotionen der Familienmitglieder ohne kitschig zu sein. Sehr gelungen beschreibt sie die Fluchten der Eltern ohne erhobenen Zeigefinger. Sie zeigt, dass an so einem Unglück niemand die Schuld trägt und, dass es keinen perfekten Weg gibt damit fertig zu werden.
Mich hat das Buch sicherlich auch deshalb so berührt, da ich selber Mutter von einem Mädchen und Jungen bin, fast mit dem gleichen Altersunterschied. Ich konnte die Emotionen sehr gut nachvollziehen.
Aber es ist nicht nur ein emotionales Buch, sondern auch ein spannendes. Die Handlungswechsel in diese drei sehr unterschiedlichen Leben sorgen für Abwechslung und einen hohen Spannungsbogen. Es hat mich wunderbar unterhalten und emotional tief berührt. Absolut weiterzuempfehlen an alle Altersgruppen.

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Veröffentlicht am 24.07.2020

Zeitgeschichte sehr spannend verpackt

Zwei fremde Leben
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Ein Buch was mich auf mehreren Ebenen neugierig gemacht hat. Zum einen habe ich vom Autor Frank Goldammer schon zwei historische Krimis gelesen, die ich sehr gelungen und authentisch fand, zum anderen ...

Ein Buch was mich auf mehreren Ebenen neugierig gemacht hat. Zum einen habe ich vom Autor Frank Goldammer schon zwei historische Krimis gelesen, die ich sehr gelungen und authentisch fand, zum anderen bin ich selbst DDR-Kind und habe mich mit diesem Thema noch nie wirklich beschäftigt.
Der Roman beginnt 1973 in Dresden. Polizeikommissar Thomas Rust wartet vor dem Krankenhaus, um Nachricht über seine schwangere Frau zu bekommen, die er gerade eingeliefert hat. Dabei kommt er mit einem Mann ins Gespräch, dessen Frau auch im Krankenhaus liegt, aber gerade ihr Kind verloren hat. Irgendwas kommt Rust merkwürdig vor und er hängt sich an den Fall, ohne zu ahnen, dass dieser Fall sein ganzes Leben verändern wird.
Auch diesmal hat sich der Autor wieder an ein wenig bekanntes, aber dafür umso erschreckendes Thema beschäftigt: Kindswegnahme, hier Neugeborene, in der DDR. Dabei erzählt er die Geschichte von Ricarda, die 1973 ihr Kind verliert, offiziell ist es gestorben, aber Ricarda glaubt nicht daran, sondern vermutet, dass es ihr weggenommen wurde. Denn schon damals gab es das Gerücht, dass Eltern, die nicht ins Weltbild des Sozialismus passten, ihre Babys weggenommen wurden, aber offiziell die Kinder gestorben waren. Ricarda kämpft Jahrzehnte um die Wahrheit. Ihre Verzweiflung, gerade weil ihr keiner glaubt, hat der Autor wunderbar beschrieben. Aber auch Rust entwickelt sich immer mehr zu einem starken Charakter, der mich sehr an Max Heller, dem Kommissar aus Frank Goldammers Serie aus dem Nachkriegsdresden. Rust glaubt an den Sozialismus und ist praktisch ein treuer Diener des Staates, aber umso mehr er sich in den Fall verbeißt, umso mehr Zweifel kommen.
Sehr gelungen ist auch der Übergang in der Wendezeit. Die Freude und dann die schnelle Erkenntnis zu welchem Preis die Freiheit erkauft wurde. Ricardas beruflicher Absturz und die Arroganz, mit der vor allem die neuen westlichen Arbeitgeber ihr begegnet sind, hat mich sehr an meine Eltern erinnert. Die Enttäuschung und auch Wut von einem Großteil der ehemaligen DDR-Bürgern hat Goldammer im Charakter von Ricarda wunderbar beschrieben.
Dank der verschiedenen Handlungsstränge und auch Zeitebenen hat der Autor ein gelungenes Bild der Thematik des „Kindesraubes“, aber auch die Verstrickungen der Stasi mit der DDR und der BRD Regierung. Die Charakterzeichnung ist realistisch, die Protagonisten haben ihre Schwächen und dürfen sie auch zeigen. Der Spannungsbogen wurde wunderbar gehalten, ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Eine großartige Mischung aus Krimi und wichtiger Zeitgeschichte. Dazu ein überraschendes Ende.

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Veröffentlicht am 30.05.2020

Positiv überrascht

Die Verlobten des Winters
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Diese Reihe ist mir durch zahlreiche Leserunde und Besprechungen in vielen Foren und Blogs schon begegnet. Und irgendwie hatte ich eine Abneigung entwickelt, nach dem Motto schon wieder ein viel hoch gelobter ...

Diese Reihe ist mir durch zahlreiche Leserunde und Besprechungen in vielen Foren und Blogs schon begegnet. Und irgendwie hatte ich eine Abneigung entwickelt, nach dem Motto schon wieder ein viel hoch gelobter Fantasyroman. Jetzt wo der vierte Teil der Reihe bald rauskommt, war meine Neugierde doch stärker und ich habe mich entschlossen den ersten Teil als Hörbuch kennenzulernen. Und gerade habe ich die letzten aufregenden Minuten genossen und bin wahnsinnig froh, dass ich jetzt erst mit der Reihe angefangen habe, denn so muss ich nicht so lange auf die Fortsetzung warten. Denn es war einfach großartig.
Den Start empfand ich als etwas langatmig und holprig. Ophelia als Protagonistin konnte mich nicht wirklich packen, zu schüchtern und naiv empfand ich sie. Aber wie alle anderen im Roman überraschte auch sie mich als Leserin, denn in ihr steckt soviel mehr. Ihre Entwicklung im Roman ist großartig. Dazu ihr zukünftiger Ehemann Thorn, weder gutaussehend noch charmant und dennoch interessant und geheimnisvoll. Die Beziehung zwischen Ophelia und Thorn hatte mich manchmal an Jane Eyre erinnert obwohl es für ihre Liebesbeziehung eher schlecht bestellt ist, aber das macht auch den Reiz der Geschichte aus.
Neben den interessanten Charakteren, die immer wieder überraschen und zum Teil undurchschaubar sind, bietet die Welt der Archen, die die Autorin aufbaut, viel Abwechslung. Die Details sind gelungen und realistisch beschrieben. Es machte mir Freude in diese Welt abzutauchen, trotz der Grausamkeiten. Die Himmelsburg, Hauptschauplatz, ist atemberaubend und die Teilung der Gesellschaft in Adlige und Bedienstete erinnert dabei sehr an „Downtown Abbey“, wenn auch sehr viel gefährlicher. Die Vielzahl an Intrigen ist der Kern der Geschichte, wer ist Freund und wer ist Feind? Bis zum Schluss nicht durchschaubar.
Mich hat der Roman richtig mitgerissen. Das Hörbuch war auch dank der Sprecherin sehr angenehm. Manchmal hat es mich nur gestört, wenn sie ihre Stimme zu sehr verstellt hat, um die verschiedenen Charaktere zu unterscheiden, das klang dann einfach unecht, wie der bösartige kleine Junge und die dunkle Stimme von Thorn. Einfach weniger verstellen, wäre mein Tipp. Ansonsten freue ich mich schon riesig auf den Folgeband und bin sehr gespannt, wie sich Ophelia weiter entwickelt.

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Veröffentlicht am 19.05.2020

Fulminanter Abschluss

Star Wars™ Thrawn - Verrat
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Nachdem mich der erste Teil der Reihe begeistert hat, der zweite Teil mich etwas zwiegespalten zurückließ, war ich umso mehr auf den Abschluss der Trilogie gespannt. Und was muss ich sagen, ich bin begeistert ...

Nachdem mich der erste Teil der Reihe begeistert hat, der zweite Teil mich etwas zwiegespalten zurückließ, war ich umso mehr auf den Abschluss der Trilogie gespannt. Und was muss ich sagen, ich bin begeistert Timothy Zahn hat nochmal alles gegeben, um Thrawn nochmal als den außergewöhnlichen Charakter zu zeigen, den er geschaffen hat.
Dieser Teil schließt fast nahtlos an den Vorgängerband an, wobei ich jedem Leser empfehle die Bände in der Reihenfolge zu lesen, da man damit besser mit der Karriere und den Ränkespielen der Macht vertraut ist. Auch diesmal wird Thrawn wieder ein Spielball zwischen den Mächtigen. Denn um neue Mittel für sein Projekt zu erhalten, muss er ein anderes Problem lösen. Diese Herausforderung nimmt Thrawn natürlich an, obwohl er auch keine richtige Wahl hat. Mit seiner Scharfsicht und Unvoreingenommenheit kommt er dem Rätsel auf die Spur. Dabei spielt auch sein eigenes Volk die Chiss eine Rolle.
Der Autor schreibt wieder sehr gut. Das Buch lässt sich wunderbar lesen, mit überschaubaren Handlungssträngen, gut herausgearbeiteten Charakteren und viel Spannung. Thrawn zeigt diesmal weichere Züge, was ich ganz gelungen fand. Er wurde mit diesem Roman zu meinen Lieblingscharakteren auf Seiten des Imperiums. Aber auch Faro und Elis, seine Untergebenen, sind gut herausgearbeitet und emanzipieren sich etwas von Thrawn.
Für mich insgesamt der beste Teil der Reihe und ich bin richtig traurig, dass die Trilogie beendet ist. Denn Thrawn hat sicher noch mehr zu bieten. Vor allem würde ich gerne viel mehr über die Chiss erfahren und auch Thrawns Vergangenheit bei seinem Volk. Da gibt es noch Potential. Auch die gegnerischen Grysk bieten noch einiges, denn auch sie blieben sehr im Schatten und bildeten eigentlich nur Bösen ohne wirkliche Tiefe.
Dieses Buch und auch die komplette Reihe sind für jeden Star Wars Fan ein Muss. Sie mich überzeugt, obwohl ich sonst nur Bücher von der „guten“ Seite gelesen habe und das Imperium mir immer nur dunkel und böse vorkam. Diese Trilogie hat es geschafft mir zu zeigen wie vielseitig das „Böse“ ist und wie spannend die politischen Ränkespiele sein können.

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Veröffentlicht am 19.05.2020

Großartige Mischung

Alle meine Kinderlieder-Klassiker-Box
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Diese Box vereint fast alle bekannten Kinderlieder, die ich selbst aus meiner Kindheit kenne. Ich bin eher skeptisch was Kinderliedersammlungen angeht. Vor allem das sie mir schnell „auf den Keks gehen“ ...

Diese Box vereint fast alle bekannten Kinderlieder, die ich selbst aus meiner Kindheit kenne. Ich bin eher skeptisch was Kinderliedersammlungen angeht. Vor allem das sie mir schnell „auf den Keks gehen“ und ich die meisten nicht kenne. Hier ist es anders, ich konnte zu fast allen Liedern mitsummen. Die Lieder sind auch abwechslungsreich gestaltet. Manche sind in der bekannten Melodie gehalten, andere wiederum wurde leicht verändert. Es kommen unterschiedliche Instrumente zum Einsatz.
Jede CD hat ungefähr eine Stunde Spielzeit mit je 24 Lieder (eine CD mit 23 Liedern). Damit hat man einen guten Grundstock für seine Kinderliedsammlung. Meinen Kindern (fast 3 und 7 Jahre) gefallen die Lieder und sie hüpfen und tanzen dazu.
Ich bin begeistert und ganz die CD Box allen Familien, aber auch Kindertageseinrichtungen empfehlen. Es ist ein sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis.

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