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Veröffentlicht am 25.07.2020

Deutsch-deutsche Geschichte

Die Bilder unseres Lebens
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Schon Jahrzehnte wird das „Schauburg“ von der Familie Lindemann betrieben. Doch nach dem Krieg wird das Leipziger Kino enteignet. Besonders trifft es Ursula Lindemann. Sie hat in das Kino so viel Herzblut ...

Schon Jahrzehnte wird das „Schauburg“ von der Familie Lindemann betrieben. Doch nach dem Krieg wird das Leipziger Kino enteignet. Besonders trifft es Ursula Lindemann. Sie hat in das Kino so viel Herzblut investiert und nun darf sie dort zwar weiterarbeiten, aber nicht mehr mitentscheiden. Die russischen Besatzungsmächte erlegen den Menschen immer mehr Einschränkungen auf. Man möchte einen sozialistischen Staat aufbauen. Gerhard Lindemann kommt versehrt zurück und schwer traumatisiert zurück. Tochter Sigrid weiß noch nicht so recht, was sie beruflich machen will und entscheidet sich dann Lehrerin zu werden. Dafür weiß Sohn Stefan umso besser, was er will. Er will Filme drehen und um das umzusetzen, flüchtet er sogar in den Westen. Wie soll es für die Lindemanns weitergehen?
Ich habe schon einige Bücher von Ines Thorn gelesen und auch dieses Mal konnte mich die Autorin mit ihrer Geschichte wieder fesseln. Sie beschreibt anhand der Familie Lindemann, wie schwierig es unter den politischen Verhältnissen war, eine Familie zusammen zu halten, wenn man sich nicht mehr sehen darf. In der DDR war die Richtung vorgegeben und die Menschen wurden durch Bespitzelung bei der Stange gehalten. Die Planwirtschaft war verantwortlich für leere Regale und oft jahrelange Lieferzeiten für bestimmte Produkte. Doch die Menschen wussten sich zu helfen. Auch wenn im Westen das Wirtschaftswunder für Aufschwung sorgte, so war doch nicht alles Gold was glänzt.
Wir dürfen die Lindemanns auf beiden Seiten der Mauer begleiten, bis diese dann fällt. Die Charaktere sind gut und authentisch beschrieben. Sie haben ihre kleinen und großen Probleme, ihre Träume, Hoffnungen und Ängste.
Ich konnte gut nachvollziehen, was die Trennung der Lindemanns für die Familie bedeutet, habe ich doch selbst erlebt, wie unsere Familie gespalten war, da durch den Krieg einige im Westen gelandet sind und der Rest in Danzig lebte.
Die Autorin hat gut recherchiert und es ist ein lebendiger und sehr realistischer Roman entstanden, der mir sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 25.07.2020

Rille im Urwald

Rille: Die Dschungelfreunde sind los!
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Wenn Rille, der kleine Berggorilla, eins kann, dann ist das laut brüllen. Aber er hat auch ein riesengroßes Herz. Rille soll von Leipzig aus in einen Zoo in Buenos Aires. Das Flugzeug, mit dem er transportiert ...

Wenn Rille, der kleine Berggorilla, eins kann, dann ist das laut brüllen. Aber er hat auch ein riesengroßes Herz. Rille soll von Leipzig aus in einen Zoo in Buenos Aires. Das Flugzeug, mit dem er transportiert wird, muss aber notlanden und zwar im brasilianischen Urwald. Dort trifft Rille neue Freunde, die in freundlich aufnehmen. Er fühlt sich sehr wohl dort, denn es gibt vieles zu erleben und mit guten Freunden ist das gleich nochmal so schön. Auch seine Gefühle kann man zeigen, auch wenn die nicht immer positiv wirken, aber Freunde halten trotzdem zusammen.
Das Buch ist wunderschön und die kurzen Kapitel eignen sich gut zum Vorlesen oder Selberlesen. Die Sprache ist kindgerecht und daher gut verständlich. Dazu gibt es noch zauberhafte Illustrationen, auf denen man einiges entdecken kann. Auch die Karte am Anfang des Buches gefällt mir sehr.
Mir gefällt dieses Buch sehr gut, denn es zeigt, wie wundervoll Freundschaft sein kann. Es ist schön, wenn man Dinge mit anderen teilen kann und wenn man nicht alleine ist. Man kann auch ruhig mal traurig oder wütend sein. Die Geschichte schneidet aber auch Themen an, wie Eifersucht und Mut haben.
Neben dem Berggorilla Rille gibt es aber auch noch andere tolle Figuren, wie Papagei Pepe, das Gürteltier Tante Tatu, den eingebildeten Jaguar Onza und viele andere.
Ein sehr schönes Kinderbuch, das viel Spaß bereitet.

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Veröffentlicht am 25.07.2020

Superspannend und unterhaltsam

Tag X
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Dies ist nun bereits der sechste Band mit dem Ermittlerteam Nicolas und Helen Eichborn. Ich habe alle gelesen und bin jedes Mal begeistert.
Dieses Mal geht es los, als jemand den Bordcomputer eines Flugzeuges ...

Dies ist nun bereits der sechste Band mit dem Ermittlerteam Nicolas und Helen Eichborn. Ich habe alle gelesen und bin jedes Mal begeistert.
Dieses Mal geht es los, als jemand den Bordcomputer eines Flugzeuges hackt und so dafür sorgt, dass die Maschine wie ein Stein vom Himmel fällt. Es gibt eine Menge Toter. Doch dabei bleibt es nicht; es gibt weitere Ereignisse, welche die Menschen beunruhigen. Nicolas ist früh klar, dass etwas im Busch ist und er beauftragt Hagedorn ein entsprechendes Szenario auszuarbeiten, um gegensteuern zu können. Dafür lässt sich Eichborn auf ein gefährliches Spiel ein, denn die Demokratie steht auf dem Spiel. Nicolas ahnt, dass er kaum noch jemanden trauen kann, denn die Drahtzieher haben überall ihre Leute.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und sehr packend. Besonders gut gefallen mir die unterhaltsamen Dialoge.
Es ist immer wieder schön, alte Bekannte zu treffen. Nicolas Eichborn ist jemand, der keiner Konfrontation aus dem Weg geht, selbst wenn er sich damit in Gefahr begibt. Inzwischen hat er sein eigenes Unternehmen, so dass er nicht immer die Regeln einhalten muss, die ihn früher eingeengt haben. Manchmal geht er auch sehr unkonventionell vor. Seine Frau Helen ist besonnener als er und muss schon mal regulierend eingreifen. Die beiden und ihr Team sind clever und gut eingespielt. Aber auch die Gegner sind clever. Sie sind dazu noch skrupellos und handeln menschenverachtend. Ihnen ist nicht leicht beizukommen, denn alle Beteiligten kennen nur wenige andere und auch die Pläne sind ihnen nur stückchenweise bekannt. Doch sie haben in allen wichtigen Ämtern ihre Leute.
Auch dieser komplexe und sehr politische Thriller ist wieder äußerst spannend. Kurze Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven halten das Tempo hoch.
Meine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.07.2020

Es brodelt immer noch in Irland

Alter Hund, neue Tricks
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Inzwischen lebt der ehemalige Detective Inspector Sean Duffy mit seiner Familie in Schottland. Da er aber in Teilzeit arbeitet, verschlägt es ihn natürlich immer wieder auch nach Belfast. Als ein Maler ...

Inzwischen lebt der ehemalige Detective Inspector Sean Duffy mit seiner Familie in Schottland. Da er aber in Teilzeit arbeitet, verschlägt es ihn natürlich immer wieder auch nach Belfast. Als ein Maler auf offener Straße erschossen wird, freut sich Duffy, dass er die Ermittlungen leiten soll. Zunächst sieht es nach einem Autodiebstahl aus, bei dem etwas schiefgelaufen ist, doch der Tote schien ein Mensch voller Geheimnisse, denn auch seine Identität war falsch. Duffy hängt sich voll rein in den Fall.
Für mich ist dies der dritte Fall mit Sean Duffy, obwohl es bereits der achte Thriller mit ihm ist. Ich mag den besonderen Schreibstil des Autors Adrian McKinty, der etwas abgehackt ist, sich aber sehr gut lesen lässt.
Sean Duffy ist ein Ermittler mit Schwächen, was ihn sympathisch macht. Er hat eine etwas sarkastische Art und geht seinen Weg, auch wenn er sich unbeliebt macht. Aber auch sein Partner Crabbie gefällt mir gut. Die Dialoge sind wirklich sehr unterhaltsam, auch sonst sind die beiden ein eingespieltes Team. Inzwischen muss Duffy feststellen, dass sich doch vieles verändert bei der Polizei. Er wird ja schließlich auch nicht jünger. Also will er noch einmal beweisen, was in ihm steckt.
Neben dem eigentlichen Fall kommt auch das Privatleben Duffys nicht zu kurz. Ich finde es auch immer wieder interessant, mehr über die Verhältnisse in Irland zu jener Zeit (1992) zu erfahren.
Der Fall gestaltet sich weitaus komplexer als zunächst vermutet und ist auch spannend. Auch wenn mir dieses Buch wieder sehr gut gefallen hat, ist es für mich eher kein Thriller.
Eine authentische und spannende Geschichte, die mich gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 23.07.2020

Alles ist machbar, wenn man an sich glaubt

Die kleine Hummel Bommel – Nur Mut!
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Bommel ist ziemlich aufgeregt, denn heute soll die Insektenaufführung beim Wiesenfest stattfinden. Er hat Angst, alles zu vergessen. Aber seine Oma ist überzeugt, dass ihm dann schon etwas einfällt. Dann ...

Bommel ist ziemlich aufgeregt, denn heute soll die Insektenaufführung beim Wiesenfest stattfinden. Er hat Angst, alles zu vergessen. Aber seine Oma ist überzeugt, dass ihm dann schon etwas einfällt. Dann macht sich Bommel mit seinem Superhummelcape auf den Weg. Unterwegs trifft er alle möglichen Freunde, die ebenfalls aufgeregt sind und Angst haben, dass etwas nicht klappt. Aber für alle hat Bommel aufmunternde Worte. Sein Freund Ricardo, mit dem Bommel die Flugshow zeigen will, hat richtig Bammel und dann wäre beinahe etwas schief gegangen. Aber gemeinsam schaffen sie alles.
Auch dieses Mal konnte mich die herzallerliebste kleine Hummel wieder voll überzeugen. Das Thema ist sogar besonders wichtig, denn wie oft passiert es, dass man sich etwas nicht zutraut. Aber wenn man an sich glaubt, dann schafft man alles. Manchmal hilft es aber auch, wenn Freunde einen unterstützen und einem Mut machen.
Die Illustrationen sind wunderschön und einzigartig. Sie gefallen den Kindern sehr.
Maite Kelly hat auch wieder einen wunderschönen Song zum Buch eingesungen.
Ein tolles Kinderbuch, das Kleinen und Großen sehr gut gefällt.

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