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Veröffentlicht am 27.07.2020

genialer Sci-Fi-Thriller

Vor dem Abgrund
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Klappentext, übernommen:
"SIE SIND EIN WERKZEUG.

GESCHAFFEN, UM UNS ALLEN
DAS LEBEN ZU ERLEICHTERN.

ANPASSUNGSFÄHIG, FLEXIBEL
UND GEFÄHRLICH.

Fünf Studenten bekommen den Auftrag, eine
revolutionäre ...

Klappentext, übernommen:
"SIE SIND EIN WERKZEUG.

GESCHAFFEN, UM UNS ALLEN
DAS LEBEN ZU ERLEICHTERN.

ANPASSUNGSFÄHIG, FLEXIBEL
UND GEFÄHRLICH.

Fünf Studenten bekommen den Auftrag, eine
revolutionäre Nanotechnologie zu prüfen.
Die Studierenden wittern ihre große Chance.
Bald müssen sie erkennen, dass sie und ihre
Auftraggeber unterschiedliche Ziele haben.
Sie gehen ihren eigenen Weg und der Erfolg
gibt ihnen recht.
Schnell müssen sich die fünf eingestehen,
dass sie nicht alles so fest im Griff haben, wie
sie es glauben."

Michael Hirtzys SciFi Thriller "Vor dem Abgrund - Bilder der Apokalypse" ist für mich DIE Entdeckung in diesem Jahr. Erwartungen übertroffen. Positiv punktet der Schreibstil, der sowohl flüssig, als auch zeitgemäß ist. Für einen Thriller anspruchsvoll, viele lebendige Dialoge, nicht zu techniklastig, sondern gut verständlich erklärt.

Der realistischer Plot, der in Österreich und Deutschland spielt, hat mich vom ersten Moment an gefesselt. So harmlos die Story beginnt - eine Gruppe Studenten befasst sich mit einem neuartigen Nanotech-Tool, soll es auf Herz und Nieren prüfen - so spannend ist der weitere Verlauf. Aus verschiedenen Perspektiven rollt sich die Story auf, dadurch entsteht eine eigene Dynamik. Die Geschichte gliedert sich in vier Teile, man lernt die Protagonisten kennen, ihre Vergangenheit, begleitet sie bei ihrem Auftrag. Im Fokus steht Stephanie, die die Gruppe der Studenten anführt, über sie erfährt man am meisten.

Im letzten Drittel wird es super spannend, hier hatte ich durchweg Kopfkino. Am Ende gibt es einen so explosiven Showdown, der jedem Actionfilm Konkurrenz macht. Da es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt bleibt das Ende offen, was zu erwarten war. Ich bin schon neugierig wie es im nächsten Teil weiter geht, der wandert ganz schnell auf meinen Wunschzettel.

Fazit: Ich bin begeistert, habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen. Spannendes Thema, perfekt umgesetzt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 20.07.2020

Sanktus ermittelt wieder

Weißbier-Requiem
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Inhaltsangabe, übernommen: "Eigentlich möchte der Sanktus das Eröffnungswochenende im Bier-Wellnesshotel „Holledauer Hof“ mit seiner Familie genießen, doch dann taucht eine Leiche im Pool auf - um kurz ...

Inhaltsangabe, übernommen: "Eigentlich möchte der Sanktus das Eröffnungswochenende im Bier-Wellnesshotel „Holledauer Hof“ mit seiner Familie genießen, doch dann taucht eine Leiche im Pool auf - um kurz darauf wieder spurlos zu verschwinden. Alfred Sanktjohanser, der den Toten entdeckt hat, macht sich gemeinsam mit seinem Freund Graffiti auf die Suche nach Leiche und Mörder. Alle geladenen Ehrengäste scheinen ein Motiv zu haben und das Weißbier, das der Sanktus als Eröffnungssud in der hauseigenen Brauerei brauen muss, wird zum Totensud …"

Sanktus ermittelt wieder, und das in bester Sherlock Holmes Manier. Die Sanktus-Krimis im Bierbrauer-Milieu haben für mich inzwischen Kultstatus, Sanktus ist einfach ein Original und der Sanktus-Schreibstil hat Wiedererkennungswert. Passt scho.

In seinem fünften Fall ermittelt Sanktus im Umfeld eines Bier-Wellnesshotels, in dem sich eine illustre Gesellschaft zur Eröffnung trifft. So klasse, die verschiedenen Figuren aus der Münchner "High-Society" sind mit spitzer Feder skizziert, ich hatte die einzelnen plastisch vor Augen. Dumm nur, dass sie sich alle nicht ganz grün sind, Neid und Mißgunst überall. Was für ein Schreck als Sanktus eine Leich im Pool findet, Ermittlungen quasi selbstverständlich. Und Verdächtige mit Motiven gibt es genug.

Tatkräftige Unterstützung bekommt Sanktus von den schon bekannten Protagonisten aus den vorigen Teilen, so dass es sich fast wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten anfühlt. Natürlich ist seine Familie mit dabei, seine Schwester Anna, der Drengler, der Graffiti und mein Liebling, der Bhupinder. Sie Szenen mit dem Hansä sind so schräg und sorgen für so einige Lacher. Mit viel Humor, aber auch Spannung wird dieser Fall aufgerollt, der sich um ein dunkles Geheimnis dreht, das tief in der Vergangenheit begraben ist. Sanktus hat wieder mal den richtigen Riecher, aber mehr wird hier nicht verraten.

Dazu erfährt man ganz nebenbei wieder viele Facts zum Thema Bier brauen und guckt dem Sanktus über die Schulter, wenn er in der Bierwerkel werkelt Am Ende gibt es einen genialen Showdown, der sich gewaschen hat.

Fazit: Auch der fünfte Band hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Eine geniale Mischung aus Krimi, Humor, Situationskomik und viel Lokalkolorit. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil. 5 verdiente Sterne.

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Veröffentlicht am 17.06.2020

Nicolas Guerlains fünfter Fall

Sturmwand
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In "Sturmwand" ermittelt der Personenschützer Nicolas Guerlain in seinem fünften Fall, und der hat es in sich. Auf einer Todesliste stehen fünf Namen, an letzter Stelle Nicolas selbst. Zwei Morde hat es ...

In "Sturmwand" ermittelt der Personenschützer Nicolas Guerlain in seinem fünften Fall, und der hat es in sich. Auf einer Todesliste stehen fünf Namen, an letzter Stelle Nicolas selbst. Zwei Morde hat es schon gegeben, jeweils spielt eine Flaschenpost eine wesentliche Rolle. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, sowohl die Polizei als auch Nicolas ermitteln fieberhaft. Währenddessen steht der Präsident im Fokus einer Gruppe, die ihn angreift und lächerlich machen möchte. Nicolas und seine Truppe werden vom Dienst suspendiert.

Ich kenne nicht alle Teile der Reihe, hatte aber keine Probleme in die Handlung einzusteigen. "Sturmwand" spielt an der Normandie, auf der kleinen Insel Chausey und Granville am Festland, zwei Orte, die der Autor wunderbar atmosphärisch beschreibt. Ich hatte die Insel mit ihrer rauen Schönheit direkt vor Augen, die Natur, die wenigen Menschen, die Wetterlagen, alles gekonnt beschrieben. Man merkt dem Autor die Verbundenheit zu Frankreich und dieser Region an.

Die Handlung ist komplex und durchweg spannend, zum einen geht es um die Anschläge auf den französischen Präsidenten, im Vordergrund steht jedoch die Ermittlung in den Mordfällen, die Polizei versucht fieberhaft weitere Morde zu verhindern.

Die Story ist temporeich und bietet einen super spannenden Showdown. Da einige Blindspuren ausgelegt werden hatte ich bis zum Ende keine Ahnung, was Motiv und Täter betrifft.

Fazit: Atmosphärischer Krimi mit viel Frankreich-Feeling, nicht nur für Frankreich-Fans lesenswert. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 08.06.2020

eine Story, die unter die Haut geht

Ich bin dein Tod (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 9)
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Der 9. Fall für den Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort geht unter die Haut. Eine Story, die streckenweise nur schwer zu ertragen ist.

Dühnfort wagt einen Neustart bei der Abteilung Operative Fallanalyse, ...

Der 9. Fall für den Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort geht unter die Haut. Eine Story, die streckenweise nur schwer zu ertragen ist.

Dühnfort wagt einen Neustart bei der Abteilung Operative Fallanalyse, obwohl der Wechsel genau seinem Wunsch entspricht, ist der Start holprig. Dühnfort ist nun nicht mehr Chef, sondern Teamplayer, hat neue Kollegen, von denen ihm einer fast feindselig gegenüber steht. Nicht die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Start in der neuen Abteilung.

Der erste Fall führt ihn und seine Kollegen zu einem Doppelmord. Obwohl alles auf einen missglückten Einbruch hinweist, kommen Dühnfort und seine Kollegen zu einem anderen Ergebnis. Weitere Todesfälle, teils nicht auf den ersten Blick als Morde erkennbar, rufen Dühnforts Intuition auf den Plan. Er sieht Verbindungen zwischen den Todesfällen, stößt aber auf wenig Zustimmung bei seinen Kollegen und seinem Chef.

Parallel rollt sich die Geschichte eines jungen Mädchens auf, eine Geschichte die betroffen macht. Lea beschreibt in einem Videotagebuch, was ihr widerfahren ist.

Ich habe fast alle Teile der Reihe gelesen, aber "Ich bin dein Tod" ist für mich einer der besten. Alleine wegen der Thematik um Lea, die die Autorin mit so viel Sensibilität angeht und die doch so verstörend ist.

Der Plot ist dicht, die Spannung hoch, er ist emotional aufwühlend und zu jeder Zeit fesselnd. Er macht betroffen, weil von der Autorin so realistisch geschildert. Wer weiß, wie viele reale Schicksale es gibt?

Kommissar Dühnfort, für den das Thema neu ist, fragt sich, wieso die Medien nicht auf dieses Thema anspringen, wieso in den Schulen nicht darüber aufgeklärt wird oder eine Fernsehserie sich mit diesem Thema beschäftigt. Der Frage schließe ich mich an!

Wenn man die Reihe um Dühnfort kennt, fühlt es sich wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten an. Dühnfort ist sich selbst treu geblieben, ein menschlich gebliebener Ermittler, der auch privat immer wieder mit Problemen konfrontiert wird. Die bekannten Protagonisten sind sehr gut skizziert, besitzen Tiefe, aber auch die neuen sind gut gezeichnet. Sowohl, die Guten, als auch die Bösen.

Fazit: Psychologisch raffiniert, die Grenzen zwischen Tätern und Opfern verschwimmen. Ein Mörder, dessen Motive nachvollziehbar sind. Selbst Dühnfort gerät in einen Gewissenskonflikt.

Für mich einer der besten Teile der Reihe. Harter Tobak, emotional fordend. Ein Thema, das so schnell nicht vergessen sein wird. Definitiv ein Lesehighlight 2020, von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.06.2020

Nathan Fawles Geheimnis

Ein Wort, um dich zu retten
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Musso ist für mich der Meister der Plot-Twists, das beweist er auch in seinem aktuellen Roman. Immer wieder neue Wendungen, ab einem gewissen Punkt ändert sich alles. Ein Twist, der aus einem Roman einen ...

Musso ist für mich der Meister der Plot-Twists, das beweist er auch in seinem aktuellen Roman. Immer wieder neue Wendungen, ab einem gewissen Punkt ändert sich alles. Ein Twist, der aus einem Roman einen Thriller macht.

Doch worum geht es? Drei Personen stehen im Mittelpunkt der Handlung, die auf der kleinen, beschaulichen Insel Île Beaumont spielt. Dort lebt der berühmte Schriftsteller Nathan Fawles seit vielen Jahren zurückgezogen. Von einem Tag auf den anderen hörte er auf zu schreiben, hat sich in sein Haus auf der Insel zurückgezogen, wo er seit über zwanzig Jahren isoliert lebt. Er lässt sich zwar ab und zu in den örtlichen Geschäften blicken, meidet aber ansonsten jeden Kontakt.

Der angehende Schriftsteller Raphaël Bataille tritt einen Job in der kleinen Buchhandlung La Rose Écarlate an, nicht ohne Hintergedanken. Er möchte sein Manuskript Nathan Fawles zum lesen geben, seine Meinung hören.

Die Journalistin Mathilde Monney befindet sich auf der Insel, sie möchte das Geheimnis um Fawles Zurückgezogenheit lösen. Sie wittert ein großes Geheimnis.

Als die Leiche einer Frau aufgefunden wird, ändert sich die Stimmung dramatisch. Die Frau wurde brutal gefoltert und an einen uralten Eukalyptusbaum genagelt, öffentlich zur Schau gestellt. Die Insel wird abgeriegelt, ein Mörder befindet sich unter den Leuten.

Die Story ist genial angelegt, ein Fotoapparat, der rund um die Welt gereist ist, spielt eine große Rolle. Musso spielt mit seinen Lesern, die Story wirkt zu keinem Zeitpunkt konstruiert. Immer wieder gibt es neue Wendungen, die ein völlig anderes Bild auf die handelnden Personen und die Ereignisse erlaubt. Nichts ist, wie es scheint. Musso konnte mich mit dieser Story überraschen, ein Blickwinkel erfasst den Zerfall des ehemaligen Jugoslawiens, grausame, erschütternde Details kommen ans Licht. Details, die mit der aktuellen Handlung verwoben sind.

Mussos Schreibstil ist genial, er liest sich flüssig, ist bildhaft und schafft Atmosphäre. Die Protagsonisten sind sehr gut gezeichnet, an Raphaël war ich ganz nah dran und auch Fawles lernt man im Verlauf gut kennen. Ich habe atemlos verfolgt, wie immer neue Wendungen den Weg zum Finale einläuten, das am Ende einen Knaller bereit hält.

Fazit: Durch die vielen Wendungen ab der Mitte super spannend, dichte Atmosphäre und viele Überraschungen. Hat mich bestens unterhalten.

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