Vielversprechender Auftakt einer neuen Krankenschwesterreihe
Die Schwestern von St. Angelus - Der Beginn unserer Träume (Lovely Lane 1)Wenn es nach ihrem Vater ginge, soll die junge Irin Dana Patrick, den unangenehmen Sohn des Nachbarn, heiraten. Doch Dana setzt sich durch und wird 1953 im renommierten St. Angelus Hospital in Liverpool ...
Wenn es nach ihrem Vater ginge, soll die junge Irin Dana Patrick, den unangenehmen Sohn des Nachbarn, heiraten. Doch Dana setzt sich durch und wird 1953 im renommierten St. Angelus Hospital in Liverpool eine Ausbildung zur Krankenschwester beginnen. Ebenso wie Beth, die aus einer Militärfamilie stammt, Pammy, die im „falschen“ Stadtteil Liverpools aufgewachsen ist und Victoria, deren aristokratische Familie hochverschuldet ist. Rasch schließen die neuen Schwesternschülerinnen Freundschaft. Ob alle vier für den Beruf der Krankenschwester geeignet und den schwierigen Anforderungen der Tätigkeit gewachsen sind?
Autorin Nadine Dorries schreibt lebendig, klar und gut verständlich. Sie nimmt verschiedene Perspektiven ein, erzählt unter anderem aus Danas und Victorias Sicht.
Neben den vier Schwesternschülerin Dana, Victoria, Pammy und Beth tauchen sehr viele weitere Figuren in „Die Schwestern von Angelus - Der Beginn unserer Träume“ auf, so auch andere Angestellte wie die Reinigungskräfte oder Vorgesetzte wie die Schulleiterin Emily. Bei den zahlreichen Namen hatte ich anfangs Schwierigkeiten, die Übersicht zu behalten. Doch im Verlauf der Handlung lernte ich die einzelnen Personen besser kennen und voneinander zu unterscheiden. Bestimmte Charaktere wie Dana oder Emily waren mir sehr sympathisch, mit ihnen fühlte ich vor allem gegen Ende intensiv mit. Andere Figuren wie Patrick spielen eher unangenehmere Rollen und sorgen so für Aufregung und Spannung. Insgesamt werden die Personen recht einfach und etwas eindimensional dargestellt, aber dies ist ja der erste Teil und die Figuren haben in den Fortsetzungen noch reichlich Zeit, sich zu entwickeln.
Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden, aber später wurde ich von der Handlung ziemlich gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie alles weitergeht: Werden die Schwestern den Herausforderungen der Krankenstationen gerecht werden? Werden sie trotz privater und beruflicher Schickssalschläge an ihrem Traum, Krankenschwester zu werden, festhalten? Finden die Schwestern schließlich auch ihr privates Glück?
Der Roman war insgesamt angenehm zu lesen und hat mich vor allem zum Schluss hin überzeugt. Mir gefallen zwar Donna Douglas Nightingaleschwestern noch ein kleines bisschen besser- immerhin kenne ich sie schon länger- aber mich hat Nadine Dorries mit ihrem Roman durchaus gut unterhalten und mir einen interessanten Einblick in ein englisches Krankenhaus der 50er Jahre gewährt. Für mich ein vielversprechender, solider Reihenauftakt, der Lust auf die Fortsetzung macht.