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Veröffentlicht am 17.08.2020

angenehm und traumhaft schön

Lighting Shadows
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Inhalt:
Wir zerbrechen. Immer wieder.
Aber anstatt kaputt zu gehen, werden wir einzigartig.
Luna Di Nola hat eine traurige Vergangenheit, die sie nicht vergessen kann, weil die Schatten der Erinnerung ...

Inhalt:
Wir zerbrechen. Immer wieder.
Aber anstatt kaputt zu gehen, werden wir einzigartig.
Luna Di Nola hat eine traurige Vergangenheit, die sie nicht vergessen kann, weil die Schatten der Erinnerung sie vor allem nachts in ihren Alpträumen ständig einholen.
Als Luna schließlich von Mailand nach New York flüchtet, um an der renommierten Ballett Akademie zu studieren, tritt Travis Williams in ihr Leben.
Obwohl sie sich am liebsten von ihm fernhalten würde, taucht er immer wieder auf der Bildfläche auf und ist da, um sie aufzufangen.
Bis er schließlich selbst zum Grund wird, der sie das Gleichgewicht verlieren lässt.

Meine Rezension:
Ich bedanke mich bei BoD und Steffi Glocker für das Rezensionsexemplar und somit auch für das Lesen des Buches. Mir hat Steffis Debütroman sehr gut gefallen!
Das Buch war sehr angenehm zu lesen und mit den tollen Charakteren hat Steffi eine sehr tolle und angenehme Geschichte erschaffen.
Ich möchte gar nicht viel über das Cover reden, außer dass es traumhaft schön ist, ich meine… wow, der Sternenhimmel? Ein Anblick, den ich für den Rest meines Lebens betrachten kann! Die Gestaltung, das Zitat am Anfang, das alles hat mir richtig gut gefallen. Auch der Titel passt sehr gut zu der Geschichte und mein Herz wurde auf Anhieb warm.
Luna ist eine Protagonistin, die ich wirklich sehr gerne hatte und mit der ich sehr gut klarkam, weil ich auch ein bisschen von mir in ihr wiederentdeckt habe. Ich habe mir wirklich gewünscht, dass sie endlich nach den traumatischen Erlebnis anfangen kann, ihr Leben zu genießen.
Der Roman ist leicht geschrieben und somit sehr einfach und angenehm zu lesen, wie ich finde. Man kommt zügig voran und mit den 230 Seiten hat das Buch auch ganz schnell durch. Was auch dazu geführt hat, dass ich den Anfang und das Kennenlernen ein wenig zu schnell fand, aber sonst war alles sehr toll.
Travis ist ein Charakter, der ebenfalls wegen seiner Vergangenheit kämpfen musste, man weiß anfangs nicht so recht, ob man ihm trauen kann, aber mit der Zeit lernen wir ihn besser kennen und wissen, hinter ihm steckt auch nur ein zerbrechliches Herz.
Vor allem hat mich zum Lächeln gebracht, wie sich Travis um Luna gekümmert hat. Wie sie sich gestärkt haben.
Ich würde mich unheimlich gerne über Folgebände zu den Nebencharakteren freuen, denn wenn ich eines mit Sicherheit versichern kann, dann, dass diese Clique eine Herzensclique ist. Ich habe sie geliebt.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine süße Romanze, mit einer angenehmen New York Stimmung sucht, wo es nicht drauf ankommt, dass man zerbrochen ist, denn wir alle sind doch irgendwie zerbrochen.
Danke Steffie, für das Buch!
(Rezensionsexemplar/ Werbung)

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Veröffentlicht am 07.08.2020

eine philosophische Reise

Labyrinth
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In diesem Buch begleiten wir Boratin, ein Musiker, der nach einem Selbstmordversuch im Istanbuler Krankenhaus die Augen öffnet. Er kann sich an nichts erinnern, nicht einmal an seine eigenen Lieder, nicht ...

In diesem Buch begleiten wir Boratin, ein Musiker, der nach einem Selbstmordversuch im Istanbuler Krankenhaus die Augen öffnet. Er kann sich an nichts erinnern, nicht einmal an seine eigenen Lieder, nicht an sein eigenes Leben, nicht an seine Vergangenheit.
Fangen wir mal mit der einen Sache an, die mich nicht so überzeugen konnte.
Für mich hat im Buch etwas Drama, Handlung und vor allem Spannung gefehlt, das liegt aber auch daran, dass ich eine Leserin bin, die sich immer Drama und Spannung erhofft. Und Traurigkeit.
Ich hatte das Gefühl, man kam mit der Handlung nicht so richtig voran, was mich auch etwas enttäuscht hat. Es war anfangs schwer in das Buch reinzukommen, auch wegen dem eigenartigen Schreibstil, der für mich jedoch überraschend positiv und gewöhnungsbedürftig war.
Der Autor schreibt hier sehr philosophisch und man denkt für und mit Boratin über sein Leben und Schicksal nach. Die vielen aufkommenden philosophischen Fragen und der Schreibstil haben mir sehr gut gefallen.
Außerdem fand ich die Atmosphäre in Istanbul richtig gut und hat dem Buch und der Geschichte auch ein Hauch von Melancholie verliehen.
Das Buch mit den gerade mal 157 Seiten hat mich oftmals zum Nachdenken angeregt und hat mir auch zum Teil vor Augen geführt, dass man für den Moment leben sollte und dass es für Boratin vielleicht gar nicht so schlecht ist, dass er keine Erinnerungen an seine Vergangenheit hat und dass er das weiße Papier neu beschriften kann. Ganz von Anfang.
Das Buch ist für Leser, die gerne sehr viel nachdenken und nicht auf viel Spannung, Drama und Handlung hoffen.
Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne von 5 Sternen und kann es jedem, der gerne über das Leben philosophieren möchte ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 30.07.2020

For that Moment - Rezension

For that Moment
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Nena Muck schreibt sehr flüssig und leicht, somit merkt man auch nicht, dass man schon relativ weitergekommen ist, beim Lesen, was ich persönlich sehr mag. In diesem Buch gibt es mehr Absätze als in anderen ...

Nena Muck schreibt sehr flüssig und leicht, somit merkt man auch nicht, dass man schon relativ weitergekommen ist, beim Lesen, was ich persönlich sehr mag. In diesem Buch gibt es mehr Absätze als in anderen Büchern, mich hat es jedoch nicht gestört. Ansonsten schreibt die Autorin auch bildhaft, was dem Buch auf Farbe verleiht.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit Vincent überhaupt nicht warm geworden bin. Jedesmal wenn er sich aufgeregt hat, hab ich mich gefragt, was ist denn jetzt schon wieder? Vincent hat einen sehr schweren und auch nervenauftreibenden Charakter, wie ich finde, doch als man mehr von seiner Vergangenheit erfährt, merkt man auch, er hatte es nie leicht. Trotzdem hatte ich bei ihm das Gefühl, wie bei Hardin Scott. Da habe ich nie die Wärme gespürt und zum Teil war er mir auch manchmal sexistisch, was ich ja überhaupt nicht leiden kann.
Emilia im Gegensatz mochte ich sehr gerne. Sie hat eine tolle Persönlichkeit, die mich auch manchmal sehr berührt hat. Den Einblick in ihre Gedanken über die Natur, vor allem den Herbst habe ich geliebt. Jedoch hat sie manchmal fragwürdig gehandelt, womit ich nicht so richtig einverstanden war, oder nicht nachvollziehen konnte.
Emilias Schicksal lässt einen wirklich mitfühlen, auch wenn es im Buch nicht wirklich oft ausgesprochen wird, hat die Autorin es geschafft, dass dieses Wissen immer im Hinterkopf lauert. Emilia hatte ich sehr gerne.
Auch habe ich es geliebt, wenn sie ihre Stimme gegen Vincent erhoben hat, um ihren Punkt klarzumachen! Go girl!
Ihr Ziel ist es, einfach zu leben, was ich wirklich schön und traurig zugleich fand.
Es gab Stellen im Buch, vor allem sehr häufig am Anfang, die mir sehr klischeehaft vorkamen. Es gibt ja Leute, die Klischees mögen, mich jedoch können sie nicht überzeugen.
Außerdem kam ich mit Vincents Verhalten und seine Sichtweise gar nicht klar. Auch seine Beleidigungen und dauerhaften Stimmungsschwankungen, die mich teilweise auch an Hardin Scott erinnert haben, waren nervig.
Trotzdem finde ich hat die Autorin eine tolle Protagonistin erschaffen, die manchmal zu falschen Entscheidungen neigt, doch das finde ich, verstärkt die Message, einfach zu leben und Fehler zu machen.
Mit jedem Kapitel und jeder Szene zeigt Emilia Vincent immer mehr, dass es sich lohnt zu leben und dass man alles, was man hat, oder was das Leben zu bieten hat, wertschätzen sollte.
Die Message der Autorin finde ich sehr schön.
Für mich war das Buch im Großen und Ganzen lesenswert für zwischendurch und ich wurde auch auf Anhieb warm mit Daniel, Emilias Mitbewohner. Das Buch ist für Leser, die gerne klischeehafte Szenen mögen und trotzdem die Traurigkeit spüren wollen. Außerdem ist das Ende auch ein totaler Cliffhanger.
Außerdem spürt man auch die Liebe und Mühe, die die Autorin bei ihrem Debütroman reingesteckt hat!
Ich habe es geliebt, wie die Autorin aus Emilias Sicht den Fokus auf kleinere Sachen, wie den Herbst oder die Blumen gelegt hat! So hat man auch gelernt, das Leben, auch die kleinen Dinge wertzuschätzen.
Ich gebe dem Buch 3/5 Mohnblumen.

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