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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2020

Notfälle schweißen zusammen

Der beste Notfall der Welt
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Die Väter von Gustav und Ben sind Freunde. Und als Bens Eltern wegfahren, soll der Junge für zwei Wochen zu Gustav kommen. Doch die beiden Jungs sind keine Freunde. Wie sollen sie die zwei Wochen überstehen? ...

Die Väter von Gustav und Ben sind Freunde. Und als Bens Eltern wegfahren, soll der Junge für zwei Wochen zu Gustav kommen. Doch die beiden Jungs sind keine Freunde. Wie sollen sie die zwei Wochen überstehen? Es ist eine angefahrene Maus, die die beiden überraschend verbindet. Sie wollen sie gemeinsam gesund pflegen. Und entdecken dabei das große Geheimnis hinter der seltsamen Maus. Nebenbei erleben sie ein großes Abenteuer.

Dieses Buch erzählt, wie zwei Jungs sich anfangs überhaupt nicht ausstehen können und durch eine gemeinsame Aufgabe zu Freunden werden. Auch wenn sie das selbst zum Schluss kaum zugeben können. Die beiden Jungs sind äußerst unterschiedlich, kein Wunder, dass sie zunächst nichts mit sich anfangen können. Das ist sehr realistisch geschildert, hier werden sich die jungen Leser in vielem selbst erkennen. Dabei schneidet die Geschichte einige Themen an und bietet Lösungen an für die angesprochenen Probleme. Da bleibt so mancher Gedanke auch länger hängen und möchte weiter gedacht werden... Der magische Anteil der Erzählung bringt überraschende Wendungen in das Geschehen, das erhöht die Spannung an diesem unvorhergesehenen Abenteuer. Zudem ist das Buch humorvoll erzählt, in einer gut verständlichen Sprache und somit bestens geeignet für junge Leser. Die Illustrationen ergänzen den Text auf eine ganz besondere Weise.

Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 03.08.2020

Eine Geschichte, wie sie hätte sein können

Wie uns die Liebe fand
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Madame Nan ist 92 Jahre alt und erinnert sich an ihre Zeit in einem elsässischen Dorf, Bois-des-Val. Der Ort wechselte im Lauf der Geschichte zwischen deutscher und französischer Zuständigkeit. Zur Hausgemeinschaft ...

Madame Nan ist 92 Jahre alt und erinnert sich an ihre Zeit in einem elsässischen Dorf, Bois-des-Val. Der Ort wechselte im Lauf der Geschichte zwischen deutscher und französischer Zuständigkeit. Zur Hausgemeinschaft der Witwe zählen ihre vier Töchter wie auch später die Freunde der beiden älteren Kinder. Regelmäßig besucht sie abends Monsieur Boberschram, der Madame Nan seinen Laden vermachte. Besonders gut schlägt die Erfindung der ältesten Tochter und ihres Freundes ein, sie beschert dem gesamten Ort einen Liebestaumel ohnegleichen. Ob wohl auch Madame Nan und Monsieur Boberschram zueinander finden werden…

Es ist eine warmherzige Geschichte über eine Frau, die ihr Schicksal trotz der historischen Gegebenheiten meistern muss, die die Autorin Claire Stihlé hier erzählt. Sehr schnell empfindet der Leser Sympathie für Madame Nan mit all ihren Lieben. Die Autorin lässt dem Leser Zeit, die Gegebenheiten kennenzulernen. Dass da noch ein Geheimnis entdeckt werden muss, das gar nicht leicht zu verkraften ist, kommt erst recht spät zur Sprache, da nimmt die Geschichte dann etwas mehr Tempo auf. Überraschend kam für mich das Ende der Erzählung, es passt aber bestens zu Madame Nan selbst. Als besondere Zugabe gibt es die elsässischen Rezepte, die im Verlauf der Erzählung genannt werden.

Diese Liebesgeschichte gibt einen spannenden Einblick in das Leben einer starken Frau, wie es hätte sein können vor ca. 50 Jahren. Sehr schnell konnte mich die Erzählung in ihren Sog gezogen, so dass ich sie sehr gern weiter empfehle. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 31.07.2020

Vom Hauch der Mythologie umweht

Geheimakte / Geheimakte Midas
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Athen, 1955: Bei einem archäologischen Symposium wird Max‘ Vater posthum geehrt, das weckt in dem jungen Archäologen einiges an Trauer. Es lenkt aber auch die Aufmerksamkeit einiger Gruppen auf Max, sie ...

Athen, 1955: Bei einem archäologischen Symposium wird Max‘ Vater posthum geehrt, das weckt in dem jungen Archäologen einiges an Trauer. Es lenkt aber auch die Aufmerksamkeit einiger Gruppen auf Max, sie erwarten von ihm Antworten auf Pläne seines Vaters, namentlich über das Goldene Vlies. Und schnell befindet sich Max in einer Jagd auf den größten Schatz der griechischen Mythologie.

Wie bereits in den vorhergehenden Geheimakten-Bänden zeigt sich auch hier schnell ein Muster ab: Max soll auf den Spuren seines Vaters ein Geheimnis lüften und gerät dabei in größte Gefahr, wobei ihn seine archäologische Neugier immer tiefer in das Geheimnis zieht. In allen Bänden schimmert die akribische Recherche des Autors zum Thema durch, und auch diesmal darf der Leser ohne Vorkenntnisse in ein spannendes Abenteuer eintauchen und sich vom Hauch der Mythologie umwehen lassen und mitfiebern, wer hinter all den Missetaten wirklich steckt. Und ganz ehrlich, Max kommt auch in die allerbrenzligsten Situationen – umso spannender ist es zu lesen, wie er da wieder rauskommt. Da ist so manches Augenzwinkern des Autors dabei… Das Abenteuer ist in sich abgeschlossen, so dass man das Buch gut ohne Vorkenntnisse lesen kann. Wer Max‘ Entwicklung verfolgen will, sollte aber die bisherigen Geheimakten-Bücher lesen, am besten auch noch die Falkenburg-Chroniken.

Diese spannende Mischung aus Mythologie, historischen Gegebenheiten, Abenteuer und Action empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe dafür alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 31.07.2020

Ein Pas de deux von Leben und Tod

Nach dem Tod gleich links
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Mit Ende 50 glaubt Else, in Schlagersänger Bernhard Bardensiehl die große Liebe gefunden zu haben. Doch bevor was draus werden kann, will ihn der Tod mitnehmen. Else ist bereits zur Stelle und will sich ...

Mit Ende 50 glaubt Else, in Schlagersänger Bernhard Bardensiehl die große Liebe gefunden zu haben. Doch bevor was draus werden kann, will ihn der Tod mitnehmen. Else ist bereits zur Stelle und will sich Bernhard nicht einfach so wegnehmen lassen. Und so beginnt ein Abenteuer um die Liebe, das Leben und den Tod. Elses Beharren auf ihrer Liebe zieht ungeahnte Kreise, eine Verkettung unglücklicher (oder vielleicht auch glücklicher?) Umstände beginnt...

So skurril sich diese kurze Einführung zum Buch anhört, gerade so geht es über das gesamte Buch hinweg weiter. Außer Else, der standhaften Hauptfigur des Buches, lernt der Leser noch weitere Charaktere kennen, die einzigartig sind, auch wenn man einige davon erst auf den zweiten Blick lieb gewinnen kann. Und lieb gewinnen kann man sie alle, jede der Figuren hat so ihre Eigenarten und bleibt sich selbst treu bis zum Schluss, selbst wenn sie sich verändert. An Wortspielereien, philosophischen Grundgedanken oder auch an Situationskomik gibt es einiges zu finden in dieser Geschichte. Und so verbinden sich Humor und Ernsthaftigkeit zu einer Geschichte, die bestens unterhält und noch eine Weile nachhallt. Wer weiß schon sicher, ob ein Himmelfahrtskommando wirklich eine Himmelfahrt nach sich zieht? Und weitere skurrile Gedanken werden bis zum bitteren Ende durchgedacht – und bringen überraschende Wendungen, die man so gar nicht auf dem Radar hatte. Was Kuhflecken noch für eine Rolle spielen können, mag jeder selbst entdecken – es lohnt sich!

Diese „Geschichte von Schwarz und Weiß, von Freude und Schmerz, von Chaos und Ordnung, von Werden und Vergehen, ein Pas de deux von Leben und Tod“ ist so herrlich unkonventionell geraten, dass es eine Freude ist, sie zu lesen. Sehr gerne empfehle ich sie weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 25.07.2020

Ein elfenmäßiger Lesespaß

Lia Sturmgold – Die Macht der Kristalle
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Die elfjährige Lia findet sich plötzlich wieder als Elfe im Körper der Luftprinzessin Asalia und muss an deren Stelle das Elfeninternat Springwasser besuchen. Mit Hilfe von Asalias Bruder Dorient will ...

Die elfjährige Lia findet sich plötzlich wieder als Elfe im Körper der Luftprinzessin Asalia und muss an deren Stelle das Elfeninternat Springwasser besuchen. Mit Hilfe von Asalias Bruder Dorient will sie so schnell wie möglich in ihre menschliche Gestalt zurückkehren. Doch so schnell geht das gar nicht, denn zunächst muss sie einige Aktivitäten an der Schule mitmachen, um nicht aufzufallen. Und dann fehlt auch noch der Kristall, mit dem sie zurückkehren könnte…

Lia rasselt völlig überraschend in die Rolle der Fee, doch sie ist gezwungen, diese Rolle auszufüllen, und das macht sie gar nicht so schlecht. Mit ihr lernt die junge Leserin die Welt der Feen kennen, sie ist sehr faszinierend und in manchem völlig verschieden von der Menschenwelt, aber so manche Situationen gibt es hier wie dort. Wie z.B. das Mobbing, das die missgünstige Fee Valmariana auslebt. Dabei bietet sich Lia überzeugend an als sympathische Protagonistin, sie rasselt zwar in manche unvorhergesehene Situation, doch sie meistert alle Schwierigkeiten sehr souverän. Sie zeigt, was Toleranz wirklich bedeutet. Und dass Freundschaft und Zusammenhalt einfach wichtig sind.

Dieser fantasievolle und warmherzige Auftakt einer Fantasy-Reihe empfehle ich gerne weiter für Leserinnen ab 10 Jahren und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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