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Veröffentlicht am 22.08.2020

Das sollte heute ein lockerer Tag werden

Und auf einmal diese Stille
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Diese Worte sagte Andy Card, Stabschef des Weißen Hauses, zum damaligen Präsidenten George W. Bush am Morgen dieses Tages, der die Welt verändern sollte.

Der 11. September 2001. Wenn man dieses Datum ...

Diese Worte sagte Andy Card, Stabschef des Weißen Hauses, zum damaligen Präsidenten George W. Bush am Morgen dieses Tages, der die Welt verändern sollte.

Der 11. September 2001. Wenn man dieses Datum erwähnt, weiß jeder Gesprächspartner, der damals alt genug war für Nachrichten, sofort, wo er an diesem Tag war und wie er zum ersten Mal von den Attentaten auf das World Trade Center und das Pentagon gehört hat. Auch bei mir ist das so – und ich habe diesen Tag so klar vor Augen, als wäre es gestern gewesen. Ich habe früh Feierabend gemacht, da ich noch ein paar Besorgungen machen wollte, da ich kurz vor einem Umzug stand. Im Autoradio hörte ich die Nachrichten und es wurde berichtet, dass ein Flugzeug ins World Trade Center geflogen ist. Zu diesem Zeitpunkt ging man noch von einem Unfall und einer kleinen Propellermaschine aus. Als ich dann Zuhause ankam und den Fernseher anmachte, wurde mir das ganze Ausmaß dieses Schreckens bewusst – und ich habe mich bis spät abends nicht mehr vom Fernseher wegbewegt und Peter Kloeppel auf RTL zugehört, fassungslos mit meiner Schwester telefoniert, geweint und weiter zugeschaut, wie das Grauen seinen Lauf nahm. Und ich kann sagen, dass mich kein Ereignis in meinem Leben so mitgenommen und nachhaltig geprägt hat, wie diese Terroranschläge in Amerika!

„Und auf einmal diese Stille“ erzählt die Geschichte dieses Tages. Garrett M. Graff hat für dieses Buch die Worte derer zusammengetragen, die den 11. September tatsächlich erlebt haben. Er hat Dokumente und Interviews zusammengestellt, die das Grauen schildern. Hier erlebt der Leser letzte Telefongespräche von Flugzeuginsassen der entführten Maschinen mit ihren Liebsten mit, Schilderungen von Überlebenden aus den Türmen und des Pentagons und von Einsatzkräften, die sich zum World Trade Center aufgemacht haben, um nach einem vermeintlichen Unfall zu helfen. Und das ist wirklich beeindruckend. Mehr als einmal wollte ich den Leuten in den Türmen zurufen, dass sie rennen sollen – den Hilfskräften, dass sie bloß nicht die Türme betreten sollen. Mit dem Wissen, was noch alles passieren wird, kann man aber nur hilflos den Schilderungen der Beteiligten lauschen und auf das Unvermeidliche warten.

Dieses Buch hat mich wirklich mitgenommen. Ich hatte Gänsehaut auf fast jeder Seite und ich habe so oft geheult. Außerdem waren die Bilder dieses 11. September sofort wieder vor meinen Augen. Vor diesem Tag konnte man sich so einen Anschlag beim besten Willen nicht vorstellen. Nach diesem Tag konnte man sich dann leider jede Art von Gräuel vorstellen – nichts war mehr unmöglich. So hat dieser eine Tag das Leben auf der ganzen Welt verändert.

Schon lange hat mich kein Buch mehr so sehr berührt wie dieses. Es ist ein wichtiges Buch – und ein beeindruckendes.

Veröffentlicht am 16.08.2020

Parallelwelten

Blutige Nachrichten
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„Ich glaube, dass Erinnerungen Geister sind.“

Mit „Blutige Nachrichten“ legt Stephen King einen Kurzgeschichtenband mit 4 Geschichten vor. Ihm gelingt es, mit jeder der Geschichten ein Unwohlsein hervorzurufen, ...

„Ich glaube, dass Erinnerungen Geister sind.“

Mit „Blutige Nachrichten“ legt Stephen King einen Kurzgeschichtenband mit 4 Geschichten vor. Ihm gelingt es, mit jeder der Geschichten ein Unwohlsein hervorzurufen, das einen neuen Blick auf die Welt und unter anderem auch moderne Technologien gewährt.

In „Mr. Harrigans Telefon“ geht es um die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem älteren Mann, für den er Arbeiten erledigt. Hier löst ein iPhone der ersten Generation eine gruselige Kommunikation aus.

In „Chucks Leben“ geht es um die Welten, die wir in unseren Köpfen erschaffen. Was passiert mit diesen Orten, wenn wir sterben?

In „Blutige Nachrichten“ folgen wir Holly Gibney, die schon aus vorherigen Romanen bekannt ist. Ist sie wieder einem Outsider auf der Spur oder handelt es sich um Hirngespinste?

In „Ratte“ ist es ein Schriftsteller auf der Suche nach den richtigen Worten – und ausgerechnet ein Nagetier wird zum Helfer in der Not.

Jede der Geschichten hat mir gefallen. „Mr. Harrigans Telefon“ erinnerte mich an diese alten Geschichten über Leute, die lebendig begraben wurden. Und das fand ich gruselig, während ich mich auf Holly Gibney freute, die ich in den vorhergehenden Romanen schon so mochte. Es hat mir gefallen, sie wieder bei der Jagd nach einem Outsider zu begleiten.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Jede Geschichte ist auf andere Art gut und versteckt gruselig. Das mochte ich sehr. Stephen King kann es immer noch!

Veröffentlicht am 06.08.2020

Scaramouche, Scaramouche will you do the Fandango

This Is (Not) a Love Song
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Zoe und Simon waren in ihrer Kindheit und Jugend beste Freunde, bis er mit seiner Familie nach Amerika zog. Sie hatten dann nur noch sporadisch Kontakt, doch jetzt kehrt Simon nach London zurück. Kann ...

Zoe und Simon waren in ihrer Kindheit und Jugend beste Freunde, bis er mit seiner Familie nach Amerika zog. Sie hatten dann nur noch sporadisch Kontakt, doch jetzt kehrt Simon nach London zurück. Kann Zoe ihm nun endlich sagen, dass sie ihn liebt? Aber was ist das mit diesem arroganten PR-Manager Nick Jones, der ihr plötzlich überall über den Weg läuft und Gefühle in ihr auslöst, für die sie nicht bereit ist?

Was soll ich sagen? Ich liebe dieses Buch. Zoe ist witzig und sie ist eine tolle Protagonistin, die sich durchsetzt und alles tut, um ihre Zukunft bei der Musikzeitschrift, bei der sie arbeitet, zu retten. Dazu gehört dann leider auch ein Interview mit der Boyband, deren PR-Manager Nick Jones ist und die so gar nicht ins Konzept der Zeitschrift passt. Doch um das zu bekommen, was sie wirklich will – nämlich ein Interview mit der Sängerin Marcie Tyler -, willigt Zoe ein. Die Zusammentreffen zwischen Zoe und Nick fand ich einfach nur großartig. Sie zicken sich an, sind dann aber auch wieder sehr vertraut miteinander, so dass Zoe schon bald einen Freund in Nick sieht. Und dann ist da ja auch noch Simon, in den Zoe ja eigentlich verliebt ist. Doch ist das wirklich so?

Zusammen mit diesem Thema sind dann auch noch Zoes Freunde liebenswert und ihre Familie so toll. Ich bin echt verliebt in die Figuren dieses Romans und fieberte mit Zoe in ihrem Gefühlschaos mit! Wenn auch schon ziemlich zu Anfang klar war, wie alles ausgehen wird, habe ich den Weg zum Finale wahnsinnig genossen.

Ach ja, eine Sache noch: Das Buch lebt auch von den tollen 80er-Jahre-Songs, die immer erwähnt werden – und die in einer Endlosschleife in meinem Kopf abliefen, während ich das Buch gelesen habe. Großartig! Hab ich schon gesagt, wie sehr ich dieses Buch liebe?

Veröffentlicht am 05.08.2020

deutschland entdecken

Mit Felix auf großer Deutschlandreise
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Eigentlich soll Felix mit Sophies Familie den Urlaub auf Sylt verbringen, doch eine Windböe trägt ihn weg. So landet der kleine Hase zuerst auf einer Hallig im Wattenmeer und von da aus auf eine große ...

Eigentlich soll Felix mit Sophies Familie den Urlaub auf Sylt verbringen, doch eine Windböe trägt ihn weg. So landet der kleine Hase zuerst auf einer Hallig im Wattenmeer und von da aus auf eine große Deutschlandreise. So entdeckt er viele Städte und Sehenswürdigkeiten – und erstaunliche Schätze im eigenen Land. Doch eigentlich weiß er genau, wo sein größter Schatz ist: in Münster wartet seine Sophie sehnsüchtig auf ihren treuen Begleiter.

2020 wird als Corona-Jahr in die Geschichte eingehen, weil das Leben auf der ganzen Welt sich durch den Virus verändert hat. Und noch etwas hat sich verändert: Plötzlich verbringen die Deutschen ihren Urlaub wieder in Deutschland. So bekommt auch Felix‘ Deutschlandreise eine ganz neue Bedeutung – was gut und schön ist.

Mit dem kleinen Hasen entdecken Erwachsene und Kinder viele spannende und interessante Orte in Deutschland. Egal ob die Hallig erklärt wird oder die Hansestädte, Berlin oder die Zugspitze – Felix entdeckt richtig tolle Sachen, die jeder mal gesehen haben sollte. Und so sind nicht nur Kinder von diesem Buch fasziniert, sondern auch die Erwachsenen. Ich kannte ehrlich nicht alle Geheimnisse, die in diesem Buch aufgedeckt werden, das fand ich richtig toll.

Und natürlich dürfen auch die Briefe von Felix an seine Sophie nicht fehlen – und viele Klappen mit verdeckten Informationen, die es zu entdecken gibt.

„Mit Felix auf großer Deutschlandreise“ ist ein richtig tolles und informatives Buch, in dem der kleine Hase eine Menge Abenteuer erlebt, bis er wieder bei seiner Sophie in Münster landet. Gerade in diesen Tagen und mit dem „neuen“ Reiseziel Deutschland ist dieses Buch über den kleinen Hasen eine richtig tolle Sache!

Veröffentlicht am 01.08.2020

Puste und staune!

Mein Puste-Licht-Buch: Die kleine Tröste-Fee
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„Die kleine Tröste-Fee“ ist ein Buch aus der Reihe Mein Puste-Licht-Buch für Kinder ab 18 Monaten.

Jedes Kind weiß, dass ein Wehwehchen viel weniger weh tut, wenn Mama oder Papa drauf pusten. Und diesem ...

„Die kleine Tröste-Fee“ ist ein Buch aus der Reihe Mein Puste-Licht-Buch für Kinder ab 18 Monaten.

Jedes Kind weiß, dass ein Wehwehchen viel weniger weh tut, wenn Mama oder Papa drauf pusten. Und diesem Prinzip folgen die Puste-Licht-Bücher. Durch das Pusten auf einen Sensor leuchten auf jeder Seite vier LED-Lichter auf, wenn das Kind mit Hilfe der Tröste-Fee kleine Verletzungen bei Tierkindern heilt. Egal ob gefallener Hase, erkälteter Biber, von einer Biene gestochener Bär oder Schweinchen, das zu viel gegessen hat – die Tröste-Fee und das lesende Kind heilen durch Pusten und Funkelzauberei.

Zauberhaft – das ist das Wort, das mir zu diesem Buch einfällt. Und noch etwas fällt mir ein: Verzauberte Kinder, die eine wunderschöne kleine Geschichte mit Pusten und Staunen begleiten.

Die „Mein Puste-Licht-Buch“-Bücher sind eine wirklich tolle Idee, die ungewöhnlich und wirklich bezaubernd ist.

Lichterzauber für das Heilen von Wehwehchen - wirklich zauberhaft!