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Veröffentlicht am 10.08.2020

Kann eine Liebe den Krieg überdauern?

Eine Liebe zwischen den Fronten
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Ich durfte den historischen Roman „Zwischen den Fronten“ in einer Leserunde mit der Autorin Maria W. Peter lesen und erhielt so einen spannenden und packenden Einblick in die deutsch-französische Geschichte. ...

Ich durfte den historischen Roman „Zwischen den Fronten“ in einer Leserunde mit der Autorin Maria W. Peter lesen und erhielt so einen spannenden und packenden Einblick in die deutsch-französische Geschichte. Anhand der Liebe zweier junger Menschen, die plötzlich auf verfeindeten Seiten stehen, schaffte es die Autorin diese bewegende Zeit wieder zum Leben zu erwecken. Ich kann nur jedem empfehlen, der an der moderneren Geschichte interessiert ist, lest diesen gut recherchierten und doch packenden Roman, hier ist historisches und fiktives perfekt verknüpft.
Der Klappentext verrät das Grundgerüst des Romans: „Berlin, 1870: Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen Kaiserreich ist der Krieg ausgebrochen. Überstürzt brechen Madeleine und ihr Vater in ihre Heimatstadt Metz auf. Paul muss als preußischer Militärarzt zurück zu seinem Regiment nach Coblenz. Von nun an Feinde zu sein und auf unterschiedlichen Seiten zu stehen, ist für Paul und Madeleine unerträglich. Kann ihre Liebe den Krieg überstehen?“ Die Zerrissenheit der Protagonisten Paul und Madeleine wird aber nicht ausreichend beschrieben, vor allem Madeleine erlebt auf der französischen Seite den enormen Hass und den Zorn ihrer Landsleute und auch ihrer eigenen Familie auf die Deutschen, hier kochen die Gefühle noch stärker über, als auf der Deutschen Seite. Neben dem Erzählstrang rund um Paul und Madeleine gibt es einige Nebenschauplätze rund um Madeleines Bruder und auch um das algerische Dienstmädchen Djamila im Hause Tellier sowie um deren Bruder, dessen Truppe für die Franzosen in den Krieg ziehen muss. Besonders die Kriegsschauplätze und deren Gräuel werden dem Leser sehr nahegebracht und ungeschönt und nicht romantisiert näher gebracht. Erzählt wird in der 3. Person und man folgt abwechselnd den verschiedenen Charakteren, so dass sich ein gutes Gesamtbild der damaligen Zeit ergibt. Ein Lichtblick in der Geschichte bildet die Liebe von Madeleine und Paul sowie einige wirklich ergreifende und menschliche Handlungen, unabhängig der Nationalitäten.
Ein interessantes und informatives Nachwort der Autorin sowie ein ausführliches Glossar runden diesen gelungenen historischen Roman ab und verdeutlichen nochmals Fakten und Fiktionen. Man merkt beim Lesen sofort, dass es der Autorin Maria W. Peter zu diesem 150. Jahrestag wichtig war die Geschichte des 1870/71er Krieges in Erinnerung zu rufen und mit viel Feingefühl und Engagement neu zu erzählen.

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Veröffentlicht am 10.08.2020

Ein Wirbelsturm an Gefühlen

Hard & Heart 8: Bodyguard und Schleiereule
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Der Klappentext: „Alicia ist am Ende. Nicht nur der Job ist futsch, sondern auch noch die Wohnung. Da fühlt es sich wie ein Wunder an, als ihr auf dem Hamburger Kiez ein Diplomatenkoffer mit Banknoten ...

Der Klappentext: „Alicia ist am Ende. Nicht nur der Job ist futsch, sondern auch noch die Wohnung. Da fühlt es sich wie ein Wunder an, als ihr auf dem Hamburger Kiez ein Diplomatenkoffer mit Banknoten in die Hände fällt. Es ist offensichtlich das Geld von Verbrechern, die es sich nicht so einfach wegnehmen lassen werden, doch Alicia will endlich die Verliererstraße des Lebens verlassen und beschließt, die Chance zu ergreifen, irgendwo noch mal ganz von vorn anzufangen. Nachdem Silas an einer Fortbildung für Personenschützer bei Pascal Engel teilgenommen hat, vermittelt ihm Pascals Freundin, die gemeinsam mit ihrem Bruder ein Hotel besitzt, einen Job als Bodyguard für die Tochter eines arabischen Scheichs. Ein leichter Job, so scheint es, doch die Dame ist nicht gerade pflegeleicht und schon gar nicht arabischer Herkunft, sondern eine freche norddeutsche Göre, die sich in gewaltige Schwierigkeiten manövriert hat...“
Zum Inhalt: Es handelt sich bei „Bodyguard und Schleiereule“ um den achten Band der Hard & Heart Reihe der Autorin Sara-Maria Lukas und obwohl Charaktere aus den ersten Bänden auftauchen bzw. man einige Charaktere schon kenn, kann man die Bücher wunderbar einzeln lesen, ich selbst kenne auch nicht alle Teile und hatte überhaupt keine Probleme. Es gibt einfach so Tage, die würde man gerne aus dem Kalender streichen, für Alicia ist heute so ein Tag: der Job ist weg, der Freund ist weg, die Wohnung ist weg und als sie beschließt im Auto zu nächtigen, gerät sie in ein großes Drogengeschäft und hat nun die Drogen und das Geld. Und natürlich die Gangster auf ihren Fersen. Als sie auf Silas trifft weiß sie nicht ob sie ihm trauen kann, aber so alleine hat sie auch kaum Chancen und außerdem ist Silas mehr als faszinierend und heiß.
Zum Stil: Ich kenne den Schreibstil der Autorin Sara-Maria Lukas als locker und angenehm lesbar, so dass die Seiten nur so dahinfliegen und ich wurde auch hier nicht enttäuscht. Erzählt wird die Geschichte in der 3. Person und man begleitet abwechselnd Alicia und Silas, zwei sehr unterschiedliche und doch sehr gut zusammenpassende Charaktere, bei denen es sofort knistert. Beide haben so ihre Ecken und Kanten und auch das macht sie besonders lebendig und authentisch. Die Autorin schafft es nicht nur durch den Krimianteil eine gewisse Spannung zu erzeugen, sondern vor allem durch die Beziehung von Silas und Alicia und wie Alicia wird auch der Leser gut an das Thema des BDSM herangeführt und die erotischen Szenen werden zum einen gut in die Handlung eingebaut und absolut heiß geschildert.
Mein Fazit: Ein heißer erotischer Roman mit starken Charakteren und einer überzeugenden Handlung.
Ich danke dem Plaisir d'Amour Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 07.08.2020

Eine Liebesgeschichte wie aus dem Märchen

Running Into Love
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Der Klappentext: „…Fawn Reed hat schon einige Frosche geküsst und weiß inzwischen, dass ihr Traumprinz nicht existiert. Daher beschließt sie, ihr Leben ab sofort allein zu verbringen - bis sie in Levi ...

Der Klappentext: „…Fawn Reed hat schon einige Frosche geküsst und weiß inzwischen, dass ihr Traumprinz nicht existiert. Daher beschließt sie, ihr Leben ab sofort allein zu verbringen - bis sie in Levi Remont hineinrennt. Einen ziemlich attraktiven Detective der Mordkommission, der gerade erst nach New York gezogen ist. Während sich ihre Wege wiederholt auf ziemlich humorvolle Weise kreuzen, fragt sich Fawn immer öfter, wie lange sie sich dem Unausweichlichen noch entziehen kann. Und ob sie den perfekten Mann nicht doch bereits gefunden hat ...“

Zum Inhalt: Fawn ist Lehrerin, Singel und wohnt mit ihrer Hündin Muffin in New York und nein Muffin ist kein kleines Schoßhündchen, sie ist fast größer wie ihr Frauchen. Nach einigen Pleiten in Sachen Liebe, will sie von Männern eigentlich nichts wissen, auch wenn ihr neuer Nachbar mehr als süß und attraktiv ist – er ist vor allen hartnäckig und davon überzeugt, dass sie zusammengehören. Es ist einfach nur witzig den Tanz der beiden umeinander und um das Unausweichliche zu lesen, hinzukommt, dass beide recht große und aufdringliche Familien haben, so dass ich beim Lesen kaum aus dem Lachen heraus gekommen bin.

Der Stil: Die Autorin Aurora Rose Reynolds hat einen sehr kurzweiligen und flüssigen Schreibstil, der die Seiten nur so dahin fliegen lässt. Erzählt wird in der Ich-Form abwechselnd von Fawn und Levi. Und vor allem wenn Fawn an der Reihe ist, kommt man aus dem Grinsen nicht heraus, sie tappt einfach in ein Fettnäpfchen nach dem anderen und wenn ihre Familie dabei ist, wird sie in eine peinliche Situation nach der anderen gebracht und trotzdem ist Fawn ein herzensguter Mensch mit viel Sensibilität und Mitgefühl. Auch Levi hat so seine Vorteile, ganz ehrlich so ein Typ ist fast zu gut um wahr zu sein. Natürlich kommen sich die beiden schnell Näher aber die erotischen Szenen sind gut in die Handlung eingebaut und weisen gerade das richtige Maß an Sex auf. Schauplatz der Geschichte ist übrigens fast ausschließlich das Appartementhaus in dem beide wohnen, er wechselt nur immer wieder sehr kurzzeitig.

Mein Fazit: ganz ehrlich? Ich habe selten so viele sympathische Charaktere auf einmal getroffen und selten so viel gelacht. Ich bin sehr gespannt mit wem die Serie weitergeht, hoffe aber auf die ältere Schwester von Fawn.

Ich danke der Romance Edition Verlagsgesellschaft und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 03.08.2020

Charlottes großer Traum

Die englische Gärtnerin - Weißer Jasmin (Die Gärtnerin von Kew Gardens 3)
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Der Klappentext: „1929: Charlotte ist eine anerkannte Rosenzüchterin, ihr Anwesen Summerlight House gilt als Inbegriff Englischer Gartenkunst. Doch in der Wirtschaftskrise sind Haus und Garten kaum noch ...

Der Klappentext: „1929: Charlotte ist eine anerkannte Rosenzüchterin, ihr Anwesen Summerlight House gilt als Inbegriff Englischer Gartenkunst. Doch in der Wirtschaftskrise sind Haus und Garten kaum noch zu unterhalten. Unvermittelt taucht der verschollen geglaubte Besitzer des Gutes auf. Charlotte droht, alles zu verlieren, was sie sich aufgebaut hat. Ihre letzte Hoffnung gilt Kew Gardens, wo ihr Traum von einem freien Leben als Botanikerin begann...“

Zum Inhalt: Der vorliegende Band Weißer Jasmin ist der dritte und damit letzte Teil der Trilogie „Die englische Gärtnerin“, die das Leben der Charlotte Windley, nun Bromberg erzählt. Ich persönlich finde es ratsam, die Trilogie in chronologischer Reihe zu lesen, man kann zwar durchaus die Teile einzeln lesen, da die Bände immer einen gewissen Abschluss haben, aber die Personen und auch der Verlauf der Handlung werden lebendiger und klarer, wenn man die anderen Teile kennt. Eigentlich ist Charlotte soweit glücklich, sie hat zwar ihre Träume in Kew Gardens zu arbeiten begraben, aber mit Summerlight House und ihren Rosen hat sie eine Alternative gefunden. Auch ihr Familienleben ist soweit zur Ruhe gekommen und sie ist mit Mann und Tochter glücklich. Doch dieses Glück währt nicht lange. Victor stirbt und der verschollene Erbe von Summerlight House taucht auf und fordert sein Recht. Charlotte muss wieder um ihre Zukunft kämpfen.

Der Stil: Die Autorin Martina Sahler hat hier, genauso wie in den ersten beiden Teil einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, der die Seiten wieder nur so dahin fliegen lässt. Erzählt wird in der 3. Person und man begleitet wieder hauptsächlich Charlotte auf ihrem teils dornigen Weg. So gesehen ist dieser Teil vielleicht der dramatischste und spannendste Teil der Trilogie. Denn wie der Titel „Die englische Gärtnerin“ schon verrät, steht Charlottes anhaltende Liebe zur Botanik, für alles was grünt und blüht im Vordergrund, ebenso wie ihre Begeisterung für Gartenkunst und –kultur für die England ja durchaus berühmt ist. Auch Lesern mit weniger Gartenaffinität wird diese Liebe leidenschaftlich und fesselnd näher gebracht – und da spreche ich aus Erfahrung. Aber hier kommt nun etwas mehr Bewegung in Charlottes eigentliche Lebensgeschichte, sie war zwar immer eine Kämpfernatur, nun aber steht für sie wirklich alles auf dem Spiel.
Bei der Reihe „Die Englischen Gärtnerin“ handelt es sich um gut recherchierte und anschaulich beschriebene historische Romane, die sehr gekonnt das Leben einer fiktiven Frau erzählen, um die verschiedenen historischen Tatsachen in eine faszinierende Geschichte einzubetten. Gerade der Anhang zur Geschichte erläutert noch so einige historische Orte, Personen und Ereignisse.

Mein Fazit: Wieder ein Roman rund um starke Charaktere, einem faszinierenden Setting und über eine interessante Zeit. Ein rundum würdiger Abschluss der Trilogie.

Ich danke dem Ullstein Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 31.07.2020

Das Finale der Seidenvilla

Das Vermächtnis der Seidenvilla
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Der Klappentext: „In der Seidenvilla herrscht allseits großes Glück. Angela und Vittorio planen ihre Hochzeit, und Nathalies kleiner Sohn ist der Sonnenschein in der Seidenvilla. Doch plötzlich ziehen ...

Der Klappentext: „In der Seidenvilla herrscht allseits großes Glück. Angela und Vittorio planen ihre Hochzeit, und Nathalies kleiner Sohn ist der Sonnenschein in der Seidenvilla. Doch plötzlich ziehen Wolken auf: Vittorios Sohn kehrt nach Italien zurück und macht seinem Vater bittere Vorwürfe. Zudem erweist es sich als dramatischer Fehler, dass Lorenzo Angela bisher nicht offiziell als seine Tochter anerkannt hat. Denn Verwandte seiner ersten Frau erheben Anspruch auf die Seidenvilla. Angela und ihrer Familie droht die Gefahr, die Seidenweberei und ihr Zuhause zu verlieren ... “
Zum Inhalt: „Das Vermächtnis der Seidenvilla“ ist der dritte und letzte Teil der Saga um die Seidenvilla und man kann die einzelnen Teile durchaus unabhängig voneinander lesen, aber ich würde die chronologische Reihe doch sehr empfehlen. Die einzelnen Charaktere entwickeln sich von Band zu Band weiter und auch die Zusammenhänge werden dann einfach klarer. Eigentlich sollten Angela und Vittorio endlich etwas zur Ruhe kommen, über Angelas Enkelkind freuen und sich endlich auf die gemeinsame Hochzeit konzentrieren, doch es droht neues Unglück. Die liebe Verwandtschaft macht kurz gesagt Ärger und das von allen Seiten. Vittorios Sohn macht seinem Vater das Leben schwer und die Familie von Lorenzos erster Frau streiten Angelas Ansprüche auf die Seidenvilla an.
Zum Stil: Der Schreibstil von Tabea Bach wie bereits in den ersten Bänden einerseits locker und leicht lesbar, andererseits fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Ich würde sagen in diesem Teil sind das Familiendrama und die familiären Konflikte die vorherrschenden Themen und die Seidenvilla, das Geschäft tritt etwas in den Hintergrund. Wie in den ersten beiden Teilen wird von Angela in der 3. Person erzählt und man kann ihre Ansichten und Gedanken am besten wahrnehmen, doch auch die anderen Charaktere sind gut angelegt und lebendig gestaltet. Wie es sich für den Abschlussband einer Familiensaga gehört, werden hier die losen Fäden der ersten Teile verknüpft und offene Fragen geklärt. Ich persönlich bin mit dem Ausgang der Geschichte zufrieden und habe nicht den Eindruck, dass noch etwas erzählt werden müsste.
Mein Fazit: Das durchaus dramatische Finale der italienischen Familiensaga..
Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine freie Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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