Ziemlich zäh und ohne Überraschungen
Zweite Chancen à la carteIch lese immer wieder gerne kurzweilige Wohlfühlromane, die mich an andere Orte entführen und mit interessanten Figuren unterhalten. Deshalb war ich sehr gespannt auf diesen Roman, der in Paris handelt ...
Ich lese immer wieder gerne kurzweilige Wohlfühlromane, die mich an andere Orte entführen und mit interessanten Figuren unterhalten. Deshalb war ich sehr gespannt auf diesen Roman, der in Paris handelt und in dem sich alles um einen Kochkurs und leckeres Essen dreht. Jedoch konnten mich die Handlung leider nicht so mitreißen, wie ich das erhofft hatte. Ich hatte einfach ein etwas anderes Buch erwartet voller Romantik und interessanten Überraschugen in der Stadt der Liebe.
Die Handlung des Buches dreht sich um die junge Künstlerin Gabi, diese quält eine lähmende Schaffenskrise. Doch zum Glück weiß sie das perfekte Gegenmittel: ein Aufenthalt in Paris, der Stadt der Liebe, in der vor allem im Frühling alles möglich erscheint. Ähnlich ergeht es Kate. Nachdem ihr Mann sie betrogen und für eine jüngere Frau verlassen hat, führt auch sie die Flucht vor ihren Problemen nach Frankreich - in die berühmte Pariser Kochschule von Sylvie Morel. Sylvie steht allerdings selbst vor diversen Herausforderungen. Denn einerseits hat es zunehmend den Anschein, als würde jemand ihre geliebte Kochschule in Verruf bringen wollen, und andererseits ist da noch Claude, ihr Liebhaber, der einfach nicht offen zu ihrer Beziehung stehen will. So finden sich drei Frauen zur selben Zeit am selben Ort wieder. Und was sich in diesem Frühjahr in Paris abspielt, wird eine jede von ihnen verändern.
Der Schreibstil hat sich sehr einfach lesen lassen, war locker und leicht und man kommt im Buch gut vorran, aber mir hat dabei das gewisse Etwas gefehlt, um mich richtig zu fesseln und in den Bann zu ziehen. So ist die Geschichte leider etwas dahingeplätschert und hat mich nicht richtig fesseln können, dabei hätte die Grundidee richtig Potential gehabt. Auch die Stadt Paris wird zwar hier und da beschrieben, aber so richtig bildlich fand ich die Beschreibungen weder von der Stadt Paris, noch von den Charakteren. Alles ist mir seltsam fremd und fern geblieben und konnte mich einfach nicht mitreißen. Die einzelnen Personen im Buch blieben mir leider zu blass und ich habe keinen richtigen Draht aufbauen können, am meisten hat mir noch Kate gefallen. Die Handlung ist leider sehr vorhersehbar gewesen und leider auch voller Klischees. Es hat sich deshalb trotz des lockeren Schreibstils sehr zäh gelesen und es gab einfach keine Überraschungen sondern alles ist vor sich hingeplätschert bis zum Schluss. Dafür dass es sich hier um einen Roman handelt, der sich ums Kochen dreht, habe ich ausserdem Rezepte am Ende des Buches vermisst. Ich kann deshalb für dieses Buch alles in allem leider nur 2.5 Sterne vergeben. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass es Leser die Kochen und gutes Essen lieben und die einen sehr seichten Wohlfühlroman ohne Überraschungen mögen, gefallen könnte.