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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2020

Herbert Lemon

Malamander - Die Geheimnisse von Eerie-on-Sea
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Herbie Lemon hat den ungemein wichtigen Posten des Sachenfinders im Grand Nautilus in Eerie-on-Sea inne. Er muss alle Fundsachen katalogisieren und versuchen, die Besitzer wieder ausfindig zu machen. Wenn ...

Herbie Lemon hat den ungemein wichtigen Posten des Sachenfinders im Grand Nautilus in Eerie-on-Sea inne. Er muss alle Fundsachen katalogisieren und versuchen, die Besitzer wieder ausfindig zu machen. Wenn nach hundert Jahren niemand gekommen ist, um die Sachen wieder abzuholen, dann darf er die Dinge behalten. Darum ist es auch so wichtig, dass genau Buch geführt wird. Der Hoteldirektor würde Herberts Stelle am liebsten streichen, aber das hat nicht er, sondern die Besitzerin Lady Kraken zu bestimmen, die oben unter dem Dach des Hotels wohnt und mit ihrer Camera Luna alles beobachtet, nun ja, fast alles. Eines Tages spaziert Violet durch das Kellerfenster in Herbies Reich. Was soll er nun tun? Sie wie eine Fundsache behandeln? Oder mit ihr gemeinsam ihre Eltern zu suchen, die urplötzlich verschwanden, als Violet noch ein Baby war. Und was hat das alles mit dem Ungeheuer des Malamanders zu tun? Das steht immer wieder im Mittelpunkt. Es gibt in dem Ort noch eine Bücherapotheke, eine ganz tolle Einrichtung, da der mechanische Meeraffe Karten beschriftet mit einer Signatur, hinter der sich genau das Buch versteckt, dass der Ratsuchende benötigt. Eine wunderbar fantastische Welt mit vielen verrückten Einfällen, toll geschrieben, mit einer Karte und schönen Illustrationen. Hier steckt viel Herzblut drin. Lediglich am Ende überschlugen sich die Ereignisse doch arg und es werden nicht alle Fragen geklärt.

Veröffentlicht am 11.08.2020

Elben

Elbendunkel 1: Kein Weg zurück
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San Francisco im Jahr 2044. Neben den Menschen leben Licht- und Dunkelelben auf der Erde. Die Dunkelelben sollen gefährlich sein und haben deswegen einen Chip implantiert, um sie unter Kontrolle zu halten. ...

San Francisco im Jahr 2044. Neben den Menschen leben Licht- und Dunkelelben auf der Erde. Die Dunkelelben sollen gefährlich sein und haben deswegen einen Chip implantiert, um sie unter Kontrolle zu halten. Bei Fehlverhalten bzw. zu hohem Aggressionspotential wird eine Substanz frei gesetzt, die sie tötet. Luz wächst privilegiert auf; sie ist eine so genannte "Nullerin", d.h., sie hat kein Prozent Elbenblut in sich. Ihr Vater engagiert sich stark im Kampf gegen die Elben und hält verbissen daran fest. Darum verheimlicht sie ihm auch ihr erstes Date mit Niall, der zu einem gewissen Prozentsatz Lichtelbenblut hat. Doch bei dem Date geht dann alles schief und ihr gesamtes Weltbild wird auf den Kopf gestellt. Rena Fischer konnte mich schon mit ihrer "Chosen"-Dilogie begeistern und auch der erste Teil ihres neuen Zweiteilers war fesselnd und zwischen den Zeilen - und auch offen - stehen so viele Botschaften, unter Anderem geben Vorurteile, Technikverliebtheit, Aufbau einer Gesellschaft etc. Sehr spannend geschrieben und nun warte ich gespannt auf die Fortsetzung und den Abschluss. Mir gefiel auch, dass dieses Buch ganz anders ist als die Chosen-Bücher.

Veröffentlicht am 06.08.2020

Vier Frauen

Die Wunderfrauen
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Stephanie Schuster entführt uns in in ihrem Buch in das Deutschland der 1950er Jahre und mitten hinein in die äußerst unterschiedlichen Leben, Bedürfnisse, Träume und Begehrlichkeiten von vier Frauen. ...

Stephanie Schuster entführt uns in in ihrem Buch in das Deutschland der 1950er Jahre und mitten hinein in die äußerst unterschiedlichen Leben, Bedürfnisse, Träume und Begehrlichkeiten von vier Frauen. Im Herbst 1953 treffen sie sich in einer Turnstunde. Die Köchin Luise träumt davon, einen eigenen Laden zu eröffnen. Annabel ist mit dem Arzt Konstantin verheiratet und hat keine Freunde und nur Probleme mit der Familie ihres Mannes. Die Fabrikantentochter Helga flieht vor ihrem vorherbestimmten Leben und wagt einen Neuanfang. Eine Flucht ganz anderer Art hat Marie hinter sich, die aus ihrer Heimat Schlesien vertrieben wurde. Immer wieder treffen die Frauen aufeinander und die Leser tauchen tiefer in ihre Geschichten ein. Neben den unterschiedlichen Schicksalen wird hier das Zeitgefühl der 50er Jahre vermittelt. Ein Neubeginn in vielfacher Hinsicht.

Veröffentlicht am 04.08.2020

Spannend

Der Würfelmörder (Ein Fabian-Risk-Krimi 4)
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Dies ist bereits der vierte Band um den Ermittler Fabian Risk. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn ich fand die Vorgänger immer sehr spannend - und typisch skandinavisch, im positiven Sinne. ...

Dies ist bereits der vierte Band um den Ermittler Fabian Risk. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn ich fand die Vorgänger immer sehr spannend - und typisch skandinavisch, im positiven Sinne. Allerdings ist mir hier - mehr noch in den anderen Bänden - aufgefallen, dass Leser, die die Vorgänger nicht kennen, vermutlich nicht so sehr dieses Buch "verschlingen" werden und alles nachvollziehen können, da es sehr viele Verbindungen zu den anderen Büchern gibt und Fälle weiter bearbeitet werden, die noch nicht gelöst werden und auch das Beziehungsgeflecht der Personen für einen Neueinsteiger sicherlich nicht immer gut nachvollziehbar ist.
Wenn man die Bücher jedoch kennt, erhält man auch hier wieder eine sehr spannende, hochaktuelle Lektüre. Gerade das Thema der Schwedendemokraten wird meines Erachtens gut eingebracht und thematisiert, ohne polarisierend zu sein.

Veröffentlicht am 04.08.2020

Amélie

Die Frauen von der Purpurküste – Isabelles Geheimnis (Die Purpurküsten-Reihe 1)
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Dieses Buch nimmt seine Leser mit ins südfranzösische Languedoc-Roussillon, nahe der Grenze zu Spanien und Andorra liegt das kleine Örtchen Collioure. Schon als ich gelesen habe, dass der Roman dort spielt, ...

Dieses Buch nimmt seine Leser mit ins südfranzösische Languedoc-Roussillon, nahe der Grenze zu Spanien und Andorra liegt das kleine Örtchen Collioure. Schon als ich gelesen habe, dass der Roman dort spielt, wurde ich von Fernweh gepackt und der Klappentext hat mich sehr neugierig gestimmt. Erst dachte ich noch, auch aufgrund des Covers, einen eher leichten Liebesroman in der Hand zu haben, doch dieses Buch ist tiefgründiger und nachdenklicher stimmend als gedacht - und so wurde ich positiv überrascht. Protagonistin und Autorin Amélie reist nach Collioure in die Bäckerei ihrer Großmutter, an die sie so wunderbare Kindheitserinnerungen hat. Die Großmutter überreicht ihr ein altes Tagebuch und so kommt Amélie gemeinsam mit dem Journalisten Benjamin einem Geheimnis auf die Spur und nimmt den Leser mit in die Zeit der Besatzung während des Zweiten Weltkrieges. Gekonnt wechselt hier die Zeitperspektive und man mag das Buch gar nicht aus der Hand legen. Auf den zweiten und dritten Teil der Trilogie bin ich schon sehr neugierig.