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Veröffentlicht am 24.11.2024

Lieber guter Weihnachtsmann

Talk Santa to Me
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„Talk Santa to me“ ist eine kurzweilige Geschichte über Francie, Weihnachten, Familie, Erinnerungen und erste Küsse.
Das Buch verspricht vom Cover und Inhalt Weihnachten pur. Aus jeder Seite soll das Thema ...

„Talk Santa to me“ ist eine kurzweilige Geschichte über Francie, Weihnachten, Familie, Erinnerungen und erste Küsse.
Das Buch verspricht vom Cover und Inhalt Weihnachten pur. Aus jeder Seite soll das Thema entgegen kommen und ein bisschen Herzklopfen mitbringen.
Denn immerhin lebt und atmet Francies Familie für Weihnachten und den Holidale Shop, der aktuell von ihrer Tante Carol betrieben wird, die nicht davor scheut übergriffig zu sein und Francie in peinliche Uniformen zu stecken, Grenzen zu überschreiten und sie zu schikanieren.
Während Francie sich voll in das Weihnachtsgeschäft stürzen möchte, aber nicht ohne Hintergedanken, schwärmt sie nebenbei von Hector Ramirenz bei dem die Autorin nicht müde wird zu erwähnen, dass er tolle Lippen zum küssen hat, Sternenbilder auf der Haut und eine tolle Schulter zum Anlehnen. Seine Persönlichkeit ist dabei aber so tiefgründig und vielfältig, wie Ken von Barbie.
Er ist zwar höflich und versucht Francie zu helfen, aber viel Text hat er dabei auch nicht.
Viele Nebencharaktere, mit Name und ohne, konnten mehr Gefühle in mir erwecken, als Hector. Von der großen Romanze habe ich mehr erwartet.
Selbst der Moment mit dem Bandmitglied brachte mehr Romanze rein, als das Kennenlernen mit Hector.
Immer mehr rückt der rote Faden auf das Weihnachtsgeschäft der Familie und dass sie ihrer Tante Carol alles mögliche unterstellt, ihr hinterher spioniert und sich von ihr herumschubsen lässt, statt mit ihren Eltern ein Wort zu reden.
Ebenso die Tatsache, dass ihre Tante ihr danach die Santa Briefe aufs Auge drückt und einige zurückhält und sie in Bedrängnis kommt, lässt mich darüber nur den Kopf schütteln.
Es werden viele Themen innerhalb der Familie angesprochen, die scheinbar Klärung bedürfen, Unterhaltungen und Tiefe, die leider aber in meinen Augen, nicht zur Sprache gekommen sind. Oft sind die Sachen angerissen worden und dann wieder abgehakt.
Spannung kam immer mal wieder auf, wurde aber auch schnell wieder fallen gelassen, was das Lesen an vielen Stellen anstrengend gemacht hat.

Rührend fand ich vor allem, dass Francie beim Thema Weihnachten immer an ihren Grandpa dachte und was er wohl getan hätte und wie gut er als Weihnachtsmann gewesen ist.
Das verleiht dem Ganzen etwas Tiefe und man merkt beim Lesen, dass die Familie ihre Päckchen zu tragen hat.

Die weihnachtliche Atmosphäre kommt immer wieder durch und welche Regeln es für die Santa-Schule gab, machen das ganze zu einem Roman, den man durchaus zwischendurch lesen kann, aber auch nicht zu viel erwarten sollte.
Es gibt keine tiefe, große Love-Story und am Ende ist auch nicht alles gut und happy, wie ich es mir gerne erhofft hätte. Ich blieb an vielen Stellen mit Fragen zurück (Was ist aus Francies Geld geworden? Wieso hat sie nichts über die Aktion gesagt? Wieso redet sie nicht mit ihren Eltern über die Aktion und Tante Carol? Selbst beim Gespräch mit ihrem Vater! Wieso strichelt ihre Tante sie? Wieso lässt sie sich so vieles gefallen?) und hatte das Gefühl, dass das Ende viel zu schnell als kurze Zusammenfassung kam.
Es ist natürlich durchaus realistisch, dass viele Themen auch im realen Leben nie Abschluss finden werden, doch grade bei einem Weihnachtsroman hätte ich mir das sehr erhofft.

Mein größer Kritikpunkt ist wohl mitunter die Übersetzung. Einer der Nebencharaktere ging mir nach wenigen Dialogen so auf die Nerven, dass ich mich gefragt habe, was das bitte sein soll. Schlechte Jugendsprache? Schlechte Übersetzung?
Es geht dabei um DeKieser. Sie beendet oft Sätze mit „…. und Kram.“ am Ende wie „Ich hab das mal Überschlagen und Kram“, was keinen Sinn ergibt.
So wie man im Sprachgebrauch an manchen Stellen sagt „…und so“, benutzt sie es inflationär mit „…und Kram.“. Ich glaube, im englischen macht es mehr Sinn, wenn sie sagt „…and stuff/thing“. Das würde dem Sprachgebrauch zu „…und so“ am nächsten kommen, doch hier wurde es 1 zu 1 übersetzt und ergibt keinen Sinn und war nach wenigen Dialogen ziemlich nervig. Nicht mal als Jugendsprache.

Meine Fazit: Das Buch hat mir oft Augenrollen beschert und genervte Seufzer, ich habe mir eindeutig mehr davon versprochen, aber es ist grundsätzlich kein schlechtes Buch, was man nicht in der Vorweihnachtszeit lesen könnte. Es hat genug Weihnachtszauber inne, um in Stimmung zu kommen und sich auf die Festtage mit Plätzchen und Kakao zu freuen.

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Veröffentlicht am 17.03.2023

Court of Sun Band 1

Court of Sun 1: Court of Sun
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Mal wieder eine Enttäuschung von einem gehypten Buch in der Szene. Die Vorfreude war groß, aber umso mehr hat es mich enttäuscht.

Das Cover ist ein guter Hingucker und mit de Farbschnitt auch ein schöner ...

Mal wieder eine Enttäuschung von einem gehypten Buch in der Szene. Die Vorfreude war groß, aber umso mehr hat es mich enttäuscht.

Das Cover ist ein guter Hingucker und mit de Farbschnitt auch ein schöner Blickfang im Regal. Die Geschichte bietet vom Inhalt sehr viele Möglichkeiten eine spannende Fantasy-Dilogie zu werden.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und doch hat es nicht dazu beigetragen, dass ich in die Geschichte eintauchen konnte. Es sind nicht nur die extremen Parallelen zu anderen Büchern und Geschichten, die beim Lesen auffallen, sondern auch die Oberflächlichkeit mit der die Geschichte vor sich hin dümpelt.
Die Gemeinsamkeiten fangen damit schon an, dass wir eine Mischung aus Cinderella, Harry Potter, Die Schöne und das Biest und Robin Hood haben.
Abriella, deren Namen direkt an Cinderella erinnert, arbeitet als Dienstmädchen bei Madame V und deren beiden Töchtern, was wiederum auch an Cinderella mit ihrer Stiefmutter und ihren beiden Töchtern erinnert. Durch einen Vertrag muss sie monatliche Zahlungen an diese leisten. Um diese stemmen zu können, stiehlt sie von den reichen Leuten und in den ersten Seiten verschenkt sie das Geld an eine Freundin, die es ebenfalls braucht (Robin Hood grüßt).
Brie hasst die Fae und muss dennoch in ihre Welt reisen, um sich in den Sonnenpalast zu schmuggeln, weil die Königin eine Braut für den Prinzen sucht.
Als Brie dort ist, kommt ihr eine Frau zu Hilfe, die ihr mit magischen Stecknadeln, etwas Make up und Kämme ein zauberhaften Kleid zaubert. Es klingt doch auch wieder wie die gute Fee aus Cinderella, die den Ball den Prinzen besucht.
Die erste Aufgabe, die Brie vom König der Unseelie bekommt, ist es einen magischen Spiegel zu finden, der einem das zeigt, was man am meisten begehrt (Nerhegeb bist du das? Hat Dumbledore dich verschachert?). Als Brie besagten Spiegel endlich in der Hand hält, ist es ein Handspiegel und man muss sagen, was man sehen möchte (Doch nicht Nerhegeb sondern der magische Spiegel aus die Schöne und das Biest. Ja, was soll man dazu sagen?).
Das fand ich zu offensichtlich, woher diese Idee kamen.
Während des Lesens ist absolut nichts aufregendes passiert.
Die Welt, die die Autorin geschaffen hat, hat unglaublich viel Potential und ich hätte gerne mehr dazu erfahren. Aber all das wurde nicht näher beschrieben oder darauf eingegangen. Dafür lesen wir dauernd, wie die Protagonistin im Palast hockt und auf Nachricht wartet, hier und da mal trainiert und zwischen ihren selben Gedanken (Sebastian hat mich belogen, ich kann ihm nicht verzeigen – Meine Gefühle für Sebastian – Ich muss meine Schwester retten – Finn sieht ja so gut aus – Was für Finn im Schilde? - Ich darf den Fae nicht trauen....) wechselt.
Die wenige Spannung, die mal aufkam, war auch schnell wieder vorbei und ich musste mich oft Zwingen weiter zu lesen.
Brie ist mir als Protagonistin zu oberflächlich geblieben und ich habe ihr ihre Gefühle, ihre Sorgen und Ängste nicht abkaufen können. Auch die anderen Charaktere blieben für mich sehr oberflächlich und als Leser habe ich keinen Bezug zu ihnen entwickeln können. Zu keinem konnte ich Sympathie aufbauen.
Das Liebesdreieck ist mir auch zu vorhersehbar gewesen und auch andere Wendungen in der Geschichte, waren zu leicht vorherzusehen. Brie ist mir auch zu oft in ihrem Emotionen zwischen den beiden Prinzen hin und her gesprungen. Auf den einen ist sie wütend und will ihm nicht verzeihen, ein paar Seiten später hat er sie doch um den Finger gewickelt und sie verzeiht ihm doch. Sie ist mir an manchen Stellen zu naiv und leichtgläubig.

Das Buch ist an sich nicht schlecht, hat viel ungenutztes Potential und konnte mich deshalb nicht überzeugen. Ich hatte das Gefühl beim Lesen nicht voran zu kommen und habe bei ca. 300 Seiten abgebrochen. Es konnte mich nicht fesseln.

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Veröffentlicht am 23.09.2020

Enttäuschendes Ende

Requiem
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Alex ist endlich wieder da und nicht tot. Doch es ist nichts wie vorher. Er ist abweisend und die Gefühle zu Lena haben sich verändert. Während das Gefühlsleben tobt, bereiten sich Rebellen vor.

Der Abschluss ...

Alex ist endlich wieder da und nicht tot. Doch es ist nichts wie vorher. Er ist abweisend und die Gefühle zu Lena haben sich verändert. Während das Gefühlsleben tobt, bereiten sich Rebellen vor.

Der Abschluss der Amor-Trilogie lag lange auf meinem SuB und ich habe es mir vorgenommen es dieses Jahr noch zu lesen. Die ersten beiden Bände der Trilogie haben mir gut gefallen und ich weiß nicht, wieso ich solange damit gewartet habe Band 3 zu lesen. Aber ich muss auch sagen, dass es nicht schlimm war.
Denn das Buch hat mich ziemlich derbe enttäuscht.
Wenn man einen riesen Showdown erwartet, dann sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch setzen.

Doch fange ich erstmal mit dem positiven Aspekt des Buches an.
Anders als in den vorherigen Bänden bekommen wir als Leser nicht nur Lenas Sicht vorgesetzt, sondern auch die Sicht von ihrer besten Freundin Hana, die inzwischen geheilt wurde.
Hanas Passagen waren spannender als die von Lena, jedoch habe ich auch hier mehr erwartet. Die Dinge, die Hana herausgefunden hat, sind sehr brisant und bringt ein wenig Wendung rein. Aber dennoch baut sich durch das ganze Buch wenig Spannung auf.
Lenas Kapitel waren noch langweiliger zu lesen und ich hatte das Gefühl eine endlose Erzählung und Beschreibung zu lesen mit wenigen Dialogen. Als Leser bekommt man viel Umgebungsbeschreibung vorgesetzt und was bisher passiert ist, statt mitten drin zu sein.
Lena empfinde ich in diesem Band als sehr langweilige Protagonistin.
Sie macht wenig Entwicklung durch und ich hatte den Eindruck, es geht sehr viel um sie und dass die Flucht, Kämpfe und Planungen und das Leben in der Wildnis eher Nebensache geworden sind, sowie die anderen Charaktere auch.

Die wenigen Spannungspunkte im Buch waren binnen weniger Seiten abgehandelt oder abgebrochen durch ein neues Kapitel. Was wohlmöglich ein Cliffhanger sein sollte, war Irgendwann sehr nervig und hat wenig Lust gemacht weiter zu lesen.
Die gesamte Story ließ mich in diesem Buch sehr kalt zurück und mit einem müden Gähnen.

Das Ende kam abrupt und ich habe auch vom großen Showdown mehr erwartet. Es gibt zwar eine Bonusstory mit Alex Sicht.
Es ist ein sehr unbefriedigendes Ende und nach den tollen zwei Büchern davor, doch sehr enttäuschend.

Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack, wenn man die Seiten zuschlägt.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Zähe Story und keine Spannung

Wenn du zurückkehrst
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Nicholas Sparks ist bekannt für seine emotionalen und gefühlvollen Romane, für seine Dramen und die Liebesgeschichte in jedem Buch. Er berührt mit seinem Stil das Herz und bisher blieb auch kein Auge trocken ...

Nicholas Sparks ist bekannt für seine emotionalen und gefühlvollen Romane, für seine Dramen und die Liebesgeschichte in jedem Buch. Er berührt mit seinem Stil das Herz und bisher blieb auch kein Auge trocken und Taschentücher sollten immer dabei sein.
Anders als nun bei diesem Buch.
Es zieht sich, zieht sich und zieht sich. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber die Seiten kommen leider nicht voran und für mich baute sich keine Spannungskurve auf.
Ich lese seit mehr als zwei Wochen und komme nicht weiter. Ich habe jetzt bis Seite 200 gelesen und breche das Buch ab hier ab.
Bis Seite 200 befinden wir uns immer noch am Anfang der Geschichte und unser Protagonist agiert sehr viel alleine. Nur selten kommen andere Charaktere dazu und wenn doch, dann sind diese Momente auch schnell vorbei.
Die gesamte Handlung werden von Trevor als Rückschau erzählt. Es sind seine Erinnerungen und er erzählt sie dem Leser direkt. Er spricht einen direkt an.
Ich konnte als Leser auch keinen Bezug zu Trevor finden. Er wirkte als Charakter sehr unnahbar und oft auch sehr eingebildet oder von sich überzeugt. Trevor weckt in mir nicht das Gefühl, dass ich den Charakter schon ewig kenne, wie man es sonst bei Nicholas Sparks Charakteren hat.
Er sinniert oft herum und schweift aus. Was es mit dem angeblichen Geheimnis auf sich hat, kam bisher nicht auf.
Auch die beiden Charaktere Nathalie und Callie wirken gekünstelt und unnahbar für mich als Leser. Ich hatte das Gefühl es ging vorwiegend darum Callies und Natalies Geheimnisse krampfhaft so lange wie nur irgend möglich geheim zu halten, damit der Leser dann bei der jeweiligen Auflösung schockiert ist. Das ging für mich auf Kosten der Nähe und des Gefühls.
Meine Erwartungen an das Buch waren hoch, aber leider wurden sie nicht erfüllt.
Ich konnte in diesem Buch nicht versinken und ich konnte auch nicht mitfiebern. Es blieb für mich eine dahinplätschernde Story, ohne Spannung.
Es tut mir sehr leid, diese negative Rezension über einen meiner Lieblingsautoren zu schreiben, aber ich möchte ehrlich sein und die Tatsache, dass es ein Rezensionsexemplar ist, sollte mich nicht beeinflussen.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Für immer und Ewig

Evermore - Für immer und ewig -
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Der lang ersehnte Band 6 von Evermore.
Ich muss sagen, dass Ever mir in diesem Band unglaublich auf die Nerven. Sie wurde mir ziemlich unsympathisch.
Alles, was ihrer Liebe mit Damen im Weg stand, wurde ...

Der lang ersehnte Band 6 von Evermore.
Ich muss sagen, dass Ever mir in diesem Band unglaublich auf die Nerven. Sie wurde mir ziemlich unsympathisch.
Alles, was ihrer Liebe mit Damen im Weg stand, wurde besieht. Drina, Roman, Haven. Nur der Fluch steht noch zwischen dem Happy End.

In diesem Teil geht es um das Geheimnis von Romans Trank. Doch wie so oft kommen viele Ablenkungen und Ever begibt sich auf die Reise, um mit den Seelen im Schattenland Frieden zu schließen.

So nett die Geschichte auch ist, waren viele Bände sehr schwach und durch diesen Band habe ich mich nur noch hindurch gequält.
Ever wurde mir als Protagonistin nur noch unsympathisch und oberflächlich. Hatte sie in Band 1 noch meine Sympathie, hat sich diese nun verabschiedet.
Die Reaktionen von einzelnen Charakteren wirkte unglaubwürdig und gefühlt habe ich auf jeder Seite dasselbe gelesen.
Ich denke, hätte man die Bände gekürzt, wäre die Geschichte besser geworden, da viele Bänder eher „Lückenfüller“ waren, da wir sonst nur Ever beim jammern zuhören.
Die Spiritualität spielt auch hier wieder eine Rolle und der Kern der Geschichte ist weiterhin ein schöner Gedanke.

Trotzdem Schwächeln in diesem Band die Charaktere von vorn bis hinten und ich bin froh, dass die letzte Seite gelesen ist.

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