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Veröffentlicht am 09.09.2020

Anders aber toll

Stell dir vor, dass ich dich liebe
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„Was wirst du tun, um es wieder gut zu machen?“
„Ich glaube, ich kann es nicht wiedergutmachen, oder? Ich
kann nur versuchen, es besser zu machen.“
Seite 135


Auf der einen Seite ist da Jack, der Star ...

„Was wirst du tun, um es wieder gut zu machen?“
„Ich glaube, ich kann es nicht wiedergutmachen, oder? Ich
kann nur versuchen, es besser zu machen.“
Seite 135


Auf der einen Seite ist da Jack, der Star der Schule, der jedes Mädchen haben kann und von (fast) allen geliebt wird. Aber Jack hat ein Geheimnis, das er niemandem anvertraut – er ist gesichtsblind, erkennt nicht einmal sein eigenes Gesicht im Spiegel wieder und all die Coolness ist ein Netz aus Lügen und Tricks, um ja nicht zum Freak zu werden.
Und dann ist da Libby, übergewichtig und mit einer peinlichen Vergangenheit. Libby, die nichts lieber möchte, als zu tanzen und Freunde zu finden. Libby, die hinter Jacks Fassade sehen kann. Diese Geschichte erzählt, was passiert, wenn diese beiden aufeinander treffen.


„Es ist, als hätte ich einen Zirkus in meinem Kopf und
müsste immerzu durch Ringe springen. Es ist, wie in einem Raum voller Leute zu
sein, in dem du niemand kennst. Immer.“
Seite 185

Durch das Buch „All die verdammt perfekten Tage“ von Jennifer Niven, was ich sehr cool fand, waren meine Erwartungen an dieses Buch recht hoch. Nur die Aufmachung hat mich etwas abgeschreckt – das Cover sieht mehr nach Frauenroman aus, als Jugendbuch. Aber den Klappentext fand ich interessant und beim Vorwort hatte ich Gänsehaut. So ehrlich, so tief … ich war direkt gefesselt.

Unsere Hauptpersonen sind Libby und Jack. Libby, die nach dem Tod ihrer Mutter so stark übergewichtig wurde, dass man sie irgendwann aus ihrem Haus holen musste und zwar in dem man einen Großteil des Hauses aufbrechen musste. Und Jack, den coolsten Typen der Schule, der eigentlich nur ein Spiel spielt. Denn Jack ist krank, er erkennt keine Gesichter bzw. kann nicht sagen, zu wem sie gehören. Ich konnte mir das ganze erst ziemlich schwer vorstellen, aber ich finde, es wird im Buch recht gut erklärt.
„Während ich gehe, werde ich ständig angesprochen, und auch das ist ein Albtraum. Ich hebe den Kopf noch ein bisschen höher und lächle alles lässig an, aber ich scheine jemanden übersehen zu haben, denn ich höre: „Arschloch.“ Diese Gewässer sind tückisch und launisch.“
Seite 44
Libby hat viel abgenommen und kehrt jetzt an die Schule zurück. Es sind viele Jahre vergangen und die Frage stellt sich, wie die fiesen
Kids, die sie früher gemobbt haben, sie jetzt aufnehmen werden. Ihr Vater macht sich große Sorgen, wünscht sich aber auch ein normales Leben für seine Tochter. Wie erwartet hat Libby es nicht leicht, es gibt viele dumme Sprüche über sie, weil sie immer noch sehr dick ist. Sie geht aber recht gut damit um. Die ersten Kapitel aus ihrer Sicht sind sehr toll geschrieben, wie ihre Gedanken die Wände hochklettern etc. Libby hat es an der Schule nicht leicht, schon gar nicht, als einer von Jacks Kumpel das sogenannte „Schwabbelrodeo“ ausruft. Sinn des Ganzen ist, sich so lange wie möglich an einem dicken Mädchen festzukrallen und weil Libby am dicksten ist, soll sie der Hauptgewinn sein.
In einem verrückten Versuch, Libby zu beschützen und die ganze Sache irgendwie zu beenden, krallt Jack sich an ihr fest, ehe es ein
anderer tun kann und steckt ihr einen Entschuldigungsbrief zu. Doch Libby reagiert anders als erwartet und schlägt Jack k.o. Daraufhin kriegen beide Strafarbeiten aufgebrummt und müssen einiges an Zeit miteinander verbringen. Sie kommen sich näher und Jack gesteht Libby seine Krankheit, von der niemand etwas weiß. Aber Jack hat da noch diese On/Off Beziehung mit einem Mädchen, das gar nicht begeistert ist, dass Libby so viel Zeit bei ihrem Freund verbringt.

Die Kapitel sind schön kurz (die Bahnfahrerin in mir dankt!) und werden abwechselnd aus der Sicht von Libby und Jack erzählt, hin und wieder mit Flashbacks. In diesem Buch ist alles dabei, Humor, Romantik, Tiefsinnigkeit, High School Drama, Hassbriefe, Teenager Träume, Freundschaft. Trotzdem ist es kein typisches Jugendbuch, es hat keine Leichtigkeit, sondern beschäftigt sich mit einem ernsten Thema. Ich fand die Sache mit der Gesichtsblindheit aber unheimlich interessant und besonders die Beziehung, die Jack zu seinem kleinen Bruder hat, war super süß! Auch die Freundinnen, die Libby an der Schule dann doch noch findet, waren echt cool ausgearbeitet.


Für „Stell dir vor, dass ich dich liebe“ von Jennifer Niven gibt es von mir drei dicke Bücher mit Glitzer und eine klare Leseempfehlung für eine etwas andere Geschichte über zwei etwas andere Charaktere. Ich hoffe, Jennifer Niven schreibt noch ganz ganz viel für uns!

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Veröffentlicht am 07.09.2020

nett, aber naja

Biss zur Mitternachtssonne (Bella und Edward 5)
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Es ist nur ein ganz normaler Schultag in einem sehr langen Leben, doch als Bella Swan in seine Nähe kommt, verändert sich das Leben von Edward Cullen für immer. Als Vampir hält er sich so gut er kann von ...

Es ist nur ein ganz normaler Schultag in einem sehr langen Leben, doch als Bella Swan in seine Nähe kommt, verändert sich das Leben von Edward Cullen für immer. Als Vampir hält er sich so gut er kann von Menschen fern, doch Bella macht ihm das unmöglich. Niemals ist ihm jemand wie sie begegnet und er will unbedingt in ihrer Nähe sein. Doch das könnte für sie tödlich enden …

„Kann einem Menschen etwas Schlimmeres passieren, als dass ein Vampir ins sich verliebt?“
Seite 194

Ich bin gar kein Fan von diesen Büchern, die eine Geschichte, die es schon gibt aus einer anderen Perspektive nochmal erzählen. Aber es ist Stephanie Meyer und sie ist ein Genie - Also hab ich es mir doch aus der Bücherei ausgeliehen. Das Cover muss ich sagen, finde ich richtig schrecklich! Und weil das Buch so dick ist, dachte ich nicht, dass es nur den ersten Band enthalten würde. Es gibt super viele Längen, Edward zerdenkt einfach alles! Ich habe teilweise die Seiten einfach weitergeblättert.

Konnte ein totes, gefrorenes Herz brechen? Es fühlte sich zumindest so an.
Seite 141

Es gibt aber auch gute Momente, die Dinge aus den Büchern erklären und in einem anderen Licht zeigen. Am liebsten mochte ich die Szenen ohne Bella, also die, die man als Leser noch nicht kennt und wo man wirkliche etwas Neues erfahren hat.

Grundsätzlich verstehe ich aber nicht, warum man eine Geschichte, die es schon gibt nochmal erzählt. Diese Reihe hat so viel Potential, so viele Möglichkeiten Vorgeschichten von den Charakteren zu erzählen, die mich wahnsinnig interessieren würden.

„Wie ist es gelaufen?“
„Es ist niemand umgekommen.“
Seite 62

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Es ist, als wäre dein Herz aus Stein

Love Challenge
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Nichts kommt an dich ran. Es ist, als wäre dein Herz aus Stein.
Seite 8

Khai Diep ist Buchhalter und kennt keine Gefühle. Schon seit einiger Zeit weiß er, dass etwas in ihm anders ist, seit er auf der ...

Nichts kommt an dich ran. Es ist, als wäre dein Herz aus Stein.
Seite 8

Khai Diep ist Buchhalter und kennt keine Gefühle. Schon seit einiger Zeit weiß er, dass etwas in ihm anders ist, seit er auf der Beerdigung seines besten Freunds nicht weinen konnte. Khai mag seine gewohnten Abläufe und ist gerne allein, auch wenn seine Familie ihn immer wieder ändern will. Besonders seine Mutter will einfach nicht akzeptieren, dass Khai immer noch Single ist. Ständig engagiert sie Date für ihn, zu denen Khai meistens nicht geht. Also greift seine Mutter zu härteren Bandagen – und quartiert die nächste potentielle Ehefrau einfach bei ihrem Sohn Zuhause ein.

Sie hatte kein Geld, keine Beziehungen und keine Fähigkeiten, aber sie hatte die Freiheit, so sturköpfig und dumm zu sein, wie sie wollte.
Seite 25

Und das ist Esme aus Vietnam, die eigentlich My heißt und mit ihrer Tochter, Mutter und Großmutter in sehr armen Verhältnissen lebt. Um Geld zu verdienen putzt My Toilette und dort trifft sie auch auf Khais Mutter, die von Anfang an von My fasziniert ist. Und ihr ein unglaubliches Angebot macht. Sie soll den Sommer in den USA verbringen, bei einem fremden Mann leben und ihn dazu bringen sich in die zu verlieben. My hält die Sache für völlig verrückt, doch ein Leben in den USA könnte ihre Familie aus der Armut holen. Und dann ist da noch ihr Vater, den sie nie getroffen hat und der aus den USA stammt …

Es war keine Einsamkeit, wenn man es mit Arbeit oder einen Netflix-Marathon oder einem guten Buch auszumerzen konnte. Echte Einsamkeit würde die ganze Zeit über bei einem bleiben.
Seite 42

An diesem Buch hat mich zuerst das Cover gecatcht, dann das es vom KYSS Verlag ist und dann fand ich den Klappentext interessant. Eine gute Kombi ^^ Der Einstieg in die Geschichte ist sehr leicht. Es beginnt mit My, die Toiletten putzt und über ihr Leben nachdenkt. Dann taucht auch schon Khais Mutter auf und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Der Schreibstill ist sehr angenehm, ich konnte wunderbar am Stück lesen und habe mich sehr wohl gefühlt. Er ist einfach, vermittelt die Szenen sehr bildlich und beinhaltet eine gute Menge Humor (:

„Hast du eine Vorstellung von der perfekten Frau dich? Wie ist sie so?
„Sie lässt mich in Ruhe.“
Seite 56

Die ersten Kapitel haben mich total begeistert und ich dachte „Ja, das wird ein richtig gutes Buch!“ Wurde es leider aber nicht. Sobald Khai My sieht, kann er kaum stehen vor lauter Gedanken an Sex. Sie wandert in den knappsten Klamotten durch das Haus eines wildfremden Mannes. Von Beiden Figuren habe ich das Verhalten oft einfach gar nicht verstanden und fand es wirklich schwierig sie zu mögen. Für die Handlung hat es das auch sehr schwierig gemacht. Das Drumherum, Khais Familie, Mys Suche nach ihrem Vater und dass sie ihre Tochter vermisst fand ich sehr schön und zusammen mit dem Schreibstill hat mir das Buch teilweise unendlich gut gefallen und dann wieder rein gar nicht. Ich bin super hin und hergerissen, was dieses Buch angeht!
Er war seltsam und taktlos und möglicherweise ein Auftragskille, aber wenn sie sein Handeln betrachtete, war alles, was sie sah Liebenswürdigkeit.
Seite 68

Die Thematik fand ich wahnsinnig interessant, auch dass es wir schon in Band I wieder um jemanden mit einer Erkrankung geht fand ich toll. Aber in der Umsetzung hat es für mich leider nicht vollständig funktioniert.

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Veröffentlicht am 15.08.2020

Krimi statt historisch, detailreich und spannend, hat mich aber leider nicht so gepackt, wie die sonstigen Büchle-Bücher

Im Schatten der Vergangenheit
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Hanna Jameson ist auf dem Weg zu ihrer Familie, die gerade nach Deutschland umgezogen ist. Doch nicht nur, dass das Haus neu vermietet wurde und die Nachbarn angeblich nie etwas von Hannas Eltern und ihren ...

Hanna Jameson ist auf dem Weg zu ihrer Familie, die gerade nach Deutschland umgezogen ist. Doch nicht nur, dass das Haus neu vermietet wurde und die Nachbarn angeblich nie etwas von Hannas Eltern und ihren Geschwistern gesehen haben, Hanna wird auch noch verfolgt. Auf der Suche nach ihren Lieben entdeckt Hanna in der Vergangenheit ihres Vaters einige Ungereimtheiten, die ihr behütetes Leben ziemlich in Frage stellen...



Meinung:


Ich mag die Bücher von Elisabeth Büchle richtig gerne. Sie sind immer wahnsinnig gut recherchiert und sehr liebevoll gestaltet. Darum hat mich auch dieses neue Werk gereizt, wobei es dieses Mal kein historischer Roman ist, sondern eher in Richtung Thriller geht.

Schon im Prolog hatte ich eine Gänsehaut. Der Ku-Klux-Klan wird thematisiert, ebenso die Gewalt gegen Afroamerikaner. Immer wieder kommt in der Geschichte das Thema Rassismus auf, auch das Attentat auf die Emanuel African Methodist Episcopal Church wurde zum Thema, was mir persönlich sehr nahe ging, denn ich habe lange in Summerville gelebt. Wir sind zwar nicht in diese Gemeinde gegangen, aber es war trotzdem ein Schock, als das damals passiert ist, so nahe an dem Ort der einmal mein Zuhause war.

Hanna, eine sehr erfolgreiche Sportlerin, die immer wieder mit Tiefen zu kämpfen hatte, reist nach Deutschland um dort ihre Familie zu treffen. Doch unter der Adresse, wohnt eine fremde Frau, die nichts von Hannas Familie weiß. Die junge Amerikanerin flüchtet zu einem alten Freund, der ihr fürs erste Obdach bietet und bei der Suche hilft. Kevin glaubt Hanna nicht wirklich, die schnell Angst bekommt und ahnt, dass etwas geschehen sein muss. Doch dann treten unheimliche Gestalten auf den Plan, Hanna wird verfolgt und Kevin sogar angegriffen.

Die Geschichte entwickelt sich recht schnell, es passiert viel auch wenn es einige Längen gibt die den Gedanken der Protagonisten und ihrer Selbstreflektion geschuldet sind. Der Hintergrund des Ganzen ist super durchdacht und spannende Elemente (die ich aufgrund von Spoilern jetzt nicht nennen kann) machen das Buch sehr interessant, aber auch ganz anders als die gewohnten Büchle Bücher. Tausende Fragen tauchen auf, ein Verdacht bildet sich und wird im nächsten Kapitel doch wieder in eine andere Richtung gelenkt.

Ich bin mit den Figuren leider nicht richtig warm geworden, besonders eine fand ich super nervig und anstrengend, was mich beim Lesen gestört hat. Die Liebesgeschichte hat mich leider nur halb überzeugt. Das lag hauptsächlich an dem Love Interest und seine Gedanken über wohlgeformte Beine und die grazile Figur. Es ging ziemlich viel um Äußeres, was ich wirklich schade fand. Bei Hannas Bekanntem war das leider genauso der Fall, immer wieder sickert diese oberflächige Einstellung durch. Das hat mich ehrlich gesagt sehr verwirrt, denn ich habe schon ziemlich viele Bücher der Autorin gelesen und bisher ist mir so etwas nie aufgefallen. Die Auflösung ist gut und schlüssig, allerdings bleiben für mich auch Fragen offen. Das Thema Rassismus, was in diesem Buch aufgegriffen wird finde ich mega wichtig und bin wirklich dankbar, dass sich wieder eine Autorin damit auseinander gesetzt hat (:



Urteil: Ein etwas anderes Büchle Buch, viel mehr Krimi als Historie, das trotzdem einige für die Autorin typischen Züge aufweist. Der Funke ist bei mir leider nicht ganz übergesprungen, aber Fans von Krimis und Thrillern mit umfassendem Figurenaufbau sollten sich hier sehr wohl fühlen (:

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Veröffentlicht am 15.08.2020

eine großartige Idee in einem gewaltigen Setting

Wüstenschwestern
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Seit wann sind deine Abenteuer denn erholsam?



„Vielleicht wird in tausend Jahren ein Archäologe kommen und uns finden und sich fragen, was in aller Welt diese verrückten Schwestern vorhatten.“ Seite ...

Seit wann sind deine Abenteuer denn erholsam?



„Vielleicht wird in tausend Jahren ein Archäologe kommen und uns finden und sich fragen, was in aller Welt diese verrückten Schwestern vorhatten.“ Seite 9



Wüstenschwestern ist mein erstes Buch von Lynn Austin und ich war sehr gespannt. Der Einstieg hat mir unheimlich gut gefallen, die Wüste, der Sturm und der Scheich, der vor dem Zelt Wache hält. Ich habe mich sofort mit den Schwestern Flora und Rebecca verbunden gefühlt und war super neugierig, was sie dort in der Wüste vorhaben und welches Schicksal ihre zwei Begleiter mit sich herumtragen.



„Und die meisten Schurken haben keinen Humor, nehme ich an?“

„Die meisten Menschen, die ich kenne, haben keinen Humor.“

Seite 159



Als es dann jedoch in die Vergangenheit/Kindheit der Schwestern ging, war mir Rebecca unglaublich unsympathisch. Sie ist arrogant und verhält sich nicht, wie ein Mädchen ihren Alters, ich konnte sie als Figur einfach nicht nachvollziehen. Flora mochte ich lieber, sie ist etwas stiller, wirkt aber sehr lieb und hilfsbereit. Als die Schwestern sich in eine Fabrik einschleichen, um zu sehen, wie es Mädchen ihres Alters dort ergeht, sind beide sehr erschrocken und wollen unbedingt irgendwie helfen. Im weiteren Verlauf treten sie mit ihrem Vater eine große Reise an, auf der der Witwer eine neue Frau kennenlernt, die seine Töchter jedoch nicht leiden können.



Insgesamt wird das Buch aus der Sicht von vier Personen erzählt, der Schwestern Flora und Rebecca, dem Diener Sören und der Diebin Kate, die das Hausmädchen der Schwestern wird. Der Leser erfährt ihre Geschichte, sowohl in der Vergangenheit, als auch im Jetzt, weswegen man sich den Figuren sehr nahe fühlt. Die Hilfsbereitschaft der Schwestern ist großartig und ich liebe ihre Arbeit in den Waisenhäusern. Dazu ihre Abenteuerlust und die Reise in die fremden Länder, ich war fast schon neidisch! Die ganze Thematik aber übers heiraten und besonders die Zweckehen, fand ich ganz schrecklich.



„Ha! Seit wann sind deine Abenteuer denn erholsam?“

Seite 239



Die Autorin versteht es unglaublich gut, mit einer einfachen Sprache ganz großartige Bilder des Geschehens zu zeichnen. Ich konnte den Sand quasi riechen und den Lärm in der Fabrik hören. Auch der Plott und die ganze Idee sind wirklich richtig gut! Aber die Figuren konnten da leider nicht mithalten und mich nicht überzeugen, was mir für das Buch sehr Leid tut.



Fazit: Eine großartige Idee in einem gewaltigen Setting, aber die Protagonisten konnten mich leider nicht überzeugen. Drei Sterne für mein erstes Lynn Austin Buch.

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