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Veröffentlicht am 15.08.2020

Ein super spannender Jugend-Thriller

Eine wie wir
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Eine Tote, ein Racheblog und ein dunkles Geheimnis.


„Was hast du so gemacht?“ „Das Übliche. Mord und Chaos. Und du?“
Seite 95

„Der Sinn eines Blutversprechens besteht darin, sein Blut zu teilen.“ „Wir ...

Eine Tote, ein Racheblog und ein dunkles Geheimnis.


„Was hast du so gemacht?“ „Das Übliche. Mord und Chaos. Und du?“
Seite 95

„Der Sinn eines Blutversprechens besteht darin, sein Blut zu teilen.“ „Wir haben zusammen eine tote Katze ausgegraben. Das ist ein Knochenversprechen. Viel wirkungsvoller.“
Seite 202

Inhalt:
Kay Donovan hat am Bates Internat ein neues Leben angefangen. Als Anführerin einer Clique und gute Sportlerin verläuft ihr Leben wie gewünscht – bis sie und ihre Freundinnen eine ihrer Mitschülerinnen tot auffinden. Kurz darauf erhält Kay Zugang zu einem Racheblog in dem mehrere Mitschülerinnen zur Zielscheibe werden. Kay soll sie konfrontieren. Wenn sie sich weigert wird etwas aus ihrer Vergangenheit ans Licht gezehrt werden, das niemand erfahren darf.

Meinung:
Der Einstieg in dieses Buch ist sehr rasant. Kay und ihre Freundinnen schleichen sich von einer Schulfeier fort und finden die Leiche einer Mitschülerin, Jessica. Danach erhält Kay Zugang zu einem geheimen Blog. Hier findet sie „Racherezepte“, die sie befolgen soll, den sonst wird ihr schlimmstes Geheimnis offengelegt. Die Dinge entwickeln sich rasend schnell. Jessica erscheint erst wie ein Niemand, aber nach und nach wird klar, dass jeder aus Kays Umfeld eine Vergangenheit mit ihr hat.

Jeder hat eine dunkle Seite
Seite 65

Kay steht im Fokus dieser Geschichte. Immer wieder wird angerissen, dass sie eine schlimme Vergangenheit hat und um Normalität und eine Zukunft kämpft. Die Handlung ist fesselnd und eröffnet immer wieder neue Abgründe. Mein Verdacht hat sich so etwa alle zwei Kapitel immer wieder gedreht und ich wollte unbedingt weiterlesen. Auch die Rolle der Figuren wendet sich öfter, Mobbing wird thematisiert, Täter werden zu Opfern und andersherum.

„Alles kann gebrochen werden. Knochen. Herzen.“
Seite 165

Fans von romantischen Liebesgeschichten werden hier nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen. Es gibt eine Liebesgeschichte, doch die ist kompliziert. Ehrlich gesagt, hat sie mich auch nicht so ganz überzeugt. Ich bin mit Kay auch nicht völlig warm geworden, obwohl mich die Schreibweise sehr in sie hineinversetzt hat. Der Schreibstil ist sehr fesselnd und ich habe mir viele Zitate angestrichen, die mir gut gefallen haben. Fans von Serien wie „Pretty Little Liars“ und „Tote Mädchen lügen nicht“ oder auch dem Buch „One of us is lying“ dürften dieses Buch interessant finden. Es ist spannend, düster und zeigt viele Schattenseiten auf.

„Fühlt es sich so an, in einem Comic zu leben?“
Seite 235

Es werden super viele Probleme angeschnitten, für mich sogar ein Hauch zu viele. Das Ende war gut, ein wenig abrupt, aber sehr gewagt und mutig von der Autorin. Trotzdem habe ich noch ein bis zwei Sachen die mir nicht ganz klar sind und wo ich gerne noch ein bisschen mehr gehabt hätte.

Urteil:
Ein super spannender Jugend-Thriller voller dunkler Geheimnisse und ein paar minimaler Schwächen, der das Thema Mobbing scharf aufzeigt und einen auf jeder Seite mitfiebern lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.08.2020

mehr davon !!

Grim
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„Aber vergiss nicht, Menschenkind“, flüsterte er. „Man muss Flügel haben, wenn man den Abgrund liebt.“

S. 321

Inhalt: Grim – Das Siegel des Feuers von Gesa Schwartz

"Sie fürchten und beschützen uns ...

„Aber vergiss nicht, Menschenkind“, flüsterte er. „Man muss Flügel haben, wenn man den Abgrund liebt.“

S. 321

Inhalt: Grim – Das Siegel des Feuers von Gesa Schwartz

"Sie fürchten und beschützen uns seit uralter Zeit. Sie sind der kalte Hauch, der in einer warmen Sommernacht deine Wange streift, wenn du schläfst, und sie sind der schwache Duft von Dunkelheit im Morgengrauen. Sie sind die gefallenen Engel unserer Zeit, sie sind - die Gargoyles."

Grim ist ein Gargoyle, einer der steinernen Wächter von Paris und das steinerne Gesetz bestimmt, dass die Menschen niemals von der Existenz des Übernatürlichen erfahren dürfen. Doch dann bricht ausgerechnet Grims älteste Freundin dieses Gesetzt wegen eines rätselhaften Pergaments. Schließlich muss auch Grim seine Regeln brechen, gemeinsam mit Mia, einer Seherin des Möglichen, will Grim das Geheimnis ergründen. Und plötzlich finden sie sich inmitten eines Kampfes wieder, der schon uralt ist und dessen Ausgang die ganze Welt auf den Kopf stellen könnte.


Meinung:

Grim war mein allererstes Gesa Schwartz Buch und ich habe es mit in den Urlaub genommen, um es in Ruhe zu rereaden.

Es ist eine regnerische Nacht in Paris und der Gargoyle Grim beschattet in eisiger Kälte eine Bar, um gleich darauf gegen einen Dämonen zu bekämpfen. Seine trockene Art ist mir gleich sympathisch und auch in der Welt fand ich mich gut zurecht. Es ist keine neue Fantasy Welt sondern unsere, wie wir sie kennen nur eben mit Magie. Und es gibt die „Schattenwelt“ von den Menschen unbekannte Orte, wo sich magische Wesen aufhalten.

Grim beobachtet, wie seine beste Freundin Moira sich mit einem Menschen trifft, ein absolutes Tabu in ihrer Welt. Und sie übergibt ihm auch noch etwas. Grim ist völlig von den Socken und weiß nicht, wie ihm geschieht. Er stellt Moira zu Rede, doch da kommt nicht wirklich was bei raus, sie bittet Grim sogar den Menschen zu beschützen!

Das zweite Kapitel erzählt die Geschichte dann aus Mias Sicht weiter. Mia ist ein kleiner Grufti, sie trägt meistens schwarz, hat einen Bruder namens Jakob und wohnt mit ihrer Mum und ihrer Tante und deren fragwürdigen Wellensittich zusammen. Und außerdem hat Mia eine Gabe. Sie sieht Dinge. Als sie verhaftet wird, scheint es plötzlich als würde Eis durch das Fenster kriechen und schließlich sogar den Polizisten, der sie gerade verhört köpfen. Mia hat Angst. Sie weißt, dass ihr toter Vater Lucas auch Dinge gesehen hat. Die Leute hielten ihn für verrückt, ein verrückter Künstler, der sich schließlich umgebracht hat.

Die Sichtweise wechselt sich mit jedem Kapitel ab, immer zwischen Grim und Mia. Es ist nicht extra gekennzeichnet, man kommt auch so super gut rein. Es gibt keine Ich-Perspektive, was mal was Neues für mich war und ich habe mich in der Erzählweise sehr wohl gefühlt J

Recht schnell stellt sich raus, dass der junge Mann, der das Pergament von Moira erhalten hat, Mias Bruder Jakob ist und er erklärt seiner Schwester schließlich, dass sie keinesfalls verrückt ist. Sie ist eine Hartide, eine Seherin des Möglichen und sie kann Magie wirken. Mia ist schockiert, doch Jakob nimmt sie mit nach Ghrogonias, die Welt der Magie und beweist ihr, dass er Recht hat. Sie treffen auf Gargoyles und erleben eine Hinrichtung, an der auch Grim teilnimmt.

Die Gargoyles, sind die Herrscher der Unterwelt, ihr König Rhodon regiert und Grim gehört zu einer Art Polizei, die nur aus Gargoyles besteht und von einem leicht durchgeknallten Löwen angeführt wird, der Paraden und Uniformen liebt. Seit einiger Zeit wird die Unterwelt von einem Mörder heimgesucht. Immer wieder tauchen schrecklich verstümmelte Leichen auf und die Ermittler tappen im Dunklen. Es gibt neben den Gargoyles auch noch Hybriden, also halb Mensch, halb Gargoyle die seit jeher, von den verachtet und gehasst werden, weil sie die Fähigkeit haben zu träumen, etwas, dass die Gargoyles zwar zum Leben brauchen, aber sie sind nicht selber dazu in der Lage, sondern auf Traumsammelstationen angewiesen. Die Hybriden werden als Sklaven gehalten oder leben als Rebellen im Untergrund. Sie werden für die Morde verantwortlich gemacht und ihr Anführer Seraphin von Athen macht Jagd auf Jakob und das Pergament, dass dieser von Moira erhalten hat. Auch Mia gerät in die Schusslinie, als Jakob das Geheimnis an sie weiter gibt, doch Grim stellt sich auf ihre Seite und versucht sie zu schützen.

Gemeinsam machen sie sich auf, um das Rätsel zu lösen und den „Freien“ auf die Spur zu kommen, ein Volk, von dem nur noch die Legenden übergeblieben zu sein scheinen. Dabei finden sowohl Mia, als auch Grim Spuren aus ihrer Vergangenheit, die viele ihrer Fragen über sich selber lösen könnten. Sie treffen auf gefallene Helden und gute Bösewichte, Träume und Erinnerungen und auf den Tod. Außerdem lernen sie einander kennen und fragen sich, wie eine Welt wohl aussähe, in der Gargolyes und Menschen wieder Freunde und Seelenverwandte sein könnten. Begleitet werden die beiden von Remis, ein Moorkobold und so etwas wie Grims bester Freund und Begleiter. Der Kleine sorgt für ordentlich Humor, neben Grims trockenem Sarkasmus.

In der Zwischenzeit greift Seraphin von Athen die Schattenwelt offen an. Sein Ziel: der Thron.

Ich habe diese Geschichte wirklich sehr gemocht. Die Figuren sind toll und wirken bald vertraut, die Sprache ist zugleich einfach und teilweise auch verschlungen, sodass ich mir wieder viele schöne Stellen angestrichen habe. In anderen Gesa Schwartz Büchern habe ich mich ja teilweise echt in den Welten verloren und hatte gar keinen Überblick mehr, aber das war hier überhaupt nicht. Alles war übersichtlich und verständlich, die Handlungen nachvollziehbar und jedes Wesen hatte ein Gesicht. Mit diesem ganzen drum rum von wegen Teufel, kann ich persönlich nichts anfangen, aber das war nur ein winziger Teil der Geschichte.

Das Ende ist toll, nicht abrupt oder schrecklich, sodass man sehnsüchtig auf den Folgeband warten möchte. Ich hatte schon Lust auf mehr, konnte aber ohne schlimmen Herzschmerz, erstmal nach einem anderen Buch greifen.

Wo ich vielleicht ein klein bisschen jammern könnte, ist die Länge. Es zieht sich ein wenig, aber andererseits, ist da so viel drin ... anders geht das schwerlich ^^

Was mich mehr jammern lässt, ist die Brutalität in diesem Buch. Es wird viel gekämpft und dabei platzen nur zu oft Gedärme aus Bäuchen oder es geht um die Ermordung von Kindern. Das hat mich ehrlich gesagt reichlich abgeschreckt und ich habe solche Szenen nur noch grob überflogen.

Fazit: Eindeutig mein liebstes Gesa Schwartz Buch, dass von mir fünf Sterne bekommt und eine klare Leseempfehlung. Ich freue mich auf die Folgebände ^-^

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Veröffentlicht am 15.08.2020

Ein unglaublich guter Reihenauftakt

Ellingham Academy (Band 1) - Was geschah mit Alice?
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Ein Internat, ein ungelüftetes Rätsel und eine neue Detektivin.


Stevie Bell hatte einen einzigen bescheidenen Wunsch: Sie wollte einmal in ihrem Leben eine Leiche finden.
Seite 5

Inhalt:
Die Ellingham ...

Ein Internat, ein ungelüftetes Rätsel und eine neue Detektivin.


Stevie Bell hatte einen einzigen bescheidenen Wunsch: Sie wollte einmal in ihrem Leben eine Leiche finden.
Seite 5

Inhalt:
Die Ellingham Academy eine Privatschule für die begabtesten Schüler des Landes. Egal, ob sie durch ihren YouTube Kanal bekannt wurden oder durch Wissenschaftspreise, hier kommen die unterschiedlichsten Leute zusammen, die eine Sache gemeinsam haben: sie wurden an der Academy zugelassen und sind damit etwas Besonderes. Doch die Ellingham Academy hat eine traurige Geschichte: vor 80 Jahren verschwanden Frau und Tochter des Gründers. Der Fall ist bis heute ungelöst und wirft seinen Schatten auf die Schule. Und genau darum ist Stevie Bell hier, sie möchte das Rätsel um die Familie Ellingham Academy lösen. Doch schon bald gerät Stevie in merkwürdige Ereignisse, ein Mord wird angekündigt, dann ein Schüler tot aufgefunden. Es scheint, als wäre das Böse, das Ellingham schon einmal heimsuchte noch immer dort draußen.

Meinung:
Mich hat der Klappentext zu diesem Buch sehr angesprochen, besonders der Sherlock Holmes Hinweis war super verlockend. Denn Stevie Ball liebt Detektivgeschichten wie die von Sherlock Holmes oder Agatha Christie. Sie kann sogar Schlösser knacken. Besonders faszinierend findet sie den ungelösten Ellingham Fall und sie bewirbt sich mit einem Aufsatz darüber an der geheimnisvollen Privatschule. Mit Erfolg! Ihre Eltern bringen Stevie nach Ellingham, wo sie einen für ihre Interessen extra zusammengestellten Stundenplan bekommt.

Stevie fürchtete sich nicht von den Toten. Die Lebenden dagegen jagten ihr manchmal eine Heidenangst ein.
Seite 176
Ellingham ist bevölkert von Schülern mit schrägen Eigenschaften, wie ein Autor, der nicht schreiben kann und eine Künstlerin, die in ihrer Kleidung badet. Stevie findet recht schnell Anschluss und lebt sich auch gut ein, bis sie schließlich eine mysteriöse Botschaft erhält und bald darauf überschlagen sich die Ereignisse.
Ich mochte das Buch wirklich sehr gerne, ich habe es in einem Tag durchgesuchtet, weil es immer spannender wurde! Die Atmosphäre des Schulinternats, mit einem Hauch englischen Humors und Rätselraten, die bunten Charaktere und die Rückblicke in die Vergangenheit. Stevie war mir von Anfang an sympathisch und ich habe sie gerne durch die Geschichte begleitet. Der Schreibstil ist toll und fesselnd, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Es war nicht überzogen, Stevie war im perfekten Maße lieb, nerdig und tollpatschig und Schul-Settings mag ich ja ohnehin gerne.
Nate war eben eine Regenwolke, aber immerhin eine freundliche und manchmal braucht die Welt nun mal Regen.
Seite 221

Leider wusste ich nicht, dass es sich um den Beginn einer Reihe handelt und war am Ende total geschockt. Ich kann eine Fortsetzung kaum erwarten!

Urteil:
Ein unglaublich guter Reihenauftakt mit einer sympathisch nerdigen Detektivheldin und einer spannenden Geschichte über ein altes Verbrechen.

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Veröffentlicht am 15.08.2020

eine zuckerwattenflauschigsüße Geschichte mit Humor, Mädchenproblemen

Nova und Avon 1: Mein böser, böser Zwilling
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„Statt Spiegeln sollte in der Schule an
jeder Ecke ein kleiner Glaskasten mit Notfall-Schokoriegel hängen, die man bei
Bedarf einschlagen konnte.“
(S. 36)

„Kann der sprechen?“
„Er ist ein Wellensittich, ...

„Statt Spiegeln sollte in der Schule an
jeder Ecke ein kleiner Glaskasten mit Notfall-Schokoriegel hängen, die man bei
Bedarf einschlagen konnte.“
(S. 36)

„Kann der sprechen?“
„Er ist ein Wellensittich, kein
Papagei.“
„Aber fliegen kann er doch, oder?“
„Eigentlich geht er lieber zu Fuß.“
(S. 111)


Nova ist ein unscheinbares,
schüchternes, tollpatschiges Mädchen, das sich nichts mehr wünscht als eine
beste Freundin und vielleicht mal fünf Minuten Ruhe vor ihren verrückten, an das
Übernatürliche glaubenden Eltern. Doch als sie auf dem Jahrmarkt eine
Wahrsagerin verärgert und anschließend verflucht wird, wird ihr Leben ziemlich
turbulent. Nicht nur, dass ihr ein Missgeschick nach dem anderen passiert und
das ausgerechnet in der Gegenwart des süßen Fitz, für den sie doch so schwärmt,
nein plötzlich erscheint AVON, ihre miese fiese Doppelgängerin. Avon schleimt
bei Novas Eltern, piesackt Novas Wellensittich Wally und bringt Ärger in der
Schule.
Schnell ist klar: Nova muss die böse
Doppelgängerin unbedingt loswerden. Und was sie dafür braucht ist eine Freundin
– am besten mit magischen Fähigkeiten. Denn gegen so viel schwarze Magie hilft
nur eines: noch mehr Magie …

Ich mag das
Cover total gerne. Diese ganzen Details, die man in der Geschichte wiederfindet,
und die Farben machen das Buch einfach zum Blickfang. Der Seitenaufbau kann
absolut mithalten. Hinter jeder Kapitelzahl ist ein süßes Symbol und die
Seitenzahlen musste ich erstmal suchen.
Im ersten
Kapitel wird man gleich in Novas Welt katapultiert. Die Geschichte wird aus
ihrer Sicht erzählt, aber nicht in der Ich-Perspektive, was ich von der Autorin
so nicht kannte, und ich fand es war eine tolle Abwechslung. Nova ist dreizehn,
geht zur Schule und hat als Haustier einen Wellensittich namens Wally. Man
merkt gleich, dass sie sehr schüchtern ist und sich in ihrer Haut nicht so
wohlfühlt. Sie liebt Mathe, etwas das ich nicht wirklich nachvollziehen kann,
aber gut…
Nova trifft auf
Violet, eine fiese eingebildete Ziege und leider Schwester von Fitz, dem
Fußballstar von Novas Schule, den sie ziemlich mag. Violet macht Nova ziemlich
fertig, dann taucht auch noch eine seltsame schwarze Katze auf, gefolgt von
Novas (ziemlich peinlichem) Dad und das Chaos ist perfekt. Ihre Eltern sind ein
bisschen … verrückt. Ihr Vater moderiert eine Serie Montys Mysteriöse Mysterien, das ganze Haus ist voll mit angeblich
übernatürlichem Krams und für Novas Eltern gibt es kaum ein anderes Thema. Nova
ist davon ganz schön genervt, was ich voll verstehen kann. Alles was sie möchte,
ist eine beste Freundin, mit der sie über all das reden und Zeit verbringen
kann.
Durch einige
ziemlich ungünstige Umstände zieht Nova sich den Zorn einer Wahrsagerin zu und
die verflucht Nova! Und plötzlich nehmen Novas Missgeschicke eine ganz neue
Dimension an, gerissene Röcke, Ärger in der Schule … bis Nova es nicht mehr
aushält und sich Hilfe sucht. Google weiß schließlich alles, bestimmt auch, wie
man einen Fluch loswird. Über das Internet lernt sie Fee kennen (Felicitas
hihihihi sie heißt, wie ich), eine total durchgeknallte, supersüße Person.

„Bird13: Schon gut. In einer halben
Stunde vor der Stadtbibliothek. Wie erkenn ich dich?Fee: Glaub mir, Bird. Mich kann man
nicht übersehen.“(S. 111)

Fee glaub
ebenfalls an Übernatürliches, sie sucht Kobolde in der Stadtbibliothek, malt
sich ein drittes Auge auf die Stirn und ist ein riesen Fan von Novas Dad.
Verschiedener könnten die zwei wohl nicht sein, aber trotzdem ziehen sie
gemeinsam in den Kampf gegen Avon und entdecken eine wunderbar süße
Freundschaft.
In der Schule
gibt es eine Miss Moore, die Schulversion einer Fräulein Rottenmeier, aaaber
sie hat auch Charakterzüge einer guten Fee und gibt den Beiden einen guten Rat:
„Nichts
Stärkeres als Freundschaft“
Fee stärkt Nova
den Rücken und plötzlich wird das Leben ein klein wenig einfacher. Jedenfalls,
wenn Avon nicht gerade zuschlägt und Unruhe stiftet. Dann gibt es noch magische
Fluchumkehrrituale mit ekeligem Gebräu, süße Billiardspielszenen mit noch
süßeren Jungs, Freundschaftseiscreme und Schulmädchensiege.

„Nova & Avon: Mein böser, böser Zwilling“ ist eine zuckerwattenflauschigsüße
Geschichte mit Humor, Mädchenproblemen, besten Freundinnenfreundschaften und Magie, die ich euch allen nur empfehlen kann! Fünf Bücher von mir und der Wunsch, dass Band 2 ganz bald erscheint.

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Veröffentlicht am 15.08.2020

Butterkekse für die Welt

Carlsen Clips: Herz über Klick
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Originalität, Witz und Charme haben
noch keinem Video geschadet.“„Butterkekse auch nicht.“

Caro hat große Zukunftspläne und darum
nimmt sie die Schule auch sehr ernst. Für Jungs bleibt da keine Zeit, ...

Originalität, Witz und Charme haben
noch keinem Video geschadet.“„Butterkekse auch nicht.“

Caro hat große Zukunftspläne und darum
nimmt sie die Schule auch sehr ernst. Für Jungs bleibt da keine Zeit, obwohl
ihre beste Freundin Mariella da ganz anders ist, denn die lebt mitten in der
YouTube-Welt und schleift Caro schließlich sogar zu einem Video-Casting. Dort
trifft Caro auf Felix und plötzlich ist da dieses Kribbeln in ihrem Bauch. Doch
als die YouTube Fans von Felix im Netz verrücktspielen, zieht sich Caro lieber
zurück, aber damit ist Felix ganz und gar nicht einverstanden.
Ich habe mich riesig auf dieses Buch gefreut,
endlich was Neues von Amelie Murmann und dann auch noch ein Print, was man
durchblättern und knuddeln kann.
Caro war mir von Anfang an sehr
sympathisch, sie weiß was sie will und kämpft sich durchs Leben. Ihre Mutter
ist der Grund, warum sie sich in der Schule sehr anstrengt, denn sie will
unbedingt mal mehr erreichen als sie.
Der aktuelle Freund ihrer Mutter heißt
Udo und war mir erst total unsympathisch, aber … manchmal täuscht der erste
Eindruck ja auch.
Mariella ist ganz anders als Caro, sie
genießt das Leben in vollen Zügen und hat einen eigenen YouTube Kanal. Aber sie
ist nicht oberflächlich oder so, gar nicht, sie ist eine tolle Freundin und ich
mag sie sehr. Die YouTube Welt ist in dieser Geschichte sehr wichtig und Caro
kennt sich da überhaupt nicht aus, sie schaut nur die Videos von Mariella. Das
finde ich ehrlich gesagt total süß. Sie sind so unterschiedlich, aber trotzdem
beste Freundinnen.
Ich bin ja dafür, dass es einen weiteren
Band gibt, der Marielles Geschichte erzählt. Und Butterkekse, mehr Butterkekse
für die Welt!
Es sind „nur“ 100 Seiten, aber man fühlt
sich in dieser Geschichte gleich wohl und erlebt sie gerne mit den Protas. Beide
Seiten der YouTube Welt werden aufgezählt und man wird hin und wieder sogar ein
bisschen nachdenklich.
Felix, hach es ist schon so ein schöner
Name. Der Typ mag keine Butterkekse, was ich unglaublich seltsam finde, aber
ansonsten habe ich an ihm nichts auszusetzten. Trotz der Kürze wirkt nichts an
dem Kennenlernen und der weiteren Verbindung gekünstelt oder gezwungen, sondern
einfach als gehöre es so.
Schnappt euch eine Packung Butterkekse
und lest „Herz über Klick“, es wird euch glücklich machen. Fünf Bücher von mir!

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