Profilbild von BooksHeaven

BooksHeaven

Lesejury Star
offline

BooksHeaven ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit BooksHeaven über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2020

Mein Highlight dieses Jahr

Die Seele des Wächters
0

Inhalt:

»Fliegen wird die Welt verändern!«
Auf dem Kontinent Rhilok herrscht seit Jahrhunderten ein brüchiger Frieden zwischen den magischen Völkern gesichert von der ultimativen Vernichtungsmaschine: ...

Inhalt:

»Fliegen wird die Welt verändern!«
Auf dem Kontinent Rhilok herrscht seit Jahrhunderten ein brüchiger Frieden zwischen den magischen Völkern gesichert von der ultimativen Vernichtungsmaschine: Dem Wächter.
So kann der junge Gnom, Rhaflit, seinem Erfindertum nachgehen. Nach der Armbrust, Morfius Gesetz und dem Demeterschen System ist seine dampfbetriebene Flugmaschine das Gespräch unter den gnomischen Ingenieuren.
Doch als die Orks plötzlich einen Krieg beginnen, muss er erkennen, dass nicht nur der Verantwortung für seine Heimat übernimmt, der eine Waffe trägt.
Mit einem Mal ist Rhaflits Prototyp die letzte Hoffnung auf Hilfe, bevor der Wächter erwacht und alles vernichtet …
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Die Axt spaltete den Orkschädel sauber in der Mitte und ließ das grüne Monster in einem roten Sprühregen hintenüberkippen.

Das Cover von dem Buch finde ich richtig cool. Man sieht den Drachen, welcher der Wächter sein soll und was gibt es schon cooleres als einen Drachen auf dem Cover? Es passt einfach zum Inhalt und man kann sich sofort denken, dass es sich hier um eine Fantasy-Geschichte handelt.

Der Schreibstil des Autors ist echt klasse. Man liest das Buch aus vielen verschiedenen Sichten, allerdings immer in der allwissenden Sicht. Somit begleitet man Zwerge, Gnome, Menschen und Elfen auf ihrem Weg. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und ka, auch echt schnell weiter.

Zu Beginn lernt man Rafhlit und Duibel kennen, zwei Gnome, die etwas Neues erfinden wollen. Doch schon bald kommen die Elfen in die Stadt der Zwerge und mit ihnen auch eine Bedrohung.

Viel zu lange lag dieses Buch auf meinem SuB und ich bereue es zutiefst, denn es hat mir von vorne bis hinten gefallen. Ich kann bereits jetzt sagen, dass mir das Buch unglaublich gut gefallen hat und jeder, der Fantasy mag, dieses auch lesen sollte. Der Einstieg ist mir recht leicht gefallen, obwohl es ziemlich viele Namen gibt, die man sich zuerst mergen sollte. Mit der Zeit weiß man zwar, wer wer ist, aber es kann doch verwirrend sein.

Die Geschichte wird aus einigen Perspektiven erzählt und ich weiß gar nicht, was ich viel verraten kann, ohne zu spoilern. Vielleicht zu den wichtigsten Personen. Ich mochte nicht alle, aber einige Charaktere sind mir doch sehr positiv in Erinnerung geblieben. Da hätten wir einmal die Hohe Tochter, die um jeden Preis den Frieden wahren will und die Erweckung des Wächters nur im äußersten Notfall in betracht zieht. Ich mochte sie wirklich gerne, obwohl sie viel zu selten vorkam. Obwohl die Hohe Tochter sehr vernüftig wirkt, hat sich doch eine Schwäche und diese ist ständig in ihrer Nähe. Ihr erster Krieger. Den ich zuerst sehr mochte und der sich dann als riesiger Idiot herausgestellt hat, aber lassen wir das. Über ihn und seine Entscheidungen könnte ich mich ewig und drei Tage aufregen.

Von den Zwergen und Gnomen hingegen mochte ich einfach jeden. Rafhlik war mir ein bisschen zu aufgedreht, aber auf seine Weise auch ziemlich liebenswert. Duibel konnte mich da schon mehr begeistern, da er ein richtig vielschichtiger Charakter ist. Ich konnte all seine Unsicherheiten und Bedenken nachvollziehen, aber auch seinen Ehrgeiz und Tatentrang sehen. Für mich ist er einfach der beste Protagonist in dem Buch.

Von den Orks gibts es recht wenig zu lesen. Sie greifen die Zwerge an und man bekommt wenig von ihnen mit, das fand ich etwas schade. Mehr gabs dann schon von den Menschen zu lesen. Dolantan hat es mir angetan, denn sein Herz ist rein und er trifft immer die richtigen Entscheidungen, da er eben auf dieses hört. Seine Geschichte mag tragisch sein, aber er hat sich in dem Buch so sehr weiter entwickelt, das hat mich wirklich beeindruckt. Es kamen insgesamt nicht viele Menschen vor, aber es hat dennoch gereicht. Die Mischung machts aus.

Die Geschichte selbst ist einfach der Hammer. Gut durchdacht und zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ständig habe ich meinem Freund vorgeschwärmt, wie toll das Buch doch ist und dass ich gar nicht aufhören möchte. Alles deutet auf einen großen Kampf am Ende hin, den wir als Leser auch bekommen. Vielleicht hätte man ihn eine Spur länger schreiben können, aber ansich bin ich wirklich zufrieden damit, wie alles abgelaufen ist. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Wochen, die Charaktere bekommen alle Zeit für ihre Entwicklung und es wird nichts überstürzt.

Das Ende hat mir, wie der ganze Rest auch schon, sehr gut gefallen. Wie es sich bei Fantasy gehört gibt es sehr viele Verluste, aber auch neue Allianzen und Freundschaften. Ich hätte bei dem Buch noch ewig weiterlesen können und es gab keinen Punkt, der mich irgendwie gestört hätte.

Fazit:

Ich bin begeistert. Wie ich es schon am Beginn der Rezension gesagt habe. Für mich hat bei diesem Buch einfach alles gepasst und ich kann mir kein besseres Ende vorstellen. Jetzt bin ich umso mehr gehyped auf die anderen Bücher des Autors, mal sehen, ob diese mir genauso gut gefallen. Klare Empfehlung, 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2020

Regina Meissner kann es einfach

Snowdrop Manor: Tage unter Krähen
0

Inhalt:

Lausche dem Krächzen der Krähen, aber sieh ihnen nicht in die Augen. Denn was du dort erblickst, könnte dich in die Dunkelheit ziehen. Ein schwerer Schicksalsschlag zerstört von einem Tag auf ...

Inhalt:

Lausche dem Krächzen der Krähen, aber sieh ihnen nicht in die Augen. Denn was du dort erblickst, könnte dich in die Dunkelheit ziehen. Ein schwerer Schicksalsschlag zerstört von einem Tag auf den anderen das Leben der zwanzigjährigen Lauren. Sie ist plötzlich auf sich allein gestellt – in einer Gesellschaft, in der Frauen es schwer haben, auf eigenen Beinen zu stehen. Als ein Fremder auftaucht und sich als ihr Onkel ausgibt, ist sie zunächst misstrauisch. Aber Wesley Cunningham ist alles, was sie noch hat, also folgt sie ihm auf das Anwesen Snowdrop Manor. Doch in dem alten Herrenhaus ist nichts so, wie es scheint, und Lauren sieht sich bald Geheimnissen und Intrigen gegenüber, die ihr erneut den Boden unter den Füßen wegzureißen drohen. Und dann wäre da noch der charismatische Lord Beaufort, der mehr über Magie weiß, als sie sich jemals vorgestellt hat.
Quelle: sternensand-verlag.ch

Meinung:

Ich liebe ja alles, was Regina Meissner schreibt und bei dem Buch hat sie wieder alles richtig gemacht. Der Anfang war super, dann wurde es immer mysteriöser und am Ende kam sogar noch ein bisschen Fantasy dazu. Das Buch hat also alles, was man sich nur wünschen kann. Zwar war recht schnell klar, wer hier der Bösewicht sein würde, aber das macht nichts, es gab noch viel mehr zu entdecken. Ich mochte alle Charaktere ziemlich gerne, sie waren einzigartig. Das Ende hat mich dann doch auch schockiert, weil nicht alles so gekommen ist, wie ich gedacht hätte. Für jeden Mystery-Fan ein muss!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.08.2020

Von vorne bis hinten toll

Der Gesang des Sturms
0

Mehr auf: https://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

»Ich liebe diese Frau«, sagte Elendar in die entstandene Stille. »Um sie zu töten, musst du erst an mir vorbei.«

Wer sind die unheimlichen Fremden, ...

Mehr auf: https://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

»Ich liebe diese Frau«, sagte Elendar in die entstandene Stille. »Um sie zu töten, musst du erst an mir vorbei.«

Wer sind die unheimlichen Fremden, die sich in den Wäldern rund um Siranys Dorf niedergelassen haben? Grausame Gerüchte eilen ihnen voraus. Sind sie wirklich die Krieger des schlimmsten Königs der Welt? Morden sie in seinem Namen? Ausgerechnet ihr Anführer Elendar rettet Sirany das Leben und freundet sich mit ihr an. Doch Elendars Zukunft ist so finster wie die Gerüchte, die sich um ihn ranken. Welche Verbindung gibt es zwischen ihm und dem schrecklichen König? Und warum will dieser Sirany töten? Um einander zu retten, müssen Elendar und Sirany einen Sturm entfachen. Einen Sturm, der Grenzen verschiebt, Könige stürzt und Völker vereint.
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

In einer windgepeitschten Nacht, in der die Sterne unsichtbar hinter schneeverhangenen Wolken verborgen und nicht einmal ein Lichtstrahl des Mondes die Erde zu erreichen vermochte, wurde Sirany geboren.

Das Cover gefällt mir richtig gut. Es ist düster und deutet doch daraufhin, was in dem Buch so abgeht. Durch das Schloss kann man sich das Setting denken und der Sturm auf dem Cover bezieht sich auf den Titel, der auch im Buch immer wieder aufgegriffen wird.

Der Schreibstil der Autorin war super zu lesen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, da er doch recht gewöhnungsbedürftig war, kam ich sehr gut voran. Der Stil passt einfach zu dem Buch. Geschrieben ist es aus der allwissenden Perspektive, wobei sich nicht nur auf eine Person, sondern auf alle konzentriert wird. So liest man z.B. aus Sicht von Elendar, Sirany, Alexej, Rahil und noch anderen. Ich fand das klasse, da kommt viel mehr Story raus als bei einer Perspektive.

Zu Beginn lernt man Sirany kennen, die in einem kleinen Dorf lebt. Etwas außerhalb lagern ein paar Assaren. Als ihr Anführer sie rettet freundet sie sich mit den Kriegern an und damit beginnt ihre Geschichte.

Ich weiß gar nicht so recht, wie ich anfangen soll. Das Buch ist so mächtig, nicht nur außen, sondern auch von innen. Der Einstieg war ein bisschen holprig für mich, ich musste mich erst an den Schreibstil gewöhnen und die ganzen komischen Namen. Bis ich dann auch die Völker und wer zu Gut und Böse gehört auseinander halten konnte, hat es ein wenig gedauert. Man könnte sagen, dass 200 Seiten der Einstieg dauert, dann hat man einen Überblick über die Welt und die Figuren, außerdem dauert es so lange, bis sich Elendar und Sirany endlich annähern. Diese 200 Seiten sind aber keinesfalls langweilig, das ganze Buch war zu keinem Zeitpunkt langweilig, denn immer wieder liest man von anderen Personen, was den Lesefluss überhaupt nicht stört.

Mein einziger Kritikpunkt, und den nenne ich gleich jetzt am Anfang, ist, dass es eigentlich nicht Fantasy ist. Ich konnte keine phantastischen Elemente finden, oder sie waren so subtil, dass ich es einfach nicht registriert hab. Im Prinzip ist das Buch ein Krieg der Völker, in dem es noch eine dramtische Liebesgeschichte gibt. Wären die alle Elben oder Feen, ok, aber es sind einfach Menschen.

Ansonsten kann ich aber nichts negatives zu dem Buch sagen. Die Charaktere waren alle sehr gut ausgearbeitet, ich konnte sie immer auseinander halten und mochte jeden einzelnen von ihnen. Durch die Abschnitte aus ihren Sichten hat man auch ein wenig Einblick in das Innere bekommen und vor allem Elendar, Alexej und Raell haben mich fasziniert. Sie alle haben eine Tiefe, die mich glauben ließ, dass ich sie schon ewig kennen würde. Und ich hasse niemanden. Meist ist der Bösewicht wirklich böse und ich mag die Person nicht, aber hier, wo eigentlich Alexej der Böse sein sollte, mochte ich ihn. Ich verstand ihn, ich konnte seine Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Ich habe lange nicht so ausgegorene Figuren in einem Buch gehabt, Hut ab.

Die Geschichte selbst spielt sich innerhalb von ein paar Jahren ab. Zuerst ist Siarny klein, am Ende eine erwachsene Frau. Es passiert so vieles, aber alles in einem ruhigen Tempo, das der Geschichte die Zeit gibt, die sie braucht. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie begeistert ich bin und ich möchte auch nichts vom Inhalt spoilern, weil man das einfach selbst erleben muss.

Fazit:

Ich bin überrascht. Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen und ich habe wirklich nur ein paar kleine Kritikpunkte, also nichts tragisches. Wenn ich so drüber nachdenke, kann ich ihm nur 5 Sterne geben. Erwähnen sollte man, dass es sich hierbei nicht um Fantasy handelt, so wie angegeben, außer ich hab die phantastischen Elemente nicht gefunden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.08.2020

Märchenhaft

Stella Maris
0

Mehr auf: https://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

»Wenn du deine Stimme verlierst, bleiben nur deine Taten, um für die zu kämpfen, die du liebst.«

Das Leben der zwanzigjährigen Serena wird auf ...

Mehr auf: https://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

»Wenn du deine Stimme verlierst, bleiben nur deine Taten, um für die zu kämpfen, die du liebst.«

Das Leben der zwanzigjährigen Serena wird auf den Kopf gestellt, als ihre Mutter ihr eröffnet, sie müsse einen fremden Mann heiraten. Geschockt lässt sie ihr Elternhaus zurück, um am Meer Zuflucht zu finden.

Als eine wunderschöne Frau aus den Fluten steigt und ihr einen Handel vorschlägt, zögert sie nicht und willigt ein. Ihr Wunsch nach Freiheit wird erfüllt und kurze Zeit später erwacht Serena im Körper einer Meerjungfrau unter dem Meeresspiegel.

Während der jüngste Prinz des Unterwasserreiches sie in seine Welt entführt, muss sie feststellen, dass Aramis ihre Gefühle mehr durcheinander bringt, als sie vermutet hat.

Der Machtkampf, der in diesem Reich seit Langem zwischen Meermenschen und Sirenen herrscht, fordert allerdings bald Opfer und Serena gerät zwischen die Fronten.

Fortan muss sie nicht nur um ihre Liebe kämpfen, sondern auch um ihr Leben. Und das einzig durch Taten, denn Serenas Herzenswunsch hatte einen hohen Preis: ihre Stimme.
Quelle: tagträumer-verlag.de

Meinung:

„Serena! Kind, wo steckst du wieder?“

Das Cover zu dem Buch passt einfach wie die Faust aufs Auge! Es zeigt eine Meerjungfrau (deren Flosse allerdings die falsche Farbe hat) und das Meer. Somit sind das die wichtigsten Elemente aus dem Buch. Perfekt wäre es gewesen, wenn das Mädel auch wirklich wie Serena aussehen würde.

Der Schreibstil der Autorin war super zu lesen. Man liest die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Aramis und Serena, wodurch man beide Charaktere besser kennen lernen kann. Alles wurde sehr anschaulich beschrieben, sodass ich mir die Unterwasserstadt und die Meermenschen wirklich gut vorstellen konnte. Es war wie ein Film in meinem Kopf.

Zu Beginn lernt man Serena kennen, die ihrem Leben entfliehen will. Durch einen Tausch mit einer Sirene bekommt sie ihre Freiheit, anders als gedacht, und wird ihrer Stimme beraubt.

Wie cool ist eigentlich die Idee, Die kleine Meerjungfrau genau umgekehrt zu schreiben? Unser Love Interest ist ein Meermann und die Protagonistin ein Mensch. Als ich da begonnen habe zu lesen war ich Feuer und Flamme und ich war richtig gespannt, was sich die Autorin da hat einfallen lassen. Am Anfang liest man von Serenas Leben an Land. Wie unglücklich sie ist und wie wenig sie heiraten will. Ihre Eltern fand ich von der ersten Sekunde an schrecklich, da wundert es mich auch nicht, dass sie so schnell wie möglich weg will. Auch von Aramis liest man zuerst wie er lebt und was er so treibt. Beides fand ich spannend und es war ein guter Einstieg, da man dadurch einige Handlungen der Personen besser verstehen konnte.

Man merkt sehr, dass hier einiges von dem Märchen übernommen wurde. Einige Stellen gleichen sich, vor allem der Verlust der Stimme. Dennoch ist es eine komplett neue Geschichte, die man so noch nicht kannte. Klar, die Grundzüge sind gleich, man kann sich also schon denken, was am Ende passiert, dennoch gab es ein paar Überraschungen in dem Buch.

Serena und Aramis passen so gut zusammen. Ab der ersten Sekunde merkt man, dass sie für einander bestimmt sind und trotzdem entwickeln sich die Gefühle nur langsam. Das Problem, dass Serena nicht reden kann, stört da gar nicht. Ich fand alle Szenen mit den beiden wunderschön, weil man richtig beobachten konnte, wie sie sich ineinander verlieben. Vorher haben sie sich nur von Äußerlichkeiten angezogen gefühlt, aber die wahre Liebe entstand erst mit der Zeit und dafür wurde in dem Buch einiges an Platz eingeräumt. Die Geschichte lässt sich nicht stressen und wirkt dann am Ende auch nicht überstürzt.

Wenn man das Buch liest, fängt man an zu träumen. Zumindest war es bei mir so. Ich wollte mit Serena das Meer erkunden, mehr über den Fluch und die Sirenen erfahren. Zeit mit Aramis verbringen. Zuerst dachte ich, dass es sicher komisch wird, wenn sie nicht reden kann, aber das ist tatsächlich nicht aufgefallen. Aramis hat immer für beide geplaudert und wenn man Kapitel aus ihrer Sicht gelesen hat, hatte man ja ihre Gedanken und musste nicht raten, was Serena nun meinen könnte.

Das Ende war dann nochmal ziemlich spannend. Wie schon gesagt ähnelt es dem Ende von Arielle (nicht von dem Märchen in dem sich die Meerjungfrau umbringt). Alles fügt sich so zusammen, wie es soll und ich konnte die Entscheidungen von allen Charakteren am Ende gut nachvollziehen.

Fazit:

Das zweite Buch der Autorin, das mich so in ihrem Bann ziehen konnte. Jetzt will ich mehr Märchenadaptionen von K.K. Summer lesen. Die Geschichte ist neu und irgendwie doch bekannt, es fühlt sich alles so magisch und geheimnisvoll an, man will am liebsten selbst die Welt von Stella Maris erkunden. Ich kann dem Buch nur 5 Sterne geben, es hat mir richtig gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.08.2020

Es ist perfekt

Rosenfluch
0

Inhalt:

Ein verfluchter Prinz, eine junge Frau und eine Liebe, die selbst der Tod nicht brechen kann.

Im Lande Zariya ist es Tradition, dem Gott des Todes, Majan, jedes Jahr ein Opfer zu bringen. Als ...

Inhalt:

Ein verfluchter Prinz, eine junge Frau und eine Liebe, die selbst der Tod nicht brechen kann.

Im Lande Zariya ist es Tradition, dem Gott des Todes, Majan, jedes Jahr ein Opfer zu bringen. Als Bellatrix sich anstatt ihrer Schwester heimlich dafür weihen lässt, entführt Majan sie in das Reich El´daín.
Auf seinem Schloss angekommen, stellt sie fest, dass alles, woran sie bisher geglaubt hat, eine Lüge ist, und dass auch die schönsten Rosen Dornen tragen.
Majan umgibt ein dunkles Geheimnis, und während Bellatrix ihr Herz immer mehr an den dunklen Prinzen verliert, entfernt sie sich Stück für Stück von ihrem alten Leben.

Schon bald beginnt ein Wettlauf mit der Zeit und nicht nur Belles aufkeimende Gefühle zu Majan stehen auf dem Spiel – sondern die Zukunft eines ganzen Reiches.
Quelle: tagträumer-verlag.de

Meinung:

„Kommt, kommt, meine Kinder. Setzt euch ans Feuer und lasst mich eine Geschichte erzählen, die ihr nicht mehr vergessen werdet.

Das Cover von dem Buch sieht schon so märchenhaft aus, da kann man sich schon denken, was einen erwarten wird. Man sieht das Schloss, Belle und viel Verspieltheit. Es passt einfach zu der Geschichte, die ja an ein Märchen angelehnt ist.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach klasse. Ich wurde sofort in den Bann der Geschichte gezogen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Geschrieben ist das Buch abwechselnd aus Sicht von Majan und Belle, wordurch man sich in beide Charaktere gut hineinversetzen kann.

Zu Beginn lernt man Belle kennen, die, um ihre Schwester zu retten, das Opfer für den Todesgott sein will. Dieser entpuppt sich aber als ein verfluchter Prinz, der sie mit auf sein Schloss nimmt.

Ich habe begonnen zu lesen und schon waren hundert Seiten weggelesen. So schnell bin ich normalerweise nie und das sagt jetzt schon einiges über das Buch aus. Der Einstieg war recht flott, man fackelt hier nicht lange herum sondern kommt recht schnell zu dem Punkt, an dem Majan Belle holt. Das fand ich wirklich gelungen, denn sonst gibt es oft ewig lange Vorreden zu ihrem Leben und sonst was.

Können wir die Tatsache festhalten, dass sie Bellatrix heißt und sich das perfekt mit Belle abkürzen lässt? Da sieht man die Anspielung auf das Märchen sofort. Bei ihrem Namen musste ich aber immer an Harry Potter denken, da hat es mich gefreut, wenn nur Belle da stand. Belle ist ansonsten ein echt toller Charakter, sie tut alles für ihre Schwester und lässt sich auch von Majan nicht einschüchtern. Ihr altes Leben hat ihr sowieso nicht sehr gefallen, daher findet sie sich auch bald mit ihrer neuen Situation ab. Wie das alles erklärt wurde, wieso sie sich nicht mehr gewehrt hat und weglaufen wollte fand ich dann tatsächlich sehr verständlich. Ich konnte ihr gesamten Handlungen nachvollziehen.

Ähnlich ging es mir mir Majan, der zuerst etwa ruppig wirkt, was aber an dem Fluch liegt. Diesen einen Punkt habe ich nie ganz verstanden. Er hat immer gesagt, dass er Belle nicht nahe kommen kann, weil der Fluch ihn dazu zwingt ihr wehtun zu wollen, aber dann irgendwann war das egal. Das war für mich nicht ganz logisch, oder ich hab da was falsch verstanden. Auf jeden Fall mochte ich ihn sehr gerne, alle seine Seiten.

Es gibt einige Parallelen zu Die Schöne und das Biest, aber nicht alles ist gleich. So hat Majan hier einen Bruder, den ich echt gern mochte und von dem ich hoffe, dass er noch ein eigenes Buch bekommt. Genug Stoff wäre auf jeden Fall vorhanden. Ich fand es sehr schön, was die Autorin aus dem Märchen übernommen und abgeändert hat, so ergab es doch eine eigene Geschichte, die einem in den Grundzügen aber bekannt war. Vor allem das Ende war hier anders. Man konnte sich aber schon am Anfang denken, was passiert. Wieso sonst sollte ein Charakter kurz erwähnt werden und dann nie wieder? Meine Vermutung hat sich bestätigt und wie es in Märchen üblich ist war der Kampf am Ende recht schnell vorbei. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr gwunschen, aber es hat auch so gut gepasst.

Mich hat vor allem die Welt richtig fasziniert. Es gibt nur wenige Bedienstete auf dem Schloss, aber die die da waren, waren einfach nur putzig. Nicht nur die haben mir gefallen, sondern auch wie der Fluch entstanden ist. Mit diesem kamen einige spezielle Regelungen, die die gesamte Welt interessanter gemacht haben. Ich würde das Schloss gerne mal besuchen, ich habe mich richtiggehend in diesen Ort verliebt.

Erwähnen muss man auch noch die Liebesgeschichte. Hier hatte ich nie das Gefühl, dass Belle nicht in dem Schloss sein wollte. Sie hat sich damit abgefunden und daher auch keinen Groll gegen Majan. Sie stand ihm zuerst neutral gegenüber und danach kommen sie sich langsam näher. Nicht zu schnell, nicht zu langsam. Man sieht den Gefühlen beim wachsen zu. Es wirkte auf mich nicht gekünstelt oder erzwungen, eine perfekte Liebesgeschichte eben.

Fazit:

Eine wunderschöne Adaption von Die Schöne und das Biest, die mich von vorne bis hinten begeistern konnte. Ich liebe die Welt, die Charaktere und Collin. Wer ist Collin? Das müsst ihr selbst herausfinden. Ich hoffe doch, dass es bald einen zweiten Teil geben wird, damit ich wieder in diese Welt eintauchen kann. Das Buch ist eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere