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Veröffentlicht am 31.08.2020

Ausgefallen, lecker, schnell gemacht – das ist TASTY

Tasty Das Original - Die geniale Jeden-Tag-Küche
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Kochbücher gibt es wie Sand am Meer und ich finde immer wieder welche, die einfach genial sind. Die TASTY-Reihe hat es mir sehr angetan, weil hier gut und lecker gekocht wird, das Essen immer auch optisch ...

Kochbücher gibt es wie Sand am Meer und ich finde immer wieder welche, die einfach genial sind. Die TASTY-Reihe hat es mir sehr angetan, weil hier gut und lecker gekocht wird, das Essen immer auch optisch ein Highlight ist und es jede Menge Tricks und „Abkürzungen“ gibt. Es wird immer mal wieder ein Fertigprodukt (z.B. Pizzateig, Blätterteig, Ravioli, Pitabrot) verwendet und das Kochen damit vereinfacht und zeitlich gepimpt. Wer das nicht mag, kann diese Zutaten ja auch selbst machen.

Mir gefallen die bunten Kapitel, die quasi jede Gelegenheit abdecken: Alles aus einem Topf, Schongarer & Multikocher, 5 Zutaten (oder weniger), In 20 Minuten auf dem Tisch, Besser als der Lieferservice, Ganz ohne kochen, Bowls, Für unterwegs, Zum Naschen. Der Bowls-Trend findet also auch ein Kapitel, ebenso kommen One-Pot-Fans auf ihre Kosten. Besonders freut mich, dass auch an den Schongarer gedacht wurde. Zwar besitze ich auch einen Multikocher, werde mit ihm aber nicht wirklich warm (im Gegensatz zum Schongarer). Dennoch – es ist schön, für alles gerüstet zu sein!

Die Einleitung informiert über ein paar nützliche Tipps und Tricks in der Küche, sowie Utensilien, die das Kochen erleichtern. Dann geht es auch schon los! Die Rezepte sind übersichtlich gegliedert und gut erklärt bzw. beschrieben. Den Mealprep finde ich ein bisschen hochgejubelt, denn die Varianten sind meist doch kein großes Können und auch keine besonderen Ideen. Ob ich nun Salat, Taco-Schalen, Tortillas oder Reis zu einem Gericht esse, macht keinen so großen Unterschied und ist nicht wirklich eine Abwechslung. Ich möchte auch in diesen Varianten nicht vier Tage am Stück dasselbe essen. Dennoch ist es eine nette Anregung.

Die Portionsangaben sind natürlich auf den eigenen Hunger abzustimmen. Manchmal reichen vier Portionen auch für vier Personen, manchmal nur für zwei – das muss man eben individuell abschätzen. Die meisten Rezepte sind auf vier Portionen ausgelegt, manche jedoch auch auf zwei oder sechs, eins sogar für acht. Schade finde ich, dass es nicht zu jedem Rezept ein Foto gibt. Hätte man an dem einen oder anderen doppelseitigen Foto gespart, hätte es für jedes Rezept ein Bild gereicht.

Insgesamt sind es 77 Rezepte, von denen die ganz neu entwickelten mit einem roten Sternchen markiert sind. Sie eignen sich für Studenten ebenso, wie für Familien. Wer keine Lust mehr auf kompliziertes Kochen hat, aber ganz viel Genuss möchte, wird hier auf alle Fälle fündig. Gaumen und Augen werden verwöhnt. Ein Kochbuch also, das nicht im Regal einstauben wird. Von mir: vier Sterne!

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Ordnung lässt sich planen

Happy at Home
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Aufräumbücher und Aufräumtechniken sind ein aktueller Trend. Meiner Meinung nach auch ein sinnvoller Trend. Meist packt man ja doch die Dinge zwar ordentlich weg, aber findet nie wieder, was man braucht. ...

Aufräumbücher und Aufräumtechniken sind ein aktueller Trend. Meiner Meinung nach auch ein sinnvoller Trend. Meist packt man ja doch die Dinge zwar ordentlich weg, aber findet nie wieder, was man braucht. Hier ein System aufzubauen, das hilft, nicht nur eine aufgeräumte Wohnung, sondern auch ordentlich aufgeräumte Regale und Schränke zu haben – und das auf Dauer – das ist genial. Mit wenigen Griffen und ohne Zeitaufwand findet man, was man sucht. Es spart Zeit und ganz viel Arbeit. Die steckt zwar am Anfang massiv drin, aber es lohnt sich!

Zunächst lernt der Leser die beiden Autorinnen ein wenig kennen. Auch wird erklärt, für wen dieses Buch geeignet ist. Niemand macht einen Hehl daraus, dass die Durchführung echte Arbeit ist – aber am Ende steht eben auch der „Lohn“: Zeit sparen, Geld sparen, Nerven schonen, Belastungen loswerden, Beruhigung.

Es folgen die sinnvoll geordneten (!) Kapitel Vorbereitungen, Musterlösungen, Eingangsbereich, Waschküche, Badezimmer, Arbeitszimmer, Spielbereiche, Kleiderschränke, Küche, Vorratskammer und als Abschluss Ordnung halten. Bevor man loslegt, sollte man sich erst in Ruhe das Buch gut ansehen. Danach weiß man, was auf einen zukommt und kann sich die nötige Zeit und Ruhe dazu nehmen.

Zugegeben – die Fotos sehen aus, als würde in diesen Räumen niemals ein Mensch leben. So wunderschön ordentlich soll es bei einem selbst werden? Niemals! Doch! Wer bereit ist, an sich zu arbeiten, der schafft das. Das Prinzip scheint auf den ersten Blick einfach nur aus vielen (teuren) identischen Behältern zu bestehen. Mit der Zeit relativieren sich die Kosten aber eindeutig und man kommt dem Ganzen auch dann super nahe, wenn man die Boxen und Gläser und Dosen nach und nach anschafft und sie nicht alle komplett zueinander passen.

Es klingt verrückt, aber schon allein, dieses Buch in Sichtweite zu haben, motiviert und bewegt etwas. Die Ideen müssen einem ja nicht alle gefallen, aber man findet definitiv Hilfe, um einen guten Anfang zu finden. Unbemerkt macht sich das dann selbständig und am Ende ist die komplette Wohnung organisiert und aufgeräumt. Dabei bleibt es dennoch gemütlich – man kann sogar die „Ausreißer“, die man sich gönnt, wesentlich besser genießen. Deko und Wohlfühlecken bleiben erhalten, gewinnen sogar an Wert. Jedenfalls ist das für mich so.

Einen Stern Abzug gibt es allerdings doch, denn die Autorinnen zeigen meiner Meinung nach nur Lösungen für geräumige Wohnungen. Wer wenig Platz hat und diesen optimal nutzen möchte, muss ordentliche Einschränkungen hinnehmen und sich darauf einstellen, erst einmal ordentlich auszumisten und von allem nur das Nötigste zu behalten. Das ist ein Schritt, der den meisten – mir eingeschlossen – zu groß sein wird.

Dennoch – das Buch geht nicht mehr aus dem Kopf, es arbeitet quasi von alleine in den Gedanken weiter, sodass am Ende auf alle Fälle bleibt, dass man an sich und seiner eigenen Ordnung arbeitet. Das ist mir definitiv vier Sterne wert.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Es geht auch fleischlos und dennoch super lecker – nicht nur zum Feierabend!

Feierabendfood vegetarisch
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Wir sind keine Vegetarier, achten aber darauf, auch mal einen fleischlosen Tag einzulegen. Es gibt unzählige Gerichte, bei denen man Fleisch gar nicht vermisst. Bewusst danach gesucht, staunt man über ...

Wir sind keine Vegetarier, achten aber darauf, auch mal einen fleischlosen Tag einzulegen. Es gibt unzählige Gerichte, bei denen man Fleisch gar nicht vermisst. Bewusst danach gesucht, staunt man über die Auswahl und „Bandbreite“.

Susanne Bodensteiner hat in diesem Buch an alle gedacht – sowohl langjährige Vegetarier, als auch „Anfänger“ finden hier tolle Rezepte und Anregungen, aber auch Wissen über die Basics mit auf den Weg. Das fängt mit einer interessanten „Warenkunde“ an. Man erfährt nicht nur, welche Lebensmittel sinnvoll für den vegetarischen Vorrat sind, sondern auch viel über diese Produkte selbst. Das gefällt mir sehr, denn es macht den Leser sensibler dafür.

Gestartet wird dann mit dem Kapitel „Quickies aus dem Vorrat“. Hier sind alle Gerichte innerhalb 20-35 Minuten fertig. Weiter geht es mit „Ohne-Kochen-Rezepte“. Ob nun heißes Wetter oder keine Lust auf kochen, hier kann man nach 10-40 Minuten mit dem Schlemmen beginnen. „Ratzfatz-Soulfood“ macht seinem Titel alle Ehre, denn in unter einer Stunde ist selbst das aufwändigste Gericht dieser Kategorie fertig. „Eiweißreich und richtig lecker“ überzeugt ebenso, wie die vorherigen Kapitel. Hier wird echt jeder fündig und richtig gut satt.

Alle Rezepte sind sehr gut gegliedert und beschrieben. Dazu gibt es ein Foto, wie das Gericht am Ende aussieht, wenn man es perfekt hinbekommt. Immer wieder finden sich Informationen zwischen den Kapiteln und/oder Rezepten, die beim Kochen behilflich sein können. Kochen mit Freude, Entspannt genießen, Dem Alltag entschwinden, Abschalten durch Auspowern sind die Themen und sie werden sehr gut ausgeführt. Sie helfen beim Runterkommen und Abschalten vom Alltag.

Für mich sind alle Rezepte interessant, die ohne Sojaschnetzel oder Tofu auskommen. Eben fleischlos, ohne Ersatzprodukte. Da werde ich hier gut fündig. Die Zutaten sind allesamt gut zu bekommen, richtig exotische Zutaten sind mir hier nicht aufgefallen. Die Gerichte sind nicht nur für den Feierabend geeignet. Auch als Mittagessen passen die Rezepte hervorragend. Das „Runterkommen“ bleibt dann dennoch besser dem Feierabend vorbehalten!

Bleibt als Fazit zusammenzufassen, dass die Mischung der Rezepte super gelungen ist. Ein Stichwortverzeichnis am Ende fehlt mir leider. So würde man schneller das passende Gericht zum Kochlust und zum Hunger finden. Insgesamt gebe ich vier Sterne.

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Veröffentlicht am 08.08.2020

Eine Frau erwacht aus ihrer Lethargie

Sauer macht listig
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Unglaublich, aber wahr – Elenors Mann erzählt ihr nach dem Sex so nebenbei, dass er eine Affäre hat. Natürlich habe diese rein gar nichts mit ihr zu tun, er brauche einfach ein bisschen Abwechslung. Für ...

Unglaublich, aber wahr – Elenors Mann erzählt ihr nach dem Sex so nebenbei, dass er eine Affäre hat. Natürlich habe diese rein gar nichts mit ihr zu tun, er brauche einfach ein bisschen Abwechslung. Für Elenor zerfällt ihre Welt komplett und als auch noch ihre Freundin davon redet, dass das doch okay sei und sie das wegstecken soll, krempelt sie alles auf links, lebt erst mal einen Wutanfall aus, zieht ins WG-Zimmer ihrer Aushilfs-Postbotin und landet erst mal ganz tief unten in ihrem Selbstmitleid. Doch Elenor wäre nicht Elenor, wenn sie da unten nicht ihren Kampfgeist finden würde …

Zugegeben – mir blieben erst mal die Worte im Hals stecken. Für meinen Geschmack war Elenor viel zu lang brav und folgsam und was ihre sogenannte beste Freundin da von sich ließ, das ging mir echt zu weit. Fast hätte ich abgebrochen, so sauer hat mich das gemacht! Nein, ich bin keine Kampf-Emanze, aber so wenig Respekt vor Frauen, der da rüberkommt, das war schon mehr als heftig. Gleichberechtigung? Fehlanzeige! Mal im Ernst – dieser Paul nimmt sich das Recht, eine Affäre zu haben, und geht allen Ernstes davon aus, dass Elenor das akzeptiert. Wie wäre es gewesen, hätte sich Elenor einfallen lassen, zur Selbstbestätigung einen Gespielen zu haben? Ich kann mir Pauls Entrüstung lebhaft vorstellen …!

So ganz langsam wacht Elenor auf. Gut, die eine oder andere kleine „Vorbereitung“ trifft sie auch schon eher, aber mir ging das echt zu langsam, bis sie genug hatte. Rückfälle inbegriffen, Tritte in den Hintern von im Grunde wildfremden Menschen, Anfälle von sinnloser Geduld und Hinnahme von Dingen bis zu scheinbar plan- und sinnlosen Aktionen, alles ist vorhanden. Nur nicht das Listig-Sein. Elenor braucht immer Hilfe von anderen, sonst kommt sie nicht weiter oder überhaupt voran. Das hat mich irgendwann dann ein bisschen wütend gemacht.

Die Story ist nicht schlecht. Aber die Protagonistin ist ein bisschen eine Schlaftablette. Bis zum Ende stolpert sie so vor sich hin, steckt in alten Mustern fest und hat von A-Z immer wieder Glück, dass andere die Sache für sie in die Hand nehmen. Es ist schon heftig, wie wenig Selbstwertgefühl Elenor hat – es ist fast, als hätte sie die komplette Emanzipation der Frauen verschlafen. Das schockiert mich schon ein wenig.

Bleibt also zu sagen: Mir gefallen alle Nebenfiguren sehr gut. Ja, auch die Bösen! Sie sind echter und lebendiger, als es Elenor ist. Genau diese Nebenfiguren geben der Story das gewisse Etwas. Die Studenten-WG ist so herrlich schräg, dass ich da sofort einziehen möchte und Zac ist sehr schnell meine Lieblingsfigur geworden. Christina Puciata hört man sehr gerne zu. Ihre Stimme und ihre Art zu sprechen ist genau so angenehm, wie bei Beate Rysopp. Die Betonung stimmt, da ist nichts überspannt oder lächerlich. So mag ich das.

Da man nicht immer Fan der Hauptfigur sein muss und die Story zu fesseln wusste, gebe ich vier Sterne.

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Veröffentlicht am 27.07.2020

Gemeinsam Aufgaben bewältigen

Zusammen sind wir nie allein
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Gerade in Zeiten von Krisen, wie aktuell der Corona-Krise, ist alles, was Mut macht, stets willkommen. Noch dazu, wenn es so liebevoll gestaltet ist, wie dieses Büchlein. Es eignet sich bestens als Trostpflaster ...

Gerade in Zeiten von Krisen, wie aktuell der Corona-Krise, ist alles, was Mut macht, stets willkommen. Noch dazu, wenn es so liebevoll gestaltet ist, wie dieses Büchlein. Es eignet sich bestens als Trostpflaster und als Mitbringsel.

Die Aquarell-Zeichnungen von Sarah Jacoby sind zauberhaft. Nicht zu detailreich, aber dennoch mit riesengroßer Aussagekraft. Das Wesentliche springt direkt ins Auge und geht von da ohne Umwege ins Herz.

Die Übersetzung der Original-Verse hat vielleicht ein bisschen den kompletten Charme leiden lassen, denn mir erscheinen die Reime ein wenig holprig an vielen Stellen. Auch ist das Versmaß für Kinder wohl schwierig. Dennoch ein dickes Lob an Anna Taube, die sicher keinen einfachen Job hatte.

Die Aussage, dass man gemeinsam mehr bzw. alles schafft und gleichzeitig nie allein ist, ist besonders für Kinder wertvoll und wichtig. Mit den Waldtieren, den Reimen, den Bildern wird den Kindern auch gezeigt, wie die Natur den Lauf der Welt beeinflusst. Groß und Klein, Stark und Schwach, Alt und Jung - zusammen und gemeinsam. Einfach wunderschön!

Für mich ein sehr schönes Buch, das allerdings nicht für alle Kinder ab 4 Jahren gleichermaßen geeignet ist. Ich gebe vier Sterne.

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