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Veröffentlicht am 02.09.2020

Zauberhafte Geschichte um eine kleine Neu-Vampirin

Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!
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Kurz vor ihrem zehnten Geburtstag wächst Mirella Manusch plötzlich ein einzelner spitzer Eckzahn - und sie stellt fest, dass sie mit ihrem Kater Langstrumpf sprechen kann. Mirellas coole Tante Elli und ...

Kurz vor ihrem zehnten Geburtstag wächst Mirella Manusch plötzlich ein einzelner spitzer Eckzahn - und sie stellt fest, dass sie mit ihrem Kater Langstrumpf sprechen kann. Mirellas coole Tante Elli und ihre Mutter klären sie schließlich darüber auf, dass sie einer Familie von Vampiren entstammt und sich sogar in eine Fledermaus verwandeln kann.

Bei einem ersten abendlichen Rundflug stellt Mirella fest, dass sie nicht nur Langstrumpf (der den Namen gar nicht mag und eigentlich Lancelot heißt) verstehen kann, sondern auch alle anderen Tiere, außer Insekten. Bei einem Besuch im Zoo erfährt die junge Vampirin die Probleme der kranken Tiere - Ehrensache dass Mirella da helfen möchte.

"Mirella Manusch - Hilfe mein Kater kann sprechen" ist ein zauberhaftes Kinderbuch der Autorinnen Christin-Marie Below und Anne Barns, das meiner elfjährigen Tochter und mir mehr als einmal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und uns auch öfter zum Kichern gebracht hat. Mirella ist ein sympathisches Mädchen, auch die anderen Figuren sind so plastisch beschrieben, dass wir sie uns gut vorstellen konnten.

Der Schreibstil ist passend zum Alter der Zielgruppe (empfohlen ab 8 Jahren) locker leicht gehalten und lässt auch junge Leser angenehm flüssig durch die Seiten gleiten und an Mirellas Abenteuern teil haben. Wie ich es schon von einigen Anne-Barns-Büchern kenne, ist im Anhang ein Rezept mit Bezug zur Hauptfigur der Geschichte beigefügt, auch dieses liebevolle Detail hat mir gut gefallen. Für alle jungen Leser spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Dieses Buch ist der Auftakt einer zauberhaften Kinderbuchreihe um die kleine Vampirin Mirella Manusch. Meine Tochter und ich hatten viel Spaß beim Lesen und empfehlen die wundervolle Geschichte gern weiter.

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Veröffentlicht am 01.09.2020

Tiefgründige, emotionale Liebesgeschichte

Never Doubt
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Weil ihr Vater von seiner Firma versetzt wird, muss Willow mitten im letzten Schuljahr aus New York in die Kleinstadt Harmony ziehen. Seit sie bei einer Party vergewaltigt worden ist, hat sie ihre Gefühle ...

Weil ihr Vater von seiner Firma versetzt wird, muss Willow mitten im letzten Schuljahr aus New York in die Kleinstadt Harmony ziehen. Seit sie bei einer Party vergewaltigt worden ist, hat sie ihre Gefühle mit einer Schicht aus Eis umgeben und den Kontakt zu Gleichaltrigen vermieden. Auch an der neuen Schule versucht Willow, niemanden an sich heran zu lassen, bis sie auf Isaac Pearce trifft. Auch Isaac hält seine Emotionen unter Verschluss und da sein Vater ein gewalttätiger Alkoholiker ist, gilt er trotz seines überragenden Schauspieltalents in Harmony als Bad Boy.

Als im Theater ein Vorsprechen für Shakespeares "Hamlet" angekündigt wird, meldet sich Willow spontan an, obwohl sie seit dem Kindergartenalter in keinem Stück mehr gespielt hat. Zu ihrer eigenen Überraschung bekommt sie die Rolle der Ophelia und da Isaac den Hamlet darstellt, verbringen die Beiden viel Zeit miteinander und kommen sich langsam näher. In den Worten ihrer Rollen können Isaac und Willow ihre Gefühle heraus lassen, doch um die Vergangenheit zu überwinden, muss Willow den Mut finden, ihre eigene Geschichte zu erzählen.....

"Never Doubt" ist das erste Buch, das ich von Emma Scott gelesen habe und es hat mich emotional sehr in seinen Bann gezogen. Die Protagonisten waren tiefgründig beschrieben, durch die wechselnde Perspektive konnte ich mich in beide gut hinein versetzen. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und versteht es meisterlich, Gefühle darzustellen, die der Leser nicht nur als Außenstehender betrachtet, sondern regelrecht mit empfindet.

Auch ihre Figuren sind lebendig dargestellt, nicht nur Willow und Isaac, auch die Personen um sie herum konnte ich beim Lesen beinahe vor mir sehen. Die Verbindung mit Shakespeares Theaterstück war ein zusätzliches Highlight, so wie ihre Rollen für die Protagonisten das Mittel waren, Gefühle darzustellen, die sie sonst nicht geäußert hätten, haben auch mir die Textauszüge aus "Hamlet" die Handlung, das Setting und die Figuren noch näher gebracht. Mein erstes Buch von Emma Scott wird nicht mein letztes bleiben, für diese herzzerreißende emotionale Geschichte gebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung.

Fazit: Emma Scotts Schreibstil ist wundervoll emotional und die herzzerreißende Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Zeile nicht mehr los gelassen, so dss ich sie gern weiter empfehle.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Fantastisches Finale

Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin
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Immer noch halten die Götterkinder Minya durch ein Schlafmittel bewusstlos, während Lazlo nach Weep zurück kehrt um zwischen den Menschen und den Nachkommen der Mesarthim für Frieden zu sorgen. Einige ...

Immer noch halten die Götterkinder Minya durch ein Schlafmittel bewusstlos, während Lazlo nach Weep zurück kehrt um zwischen den Menschen und den Nachkommen der Mesarthim für Frieden zu sorgen. Einige seiner Freunde begleiten Lazlo zur Zitadelle, um die Überlebenden des früheren Massakers kennen zu lernen. Doch schon bald taucht in dem Luftschiff eine neue Bedrohung auf, die nicht nur Sarai in große Gefahr bringt.

"Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin" von Laini Taylor ist der vierte und finale Band der Reihe, die mit "Strange the Dreamer" ihren Anfang hatte. Zum Verständnis ist es unbedingt notwendig, die drei Vorgängerbücher gelesen zu haben, da die Ereignisse dieser Geschichte die Handlung der anderen Bände fort führt. Nachdem ich diese Fantasyreihe komplett gelesen habe, kann ich nur sagen, dass Laini Taylor eine Zauberin sein muss. In unvorstellbar bildlichem Schreibstil hat sie eine herrlich farbenfrohe Welt voller Magie und Fantasie erschaffen.

Ihre Figuren, allen voran die Protagonisten Lazlo und Sarai, sind mir nicht nur ans Herz gewachsen, ihre umfassende plastische Darstellung hat mir beim Lesen die Illusion gegeben, sie gut zu kennen, genau so intensiv ist auch der Hintergrund beschrieben. Jedes mal, wenn ich ein weiteres Buch der Reihe angefangen habe, hatte ich das Gefühl nach Hause, in eine vertraute Umgebung zu kommen. Damit hat sich die Autorin ganz nach oben in die Riege der von mir bevorzugten Schriftsteller katapultiert.

Die facettenreiche Handlung hatte sich schon im vorigen Band in mehrere Stränge aufgeteilt, in denen eine Vielzahl von Figuren agierte. In diesem Buch treffen nun endlich alle Erzählstränge aufeinander und münden in ein Finale, dass mich erstaunt, begeistert und rundum zufrieden zurück gelassen hat. Dabei wird vor der Auflösung noch einmal reichlich Spannung aufgebaut, so dass ich am Liebsten gar nicht mehr mit dem Lesen aufgehört hätte. Diese vier wunderbaren Bücher empfehle ich Jedem weiter, der sich beim Lesen gern in fantastische Welten entführen lässt.

Fazit: Laini Taylor kann es einfach, auch der vierte Band ihrer "Strange the Dreamer" Reihe hat mich restlos begeistert. Ich gebe eine Leseempfehlung an alle Fantasyfreunde, es ist allerdings unabdingbar, die drei vorangegangenen Bücher zuerst gelesen zu haben.

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Veröffentlicht am 19.08.2020

Die Kraft der Worte

Poet X
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Xiomara ist fünfzehn Jahre alt und fühlt sich in ihrem Leben eingeengt - zwischen den streng religiösen Vorstellungen ihrer Mutter und dem rauhen Ton ihres Umfelds. Nur in ihrem Notizbuch kann das Mädchen ...

Xiomara ist fünfzehn Jahre alt und fühlt sich in ihrem Leben eingeengt - zwischen den streng religiösen Vorstellungen ihrer Mutter und dem rauhen Ton ihres Umfelds. Nur in ihrem Notizbuch kann das Mädchen seine Emotionen in Worten ausdrücken. Weil ihre Firmung immer wieder verschoben wurde, muss sie regelmäßig zum Kommunionsunterricht gehen, obwohl Xiomara lieber den Poetry Slam Club besuchen würde, der sich zur gleichen Zeit in ihrer Schule trifft. Auch die aufkeimende Liebe zu ihrem Mitschüler Aman, von dem ihre Familie nichts wissen darf, kann sie nur in ihrem Buch thematisieren.

"Poet X" von Elizabeth Acevedo erzählt die faszinierende Geschichte eines jungen Mädchens, deren Eltern einst aus der Dominikanischen Republik in die USA ausgewandert sind. Im Stil eines Poetry Slams geschrieben, ist der Einstieg in das Buch nicht ganz einfach, doch von Seite zu Seite nahm mich die außergewöhnliche Schreibweise immer mehr gefangen. Die Entwicklung der Protagonistin wird aus ihrer eigenen Sicht in kurzen, präzisen Sätzen geschildert. Dabei werden wichtige Themen angesprochen, die nicht nur Xiomaras Leben prägen, die Armut in ihrem Viertel, sexuelle Übergriffe, religiöser Fanatismus und Gewalt, die Teil vom Alltag der Jugendlichen sind. Dieses einzigartige Jugendbuch hat mich sehr beeindruckt, daher gebe ich eine absolute Leseempfehlung.

Fazit: In außergewöhnlichem Schreibstil erzählt die Autorin die Geschichte eines jungen Mädchens, das seine Gefühle in kraftvollen Worten zunächst nur ihrem Notizbuch anvertraut. Xiomaras Entwicklung, bis sie den Mut findet ihre Texte vorzutragen, ist faszinierend zu lesen, dieses Buch empfehle ich sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 19.08.2020

Wunderbar romantische Liebesgeschichte

Wenn du wieder gehst
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Lucy und Niklas wachsen eng vertraut miteinander auf, später verbindet sie eine Liebesbeziehung. Doch zu Beginn des Buches liegt all das weit in der Vergangenheit, die Beiden haben sich seit Jahren nicht ...

Lucy und Niklas wachsen eng vertraut miteinander auf, später verbindet sie eine Liebesbeziehung. Doch zu Beginn des Buches liegt all das weit in der Vergangenheit, die Beiden haben sich seit Jahren nicht gesehen und Lucy ist inzwischen mit dem sympathischen Ben verlobt. Als sie nun wieder auf Niklas trifft, weiß die junge Frau zunächst nicht, wie sie mit ihrem Jugendfreund umgehen soll, nach und nach tasten Lu und Nik sich wieder an ihre frühere Freundschaft heran. Allerdings fühlt Lucy sich immer noch sehr zu Niklas hin gezogen - aber eigentlich liebt sie doch Ben, oder?

"Wenn du wieder gehst" von A.D. Wilk ist eine wunderbare Liebesgeschichte, die ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Obwohl mich der Prolog nicht wirklich fesseln konnte, hat mich das Buch einige Seiten später dann doch in seinen Bann gezogen. Die Protagonistin Lucy habe ich sehr gemocht und konnte gut mit ihr mit fühlen. Sie ist lange sehr unsicher was ihre Gefühle betrifft, im Lauf der Erzählung habe ich dann viel über ihre und Niks Vergangenheit erfahren.

Immer schon waren die Familien der beiden Protagonisten eng miteinander verbunden, so haben die Freunde auch Verluste und Schicksalsschläge gemeinsam erlebt. All diese Dinge werden dem Leser erst nach und nach enthüllt, dieser Schreibstil ist zunächst gewöhnungsbedürftig, hat dann aber seinen ganz eigenen Reiz. Wie eine gute Freundin habe ich die Hauptfigur langsam und schrittweise kennen gelernt, am Ende war sie mir sehr ans Herz gewachsen. Deshalb empfehle ich diese wunderbare Liebesgeschichte, die sich leise und in ihrem eigenen Tempo entwickelt, gerne weiter.

Fazit: Die wunderbare Liebesgeschichte hat sich, genau wie ihre Protagonistin, langsam und leise in mein Herz geschlichen, obwohl ich mich durch die ersten Seiten etwas durch kämpfen musste. Am Ende habe ich das Buch geliebt und so spreche ich gern eine Leseempfehlung an alle Romantiker aus.