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Veröffentlicht am 28.08.2020

Bösewichte in beiden Welten

Das Buch der gelöschten Wörter - Die letzten Zeilen
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In der magischen Buchwelt geht es wieder ausgesprochen turbulent zu. Der schurkische Quan Surt ist in die reale Welt entkommen, andere Buchfiguren könnten das jetzt auch. Fiese Gestalten wollen die Macht ...

In der magischen Buchwelt geht es wieder ausgesprochen turbulent zu. Der schurkische Quan Surt ist in die reale Welt entkommen, andere Buchfiguren könnten das jetzt auch. Fiese Gestalten wollen die Macht übernehmen, schreckliches Unheil droht.
Hope Turner, die besonders talentierte Verwandlerin, sucht zusammen mit dem Bund aus Menschen und Romanfiguren einen Weg, die Bösewichte auszuschalten und beide Welten vor Ungemach zu schützen.
Mary E. Garner hat im dritten, letzten Band um das Buch der gelöschten Wörter erneut eine fantasievolle Geschichte verfasst. Sprechende Löwen, folternde Zwerge, verliebte Raubeine, mürrische Liebesboten oder ungeschickte Elfen gibt es genauso wie tapfere Gehilfen, fuchsschlaue Ärzte und mutige Ritter. Sherlock Holmes, die drei Musketiere, Lassie, Black Beauty, Dornröschen, ein Ritter der Tafelrunde, sogar die Loreley begegnen dem Leser. Letztere hat eine erstaunliche Eigenart.
Spannende Lektüre ist garantiert, eine lockere, unterhaltsame Geschichte aus dem Lübbe Verlag.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Klein hilft groß

Der kleine blaue Laster
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Wenn ein niedlicher blauer Laster fröhlich hupend durch die Landschaft fährt, trifft er viele Tiere. Alle werden freundlich mit „Tuu-Tuu“ begrüßt und antworten entsprechend ihrer Gattung mit Määh!“, ...

Wenn ein niedlicher blauer Laster fröhlich hupend durch die Landschaft fährt, trifft er viele Tiere. Alle werden freundlich mit „Tuu-Tuu“ begrüßt und antworten entsprechend ihrer Gattung mit Määh!“, „Muuh!“,
„Quiek!“, oder eben mit dem, was Huhn, Ziege, Pferd und Ente und eine Gruppe ausgesprochen witziger Frösche so von sich geben. Herrlich lautmalendes und zum Mit- oder Nachsprechen animierendes Vorlesen macht Spaß. Zudem sind die Sprüchlein in Reimform, das gefällt den Zuhörern gut. Die Geschichte selbst ist spannend, der große und leider sehr überhebliche Laster platscht in den Matsch. Kann der kleine Track helfen? Nein! Aber eine schöne Lösung gibt es trotzdem, hilfsbereite Freunde sind viel wert ...
Übersichtliche, bunte Zeichnungen illustrieren die kleine Geschichte anschaulich. Die Vielzahl der Tiere eignet sich gut für die Zielgruppe der Zweijährigen, ihre Kenntnisse hinsichtlich der Arten zu beweisen. Gut gefallen hat mir die mit verschiedenen Farben gestaltete Schrift.
Ein stabiles Büchlein von A. Schertle, J. McElmurry und C. Boese, aus dem arsEdition Verlag.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Einschlafen mit Emil

Emil das kleine Einschlafschaf. Eine Gutenachtgeschichte zum Vorlesen und Betrachten. Pappbilderbuch ab 18 Monaten. Vom Autor von "Schüttel den Apfelbaum"
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Ein ruhiges Nachtblau zieht sich durch das ganze Buch, eine schöne, stimmungsvolle Farbe.
Im Mittelpunkt steht Emil, ein sympathischer Wuschelkopf, stylish mit sternenhimmelgemustertem Schal. Schafsjunge ...

Ein ruhiges Nachtblau zieht sich durch das ganze Buch, eine schöne, stimmungsvolle Farbe.
Im Mittelpunkt steht Emil, ein sympathischer Wuschelkopf, stylish mit sternenhimmelgemustertem Schal. Schafsjunge Emil ist also auf dem Weg ins heimische Bettchen, trifft die verschiedensten Tiere.
Egal ob Enten, Biber, Maus, Fuchs oder Reh, alle sind mit witzigen Details versehen. Wir mochten die Schlafmützen, kleinen Kissen, Schmusetiere. Sehr liebevoll kuscheln alle Tiere im Familienverband.
Die kleinen gereimten Zweizeiler lassen sich gut vorlesen, ein etwas längerer Abschlusstext beendet das Einschlafritual,schafft eine beruhigende Überleitung zur Nacht. Uns gefällts.
Gute-Nacht-Lektüre von Nico Sternbaum, verlegt von Bassermann, Random House.

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Veröffentlicht am 21.08.2020

Das Lichtenstein - eine Welt für sich

Das Lichtenstein – Modehaus der Träume
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Berlin 1913. Eine quirlige Modewelt, bekannte Namen großer Kaufhäuser, Modetrends. Und: ein Einblick in die Gestaltung eines Warenhauses. Wie handeln die Besitzer, die Verkäufer*innen, welche Hierarchien ...

Berlin 1913. Eine quirlige Modewelt, bekannte Namen großer Kaufhäuser, Modetrends. Und: ein Einblick in die Gestaltung eines Warenhauses. Wie handeln die Besitzer, die Verkäufer*innen, welche Hierarchien gibt es? Was umfasst das Sortiment der Branche? Vieles, was man noch nicht wusste, Begriffe, die einem nur annähernd vertraut sind. Das alles aufgezeigt an der Familie Lichtenstein, an Ladenmädchen Hedi, Schauspielerin Ella, Schneiderin Thea, Konfektionär ( heute: Designer) Hannes und anderen. Schnell ist man mitten im Geschehen, verfolgt mit Spannung, ob die ehrgeizigen Pläne der Personen realisiert werden können. Pariser Chic nach Berlin? Vom Ladenmädchen zur Vorführdame (was für ein Wort!). Modetee für betuchte Kundschaft? Karriere auf großen Bühnen? Oder doch lieber einen Mann finden, der einen versorgt?
All das und viel mehr wird von Marlene Averbeck gekonnt in Szene gesetzt.
Von Erfolgen, aber auch von Schicksalsschlägen und bitteren Niederlagen wird berichtet, Lokalkolorit und ganz viel Liebe wird integriert, es liest sich wunderbar!
Schöne Lektüre von dtv.

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Veröffentlicht am 20.08.2020

Alles über Berlin um 1900

Berlin - Anfänge einer Großstadt
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Vorangestellt ist eine Biografie Hans Ostwalds. Er gilt als Berlinautor, Kultur- und Sittengeschichtsschreiber.
Ausführlich und akribisch werden Szenen und Reportagen aus dem Berlin der Jahre 1904 bis ...

Vorangestellt ist eine Biografie Hans Ostwalds. Er gilt als Berlinautor, Kultur- und Sittengeschichtsschreiber.
Ausführlich und akribisch werden Szenen und Reportagen aus dem Berlin der Jahre 1904 bis 1908 dargelegt. Der aufmerksame Leser erfährt Details aus dem Leben der Boheme, über Gemeinschaften, Sektierer, die dunklen Winkel dieser Stadt, kurz, er erhält einen „Wegweiser durch das Labyrinth der Großstadt“.
Kontrastierende Fotos, Fakten und Hintergrundwissen werden präsentiert.
Hans Ostwald ist mal als Reporter, mal als Vagabund unterwegs. Der Einsatz wörtlicher Rede lässt die Texte authentisch wirken.
Der Stil dieser Reportagen ist teilweise poetisch, zum Teil nüchtern- sachlich. Skurrile Dinge werden geschildert, faszinierend die Trinkerrettungsbrigade.
Auch andere Autoren kommen zu Wort.
20 Bände der Großstadtdokumente sind geplant.
Es geht um Radfahrer, Klubs, Pferderennsport, auch um die Justiz, Theater, Varietés, Berlins Drittes Geschlecht.
Fakten werden genannt: Wohnungsnot um 1900 heißt u.a., dass es 3317 Kleinwohnungen, die aus EINEM unheizbaren Raum bestanden, in dem bis zu 14 Bewohner hausten.
Politische Strömungen werden aufgelistet, über Hungerkrawalle berichtet.
Eine riesige Fülle an Material, ein umfassender Einblick in das Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts liegt vor.
Abgerundet durch ein Verzeichnis der Straßen, Orte, Stadtteile und Lokalitäten.
Herausgegeben von Thomas Böhm, Verlag Galiani Berlin
© 2020, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln

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