Eine verwickelte Geschichte
Das fremde GesichtMeghan, die vor einem halben Jahr ihren Vater durch einen Unfall verloren hat, macht gerade ihre ersten Karriere-Schritte als Reporterin. Während sie in einer Klinik recherchiert, begegnet sie der sterbenden ...
Meghan, die vor einem halben Jahr ihren Vater durch einen Unfall verloren hat, macht gerade ihre ersten Karriere-Schritte als Reporterin. Während sie in einer Klinik recherchiert, begegnet sie der sterbenden Annie, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Das ist der Beginn einer verwickelten Geschichte, in deren Verlauf Meghan damit fertig werden muss, dass ihr Vater nicht der war, für den sie ihn gehalten hat. Zudem entstehen Zweifel an seinem Tod, er gerät unter Mordverdacht und seine Firma wird in einen Betrugsfall verwickelt. Meghan will das alles nicht glauben und beginnt eigene Ermittlungen, in deren Verlauf sie selbst in tödliche Gefahr gerät.
Ein verunglückter Geschäftsmann, seine trauernde Familie und ihre Freunde, ein paar undurchsichtige Kollegen und ein besessener Stalker - das sind die Hauptfiguren dieses Thrillers, der von Seite zu Seite spannender wird. Dazu trägt außer dem prägnanten, kurzweiligen Schreibstil auch die Tatsache bei, dass die Protagonisten zum Teil ein wenig undurchschaubar gehalten sind. Außer Meghan, ihrer Mutter Catherine, Mac und Kyle konnte ich anfangs niemanden so richtig einschätzen. Erst sehr spät trennt sich hier Gut von Böse, die wirkliche Auflösung des Falles im Laufe des rasanten Finales war eine echte Überraschung für mich.
Mein Fazit: Das Thema der Geschichte mit einer tot geglaubten Hauptperson und einem Angehörigen, der der Sache auf den Grund geht, ist nicht ganz neu, hier aber meisterhaft umgesetzt. Spannender geht es kaum.