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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2020

München im Umbruch

Der falsche Preuße
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nhalt:

München 1894: Der junge Kriminalist Wilhelm Freiherr von Gryszinski zieht von Preußen nach München, um den Kollegen in der Königlich Bayerischen Polizeidirektion neue kriminalistische Errungenschaften ...

nhalt:

München 1894: Der junge Kriminalist Wilhelm Freiherr von Gryszinski zieht von Preußen nach München, um den Kollegen in der Königlich Bayerischen Polizeidirektion neue kriminalistische Errungenschaften wie Fingerabdrücke und moderne Spurensicherung am Tatort beizubringen.
Kurz nach seiner Ankunft wir ein stadtbekannter Bierbeschauer tot in einem Park aufgefunden. Wilhelm macht sich mit seinem moderne Wissen an die Aufklärung des Falles und kommt einer Verschwörung nationalen Ausmaßes auf die Spur.

Meine Meinung:

Neben dem interessanten Fall hat mir an diesem Buch besonders die besondere Zeit fasziniert. Bayern hat noch einen König, ebenso Preußen, aber es gibt schon die Ersten dampfgetriebenen Trams, wenige Autos und die Telegrafie. Die Moderne schimmert schon durch, aber alles ist erst am Anfang. Hier geht es natürlich um die moderne Technik der kriminalistischen Ermittlungen und Wilhelms Versuch, diese Techniken zur Anwendung zu bringen.
Der Fall ist anfangs sehr mysteriös und entwickelt sich langsam zu einer Verschwörung nationalen Ausmaßes, ohne dass er dabei unglaubwürdig oder übertrieben wird. Bis zum Ende sind die Ermittlungen logisch aufgebaut und man kann die Ermittlungsschritte gut nachvollziehen.
Wilhelm wirkt dank seiner neuen Kenntnisse sehr fortschrittlich, ohne dabei arrogant zu erscheinen. Sehr interessant ist auch seine Sicht auf die Bayern als Preuße. Er wirkt an dieses Punkt etwas zerrisse – was ist wichtier, die Treue zu seinem Dienstherrn oder zu seinem Vaterland. Dieser Konflikt wird in diesem Buch noch eine wichtige Rolle spielen.
Insgesamt nimmt diese Buch den Leser mit auf eine angenehme Reise ins alte, teilweise noch etwas dörfliche München, in dem aber schon der Hauch der neuen Zeit zu spüren ist.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und die Seiten fliegen dahin.
Dieses Buch ist eine Leseempfehlung für Krimifans, aber auch für Menschen, die sich für die besondere Stimmung im alten München interessieren.

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Veröffentlicht am 24.09.2020

Das Leben einer berühmten Sammlerin

Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück
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Inhalt:



Paris 1937: Die reiche Erbin Peggy Guggenheim führt ein sorgloses Leben in der Künstlerszene von Paris. Eine Abendgesellschaft folgt der anderen und sie lernt viele berühmte Maler und Künstler ...

Inhalt:



Paris 1937: Die reiche Erbin Peggy Guggenheim führt ein sorgloses Leben in der Künstlerszene von Paris. Eine Abendgesellschaft folgt der anderen und sie lernt viele berühmte Maler und Künstler kennen. Doch Peggy hat einen Traum, sie möchte eine Galerie in London eröffnen. Leider leidet unter dieser Entscheidung auch die Beziehung zu ihrem aktuellen Liebhaber Samuel Beckett.

Am Horizont lauert als weitere Gefahr für ihre Pläne der heraufziehende 2. Weltkrieg.



Meine Meinung:



Zu Beginn des Buches hatte ich die Befürchtung, dass sich dieses Buch nur auf Peggy sorgloses Liebesleben in Paris bezieht. Aber das war nur die Einleitung, um zu verstehen, woher Peggy kommt. Sie ist vermögend und das ermöglicht ihr die Verwirklichung ihrer Träume. Kunst spielt eine sehr wichtige Rolle in ihrem Leben und so kommt es auch zu der Idee mit der Galerie in London.



Ich habe ihre Zielstrebigkeit bewundert, aber es wird auch klar, dass vielen Menschen in ihrer Umgebung auch von ihrem Reichtum angezogen werden. Peggy hat aber auch viele Unterstützer, die aber auch wiederum von ihrem Geld profitieren wollen. Auch in der Liebe hat Peggy noch nicht ihr wahres Glück gefunden.



Es ist im Buch schön zu beobachten, wie sich Peggy zu einer reiferen Persönlichkeit entwickelt als der 2. Weltkrieg ihre weiteres Leben überschattet. Auch in dieser Situation profitiert sie von den Erleichterungen, die der Reichtum ihr gewährt.



Dieses Buch gibt dem Leser einen guten Einblick in das Leben dieser sicherlich interessanten Frau. Ich habe mich beim Lesen immer gefragt, wie das Leben von Peggy wohl ohne das Vermögen der Familie gelaufen wäre.



Eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.09.2020

Wer war Jesus Vater...?

Heiliger Bastard
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Inhalt:



Hobbydetektiv Emil Bär und Privatermittler Phillipp Marlein besuchen gemeinsam eine Buße-Seminar im Kloster Andechs. Doch in der ersten Nach im Kloster wird in das Kloster eingebrochen und ...

Inhalt:



Hobbydetektiv Emil Bär und Privatermittler Phillipp Marlein besuchen gemeinsam eine Buße-Seminar im Kloster Andechs. Doch in der ersten Nach im Kloster wird in das Kloster eingebrochen und bedeutende Reliquien werden gestohlen.

Kurze Zeit später wird ein Pfarren tot aufgefunden und Bär bekommt den Auftrag in diesem Fall zu ermitteln. Marlein bekommt den Auftrag, die Reliquien wieder zu beschaffen.



Meine Meinung:



Marlein und Bär sind ein sehr ungewöhnliches Ermittlerpaar, ergeben aber zusammen ein unschlagbares Team. Das Buch ist immer im Wechsel geschrieben, mal aus der Sicht Marleins mal aus der Sicht von Bär. Mich hat dieser Wechsel anfangs etwas irritiert, da ich immer wieder den Überblick verloren habe, wer jetzt grade die handelnde Person ist. Nachdem ich die beiden Protagonisten aber besser kennengelernt haben, war immer klar wer grade dran ist.

Der Krimi ist spannend und gut aufgebaut. Bis zum überraschenden und dramatischen Ende hatte ich keine Idee, was hier wohl die Hintergründe der Tat sind und wer der Schuldige ist.

Bär und Marlein sind sehr unkonventionelle Persönlichkeiten, die einen gewissen Spaß in die ansonsten doch sehr ernste Handlung bringen.



Mutig finde ich die Hintergrundgeschichte hinter dem Krimi. Die Rolle Josefs als Vater von Jesus wird hier aufgenommen und die Frage, in welcher Beziehung er zu Jesus steht. Mir hat das Thema gut gefallen, aber ich könnte mir vorstellen das es für gläubige Menschen schwer ist, dieses Thema in einem Krimi wiederzufinden. Ich kann mir schon vorstellen, dass einige Leser den Umgang mit diesem Thema schwierig, wenn nicht sogar unpassend finden.



Mir hat dieser Hintergrund der Handlung aber sehr gut gefallen, lässt sich doch hieran sehr gut den Konflikt zwischen Glauben und Wissenschaft darstellen und genau das passiert in diesem spannenden Buch.



Dieses Buch ist eine Leseempfehlung, ein spannender Krimi, interessante Charaktere und eine gute Story, aber man muss eine gewisse Toleranz in Glaubensdingen mitbringen.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Mord in der Provence

Madame Beaumarie und die Melodie des Todes
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Inhalt:



Florence Beaumairie ist pensionierte Sekretärin bei der Pariser Polizei und möchte ein Musikfestival in Avingnon besuchen. Kurz vor dem Konzert wird der Dirigent tot aufgefunden und schon ...

Inhalt:



Florence Beaumairie ist pensionierte Sekretärin bei der Pariser Polizei und möchte ein Musikfestival in Avingnon besuchen. Kurz vor dem Konzert wird der Dirigent tot aufgefunden und schon bald verschwinden weitere Musiker. Bei Florence erwacht der alte Jagdinstinkt, denn sie hat schon während ihres Berufslebens nicht nur als Sekretärin gearbeitet, sondern hat sich auch aktiv an den Ermittlungen beteiligt. Schon schnell wird klar, dass sich Florence wieder mitten einer Ermittlung befindet.



Meinen Meinung:



Dieser Krimi lebt von dem Charakter der Florence, die sehr offen und freundlich ist und schon sehr bald einige nette Bekannte in Avignon hat. Sehr gut haben mir auch die Beschreibungen der Provence gefallen, die Lavendelfelder, die Menschen und die kleinen Ortschaften, die trotz der Mordermittlungen ein schönes Bild der Region abgeben.

Mir ist auch positiv aufgefallen, dass dieser Krimi nicht so blutig ist, wie viele andere Krimis. Es ist klar, dass hier Menschen ermordet werden, aber die Beschreibungen der Opfer sind sehr zurückhaltend und werden nur als Anlass für die Ermittlung genommen. Ansonsten ist es mehr eine spannende Ermittlung auf psychologischer Ebene, die aber nicht weniger Spannung erzeugt.

Die Ermittlungen kommen zu nachvollziehbaren Ergebnissen und verknüpfen sich zu einer logischen Auflösung des Falls.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und gut zu lesen.

Ein schöner Krimi, der den Leser mit einer sympathischen Ermittlerin in die schöne Provence entführt.

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Veröffentlicht am 26.08.2020

Gegenwart und Vergangenheit

Die Lilienbraut
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Inhalt:

Köln 2019: Nach der Trennung von ihrem Partner zieht Liv mit ihre Sohn Thijs nach Köln und eröffnet dort eine kleines Geschäft, das „Göttlich Düftchen“. Sie hat damit ihr Hobby zum Beruf gemacht, ...

Inhalt:

Köln 2019: Nach der Trennung von ihrem Partner zieht Liv mit ihre Sohn Thijs nach Köln und eröffnet dort eine kleines Geschäft, das „Göttlich Düftchen“. Sie hat damit ihr Hobby zum Beruf gemacht, denn schön immer hat sie sich für Parfüms und Düfte interessiert.

Kurz nach ihrer Ankunft in der Stadt trifft sie auf eine alte, ihr unbekannte Damen, die sie aus der Ferne beschimpft. Liv ist ratlos, was die Reaktion der Dame betrifft.



Köln 1940: Die Stadt befindet sich im Krieg und muss regelmäßig mit Luftangriffen rechnen. Nellie arbeitet bei 4711 und wird von Luuk, dem Parfümeur des Unternehmens unter seine Fittiche genommen, da sie ein besonderes Talent für die Kreation von Düften zeigt.

Nellies Leben wird von einer unerfüllbaren Liebe zu einem jungen Priester überschattet.



Meine Meinung:



Mich hat dieses Buch von der erste Seite an gefangen genommen. Die Autorin schafft es wunderbare Charaktere zu schaffen, die dem Leser ans Herz wachsen und mit denen man mitleidet. In diesem Buch sind besonders Nellie, Greta und Liv zu nennen, die sich sowohl in der Vergangenheit und der Gegenwart als starke Frauen erweisen.

Die Handlung spielt auf 2 Zeitebenen, und beide Ebenen sind auf ihre Art sehr spannend und die Autorin schafft es die Leser in die entsprechende Zeit zu entführen. Das Köln von 1940 ist von dem Leben im Krieg geprägt. Menschen die vom Regime verfolgt werden, die grauenvollen Bombennächte und die Angst um die Männer an der Front. Wir eine kleine Blume in all den Sorgen und Nöten scheint Nellies Liebe zu Benedikt auf, die aber leider nicht zu erfüllen scheint, denn Be

Benedikt ist katholischer Priester. Auch Luuk, der niederländische Parfümeur von 4711 zeigt sich als Mensch in dieser furchtbaren Zeit.

In der Gegenwart lernen wir Liv kennen, die ganz in ihrer Arbeit in ihrem Geschäft aufgeht. Trotzdem beschäftigt sie die alte Frau, die sie auf der Straße beschimpft. Sie hat diese Frau noch nie gesehen und kann sich nicht erklären, womit sie die Wut dieser Frau auf sich gezogen hat. Auch hier entwickelt sich eine äußerst spannende Geschichte.

Beide Zeitebenen haben mich begeistert und auch die Verknüpfung der beiden Zeitebenen ist sehr gelungen.



Abgerundet wird dieses tolle Buch mit einem interessanten Nachwort und leckeren, traditionellen Rezepten aus der Stadt Köln.

Dieses Buch ist nicht nur eine Leseempfehlung für alle Leser die die tolle Stadt am Rhein lieben, sondern auch für alle, die sich einfach in eine fesselnde Geschichte mit viel Gefühl entführen lassen wollen.



Für mich ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung.

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