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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2026

Schlafenszeit aus Kindersicht

Familienreihe 1: Ich bin noch gar nicht müde!
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Wenn Kinder oft versuchen, das Einschlafen hinauszuzögern, ist dieses Buch genau das richtige.

Die Geschichte ist sehr nah am Alltag von Familien geschrieben und die Bilder sind bunt und liebevoll gestaltet. ...

Wenn Kinder oft versuchen, das Einschlafen hinauszuzögern, ist dieses Buch genau das richtige.

Die Geschichte ist sehr nah am Alltag von Familien geschrieben und die Bilder sind bunt und liebevoll gestaltet. Kinder können viel entdecken und erkennen sich oft selbst wieder. Der Text ist kurz und leicht verständlich, sodass das Buch gut zum Vorlesen geeignet ist.
Mir gefällt besonders, dass das Buch zeigt, wie Kinder sich fühlen, wenn sie abends noch nicht schlafen möchten. Gleichzeitig hilft es Eltern, die Situation mit Humor zu sehen.

Wenn ein Kind allerdings gut ins Bett geht und problemlos einschlafen kann, würde ich dieses Buch eher nicht vorlesen, weil das Kind sonst auf andere Gedanken kommen könnte, zum Beispiel noch einmal aufzustehen oder weitere Ausreden zu finden.

Insgesamt ist „Ich bin noch gar nicht müde!“ ein schönes Kinderbuch für die Abendzeit. Es eignet sich besonders für Kinder, denen das Einschlafen manchmal schwerfällt.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Für große und kleine Kinder

Hilf den Fahrzeugen
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"Hilf den Fahrzeugen" von Nico Sternbaum ist ein liebevoll gestaltetes Mitmachbuch. Aber nicht nur für ganz kleine Kinder. Denn auch meine Große mit 4 1/2 Jahren hat immernoch Spaß beim Lesen der verschiedenen ...

"Hilf den Fahrzeugen" von Nico Sternbaum ist ein liebevoll gestaltetes Mitmachbuch. Aber nicht nur für ganz kleine Kinder. Denn auch meine Große mit 4 1/2 Jahren hat immernoch Spaß beim Lesen der verschiedenen Mitmachbücher. Auf jeder einzelnen Seite gibt es etwas zu entdecken und die Kinder werden aktiv animiert, den Fahrzeugen zu helfen. Zum Beispiel durch Pusten, Tippen oder Schütteln.
Die Bilder sind bunt, klar und einfach für Kinder zu verstehen, ohne überladen zu sein. Die Texte sind kurz und leicht zu verstehen und die Mitmachideen sind auch für die Allerkleinsten gut umzusetzen. Besonders schön finde ich es, dass das Buch die Phantasie anregt und die Kinder mit einbezieht, anstatt dass sie nur zuhören. Kinder lernen am besten durchs Selbermachen.

Mit dem Buch haben wir schöne gemeinsame Vorlesemomente bekommen.

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Die beste Klavierspielerin der Welt

Fräulein Mozart und der Klang der Liebe (Ikonen ihrer Zeit 4)
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„Nannerl brauchte das Musizieren ebenso sehr wie die Sonne oder die Luft zum Atmen.“

1766: Nach dreieinhalb Jahren voller Konzerte in ganz Europa kommen die 15-jährige Maria Anna "Nannerl" und ihr kleiner ...

„Nannerl brauchte das Musizieren ebenso sehr wie die Sonne oder die Luft zum Atmen.“

1766: Nach dreieinhalb Jahren voller Konzerte in ganz Europa kommen die 15-jährige Maria Anna "Nannerl" und ihr kleiner Bruder Wolfgang "Wolferl" mit ihren Eltern wieder Zuhause in Salzburg an. Sie haben in London, Versailles und anderen europäischen Städten vor Ludwig XV., der österreichischen Kaiserin und anderen großen wichtigen Persönlichkeiten Klavier gespielt. Während Wolfgang Zuhause eigene Klavierstücke komponiert, muss sie selber sich im Sticken und anderer Handarbeit üben, was so gar nicht ihre Lieblingsbeschäftigung ist. Sie liebt die Musik. Doch auf der nächsten Reise nach Wien verbietet ihr Vater neben Wolfgang aufzutreten und zu spielen um auf seinem Weg zum Musiker nicht mehr im Weg zu stehen.

Während Wolfgang durch Europa tourt und vom Vater gefördert und gefordert wird, muss Nannerl als junge Frau trotz ihres ebenfalls großen Talents zuhause bleiben, unterrichtet im Klavierspielen, besucht mit ihrer Freundin Katharina Tanzbälle und malt sich aus, wie anders ihr Leben verlaufen wäre, wenn sie als Junge geboren wäre.
Man kann Nannerls Verbitterung und Enttäuschung regelrecht spüren und leidet mit ihr mit. Niemand wird gerne abgelehnt und weggeschickt, besonders wenn es keinen nachvollziehbaren Grund dafür gibt. Nannerl übt jeden Tag und perfektioniert ihr Klavier- und Geigenspielen. Sie konnte sich ein Leben ohne Musik nicht vorstellen. Doch gegen den Vater als ihr Vormund konnte man zu der damaligen Zeit nicht das Wort erheben, war sie doch auch abhängig von ihrer Familie. Man selbst wird traurig und wütend über Wolfgangs Umgang mit Geld und dass Nannerl unter seinen Schulden leiden, gar für sie aufkommen muss und Wolfgang das nicht kümmert und wertschätzen kann.

Man kann sich kaum vorstellen, wie das Leben damals war. Was damals modern und normal war: Männer trugen weiße oder graue Perücken und niemand wusch sich richtig mit Wasser, sondern legte einfach nur mehr und mehr Parfum auf um den eigenen Geruch zu überdecken.
Beate Maly hat diese Zeit mit ihrer halb schmutzigen, halb imposanten Atmosphäre des Salzburgs im 18. Jahrhundert sehr gut eingefangen. Man taucht schnell in die Geschichte ein und kommt im Leben von Nannerl an. Man kann sich alles bildlich vor Augen vorstellen. Zwischendurch liest es sich sogar so spannend wie ein Krimi und an anderer Stelle spürt man die Gefühle und die Leidenschaft junger Liebe.

Ich liebe die Buchreihe „Ikonen ihrer Zeit“ und finde auch diese Geschichte sehr schön. Man kennt nur grob das Leben des berühmten Wolfgang Mozarts, aber von dem seiner großen Schwester hat man noch nie gehört, obwohl so viel dahinter steckt. Toll, dass Beate Maly dieses so spannend, schön und mit Suchtpotenzial hier aufgeschrieben hat!

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Veröffentlicht am 15.02.2023

Gelungener Spagat zwischen Düsternis und Humor

Ostfriesengier
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"Hier gab es etwas, dass sie erschreckte und zugleich begeisterte. Sie waren sich im Grunde alle einig darüber, dass die Welt verrückt geworden war. Sie ließen sich keine Vorschriften machen, sondern entschieden ...

"Hier gab es etwas, dass sie erschreckte und zugleich begeisterte. Sie waren sich im Grunde alle einig darüber, dass die Welt verrückt geworden war. Sie ließen sich keine Vorschriften machen, sondern entschieden für sich selbst, was sie richtig oder falsch fanden."

Dieses Zitat aus dem Buch trifft es genau, was ich an den Ostfriesenkrimis so toll finde: Egal wer oder was da kommt, Ann Kathrin und Co lassen sich nicht umbiegen und gehen ihren eigenen Weg weiter wie bisher.

Ein düsteres, aber die schöne ostfriesische Landschaft zeigendes Cover lädt wieder mal ein, den neuesten Ostfriesenkrimi von Klaus-Peter Wolf zu lesen.
Schon alleine mit den ersten Sätzen lässt er buchstäblich eine Bombe platzen, spannender geht es fast gar nicht. Als Leser:in ist man sofort mitten in der Geschichte.

Ann Kathrin Klaasen ist zwar die Hauptcharakterin, aber es ist sehr sympathisch, dass jetzt eine Frau den Posten der Polizeidirektor:in bekommt. Bei ihrer Amtseinführung wird sie direkt auf die erste Probe gestellt und scheint eine gewisse Ehrfurcht vor der legendären, aber bodenständigen Ann Kathrin Klaasen zu haben. Wo das wohl noch hinführt? Selbst für mich als große Fanin, die alle Bücher kennt und an den Stil des Autors gewöhnt ist, war besonders eine Situation sehr überraschend oder gar schockierend. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet.

Klaus-Peter Wolf schafft es mit tollen Formulierungen und wenigen Worten und kurzen Sätzen, komplizierte Vorgehen ausführlich zu beschreiben. Der Spagat zwischen Humor und düsteren, traurigen Szenen ist mal wieder gewagt, aber auf verblüffende Weise gelingt er jedesmal aufs Neue. Großartig finde ich auch, dass er so wichtige aktuelle Themen wie das Gendern mit einbezieht und dass all seine Schauplätze und genannten Orte auch in der Realität existieren und man sie sich somit noch besser vorstellen kann. Dass einige real existierende Personen vorkommen, finde ich manchmal etwas ungewohnt und gewöhnungsbedürftig. Alle erfundenen Charakter:innen wirken dafür auch wie aus dem echten Leben gegriffen, nichts scheint aufgesetzt oder übertrieben. Gefühlt kennt man alle schon lange persönlich.

Als Fanin aller Ostfriesenkrimis bin ich wieder begeistert über diesen neuen Fall und freue mich aufs nächste Buch!

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Veröffentlicht am 27.08.2020

Herzerwärmend

Pandatage
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Danny bleibt nach dem Tod seiner Frau Liz vor etwas über einem Jahr mit seinem 11-jährigen Sohn Will alleine zurück. Der hat seit dem sogar ganz aufgehört zu sprechen, womit Danny sehr zu kämpfen hat und ...

Danny bleibt nach dem Tod seiner Frau Liz vor etwas über einem Jahr mit seinem 11-jährigen Sohn Will alleine zurück. Der hat seit dem sogar ganz aufgehört zu sprechen, womit Danny sehr zu kämpfen hat und auch sonst hat er es mit seinem schlechtem Job und dem brutalen Vermieter schwer. Dann kauft Danny ein abgetragenes Pandakostüm und mit dem Versuch damit tanzend im Park Geld zu verdienen ergeben sich viele Wendungen und Begegnungen der komischen und herzlichen Art.



Hendrik Duryn hat eine sehr angenehme Stimme. Sein schnelles Vorlesen gibt dem Hörbuch Esprit und er kann die verschiedenen Personen herrlich mit seinen Stimmvariationen mit Akzent und Gefühlsregungen wunderbar in ihren verschiedenen Charakteren unterstützen.



Das Cover des (Hör-)Buches ist super schön und durch den grünen Pastellton passend zum Inhalt sanft gestaltet.



Ab dem ersten Satz schafft es James Gould-Bourn den Leser zu fesseln und man taucht sofort ein in diese schöne Vater-Sohn-Geschichte. Alle Charaktere kann man sich sofort vorstellen, als stünden sie im wahren Leben direkt vor einem. Auch die Story selber ist so realistisch und glaubwürdig und könnte jedem von uns passieren. So traurig sie auch ist, gibt es viele lustige und komische Szenen und Sprüche, die das Gesamte auflockern. James Gould-Bourn trifft genau meinen Humor und ich musste oft schmunzeln und sogar lachen.



Besonders die Tanzszenen, die man in einem Buch ja schlecht sehen kann, sind richtig toll und lebhaft beschrieben, sodass man sie sich vor dem inneren Auge vorstellen kann.



Eine tolle Botschaft finde ich auch, dass man etwas mit voller Energie und Begeisterung tun sollte, obwohl man es gar nicht oder kaum kann. Also etwas nicht für andere tun, sondern nur für sich selber, weil man einfach so viel Freude daran hat.



Einfach schön und herzerwärmend, diese Geschichte. Ich werde mir das Hörbuch auf jeden Fall noch mehrmals anhören und kann es nur jedem empfehlen!

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