Profilbild von silvandy

silvandy

Lesejury Star
offline

silvandy ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit silvandy über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2020

Eine amüsante und spannende Liebesgschichte mit einem tollen Schreibstil

Off Limits - Wenn ich von dir träume
0

„Off limits – Wenn ich von von dir träume“ ist mein erstes Buch der Autorin Penelope Ward, auf das ich nach der Leseprobe und dem Klappentext sehr gespannt war.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, ...

„Off limits – Wenn ich von von dir träume“ ist mein erstes Buch der Autorin Penelope Ward, auf das ich nach der Leseprobe und dem Klappentext sehr gespannt war.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, locker-leicht und sehr kurzweilig, mittendrin gibt es immer wieder humorvolle Stellen, was mir sehr gut gefallen hat.
Mit ihrem großartigen Schreibstil hat es die Autorin sehr schnell geschafft, mich abzuholen.

Heather kümmert sich liebevoll um ihre Mutter und sorgt dafür, dass sich die kleine Familie über Wasser hält, indem sie kellnert und sich um die Vermietung des Bootshauses kümmert. Als dann für einen Sommer lang Noah in das Bootshaus einzieht, ist sie von ihm vom ersten Moment an fasziniert. Doch laut eigenen Aussagen ist Noah zu alt für Heather, was ihn noch anziehender macht.

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Heather und Noah geschrieben, sodass man die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden gut nachvollziehen kann.
Heathers Leben ist nicht perfekt. Anstatt wie andere in ihrem Alter aufs College zu gehen, kümmert sie sich um ihre depressive Mutter. Dabei verliert Heather nie ihren Humor und es macht Spaß ihre Gedankengängen und ihren tollen Musikgeschmack mitzuerleben. Sie ist eine starke junge Dame, die mich beeindruckt hat und nicht mit ihrem Schicksal hadert, obwohl es das mit ihr bisher nicht so gut gemeint hat.
Noah dagegen ist geheimnisvoll, unnahbar und dabei echt sexy und ebenso wie Heather sehr sympathisch. Kein Wunder, dass Noah für Heather interessant ist und sie sich zu ihm hingezogen fühlt, während er Heather ein uns andere Mal abblitzen lässt.
Das leise Knistern zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar. Ich konnte Heathers Begeisterung für Noah gut nachempfinden und fand ihre Aktionen teilweise echt amüsant.
Es hat Spaß gemacht, die Entwicklung und Dynamik der Beziehung zwischen den beiden mitzuerleben.
Die Geschichte wartet aber auch mit Wendungen auf, die ich so nicht vorhergesehen habe, die für mich aber doch schlüssig und nachvollziehbar waren und für ein kurzweiliges Lesevergnügen gesorgt haben. Gegen Ende des Buchs nimmt die Spannung noch einmal zu
Und hier kommt meine einziger Kritikpunkt: Während die Story in der ersten Hälfte des Buchs gemächlich beginnt, passiert in der zweiten Hälfte des Buchs fast ein bisschen zu viel.
Mir hat „Off Limits“ gut gefallen, vor allem mag ich den amüsanten Schreibstil der Autorin und ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher von Penelope Ward.

Fazit:
Es hat Spaß gemacht, diese wunderbare Liebesgeschichte von Heather und Noah mitzuerleben. Ein Wohlfühlbuch für alle Romantikfans, das alles beinhaltet, was ich von einem guten Roman erwarte: Knistern, etwas Dramatik und Spannung, einen tollen Schreibstil und sympathische Protagonisten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 31.08.2020

Hörbuchrezension: Ein atmosphärisch dichter und düsterer Thriller

Das Gewissen der Toten
0

Obwohl dieser Krimi bereits der dritte Teil der Serie ist, kann man ihn auch sehr gut ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen, da der Fall ist in sich abgeschlossen ist.
Für mich war es das ...

Obwohl dieser Krimi bereits der dritte Teil der Serie ist, kann man ihn auch sehr gut ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen, da der Fall ist in sich abgeschlossen ist.
Für mich war es das erste Hörbuch der Autorin, welches Uve Teschner wie gewohnt ausdruckstark vorgelesen hat.

Der Polizist Carter McLean überlebt als einziger von 5 Freunden einen Flugzeugabsturz und wird seitdem von Schuldgefühlen überwältigt. Seine Freunde erscheinen ihm und er beschließt, jedem seiner Freunde einen letzten Gefallen zu erledigen. Besonders heikel ist dabei die Angelegenheit von Toms vor 1,5 Jahren verschwundener Frau Susan. Als er in den Dienst zurückgehen darf, setzt Carter alles daran, in die Ermittlungsgruppe zu DI Jackman und DS Evans, die im Fall Susan Holland ermitteln, zu kommen.

Der Plot ist interessant und mit Carter konnte ich direkt mitfühlen. Als Hörer begleitet man Carter ein Stück seines Weges. Sein Schicksal und wie er damit umgeht hat mich bewegt. Trotzdem war mir dieser Teil schichtweg etwas zu langatmig, auch wenn er stimmig war. Das konnte die großartige Lesung von Uve Teschner leider nicht kompensieren. Als Carter dann in den Entführungsfall der Nichte seiner Chefin einsteigt und schließlich im Fall Holland mit ermitteln darf, wird es deutlich spannender und kurzweiliger. Und je weiter Jackman und Evans ermitteln, desto klarer wird, dass es nicht nur einen Täter geben kann.
Man lernt eine Vielzahl an Charakteren kennen, die man aber recht schnell zuordnen kann. Ein Großteil davon sind Polizisten, die auch privat miteinander verkehren und gerade diese Beziehungen untereinander machen ein Stück des Lesevergnügens aus.
Ab der Hälfte steigert sich die Spannung enorm und es gibt überraschende Wendungen, mit denen ich so nie gerechnet hätte.

Gelesen wurde das Hörbuch von Uve Teschner, der es sehr gut versteht, die jeweilige Stimmungslage gekonnt rüberbringen. Er kann die spannenden Stellen ebenso gut vortragen, wie er Gefühle in die eher gefühlsbetonten Passagen legt.

Fazit:
Ein atmosphärisch dichter und düsterer Thriller, der nach einigen Längen ab der Mitte richtig spannend wird und den Hörer fesselt. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

Ivy und Ash

It was always you
0

Ivys Welt änderte sich vor 4 Jahren ganz plötzlich, als sie alles verlor. Zuerst ihre Mutter, dann den Rest der Familie. Ihr Stiefvater hat sie in ein Internat abgeschoben, da sie sich oft mit ihrem älteren ...

Ivys Welt änderte sich vor 4 Jahren ganz plötzlich, als sie alles verlor. Zuerst ihre Mutter, dann den Rest der Familie. Ihr Stiefvater hat sie in ein Internat abgeschoben, da sie sich oft mit ihrem älteren Stiefbruder Asher in der Wolle hat.
In diesem Sommer soll Ivy auf die Insel in New Hampshire zurückkehren. Ashers Verhalten hat sich bei ihrem Wiedersehen nicht großartig geändert, denn er ist immer noch sehr kompliziert und hat seine Launen. Gleichzeitig sieht er unverschämt gut aus.
Die Idee einer Lovestory unter Stiefgeschwistern ist nicht neu, aber sie hat mich dennoch gut unterhalten.
Der Schreibstil von Nikola Hotel ist locker leicht, spritzig und humorvoll. Die Story lässt sich angenehm lesen und ist fesselnd erzählt. Doch trotz des tollen Schreibstils fand ich den Anfang etwas langatmig, doch das gibt sich und am Ende kann man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Geschichte wird ausschließlich aus Ivys Sicht erzählt und ich muss sagen, ich habe es fast ein wenig bedauert, dass man nicht in Ashers Gedankenwelt blicken konnte.
Im Großen und Ganzen fand ich Ivy sympathisch. Bei Asher dagegen dauerte es etwas länger, bis ich mit seinem Charakter warm wurde. Ich habe einen weiteren Kritikpunkt, denn leider konnte ich nicht alle Verhaltensmuster der beiden nachvollziehen. Stellenweise hatte ich das Gefühl, unreife Teenager vor mir zu haben.
Asher tritt als Frauenheld auf, wirkt aber zu Beginn ziemlich oberflächlich. Doch auch er hat eine verletzliche Seite, die er nur selten zeigt, die ihn aber so viel sympathischer macht.
Die Dramatik und Dynamik innerhalb der Familie dagegen konnte ich schon besser verstehen und nachvollziehen, wobei so manches Gespräch hilfreich gewesen wäre.
Was mir dagegen ausgesprochen gut gefallen hat, war das Handlettering, welches Ivy benutzt, um Begebenheiten festzuhalten und zu verarbeiten. Ihre Entwicklung hat die Autorin toll dargestellt.
Ebenso gut hat die Autorin es verstanden, aktuelle Themen wie Umweltschutz und Tierschutz einzubinden.

Fazit:
Ein unterhaltsamer, fesselnd geschriebener Liebesroman mit interessanten Charakteren. Von mir gibt‘ s eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 28.08.2020

Ein komlexer Risk, exzellent vorgelesen

Der Würfelmörder (Ein Fabian-Risk-Krimi 4)
0

Ein Mörder treibt sein Unwesen und wählt seine Opfer ebenso zufällig aus wie die Mordwaffe und den Tatort. Verbindungen zwischen den Fällen scheinen nicht zu existieren. Eine harte Nuss für das Helsingborger ...

Ein Mörder treibt sein Unwesen und wählt seine Opfer ebenso zufällig aus wie die Mordwaffe und den Tatort. Verbindungen zwischen den Fällen scheinen nicht zu existieren. Eine harte Nuss für das Helsingborger Kommissariat.
Und während ein Mord nach dem anderen geschieht, kämpft Fabian Risk auf familiärer Ebene seinen ganz eigenen Kampf. Seine Tochter Mathilda hat nach der Schussverletzung gerade so überlebt, sein Sohn ist auch in eine kriminelle Tat verwickelt und weiß nicht damit umzugehen.
Stefan Ahnhems Schreibstil ist flüssig, locker-leicht und man ist schnell drin in der Geschichte. „10 Stunden tot“ ist der 4. Band um Fabian Risk und ich bin geneigt zu sagen, es wäre gut, wenn man zumindest den 3. Band um Fabian Risk kennt, da dort bereits etwas passiert ist, was in diesem Band weitergeführt wird und man mit den Vorkenntnisse einfach einen größeren Hörspaß hat. Die Beschreibungen sind sehr detailliert, sodass man sich sowohl die Begebenheiten als auch die Handlungen gut vorstellen kann und bildlich vor Augen hat.
Die Spannung baut sich erst allmählich auf, dann aber bleibt der Spannungsbogen bis zum Ende hoch.
Der Krimi ist komplex, es gibt viele Handlungsstränge und man muss sich schon konzentrieren, um dabei zu bleiben.
Die Charaktere sind vielschichtig von Stefan Ahnhem gezeichnet. Und wirklich jeder der Ermittler hat so seine privaten Probleme, die vielfältig und unterschiedlich sind: Die Eine kämpft gegen den Alkohol, wieder andere haben ein Problem mit ihrer Beziehung oder ein Chaos im Familiensystem. Alles in allem sehr menschlich und schön, dass sich der Thriller nicht auf die Ermittlungsarbeit reduziert, sondern der Hörer auch die private Seite der Kommissare kennenlernt. Das hat mir hier gut gefallen. Zudem werden bezüglich der Ermittlungen unterschiedliche Themen wie Rechtsradikalismus, Pädophilie und Sexsucht zu Tage gefördert. Ich wäre tatsächlich gerne ins Buch gesprungen, um Fabian mal kräftig zu schütteln, damit er sich endlich jemandem anvertraut.
Und das Ende, tja, das war für mich irgendwie unbefriedigend, lässt es einen doch mit ein, zwei bzw. einigen Fragezeichen zu viel zurück, die zwar Lust auf den nächsten Band machen, aber es wäre auch schön gewesen, wenn einige Dinge in diesem Band abgeschlossen worden wären. Doch die Erscheinung des Folgebandes „Die Rückkehr des Würfelmörders“ ist in Sicht.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und David Nathan macht hier einen exzellenten Job, wie immer, wenn er liest. Ich kann ihm problemlos stundenlang zuhören, da ein eine mitreißende Art zu lesen hat. David Nathan bekommt von mir volle 5 Sterne.
Fazit:
Ein solider Thriller, den Fans von Fabian Risk mögen werden. Komplex, spannend und vielschichtig. Als Hörbuch klasse vorgetragen von David Nathan.

Veröffentlicht am 08.08.2020

Etwas vorhersehbar, aber trotzdem fesselnd und einfühlsam geschrieben

An Ocean Between Us
1

Über das Cover verliere ich ja selten Worte, aber von diesem Buch hat mir das Cover richtig gut gefallen und es passt auch gut zum Inhalt des Buches.
Den Klappentext fand ich interessant und ich war neugierig, ...

Über das Cover verliere ich ja selten Worte, aber von diesem Buch hat mir das Cover richtig gut gefallen und es passt auch gut zum Inhalt des Buches.
Den Klappentext fand ich interessant und ich war neugierig, was da so auf mich zukommt, da dies mein erstes Buch von Nina Bilinszki ist.
Die Story beginnt mit Averys Fahrt zum Vortanzen und dem Unfall, als ihr ein anderes Auto bei schlechtem Wetter auf ihrer Seite entgegenkommt. Mit diesem Beginn hatte mich die Autorin direkt gepackt und ich war sofort in der Story. Dazu beigetragen hat auch Nina Bilinszkis Schreibstil. Locker, flüssig, humorvoll und einfühlsam erzählt sie die Geschichte von Avery und Theo.
Die Story ist abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten geschrieben. Als Leser taucht man so in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Protagonisten ein.
In Averys Leben ist nichts mehr wie es war. Sie kann ihren Sport nicht mehr ausüben und studiert nun am College. Man kann das Loch direkt nachempfinden, in das sie nach dem Unfall fällt. In einer Vorlesung trifft sie auf den arroganten Theo, dem sie kurz darauf im Schwimmkurs erneut gegenübersteht, da dieser den Kurs leitet. Schwimmen ist der einzige Sport, den Avery mit ihrem kaputten Rücken noch ausüben kann. Theo ist der Schwimmstar des Colleges und ihm haftet der Ruf an, jedes „Häschen“ haben zu können.
Die beiden verbringen viel Zeit miteinander und die Chemie zwischen den beiden scheint zu stimmen. Doch unvermutet zieht sich Theo zurück.
Der Plot der Story ist nicht neu und ich fand die Handlung im weiteren Verlauf etwas vorhersehbar. Trotzdem hat sich das Buch gut lesen lassen. Avery mochte ich von Anfang an sehr gerne. Sie ist sympathisch und stark und kämpft sich ins Leben zurück. Mit Theo hingegen hatte ich so meine Probleme und es dauerte eine Zeit, bis ich mit ihm warm wurde. Beide Protagonisten wurden tiefgründig gezeichnet.
Gepunktet hat die Autorin mit ihren Nebencharakteren, von denen ich gerne mehr erfahren hätte. Da dies der Auftaktband ist, gehe ich davon aus, dass ich noch über den ein oder anderen etwas lesen kann. Der Handlungsstrang der Nebenprotagonisten hat die fehlende Spannung durchaus kompensiert.
Gut gefallen haben mir auch die Aspekte des Leistungssports. Man muss schon hart trainieren, um bei den Besten dabei sein zu können.
Überhaupt hat die Autorin das Talent, die Gegebenheiten bildlich zu beschreiben. Es hat Spaß gemacht, die Truppe auf der Erkundungstour durch New York zu begleiten.
Fazit:
„An Ocean between us“ ist fesselnd geschrieben und Averys Entwicklung wie auch die Liebesgeschichte sind wunderbar beschrieben. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.