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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.12.2020

Wie fühlt es sich an, alt zu werden?

Der Regisseur / Der Kuss
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Der Roman “Der Kuss” ist eine Fortsetzung des Romans "Der Regisseur" von Olivia Kleinknecht.
Ich kenne "Der Regisseur" bereits, denke aber, dass man "Der Kuss" auch ohne Vorkenntnisse lesen kann.

Das ...

Der Roman “Der Kuss” ist eine Fortsetzung des Romans "Der Regisseur" von Olivia Kleinknecht.
Ich kenne "Der Regisseur" bereits, denke aber, dass man "Der Kuss" auch ohne Vorkenntnisse lesen kann.

Das Buch ist wirklich gut geschrieben, es liest sich flüssig. Allerdings ist es keine leichte Kost. Es handelt vom älter werden und der Auseinandersetzung mit dem Tod.

Auf jeden Fall ein Buch, das nachdenklich macht.

Die Autorin schafft es, die Protagonisten, mit all ihren Problemen, aber auch deren Gefühlen authentisch wirken zu lassen. Die anderen Personen werden ebenfalls gut beschrieben, so dass man sie sich ebenfalls gut vorstellen kann.

Der Roman ist aus wechselnder Perspektive geschrieben. Mir gefällt der Perspektivwechsel sehr gut, weil man den Eindruck hat, einfach mehr Infos zu erhalten.

Die unterschiedlichen Handlungsstränge werden gekonnt miteinander verwoben.

Ich vergebe für diese interessante Umsetzung 4 Sterne.

Veröffentlicht am 09.11.2020

Sympathische, dänische Ermittlerin

Helle und der falsche Prophet
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"Helle und der falsche Prophet" ist bereits der dritte Fall für die extrem sympathische und authentisch dargestellte Kommissarin Helle Jespers.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, was mich wirklich ...

"Helle und der falsche Prophet" ist bereits der dritte Fall für die extrem sympathische und authentisch dargestellte Kommissarin Helle Jespers.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, was mich wirklich gut unterhalten hat.

Das Cover ist in meinen Augen ein richtiger Hingucker. Mir gefällt es super und passt richtig gut zur Handlung.

Das Buch ist sehr flüssig und mitreißend geschrieben, so dass man es eigentlich gar nicht aus der Hand legen möchte.

Als Dänemark-Fan haben mich natürlich auf jeden Fall die tollen Orts-/Umgebungsbeschreibungen begeistert. Alles ist sehr anschaulich beschrieben, so dass ich ein klares Bild vor Augen hatte.

Besonders angetan hat es mir aber Helle Jespers selbst. Sie ist wirklich ein toller Charakter, der sehr realistisch dargestellt wurde. Man kann ihre Gefühle förmlich spüren und so ihr Tun und Handeln gut nachvollziehen. Als Ermittlerin arbeitet sie absolut souverän und trifft eigentlich immer den richtigen Ton. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, sie während der Ermittlungen zu begleiten.

Die Geschichte beinhaltet unterschiedliche Handlungsstränge, die sich nach und nach mehr miteinander verweben und zum Schluss ein passendes Ende ergeben.
Gerade zum Schluss hin, wird es nochmal richtig spannend und auch Helle kommt kurzzeitig an ihre Grenzen.

Leider habe ich zwischenzeitlich den einen Handlungsstrang etwas aus den Augen verloren, weil es andere gab, die einfach vordergründiger behandelt wurden. Dieser besagte Handlungsstrang wird aber lückenlos und logisch aufgeklärt.

Für mich ist "Helle und der falsche Prophet" ein gelungener Krimi, der Lust auf weitere Fälle mit Helle Jespers macht.

Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Fans von vielschichtigen Krimis.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.10.2020

Ein aussergewöhnliches Buch, was mir gut gefallen hat, weil es eben mal etwas anderes war.

Kalmann
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Dieses Buch besticht eindeutig durch den aussergewöhnlichen Protagonisten Kalmann, der mir mit seiner besonderen Art und seiner Sicht auf die Dinge noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Kalman erzählt ...

Dieses Buch besticht eindeutig durch den aussergewöhnlichen Protagonisten Kalmann, der mir mit seiner besonderen Art und seiner Sicht auf die Dinge noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Kalman erzählt seine eigene Geschichte, das Leben in Island, den Ereignissen in einem kleinen Dorf, sein Wirken als Dorfsheriff, aber auch Themen wie Klimawandel und Überfischung der Meere fließen gekonnt in die Geschichte ein.

Durch Kalmann´s Eigenheiten kann er oft, Wichtiges von Unwichtigem nicht unterscheiden, so dass er sich in Dingen verliert und abschweift. Das kann man durchaus als etwas langatmig empfinden. Ich habe es aber als nicht störend empfunden.

Der Autor schreibt fließend, so dass man das Buch wirklich gut lesen kann.
Vor allem die Natur-und Tierbeschreibungen sind sehr anschaulich und gut vorstellbar dargestellt.

Man sollte auf jeden Fall berücksichtigen, dass dieses Buch ein Roman, kein Krimi ist, auch wenn es einen Toten gibt. Hier sollte man also keine hochspannende Ermittlungsarbeit erwarten. Es geschehen so einige Dinge, zum Teil wirklich überraschend und gerade mit dem Ende hätte ich so keinesfalls gerechnet. Das ist dem Autor richtig gut gelungen.

Warum ich aber bei der Bewertung einen Stern abgezogen habe liegt daran, dass ich als Leser doch mit ein paar ungeklärten Fragen zurückgeblieben bin. Sicherlich gibt das dem Leser mehr Freiraum für die eigenen Gedanken, ich hätte es mir aber in diesem Fall anders gewünscht.

Dennoch hat Kalmann mich gut unterhalten und der rauen Natur Islands ein Stück näher gebracht. Ausserdem hat mich die Darstellung der Andersartigkeit des Protagonisten beeindruckt.

Veröffentlicht am 29.08.2020

#SocialMedia

Der Fahrer
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Bereits die Vorankündigungen zum neuen Buch von Andreas Winkelmann haben mich neugierig gemacht. Allein das Cover fand ich direkt anziehend und nach dem Lesen des Klappentextes war ich umso gespannter, ...

Bereits die Vorankündigungen zum neuen Buch von Andreas Winkelmann haben mich neugierig gemacht. Allein das Cover fand ich direkt anziehend und nach dem Lesen des Klappentextes war ich umso gespannter, was es mit MyDriver auf sich hat und wer/warum den Tod findet.

Der Autor versteht es, den Leser mit seinem mitreißenden Schreibstil direkt in seinen Bann zu ziehen. Die Kapitel wie immer eher kürzer, z.T. mit Cliffhangern, was natürlich absolut zum Weiterlesen animiert.

Kerner und Oswald haben mir wirklich gut als Ermittler gefallen, auch das man Einblicke in ihr Privatleben erhält.

In "Der Fahrer" geht es nicht nur um einen Serienmöder, der sein Unwesen treibt. Nein, es ist nichts wie es scheint und die Einbeziehung der sozialen Medien finde ich absolut zeitgemäß und lässt die Geschichte noch authentischer wirken.

Andreas Winkelmann versteht es, die Geschicht gut aufzubauen und den Leser zu verwirren.
Allerdings muss ich leider sagen, dass die Spannung zwischendrin kurzzeitig etwas abflaut, dann aber glücklicherweise zum Ende wieder aufgebaut wird.

Das Ende kam meiner Meinung nach etwas abrupt, so dass kaum Zeit für große Enthüllung und etwas ausführlichere Erklärung stattgefunden hat. Der Aha-Effekt zum Täter und den Morden blieb in diesem Buch leider aus.

Dennoch hat mich "Der Fahrer" wirklich gut unterhalten. Ein solider Thriller, der Lust auf weitere Fälle mit Kerner und Oswald macht.
Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2020

Was ein Phonetiker alles hört...

Die Frequenz des Todes
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Was für eine schreckliche Vorstellung. Eine Mutter kommt ins Zimmer und sieht ein leeres, mit Blut verschmiertes Babybett. Von dem Kind fehlt jede Spur. Die verzweifelte Mutter setzt einen Notruf ab, der ...

Was für eine schreckliche Vorstellung. Eine Mutter kommt ins Zimmer und sieht ein leeres, mit Blut verschmiertes Babybett. Von dem Kind fehlt jede Spur. Die verzweifelte Mutter setzt einen Notruf ab, der jedoch unterbrochen wird.
Wenn jemand helfen kann, den Notruf zu analysieren, dann ist es Matthias Hegel, der jedoch noch in U-Haft sitzt. Wie bereits in "Auris" spannt Hegel die junge Crime-Podcasterin Jula für seine Zwecke ein.

Nachdem ich "Auris" (Teil 1) gelesen hatte und mich die Story und auch die Arbeit des Phonetikers, Matthias Hegel neugierg gemacht haben, wollte ich natürlich wissen, wie es mit Hegel, Jula und den parallelen Handlungssträngen weitergeht, denn "Auris" endet mit einem Cliffhanger. Es ist zwar nicht zwingend erforderlich Teil 1 gelesen zu haben, da auch in "Die Frequenz des Todes" die wichtigesten Eckdaten aus Teil 1 einfließen. Allerdings kann ich nur jedem empfehlen, mit "Auris" zu starten, um auch die Charaktere und ihre Eigenheiten besser verstehen zu können.

Das Cover ist optisch dem ersten Teil angepasst, was mir recht gut gefällt. Zum Einen, weil es wieder sehr schlicht gehalten ist, zum Anderen, weil man sofort erkennt, dass die Bücher zusammen gehören.

Der Schreibstil lässt sich einfach gut lesen. Die eher kurzen Kapitel werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Mir gefällt dieser Erzählstil immer total gut, weil man so noch mehr über die unterschiedlichen Menschen erfährt. Ausserdem werden Gedanken in "kursiv" wiedergegeben.

"Die Frequenz des Todes" startet direkt spannend und erschreckend zu gleich. Ein enführtes Baby... eine verstörte Mutter... ein abgebrochener Notruf.

Mich hat die Geschichte total gefesselt.

Über die Arbeit von Hegel erfährt man in diesem Buch noch viel mehr. Ich fand es sehr beeindruckend, was man, wie hier, alles aus diesem Notruf heraushören kann.

Hegel bleibt weiterhin sehr undurchsichtig, was mich aber nicht stört. Eher im Gegenteil, es hat die Neugierde auf einen nächsten Fall geweckt.
Sehr gut gefallen hat mir, dass Jula sich weiterentwickelt hat. Sie wirkt auf mich zielstrebiger und selbstbewusster als noch in "Auris".

Allerdings fand ich auch in diesem Buch, dass einige Szenen doch sehr konstruiert und daher eher unglaubwürdig wirken.

Das Ende war teilweise zu erahnen, hat mich aber, durch die ein oder andere Wendung, dennoch überrascht.
Auch "Die Frequenz des Todes" endet mit einem weiteren Cliffhanger, was mich nun gespannt auf den nächsten Teil warten lässt.

Alles in allem ein sehr guter und spannender Thriller.

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