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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2020

gelungener Thriller, hoffentlich gibt’s noch mehr Fälle mit Finkel und Silber

Meereskalt
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Während einer exklusiven privaten Gartenparty verschwinden die beiden Kinder des Gastgebers. Da der Vater ein renommierter Politiker ist, werden Hardy Finkel und Greta Silber, erfahrene Ermittler, mit ...

Während einer exklusiven privaten Gartenparty verschwinden die beiden Kinder des Gastgebers. Da der Vater ein renommierter Politiker ist, werden Hardy Finkel und Greta Silber, erfahrene Ermittler, mit dem Fall betraut. Die Kinder werden in einem Boot mitten auf dem Meer gefunden. Leider ist das Mädchen bereits tot und der Bruder kaum ansprechbar. Er kann darum auch keine Beschreibung des Täters geben, nur den kryptischen Hinweis auf Peter Pan….
Für die beiden Ermittler ist dies ein sehr schwieriger Fall, da es auch Hinweise auf einen mehrere Jahre zurückliegenden Vermisstenfall gibt. Alles deutet auf einen Mann im nähren Umfeld der Politikerfamilie hin. Ich war schon etwas enttäuscht, als sich die Täterschaft so frühzeitig herauskristallisiert hat. Für mich ist dann immer der wesentliche Teil der Spannung verbrannt. Aber Elias Haller wäre kein so guter Thriller-Autor, wenn es nicht noch zu einer entscheidenden und unvorhersehbaren Wende kommen würde. Beide Ermittler haben mir wieder sehr gut gefallen, wobei in diesem Teil Greta mehr zu „knabbern“ hatte. Für Sie wurde es zu einem sehr persönlichen Wettlauf gegen die Zeit.
Ich habe mich wieder sehr gut unterhalten gefühlt und gebe daher 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 30.08.2020

ergreifendes Schicksal, absolute Leseempfehlung

Am Himmel drei Sterne
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1942: Selma und Irma leben als Deutschsprachige in Siebenbürgen noch bei ihren Eltern. Sie sind jung, wollen das Leben genießen, die Liebe kennenlernen, doch der Krieg verändert auf abrupte Weise auch ...

1942: Selma und Irma leben als Deutschsprachige in Siebenbürgen noch bei ihren Eltern. Sie sind jung, wollen das Leben genießen, die Liebe kennenlernen, doch der Krieg verändert auf abrupte Weise auch ihrer beider Leben. Da Irma schon immer etwas kränklich und die Schwächere der beiden Geschwister war, muss Selma nicht nur sich, sondern auch ihre kleine Schwester während dieser leidvollen Zeit schützen und ums Überleben kämpfen….
Selma, die Hauptfigur in diesem Roman durchlebt eine grauenvolle Zeit, die mit dem Ende des Krieges erst so richtig ihr „Finale“ findet. Die Autorin hat dies so eindrucksvoll und anschaulich beschrieben, dass ich das Buch einfach nicht weglegen konnte. Diese junge Frau, die wie eine Löwin um das Leben ihrer sehr viel schwächeren Schwester und auch ihrer Freundinnen kämpft, hat mich stark beeindruckt. Denn eines weiß Selma, niemand wird böse geboren. Man kann nur durch seine Umwelt dazu gebracht werden. Diese Sicht auf die Welt hilft ihr an das Gute in den Menschen zu glauben und oft gelingt es ihr auch das Gute bei den Menschen an die Oberfläche zu holen. Alle um sie herum sehen in ihr die Starke und erwarten von ihr einen Plan. So muten manche von Selmas Rettungs- und Fluchtplänen schon recht wagemutig. Aber ihr Optimismus, den sie verbreitet, selbst wenn sie ihn selbst nicht empfindet, gibt den anderen Mut und Kraft weiterzumachen. Dieses Buch erhält von mir 5 Lese-Sterne und eine 100%ige Lese-Empfehlung.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Eine starke junge Frau – kurzweilig, unterhaltsam

So weit die Störche ziehen (Die Gutsherrin-Saga 1)
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Familie Twardy lebt mit 5 Kindern auf ihrem Gutshof in Ostpreußen. Alles dreht sich um die Pferde und deren Zucht. Bis 1939 ist dieses Leben idyllisch und von den Jahreszeiten geprägt. Auch Dora Twardy, ...

Familie Twardy lebt mit 5 Kindern auf ihrem Gutshof in Ostpreußen. Alles dreht sich um die Pferde und deren Zucht. Bis 1939 ist dieses Leben idyllisch und von den Jahreszeiten geprägt. Auch Dora Twardy, die älteste Tochter, ist mit ihrem Leben zufrieden. Mit ihren 16 Jahren, gerade an der Schwelle zur Frau und ihrem guten Aussehen, findet sie unter den jungen Männern so manchen Verehrer. Ja Dora ist lebenshungrig, genießt die Bewunderung der jungen Herren, aber ihr Herz gehört Wilhelm von Lengendorff, dem Sohn eines Nachbargutes und besten Freund ihres Bruders Hans. Beide eint die Liebe zu den Pferden und beide träumen von einer gemeinsamen Reitschule. Doch dann greift die Wehrmacht Polen an und alle Pläne rücken in den Hintergrund….
Ich muss sagen, anfangs fand ich Dora, die Hauptfigur des Romans, furchtbar. Reiten, tanzen und sich putzen, so mein Eindruck, mehr braucht und kann sie nicht. Alles fällt ihr zu, wenn sie ihrer Bitte nur den richtigen Blick beifügt. Doch dann habe ich es für mich so bewertet: Dora war bei Kriegsausbruch 16, war lebenshungrig und da bisher in ihrem Leben immer alles nach ihren Wünschen ging, darum war sie sich als Frau auch nicht zu schade ihrem Wilhelm einen Heiratsantrag zu machen. Wilhelm kann ja nur JA sagen. Macht er aber nicht, denn im Gegensatz zu Dora, die oft spontan und unüberlegt handelt, ist er ein Kopfmensch.
Mit zunehmender Dauer des Krieges muss auch Dora ihren Beitrag für das Wohl der Familie und dem Erhalt des Gutes leisten. Anfangs, als Hilfe im Haushalt des kürzlich verwitweten Onkels, fällt ihr das noch sehr schwer. Doch als das Gut in eine finanzielle Schieflage gerät, da ist sie es, die sich mit der Buchhaltung beschäftigt. Per Selbststudium versucht die Vorgänge und Zahlungen zu verstehen und das Gut zu retten. Ja, ab hier steht sie ihren Mann und wird, bis der Krieg zu Ende ist, noch manche „Schlacht“ zu schlagen haben. Dora wird unter den Umständen zu einer mutigen, aber auch herzensguten Frau und darum habe ich sie schlussendlich doch noch gemocht.
Ich habe mich jedenfalls wunderbar unterhalten gefühlt und gebe darum 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

sehr atmosphärisch und gut gelungener Zeitroman

Das Lichtenstein – Modehaus der Träume
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Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts: das Modehaus Lichtenstein, ein familiengeführtes Kaufhaus, das keine Wünsche offenlässt. Aber auch die Lichtensteins müssen mit der Zeit gehen und die verlangen Veränderungen. ...

Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts: das Modehaus Lichtenstein, ein familiengeführtes Kaufhaus, das keine Wünsche offenlässt. Aber auch die Lichtensteins müssen mit der Zeit gehen und die verlangen Veränderungen. Veränderungen, deren Umsetzung sich Jacob gerne stellt, denen sich sein Bruder Ludwig aber entgegenstellt. Ärger ist also vorprogrammiert. Als wenn das noch nicht reicht, kommen aber noch weitere Katastrophen auf das Kaufhaus zu….
Für mich war dieser Roman Lesefreude pur. Einfach anfangen und abtauchen. Die Atmosphäre in dem Kaufhaus, die Probleme mit der Produktpalette, mit der (Neu)Ausrichtung, all das wird wunderbar beschrieben. Da begegnen den Leser Begriffe, die es heute nicht mehr gibt, die aber zur damaligen Zeit gehören. Zum Glück hat die Autorin im Anhang Erläuterungen dazu gegeben.
Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Abwechselnd stehen die Kapitel unter dem Titel einer der Hauptfiguren, ohne dabei die chronologische Reihenfolge der Ereignisse dadurch außer Acht zu lassen. Dadurch wirkte die Geschichte beim Lesen sehr lebendig.
Meine Lieblingsfiguren waren Jacob Lichtenstein.
Jacob, der zurückhaltende der beiden Brüder, sieht die Notwendigkeit für Veränderungen, hat Visionen. Aber was mir am meisten an ihm gefällt – er findet in kritischen Situationen immer die richtigen, angemessenen Worte, um die Menschen zu erreichen. Deshalb stehen auch in Krisenzeiten seine Angestellten fest hinter ihm. Auf mich wirkten alle zusammen wie eine große, glückliche Familie.
Ich habe mich mit diesem Roman wunderbar unterhalten gefühlt und gebe daher 5 Lese-Sterne, eine 100%ige Lese-Empfehlung eingeschlossen.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Spannung bis zum Schluss, super Lesestoff

Geburtstagskind (Ewert Grens ermittelt 1)
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Mich hatte die Leseprobe neugierig gemacht. Denn gleich zu Anfang läuft ein kleines Mädchen durch die Wohnung und singt für sich selbst „Hoch soll sie leben“. Schließlich hat sie vor 2, 3 Tagen Geburtstag ...

Mich hatte die Leseprobe neugierig gemacht. Denn gleich zu Anfang läuft ein kleines Mädchen durch die Wohnung und singt für sich selbst „Hoch soll sie leben“. Schließlich hat sie vor 2, 3 Tagen Geburtstag gehabt und sogar ihre Geburtstagstorte mit den fünf Kerzen steht noch auf dem Tisch. Ihre Geschwister wie auch die Eltern sind zwar in der Wohnung, doch bereits seit Tagen tot. Als der Stockholmer Kommissar Ewert Grens in die Wohnung kommt und dort das kleine Mädchen zwischen den vielen Toten völlig unbefangen springen sieht und singen hört, ist dies für ihn ein nur schwer zu ertragenem Anblick.
17 Jahre später wird die Wohnung wieder zum Tatort und Grens bleiben nur 3 Tage Zeit den Täter zu ermitteln….
Die Geschichte ist von Anfang bis Ende sehr spannend. Schon allein die Schilderungen wie Gerüchte Bedürfnisse wecken (hier im negativen, manipulierten Sinn), fand ich beeindruckend, aber auch sehr realistisch geschildert.
Wenn man dann noch liest, wie weit Hoffman geht, um seine Familie zu schützen, den Wettlauf gegen die Zeit, immerhin sind es nur drei Tage, aufnimmt, dann kann man schon eine Gänsehaut bekommen. Ich habe mich mit dem Buch sehr spannend unterhalten gefühlt und das wendungsreiche Ende empfand ich als sehr gelungenen Abschluss. Darum gibt’s von mir auch 5 Lese-Sterne.

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