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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2020

Ein absolut gelungener Auftaktband um Roxy und Shaw

Midnight Chronicles - Schattenblick
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„Midnight Chronicles – Schattenblick“ ist der erste Band einer sechsteiligen Reihe des Autorenduos Bianca Iosivoni und Laura Kneidl. Ich hatte schon viel von den beiden Autorinnen gehört, aber Schattenblick ...

„Midnight Chronicles – Schattenblick“ ist der erste Band einer sechsteiligen Reihe des Autorenduos Bianca Iosivoni und Laura Kneidl. Ich hatte schon viel von den beiden Autorinnen gehört, aber Schattenblick war tatsächlich mein erstes Buch von Bianca Iosivoni.
Um es direkt vorwegzunehmen: Schattenblick gehört zu meinen Lesehighlights 2020!
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, was am genialen Schreibstil sowie am faszinierendem Plot und einer interessanten Fantasy-Welt liegt, in die man am liebsten direkt eintauchen möchte.

Roxy ist eine Huntress und lebt in der Huntervereinigung in London. Deren Mitglieder ziehen aus, um die Wesen der Dunkelheit zu bekämpfen, um so für Sicherheit auf Londons Straßen zu sorgen. Durch Unwissenheit hat Roxy einen fatalen Fehler begangen, den sie nur schwer wieder gut machen kann. Ihre Mission: 449 entflohene Seelen in ebenso vielen Tagen zurückschicken. Das zu schaffen scheint fast unmöglich zu sein. Bei ihren Streifzügen befreit sie einen jungen Mann, der von einem Geist besessen war. Doch Shaw, wie er sich fortan nennt, hat keinerlei Erinnerungen. Und nun soll Roxy ein Auge auf ihn haben.

Der Einstieg ins Buch ist den Autorinnen absolut gelungen. Ich war bereits nach wenigen Seiten fasziniert. Roxy ist ein Charakter, den man von der ersten Minute an ins Herz schließt. Nach außen wirkt sie unnahbar und abweisend, aber sie hat ein großes Herz und versucht ihr Dasein zu genießen und dazu gehört definitiv gutes Essen.
Shaw kann sich bei seinem Erwachen an nichts erinnern. Es macht Spaß, an seiner Seite das Leben und die Aufgaben der Hunter zu erkundigen. Shaw weiß seinen Platz noch nicht und entschließt sich deshalb, bei den Huntern zu bleiben. Er ist hilfsbereit, liebenswürdig und liebt es zu kämpfen. Gemeinsam mit Shaw freut man sich, wenn ein kleines Puzzleteilchen seiner Vergangenheit auftaucht.
Roxy und Shaw sind recht unterschiedlich, doch ist beim Lesen die Magie und Spannung zwischen beiden deutlich zu spüren.

Nicht nur die Hauptprotagonisten sind vielschichtig geschaffen, auch die Nebenprotagonisten sind liebevoll und interessant gestaltet und machen absolut Lust auf mehr! Und da es weitere Folgebände gibt, wird man hoffentlich noch einige Hunter besser kennenlernen.
Die Spannung war von Beginn an da, sie hat mich nicht mehr losgelassen und die Autorin hat die Spannung durch einige unvorhersehbare Twists hoch gehalten. Immer wieder wurde neue Fragen aufgeworfen und bei weitem nicht alles beantwortet. Was habe ich mitgefiebert.

Der Schreibstil ist locker-leicht, flüssig und absolut mitreißend. Erzählt wird das Buch in der Ich-Perspektive abwechselnd aus der Sicht von Roxy und Shaw, was den Leser am Gefühlsleben der beiden intensiv teilhaben lässt. Überhaupt hat das Buch absolut gepunktet, was die Emotionen betrifft.
Der zweite Band ist für Februar 2021 angekündigt, der nächste Band um Roxy und Shaw für August 2021. Da stellt sich mir schon die Frage, wie man diese Wartezeit überstehen soll?! Vielleicht mit Triple Choclate Cakes?

Fazit:
Intensiv, magisch und absolut spannend! Ich habe den ersten Band quasi inhaliert, weil mich die Story vom ersten Kampf an gefesselt hat und ich kann das Erscheinen der nächsten Bände kaum erwarten. Für mich ist „Schattenblick“ mein Fantasy-Highlight 2020!!

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Veröffentlicht am 01.09.2020

Ein Psychothriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat

Remember Me – Tödliche Vergangenheit
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Annabell Nolan war für mich eine neue Autorin, die ich nun im Auge behalten werde. Der Klappentext hat mich direkt angesprochen, sodass ich mich auf die Lektüre dieses Buchs gefreut habe.

Jubilee Harper ...

Annabell Nolan war für mich eine neue Autorin, die ich nun im Auge behalten werde. Der Klappentext hat mich direkt angesprochen, sodass ich mich auf die Lektüre dieses Buchs gefreut habe.

Jubilee Harper hat in der Vergangenheit einen schlimmen Fehler begangen, deren Preis eine andere Familie bezahlt hat. Seitdem liebt sie sehr zurückgezogen. Nach einem Mordanschlag wurde aus Jubilee Harper Lee Kramer und auch ihre Adresse hat sich dank der Hilfe ihres besten Freundes geändert.
Ihr neuer Nachbar sorgt bei Lee wieder für Herzklopfen, ein Gefühl, das sie lange nicht mehr hatte. Noch ahnt Lee nicht, dass sie trotzdem von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, denn sie glaubt, dass ihre Psyche ihr einen Streich spielt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, flüssig, mitreißend und gefühlvoll. Die Geschichte ist spannend und ich war sehr schnell von Lees Schicksal gefesselt.

Durch die Besuche beim Psychologen werden immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit eingeschoben, sodass man als Leser mehr und mehr die Geschehnisse und wie es dazu gekommen ist, versteht.

Erzählt wird die Story aus der Sicht von Jubilee oder Lee, wie sie sich später nennt. Der Wechsel aus Gegenwart und Vergangenheit sorgt für eine stetig anwachsende Spannung. Als aber immer wieder seltsame Dinge passieren, nagt das gewaltig an Lees Selbstbewusstsein, denn eigentlich kann das gar nicht sein – oder doch?

Die Autorin hat den Fokus nicht auf die sich anbahnenden Liebesgeschichte gelegt, sondern auf das Drama und welche Wege dieses nimmt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Lees Charakterisierung ist der Autorin hervorragend gelungen und man ist als Leser hautnah dabei, da Lee die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Man erlebt ihre Gefühle und Gedanken direkt mit und kann auch ihre Panikattacken fast mitfühlen.
Bei Lees Nachbar Garland hätte ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, aber das hat den Lesefluss so nicht weiter gestört.
Gegen Ende ahnt man, wer dahinter stecken könnte, aber mit so einer dramatischen Wendung habe ich nicht wirklich gerechnet.

Fazit:
Ein Psychothriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat und der Spaß gemacht hat.

Veröffentlicht am 01.09.2020

Eine absolut gelungene Fortsetzung mit Wohlfühlcharakter. Humorvoll, spannend mit einem Hauch Romantik.

Hex Files - Wilde Hexen
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Von „Hex Files – Hexen gibt es doch“ war ich absolut begeistert und habe mich schon auf diesen zweiten Band gefreut. Der Klappentext klingt interessant, aber ich hätte Band zwei auch ohne Kenntnis des ...

Von „Hex Files – Hexen gibt es doch“ war ich absolut begeistert und habe mich schon auf diesen zweiten Band gefreut. Der Klappentext klingt interessant, aber ich hätte Band zwei auch ohne Kenntnis des Klappentextes gelesen, denn für mich war klar, dass ich „Hex Files – Wilde Hexen“ lesen muss.

Ivy hat seit der letzten gemeinsamen Nacht mit Adeptus Exemptus Winter nichts mehr von ihm gehört – bis er Wochen danach plötzlich mit einem weiteren Auftrag vor ihrer Tür steht. Ihre Fähigkeiten als Hexe werden am Set von Ivys Lieblingsserie „Verwünscht“ benötigt. Sie soll dort heimlich für den Magischen Orden spionieren. Das geht am besten, wenn mal als Set-Runner unterwegs ist, denn da bekommt man überall Zugang. Ivy ist sofort Feuer und Flamme, zumal Raphael Winter in der Nähe des Sets bleibt. Und so viel Arbeit wird das schon nicht sein, denkt sich Ivy. Dass es mehr als einmal brenzlig wird, damit hätte Ivy nie im Leben gerechnet.

Ich muss gestehen, dass Ivy Wild und Raphael Winter zu meinen Lieblingscharakteren in der Welt der Fantasy-Geschichten gehören.
Man muss Ivy einfach mögen. Sie ist sympathisch, trägt ihr Herz auf der Zunge, ist unkonventionell, intelligent und dabei magisch ziemlich begabt. Dabei liebt sie gutes Essen ebenso sehr wie ausschlafen und faul sein. Es macht Spaß, beim Lesen ihre Gedanken mitzuverfolgen.
Raphael Winter ist sexy, ein Magier des Ordens, hat die tollsten saphirblauen Augen der Welt und steht auf Ivy, oder doch nicht? Ich habe ihn bereits in Band eins in mein Herz geschlossen.
Fehlt nur noch der Kater Brutus, der auch diesmal wieder ein Highlight in der Story war.

Diese wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Ivy erzählt, lediglich den Epilog erlebt man aus der Sicht von Raphael Winter.
Die Story ist absolut bezaubernd. Packend und witzig geschrieben, versprüht sie einen unwiderstehlichen Charme. Die Situationskomik ist klasse, ich musste beim Lesen immer wieder grinsen. Andererseits ist die Handlung des Falles spannend und voller unerwarteter Wendungen. Und ja, ich habe mitgefiebert und mitgerätselt, es gab viele Spuren und einige Verdächtige. Doch auf den wahren Täter wäre ich nicht gekommen.

Und dann ist da noch die Sache mit der Liebe. Ivy steht auf Raphael, doch erwidert er ihre Gefühle?
Ein Lob geht auch an die Übersetzung, die sehr gelungen ist.

Aber das Ende!! Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht! Zum Glück erscheint der dritte Band bereits Anfang Dezember. Und ich finde es ehrlich gesagt schade, dass es „nur“ drei Bände gibt. Bitte mehr davon!

Fazit:
Eine absolut gelungene Fortsetzung mit Wohlfühlcharakter. Humorvoll, spannend mit einem Hauch Romantik. Für mich ist Hex Files das Serienhighlight 2020!

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Veröffentlicht am 27.08.2020

Ein faszinierendes Hörbuch über einen True-Crime-Fall, der berührt und einen nicht mehr loslässt.

SOKO Erle
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Im Jahr 2016 wird am Kaiserstuhl am helllichten Tag eine Joggerin ermordet. Der Fall sorgt für bundesweites Aufsehen, wurde doch kurz zuvor knapp 30 Kilometer entfernt ebenfalls eine Frau ermordet. Eine ...

Im Jahr 2016 wird am Kaiserstuhl am helllichten Tag eine Joggerin ermordet. Der Fall sorgt für bundesweites Aufsehen, wurde doch kurz zuvor knapp 30 Kilometer entfernt ebenfalls eine Frau ermordet. Eine nervenaufreibende und langwierige Suche nach dem Täter beginnt.
Geschildert wird dieser True Crime Fall und seine Abläufe aus Sicht des damaligen Polizeisprechers, der ein Mitglied der für die Aufklärung betrauten Sonderkommission Erle war.
Es ist die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.

Walther Roth hat einen faszinierenden Schreibstil, der den Leser bzw. Hörer fesselt. Er beschreibt in einem Tatsachenbericht authentisch die monatelange Arbeit der Polizei. Dabei hält er sich an den chronologischen Ablauf der Ereignisse und verzichtet auf reißerische Elemente. Das fand ich als Leser besonders faszinierend, weil man hautnah verfolgen kann, was alles notwendig ist, um den Täter zu finden. Man muss sich wundern, welche Spuren und Hinweise an die Polizei herangetragen werden und wie viele Mitarbeiter mit dem Fall betraut waren. Unermüdlich geht die SoKo allen Hinweisen nach.
Der Polizeialltag und die Polizeiarbeit werden authentisch geschildert. Dabei bleibt der Autor sachlich und informativ. Faszinierend auch die Ausflüge zu Schulungen, wie beispielsweise die Wahrnehmung von Personen durch Zeugen. Man spürt zwischen den Zeilen aber auch die Aussichtslosigkeit, als nach Monaten der Täter nicht gefasst ist - und doch ist niemand bereit aufzugeben.
Spur-Nummer 4334 ist das Puzzleteil, das den Täter überführt. Ein verdammt langer Weg!

Mit Erich Wittenberg wurde der Sprecher absolut perfekt besetzt. Er findet den richtigen Ton, um die Ermittlungen zu schildern und gleichzeitig gibt es emotionale Stellen, die er mit Wärme liest und die mich tief berührt haben.
„Soko Erle“ hat mich absolut gefesselt. Ein faszinierender True Crime Fall, in welchem man doch einiges erfährt, was ich so von der Polizeiarbeit nicht erwartet hätte bzw. es mir einfach nicht so vorgestellt habe.
Ich ziehe meinen Hut sowohl vor dem Autor Walther Roth als auch vor dem Sprecher Erich Wittenberg, die uns die langwierigen Ermittlungen zum Mordfall Carolin G bildlich, sachlich und informativ näherbringen. Und uns gleichzeitig die Menschlichkeit der Polizisten mit all den Emotionen vor Augen führen.

Fazit:
Ein faszinierendes Hörbuch über einen True-Crime-Fall, der berührt und einen nicht mehr loslässt. Intensiv und fesselnd mit einer perfekten Sprecherwahl!

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Veröffentlicht am 21.08.2020

unheimlich fesselnd, rasant und kurzweilig

Aus schwarzem Wasser
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Der Klappentext hat mich direkt angesprochen, weshalb ich den Thriller „Aus schwarzem Wasser“ unbedingt lesen wollte. Was folgte waren spannende Lesestunden – ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. ...

Der Klappentext hat mich direkt angesprochen, weshalb ich den Thriller „Aus schwarzem Wasser“ unbedingt lesen wollte. Was folgte waren spannende Lesestunden – ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.
Die Innenministerin Dr. Patricia Kohlbeck ist im Dienstauto mit ihrer Tochter unterwegs, als die Bremsen versagen und das Fahrzeug in die Spree rast. Den letzten Satz, den Maja von ihrer Mutter hört war: „Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin“. Beide sterben. Eigentlich. Denn Maja wacht wieder auf und realisiert, dass sie in einem Leichensack im Krankenhaus liegt. Die letzten Worte ihrer Mutter noch im Ohr, flieht sie zu ihrem Freund. Und sucht Antworten. Wem kann sie noch trauen? Wie konnte sie 20 Minuten unter Wasser überleben? Wie konnte sie aus dem gepanzerten Dienstauto unter Wasser gerettet werden?

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig mit knackigen Sätzen und kurzen Kapiteln. Sie versteht es, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.
Der Thriller ist aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeitebenen geschrieben. Einmal verfolgt man Majas Bemühungen in der Gegenwart, Antworten auf ihre Fragen zu finden. Dann begleitet man Majas Mutter bei ihren Forschungen als Ärztin, bevor sie Innenministerin wurde.
Anne Freytag hat Spannung mit Fantasy gekonnt verwoben, und daraus einen unheimlich fesselnden Thriller erschaffen. Die Autorin hat ein Geschick, die Handlungen und Geschehnisse so zu erzählen, als wäre man mittendrin dabei.
Die Protagonisten wurden authentisch und tiefgründig dargestellt. Der eine war mehr sympathisch, der andere weniger sympathisch. Man fragt sich während des Lesens immer wieder: Wer ist Freund? Wer ist Feind? Man spürt als Leser mit jeder Seite direkt die Gefahr, in der Maja schwebt.
Aufgrund der Spannung und des rasanten Schreibstils merkt man nicht, dass der Thriller über 600 Seiten hat. Die Seiten fliegen quasi so dahin.
Dabei werden Themen wie Politik und Umweltkatastrophen hervorragend mit Fantasy-Elementen verwoben und machen diesen Thriller zu etwas besonderem.
Der Spannungsbogen ist von Beginn an da und die Autorin schafft es, diesen permanent hoch zu halten, sodass man kaum Atem holen kann.
Fazit:
Ein Thriller, der unheimlich fesselnd, rasant und kurzweilig geschrieben wurde und mit seinen Themen wie Politik, Umwelt und Fantasy absolut überzeugt! Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung!