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Veröffentlicht am 03.09.2020

Breit gefächerter und spannender Krimi

Helle und der falsche Prophet
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Inhalt übernommen:

Es ist Oktober und Helle Jespers ist im Urlaub. Doch selbst Pastis, Zigaretten und südfranzösische 18 Grad Lufttemperatur können die dänische Polizeikommissarin nicht davon ablenken, ...

Inhalt übernommen:

Es ist Oktober und Helle Jespers ist im Urlaub. Doch selbst Pastis, Zigaretten und südfranzösische 18 Grad Lufttemperatur können die dänische Polizeikommissarin nicht davon ablenken, dass es zu still in ihrem Leben zugeht. Hätte sie nach Fredrikshavn zur Polizeibehörde gehen sollen? Zur Mordkommission nach Kopenhagen? Stattdessen hat sie es sich in Skagen zwischen den Dünen in ihrer kleinen Polizeistation gemütlich gemacht. Plötzlich klingelt aber mitten im Urlaub Helles Handy. Ihr Kollege Ole hat eine erschütternde Nachricht: Eine enge Freundin ihres Sohnes wurde tot am Strand aufgefunden. Steht die Leiche in Zusammenhang mit einem jungen Paar auf der Flucht in Zusammenhang, das eine Schneise der Verwüstung bis nach Kopenhagen zieht? Helle ist klar: Diesen Fall übernimmt sie selbst. Sie steigt in den nächsten Flieger zurück nach Dänemark und beginnt mit den Ermittlungen. Was sie nicht ahnt: dieser Mord war erst der Anfang, und er wird das Leben ihrer Familie betreffen…

Meine Meinung:

Das Buch fing etwas gemächlich an,die Ermittlerin ist mit ihrem Mann und dem Familien Hund Emil im Urlaub. Sie macht sich Gedanken über ihre Zukunft, die Kinder sind aus dem Haus und ihre Berufsleben füllt sie nicht wirklich aus.
Der Anruf ihres Kollegen, der ihr vom Auffinden einer jungen Frau berichtet, ändert die Situation schlagartig. Es handelt sich um Merle, eine gute Freundin ihres Sohnes. Als Helle die Ermittlungen aufnimmt, ergeben sich Schlag auf Schlag immer neue Aspekte. Ein junges Pärchen ist auf der Flucht und eine geheimnisvolle Sekte taucht auf. Nach und nach ergeben sich haarsträubende Gemeinsamkeiten zwischen den Fällen.
Es ist für mich das erste Buch dieser Autorin und ich bin sehr begeistert.Sie baut die Geschichte geschickt auf und erhöht sukzessive die Spannung.
Die Protagonisten, sowie auch ihr Umfeld waren mir überwiegend sehr sympathisch. Sie waren gut beschrieben und wirkten authentisch.
Von den verschiedenen Themen, welche hier behandelt werden, haben mich besonders die dunklen Machenschaften der Sekte beeindruckt. Ich habe schon einige Bücher gelesen, welche sich mit dieser Thematik befassen und bin immer wieder entsetzt, wie es den so genannten Führern gelingt, so viele Menschen in ihren Bann zu ziehen und ihr Leben völlig zu vereinnahmen.

Fazit:

Das Buch hat mir ein paar Stunden spannende Unterhaltung geboten, ich empfehle es gerne weiter und vergebe fünf Sterne.

Veröffentlicht am 29.08.2020

Die neue Zukunft

Träume aus Samt
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Inhalt übernommen:

August, 1940. Amerika soll für Ruth Meyer und ihre Familie das Land der Freiheit werden. Endlich haben sie es geschafft, aus Europa zu fliehen. Doch wird man sie als deutsche Juden ...

Inhalt übernommen:

August, 1940. Amerika soll für Ruth Meyer und ihre Familie das Land der Freiheit werden. Endlich haben sie es geschafft, aus Europa zu fliehen. Doch wird man sie als deutsche Juden in der Fremde willkommen heißen? Die Zeichen stehen zunächst nicht zum Besten. Kaum am Hafen angekommen fällt Ruths Vater auf Betrüger herein. In Chicago, der vorerst letzten Station ihrer Odyssee, versucht Ruth sich einzurichten und Arbeit zu finden. Immer sind ihre Gedanken bei ihren Verwandten, die in Deutschland zurückbleiben mussten. Bald aber hat sie noch andere Sorgen. Ein junger Mann wirbt um sie – leider ist er Soldat und muss in die Hölle des Krieges, der sie gerade entkommen ist.

Meine Meinung:

Endlich ist die Familie Mayer, die ich über einen längeren Zeitraum begleiten durfte, in Amerika angekommen. Sie ist dem Krieg, der Verfolgung und den vielen Schikanen der Nazis entkommen, stellt jedoch bald fest, dass auch in Amerika nicht alles Sonnenschein ist.
Bereits bei der Ankunft fällt Karl Betrügern in die Hände,die ihn auf geschickte Art um einiges Geld erleichtern.
Ihre Freunde, die schon über ein Jahr in Amerika sind, haben ihnen eine kleine Wohnung besorgt und stehen Ihnen bei den ersten Eingewöhnungsschwierigkeiten tatkräftig zur Seite.
Karl und Ruth finden recht schnell eine Arbeit, auch wenn es nicht das ist, was sie sich erhofften. Sie lassen sich jedoch nicht unterkriegen und versuchen, mit den Gegebenheiten klar zu kommen. Die Sorge um die restliche Familie und die Freunde in Deutschland ist allgegenwärtig. Es gibt keine Nachrichten aus der Heimat und keine Informationen darüber,was aus ihnen geworden ist.
Wie auch im vorhergehenden Band steht Ruth im Mittelpunkt der Geschichte. Wieder muss sie zurückstehen und einige ihrer Träume begraben. Als sie sich in einen jungen Mann verliebt, der auch bald in den Krieg ziehen muss, setzt sie sich jedoch gegen den Widerstand ihrer Eltern durch.
Durch den einfühlsamen Schreibstil der Autorin ist es gelungen,die privaten Gegebenheiten der Familie ,mit dem Weltgeschehen zu verknüpfen, ohne bei letzterem allzusehr ins Detail zu gehen.
Dass die Geschichte einen realen Hintergrund hat, macht sie zusätzlich zu etwas Besonderem.
Ich habe die Familie Mayer sehr gerne begleitet und nehme mit einem lachenden und eigenem weinenden Auge Abschied.

Fazit:

Ein Buch, was noch lange nachhallen wird. Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

Veröffentlicht am 25.08.2020

Spannende Reise in die Vergangenheit

Die Salbenmacherin und der Stein der Weisen
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Inhalt übernommen:

April 1410. Über ein halbes Jahr ist vergangen, seit die Salbenmacherin Olivera und ihr Gemahl beinahe einer tödlichen Intrige zum Opfer gefallen wären, doch die Lage scheint sich ein ...

Inhalt übernommen:

April 1410. Über ein halbes Jahr ist vergangen, seit die Salbenmacherin Olivera und ihr Gemahl beinahe einer tödlichen Intrige zum Opfer gefallen wären, doch die Lage scheint sich ein wenig beruhigt zu haben. Es herrscht eine Art Waffenstillstand mit ihren mächtigen Gegnern, der allerdings durch die Ankunft eines Wanderheilers in Gefahr gerät. Dieser behauptet, im Besitz des „Steins der Weisen“ zu sein, der kurze Zeit später auf rätselhafte Weise verschwindet. Als der Heiler dann auch noch erschlagen aufgefunden wird, spitzt sich die Situation dramatisch zu …

Meine Meinung:

Da ich die vorhergehenden Bücher auch gelesen habe, konnte ich von Anfang an in die Geschichte eintauchen. Nachdem Olivera und ihr Mann in der Vergangenheit schon einige brenzlige Situationen zu meistern hatten ,wäre Ihnen eigentlich etwas Ruhe zu gönnen gewesen. Als jedoch ein Scharlatan in die Stadt kam und die leicht gläubigen Menschen um ihre Ersparnisse brachte, war es damit vorbei. Auch im Spital, wo Olivera wieder tätig ist,gibt es verschiedene Vorfälle, in welche sie verstrickt wird.
Beim Lesen von historischen Romanen wird mir immer wieder bewusst, wie gut wir es in der heutigen Zeit haben. Die Strapazen, welche die Menschen damals auf sich nehmen mussten und die Brutalität, welche mancherorts herrschte ,sind haarsträubend.
Mit großer Begeisterung habe ich das Leben der bekannten Protagonisten ein Stück weit begleitet.
Der tolle Schreibstil der Autorin trägt dazu bei, dass man quasi eine Zeitreise in die Vergangenheit machen kann. Ich freue mich schon auf weitere Geschichten dieser Serie. Von mir eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 24.08.2020

Gelungener Abschluss der Ruhrpottsaga

Ein Gefühl von Hoffnung
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Ich habe den ersten Band dieser Reihe mit großer Begeisterung gelesen und schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet, welche mich erneut nicht enttäuscht hat.
Es sind sieben Jahre vergangen, seit Katharina ...

Ich habe den ersten Band dieser Reihe mit großer Begeisterung gelesen und schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet, welche mich erneut nicht enttäuscht hat.
Es sind sieben Jahre vergangen, seit Katharina bei der Geburt von Jakob gestorben ist. Die Familie hat getrauert,aber auch ihr Weiterleben organisiert. Inge hat die Schule verlassen, um sich um Jakob zu kümmern und Oma Mine zu entlasten. Diese Entscheidung ist ihr nicht leicht gefallen, Ausgleich findet sie bei ihrer Tätigkeit in der Buchhandlung.
Jakob ist ein sehr intelligenter Junge,hat aber trotzdem Schwierigkeiten in der Schule, seine Lehrerin will absolut nicht akzeptieren, dass er Linkshänder ist. Bärbel legt sich des Öfteren mit ihrem Lehrer an, der ein Überbleibsel der Nazizeit ist und das des Öfteren zum Ausdruck bringt,ein Schulverweis droht. Die Familie unternimmt jedoch alles, um das zu verhindern und kümmert sich auch um Jakobs Probleme.
Inge hat sich mit Peter verlobt, der auf eine Hochzeit drängt, zu der sie sich aber nicht entschließen kann.
Johannes ist verlobt mit Katharinas bester Freundin Hanna, aber auch hier ist nicht alles eitel Sonnenschein.
Der Fels in der Brandung, ist genau wie im ersten Teil, Oma Mine. Sie ist eine Frau mit großem Herz, Verstand, aber auch mit einigen Ecken und Kanten. Auch wenn sie sich manchmal sehr starrsinnig präsentiert, hat sie das wohl ihrer Familie stets im Blick und stellt die richtigen Weichen. Ihre Hilfsbereitschaft dient sie auch auf ihre Mitmenschen aus,besonders auf ihre Nachbarn.
Die Autorin hat erneut die Atmosphäre des Ruhrgebiets zu der damaligen Zeit hervorragend eingefangen. Es werden die verschiedenen Themen behandelt, wie zum Beispiel einerseits den Aufschwung der Wirtschaft, andererseits das langsame Sterben des Bergbaus.
Ich habe die Familie gerne ein Stück begleitet und mit ihnen gelacht, geweint, gelitten und getrauert.
Ich lege das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Seite und empfehle es sehr gerne weiter.


  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Geschichte
Veröffentlicht am 23.08.2020

Krimi, Liebe und Zeitgeschichte geschickt verknüpft

Commissario Pavarotti probt die Liebe
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Inhalt übernommen:

Um seine große Liebe Lissie zurückzugewinnen, willigt Commissario Pavarotti ein, ihr bei der Suche nach ihrem Vater zu helfen, der vor dreißig Jahren verschwand. Die Spur führt zurück ...

Inhalt übernommen:

Um seine große Liebe Lissie zurückzugewinnen, willigt Commissario Pavarotti ein, ihr bei der Suche nach ihrem Vater zu helfen, der vor dreißig Jahren verschwand. Die Spur führt zurück in das Meran der achtziger Jahre, als Italien die letzte Welle der Terroranschläge in Südtirol mit allen Mitteln niederzwingen wollte. Doch was ist damals wirklich geschehen? Pavarotti und Lissie müssen erfahren, dass es Menschen gibt, die alles dafür tun, die Wahrheit unter Verschluss zu halten.

Meine Meinung:

Da ich bisher noch kein Buch dieser Reihe kannte, dauerte es eine Zeit lang, bis ich mich in der Geschichte zurechtfand. Dann jedoch nahm mich das Buch gefangen,es entwickelte sich ein regelrechter Sog.
Die Protagonisten waren gut beschrieben und vielschichtig angelegt. Sie hatten sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit einiges zu erzählen.
Der Spannungsbogen war durchgehend sehr hoch, erst zum Schluss gab es die komplette Auflösung.
Das Buch erfordert höchste Konzentration beim Lesen, um den ganzen Zusammenhängen folgen zu können.
Besonders erwähnenswert finde ich den Anhang des Buches, in welchem es viele Informationen zu den geschichtlichen Hintergründen gibt.

Fazit:

Eine gelungene Mischung aus Krimi, Zeitgeschichte garniert mit ein bisschen Liebe. Von mir eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.