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Veröffentlicht am 15.09.2016

Experiment geglückt!

Wurst und Käse vegan
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So, nachdem ich vor kurzem meine Leidenschaft fürs Kochen und gesunde Lebensweise entdeckt habe, habe ich schon einiges ausprobiert. Mexikanisch, irisch, englisch, Raw Food, vegetarisch, vegane Rezepte ...

So, nachdem ich vor kurzem meine Leidenschaft fürs Kochen und gesunde Lebensweise entdeckt habe, habe ich schon einiges ausprobiert. Mexikanisch, irisch, englisch, Raw Food, vegetarisch, vegane Rezepte und jetzt eben auch noch vegane Herstellungsmethoden von Aufschnitten, die man sonst nur aus tierischen Produkten kennt.

Ja, das hat mich schon neugierig gemacht. Wird doch wirklich behauptet, man könnte "Käse" oder "Wurst" herstellen. Okay, ich nehme euch mal beim Wort.

Das Buch ist eingeteilt in folgende Unterthemen:

Service:
Hier wird einfach erklärt, mit welchen Ersatzmitteln man tierische Zutaten ersetzen kann. Also eine Art Einführung, die ich sehr nützlich fand.

"Käseplatte":
So ziemlich alles: Streichkäse, Dipps, Schnittkäse, Schmelzkäse ...

"Wurstteller":
Salami, Mortadella, Currywurst, Weißwurst, Bratwurst, Wurstsalate - Leute, ich hab Augen gehabt so groß wie Tennisbälle.

"Eier", "Mayonaise", "Baiser"
Saucen, Rührei, Likör

Was also kann ich zu diesem Experiment sagen? Auf jeden Fall geglückt. Natürlich habe ich nicht alles ausprobiert, denn mal ehrlich: Wer hat Bockshornklee, Agar-Agar, oder andere exotische Gewürze oder Bindungsmittel zu Hause? Ein paar Sachen habe ich ja gekauft, aber nicht so viel, dass ich alles testen konnte. Aber soweit: Alles, was ich hergestellt habe, war essbar. Manche kamen sogar richtig ans Original ran, nicht, dass man es verwechseln könnte, aber doch richtig schmackhaft. Nicht alles sah so perfekt aus wie auf den Bildern (fast nichts ;D), aber es gab auch nichts, was ich nicht mochte oder gar weggeworfen hätte.

Zusammenfassend kann ich also das Buch für Neugierige empfehlen und für Veganer oder Vegetarier sowieso.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Klein, handlich, gut

Reise Know-How Sprachführer Hocharabisch - Wort für Wort
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Also, wer glaubt, dass er, nachdem er die 160 Seiten durchgelesen hat, fließend Arabisch kann, dem sei gesagt: Sorry, nein, da hast du was falsch verstanden. Aber: Man bekommt, gerade wichtig für Reisen ...

Also, wer glaubt, dass er, nachdem er die 160 Seiten durchgelesen hat, fließend Arabisch kann, dem sei gesagt: Sorry, nein, da hast du was falsch verstanden. Aber: Man bekommt, gerade wichtig für Reisen und Urlaube in arabische Länder, einen guten Überblick über das, was man eventuell lernen sollte, wenn man vorhat, längerfristig dort zu bleiben.

Dabei ist es gar nicht so wichtig, dass viele Worte in der Übersicht enthalten sind, die man nur nachschlagen braucht, oder dass sehr viele gebräuchliche Formeln und Wendungen aufgezeichnet und tatsächlich Wort-für-Wort durchgegangen werden, so dass man auch nachvollziehen kann, wie man selbst Sätze zusammenstellt, so man denn die anderen Wörter beherrscht.
Wichtiger finde ich, Aussprache und Bedeutung eingegangen wird, auf Weiterleitungen, die arabische Schrift, die wirklich kein Zuckerlecken ist, auf besondere Eigenschaften, auf die Zeitformen, die Art, Sätze zu stellen, die sich doch von dem uns Bekannten abhebt, Zahlen, Urzeiten und vor allem auch auf Dinge, die man im täglichen Leben gebrauchen kann, und wenn es nur die Frage ist, wann der nächste Bus fährt.

Amüsiert habe ich mich ziemlich bei dem (kurzen) Abschnitt des Schimpfens und Fluchens. Nur soviel: Es ist übersetzt sehr blumig!
Also, für jemanden, der weder Zeit noch Lust hat, sich sehr intensiv mit der Sprache in seinem Urlaubsland auseinanderzusetzen, ist dieses Buch absolut gut geeignet!

As-salamu alaikum!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Das schwere Erbe der Vorfahren

Holmes und ich – Die Morde von Sherringford
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Bevor ich auf das Buch eingehe, wieder einmal etwas vorneweg: Der Klappentext ist völliger Much. Und der Titel erst recht. Wer zum Teufel denkt sich so einen totalen Humbug aus? Der englische Titel A study ...

Bevor ich auf das Buch eingehe, wieder einmal etwas vorneweg: Der Klappentext ist völliger Much. Und der Titel erst recht. Wer zum Teufel denkt sich so einen totalen Humbug aus? Der englische Titel A study in Charlotte ist so viel cooler, subtiler und spielt vor allem auf das Original an. Und es gibt zwar jede Menge MordVERSUCHE, aber durchgezogen wurde "nur" ein einziger. Derjenige, der für Klappentext und Titel verantwortlich ist, hat also seine Hausaufgaben nicht gemacht, Schande über ihn/sie.

Nachdem ich das losgeworden bin, ab zum Buch. Tatsächlich handelt es sich um die Nachfahren von Holmes und Watson. Sehr faszinierend finde ich, dass hier diese Familien wirklich existieren und das als relativ normal angesehen wird. So begegnen sich eines Tages James "Jamie" Watson und Charlotte Holmes "zufällig" in Sherringford, einer Eliteschule, die zwar nicht mit den allerbesten zu vergleichen ist, aber kurz dahinter steht. Und sie schlittern nicht nur in einen Mordfall, sondern sind auch gleich die heißesten Verdächtigen. Wurde doch ausgerechnet der Junge umgebracht, der ihnen beiden Ärger bereitet hatte. (Wobei das in Charlottes Fall noch sehr milde ausgedrückt ist.)

Rein vom Fall mitsamt seinen Verstrickungen her ist er jetzt nicht die Neuerfindung des Genres, aber das muss er auch nicht. Er lebt von der Dynamik zwischen Charlotte und Jamie, die sich tatsächlich mit Holmes und Watson ansprechen. Und Watson fungiert zwar auch als der Chronist der Geschichte (vom Epilog abgesehen), aber er ist keine Randfigur. Natürlich zieht er nicht dieselben Schlüsse wie Holmes - niemand tut das, immerhin hat sie im zarten Alter von zehn ihren ersten großen Fall gelöst. Aber er ist ein cleverer, sympathischer, sportlicher und loyaler Freund, auf den jeder stolz sein könnte, ihn an seiner Seite zu wissen. Dass er manchmal Aggressionsprobleme hat, macht ihn noch menschlicher. Im Gegensatz zu ihm frönt Charlotte der alten Leidenschaft ihres Vorfahrens, den Drogen. Das ist manchmal ein bisschen zu sehr auf die Spitze getrieben, andererseits habe ich noch nie welche genommen und kann das nicht ausreichend beurteilen.

Mir ging die Entwicklung der "best friends ever" ein bisschen zu schnell, ebenso gewisse Schlussfolgerungen oder die enorm einflussreiche Familie Holmes war einen Hauch "too much". Ansonsten habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und hoffe, dass wir noch mehr von Charlotte und Jamie, Verzeihung, von Holmes und Watson lesen werden.

Veröffentlicht am 23.04.2026

Limerence

Two Can Play – Die spielerische Weiterentwicklung von Liebe
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Die Gameentwicklerin Viola eines kleinen, unabhängigen Studios könnte außer sich sein vor Freude. Ein großer Spieleentwickler möchte mit ihnen zusammenarbeiten, um ihr absolutes Lieblingsspiel zu kreieren. ...

Die Gameentwicklerin Viola eines kleinen, unabhängigen Studios könnte außer sich sein vor Freude. Ein großer Spieleentwickler möchte mit ihnen zusammenarbeiten, um ihr absolutes Lieblingsspiel zu kreieren. Könnte - denn leider bedeutet das, dass sie mit einem ebenso unabhängigen Studio zusammenarbeiten müssen, mit dem sie in der Vergangenheit immer mal wieder Probleme hatte. Und Viola kennt deren Projektleiter Jesse, der sie seit Jahren äußerst seltsam behandelt, obwohl sie sich bei ihrem Kennenlernen sympathisch fanden. Um die Diskrepanzen untereinander auszuräumen, müssen die Mitarbeiter der beiden Studios zusammen ein Wochenende auf einer eingeschneiten Hütte verbringen. Ganz schnell wird es in dieser kalten Umgebung ganz heiß ...

Ausnahmsweise gibt es mal keine Protagonistin im Mint-Bereich, dafür eine kompetente Führungskraft in der Gamesentwicklung, was für mich auch völlig okay war. Und wie üblich bei Ali Hazelwood lässt es sich megaleicht lesen und hat witzige Dialoge. Allerdings ist dieses Miskommunkationsding zwischen Viola und Jesse ein bisschen arg übertrieben und wie üblich hat mich auch das Verhalten des männlichen Parts teilweise geärgert. Die Geschichte ist ein bisschen zu kurz für Tiefe, dafür gab es allerdings zu viel Spice - aber das kritisiere ich ja bei jedem Ali-Buch. Ich möchte doch einfach nur eine schöne, leichte Geschichte mit witzigen Dialogen (kriege ich ja auch!) und würde liebend gern auf diese endlosen Spicescenen verzichten (dieser Wunsch wird mir nie erfüllt). Alles in allem hat's Spaß gemacht, aber nicht vom Hocker gehauen. 3.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 20.04.2026

Batty Hole Inn

Miss Swans zauberhafte Pension für magische Gäste
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Mit fünfzehn war Sera Swan die mächtigste Hexe in England, auch wenn das Institut der Hexen das nur ungern gesehen hat, denn sie ist eine PoC. Dann starb unvermittelt ihre geliebte Großtante Yasmine und ...

Mit fünfzehn war Sera Swan die mächtigste Hexe in England, auch wenn das Institut der Hexen das nur ungern gesehen hat, denn sie ist eine PoC. Dann starb unvermittelt ihre geliebte Großtante Yasmine und Sera holte sie mit all ihrer Macht zurück - nur dass sie dabei ihre Magie verlor. Mittlerweile führt Sera zusammen mit ihrer Tante eine Pension, die nur von Leuten gefunden wird, die dringend einen Platz brauchen und anständig sind. Einige von ihnen sind Dauergäste, beinahe Familienmitglieder. Noch immer versucht Sera, mithilfe eines Zauberspruchs ihre Magie wiederzuerlangen, und möglicherweise ist der mürrische Historiker Luke, der sich aufopferungsvoll um seine kleine, autistische Schwester kümmert, ihre letzte Chance darauf - und ganz sicher darauf, ihr Herz zu verlieren.

Das Buch ist cosy Fantasy, von jeder liebevoll gezeichneten Person bis hin zum untoten Gockelzombie Roo-Roo. Das heißt, es gibt wenig Action und auch die gefährlichen Szenen enden eher nicht schweißtreibend und fingernägelkauend. Dafür gibt es viel Liebe, Freundschaft und found family, sehr viele Blaubeerpfannkuchen und einem Schurken um des Schurkenseinswillen. Das kann zwischendurch ein bisschen langatmig werden, auch wiederholen sich einige Sachen. Ich weiß, dass Luke erst durch die Wiederholungen draufkommt, aber irgendwann ist wirklich mal gut. Alles in allem ist es eine nette Lektüre für scheußliche, verregnete Apriltage mit einer heißen Tasse Tee (und gerne auch Blaubeerpfannkuchen). 3.5/5 Punkten.