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Veröffentlicht am 07.01.2021

Familiengeheimnisse und das große Geld

Winterküsse im Schnee
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Allegra Fisher ist eine Karrierefrau. Gerade als sie in ihrer Firma an einem Riesendeal arbeitet, taucht Sam aus New York in London auf, der ihren Job in Gefahr bringt, da er als der neue Goldjunge ihrem ...

Allegra Fisher ist eine Karrierefrau. Gerade als sie in ihrer Firma an einem Riesendeal arbeitet, taucht Sam aus New York in London auf, der ihren Job in Gefahr bringt, da er als der neue Goldjunge ihrem Chef um den Bart geht. Und auch privat kommt einiges auf sie zu. Plötzlich meldet sich die Schweizer Polizei bei ihr und teilt ihr mit, dass ihre seit den 1960er Jahren vermisste Großmutter tot aufgefunden wurde. Also reist Allegra mit ihrer Schwester nach Zermatt, wo sie wieder auf Sam trifft – und ihre Gefühle für ihn nicht länger verbergen kann. Doch kann Allegra an die Liebe glauben?

Eine süße Geschichte, aber irgendwie durch die beiden Handlungsstränge auch etwas viel. Zum einen wird mit Millionenbeträgen um sich geworfen, während Allegra ihren Job macht, zum anderen geht es um ein altes Familiengeheimnis, das allein schon für eine schöne Geschichte gereicht hätte. Die Geschichte rund um ihren Job braucht es ein bisschen, um zu zeigen, dass sie so ihre Gefühle versteckt – sie geht in ihrem Job auf, will zeigen, dass sie die Beste ist. Ein bisschen geht dadurch die Romantik verloren, auch wenn Sam sich alle Mühe gibt.

Zusammen mit ihrer Schwester ist Allegra sympathisch. Ihre Reise nach Zermatt, das Zusammentreffen mit Sam und seinen Freunden, hat sehr viel Spaß gemacht. Allegra war gelöst und auch zu Späßen aufgelegt – das mochte ich. Insgesamt aber war mir das Buch zu zweigeteilt – ich hätte die Konzentration auf eins der Themen besser gefunden. Trotzdem gut zu lesen, deshalb gibt es 3,5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 13.10.2020

Rwy'n dy garu di

Ein Gefühl wie warmer Sommerregen
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Alis Rivers geht ganz in ihrem Job bei der Seenotrettung in Tenby auf. Als ihre Mutter sie bittet, auf der heimischen Pferdefarm auszuhelfen, kommt sie dieser Bitte eher zögerlich nach – zu schrecklich ...

Alis Rivers geht ganz in ihrem Job bei der Seenotrettung in Tenby auf. Als ihre Mutter sie bittet, auf der heimischen Pferdefarm auszuhelfen, kommt sie dieser Bitte eher zögerlich nach – zu schrecklich sind die Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend und den Tod ihres Vaters. Als sie den Tierarzt Evan kennenlernt, sträubt sie sich zunächst gegen ihre Gefühle. Doch Evan lässt nicht locker. Kann Alis genug vertrauen, um sich auf die Liebe einzulassen?

Grundsätzlich eine wirklich schöne Geschichte. Mich hat aber irgendwie gestört, dass es durch diese Zweiteilung zwischen der Seenotrettung und der Pferdefarm irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes war. Für mich wäre der Roman glaubhafter gewesen, wenn sich die Autorin auf eine der Locations beschränkt hätte. Und noch was hat mich sehr gestört. Die Protagonisten sind so wankelmütig. Auf der einen Seite versichern sie sich, dass sie beide die Beziehung total locker sehen und sich zu nichts verpflichten wollen – und schon zwei Seiten später ist es dem einen dann plötzlich total ernst und er will den Partner von seinen Gefühlen überzeugen. Das fand ich irgendwie so seltsam, weil ich immer dachte, ich habe was verpasst.

Trotzdem: Der Roman liest sich toll und die Schilderung der Natur ist toll, so dass man die Klippen und die wogenden Wiesen direkt vor sich sieht. Auch die Charaktere sind amüsant und haben mich weitgehend mitgenommen. Gute 3,5 Sterne für eine süße Liebesgeschichte!

Veröffentlicht am 20.09.2020

Was ist die Wahrheit

Auf dunklen Pfaden
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Der achtzehnjährige Arvo Pekka wird erschossen im Schwimmbad von Porsgrunn aufgefunden. Es war Selbstmord, doch alle Zeichen deuten darauf hin, dass noch jemand bei ihm war, als er starb. Alles scheint ...

Der achtzehnjährige Arvo Pekka wird erschossen im Schwimmbad von Porsgrunn aufgefunden. Es war Selbstmord, doch alle Zeichen deuten darauf hin, dass noch jemand bei ihm war, als er starb. Alles scheint mit einem Filmprojekt zusammenzuhängen, das in der Schule des Jungen besteht und an dem neben ihm noch andere Teenager teilnehmen. Doch warum tötete sich Arvo? Die Journalistin Mette Minde macht sich daran, die Wahrheit über seinen Tod herauszufinden.

Die Geschichte ist spannend und man fragt sich von Anfang an, was hinter dem Tod des Jungen steckt. In seiner Familie gab es schon mal eine Tragödie, mit der alles zusammenzuhängen scheint. Mette Minde, die Journalistin, mochte ich und gleichzeitig auch wieder nicht. Was mich wirklich genervt hat, war, dass sie bei jedem Mann, den sie traf, Interesse bekundete, obwohl sie daheim Mann und Kinder sitzen hat. Einen Mann, denn sie angeblich liebt, obwohl sie sich ständig in Fantasien über diese anderen Männer hingab. Das mochte ich gar nicht.

Der Fall ist aber interessant und ich wollte unbedingt wissen, was hinter dem Selbstmord und einem späteren Mord steckt. Ist es wirklich ein Selbstmordpakt, bei dem die Jugendlichen ausgemacht hatten, im Falle eines Selbstmordes einen Menschen mitzunehmen, der es verdient hat zu sterben? Obwohl ich die Wahrheit früh ahnte, war ich über das ganze Ausmaß des Falls erstaunt. Mette Mindes Ermittlungen waren spannend, auch wenn gefühlt einmal zu oft der Zufall eine zu große Rolle spielte.

Das Buch hat mich gut unterhalten, auch wenn ich Mette Minde als Figur nicht sehr sympathisch fand. 3,5 Sterne für einen guten Krimi.

Veröffentlicht am 03.09.2020

Spiel mit mir

Raum der Angst
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Probanden, die zu wissenschaftlichen Zwecken an einem Escape-Room-Experiment teilnehmen sollen, verschwinden spurlos. Auch die Studentin Hannah verschwindet eines Abends nach der Arbeit und wacht mit Gedächtnislücken ...

Probanden, die zu wissenschaftlichen Zwecken an einem Escape-Room-Experiment teilnehmen sollen, verschwinden spurlos. Auch die Studentin Hannah verschwindet eines Abends nach der Arbeit und wacht mit Gedächtnislücken in einem fremden Raum auf. Jemand hat sie und die Teilnehmer der Studie in seinen eigenen Escape Room verfrachtet, in dem es bald um Leben und Tod geht. Doch wer ist der Unbekannte – und vor allem: Warum hat er die Leute in seine Gewalt gebracht?

Die Idee dieses Escape-Room-Thrillers fand ich sehr spannend. Der Anfang hat mich auch sehr gepackt, weil ich es spannend fand, wie die Teilnehmer des Experiments im ersten Raum ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen. Auch Hannahs Entführung und ihr Treffen mit den anderen Gefangenen hat mich gefesselt.

Die erdachten Räume und der Kampf der Gefangenen um ihr Entkommen haben mir durchgängig gut gefallen, auch wenn ich fand, dass die Lösung der Räume oft aus dem Nichts kam. Die Gedankenblitze und Gewissheiten der Teilnehmer – gerade auch, weil es hier um Leben und Tod ging, was auch den Teilnehmern recht schnell klar war – waren mir oft zu zufällig. Aber das hat meine Neugier auf das Ende nicht geschmälert.

Leider fand ich allerdings die Auflösung des kompletten Spiels etwas fragwürdig und auch irgendwie unsinnig. Mir erschlossen sich die Gedankengänge des Täters nicht so recht, weil die Person, die er eigentlich treffen wollte, gar nichts mit seinem Spiel zu tun hatte. So fand ich die Auflösung ein bisschen zu willkürlich. Und auch der Cliffhanger am Ende hat mir nicht so richtig eingeleuchtet. Da hätte ich mir einfach einen klaren Schluss gewünscht, wobei ich das Ermittlerteam dann auch gerne bei einem weiteren Fall begleitet hätte.

Insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhalten und ich kann mir vorstellen, weitere Bücher des Autors zu lesen. Für diesen Roman gibt es 3,5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.09.2020

Freundschaft Plus

Taste of Love - Rezept fürs Happy End
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Journalistin Vicky soll für einen Artikel über Singles an einem Kochkurs teilnehmen. Allein unter Männern bildet sie ein Team mit Mitch, einem Freund ihres Schwagers in spe. Während sie versuchen, den ...

Journalistin Vicky soll für einen Artikel über Singles an einem Kochkurs teilnehmen. Allein unter Männern bildet sie ein Team mit Mitch, einem Freund ihres Schwagers in spe. Während sie versuchen, den Kochkurs ohne größere Verletzungen zu überstehen, freunden sich die beiden an – und nutzen bald ihre Freundschaft, um gewisse Vorzüge zu genießen. Doch als sich ihre Gefühle füreinander verändern, wird es kompliziert. Können Vicky und Mitch auch mehr als Freunde sein?

„Rezept fürs Happy End“ ist der Abschluss der Taste-of-Love-Reihe und ich war gespannt, wie nun auch noch Vicky ihren Mann fürs Leben finden wird. Das Buch hat mir – wie seine Vorgänger – gut gefallen, auch wenn natürlich alles vorhersehbar ist. Ich mochte es, alle Protagonisten aus den Vorgängern wiederzutreffen und den Stand ihrer Familienplanung zu kennen.

Auch Mitch und Vicky sind ein gutes Paar. Anfangs scheinen sie so gar nicht zusammenzupassen. Sie, die burschikose, großmäulige Journalistin, er der schnieke Anwalt, der auf weiblichere Frauen steht. Doch ihr Humor ist ähnlich und so bildeten sie schon bald ein sehr schönes Paar.

Ich habe mich gefreut, wieder Zeit mit den Bostoner Köchen zu verbringen und zu sehen, dass immer noch alle glücklich und zufrieden sind. Bei Vickys und Mitchs Geschichte hätte ich mir ein bisschen mehr Gefühle gewünscht, aber auch so fand ich das Buch sehr amüsant und lesenswert!