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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2020

Der Abschluss der Reihe

Die Spiegelreisende 4 – Im Sturm der Echos
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Die Welt der Archen ist in Gefahr, Risse führen zu Abgründen, die immer größer werden. Ophelia und Thorn wollen unbedingt den „Anderen“ finden, um so die Archen zu erhalten. Dafür begeben sie sich in größte ...

Die Welt der Archen ist in Gefahr, Risse führen zu Abgründen, die immer größer werden. Ophelia und Thorn wollen unbedingt den „Anderen“ finden, um so die Archen zu erhalten. Dafür begeben sie sich in größte Gefahr.

Der Abschluss der vierteiligen Reihe um die Spiegelreisende spielt wie die Bände davor in einer fantasievollen Welt, die von der Autorin Christelle Dabos auf eine spannende Weise detailreich und sehr durchdacht ausgestaltet wird. Deshalb ist es auch zwingend notwendig, die einzelnen Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Dabei ist diese Welt so komplex, dass die kurze Zusammenfassung zu Beginn des Buches wie auch eine kurze Charakterisierung der wichtigen Personen hilft, in die Geschichte wieder zu finden, ist es bei mir nun doch schon eine Weile her mit der Lektüre über die bisherigen Geschehnisse. Manches erschien mir etwas langatmig, man hätte einiges zusammenkürzen können. Das ging zu Lasten der Spannung, die allerdings dennoch über das gesamte Buch hinweg hoch gehalten wird. Einige überraschende Wendungen haben bei mir zu leichter Verwirrung geführt, letztendlich aber habe ich es doch geschafft, den Überblick zu bewahren. Etwas schwer habe ich mich mit dem Schluss der Geschichte getan, es ist mir zu offen. Man könnte spekulieren, als ob die Autorin sich die Hintertür für eine weitere Fortsetzung offen halten wollte.

Trotz all der Kritikpunkte hat mich die faszinierende Welt der Archen begeistern können, so dass ich 4 von 5 Sternen vergebe.

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Veröffentlicht am 19.09.2020

Liane mit dem ungeliebten Namen

Liane und das Land der Geschichten
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Liane mag ihren Namen überhaupt nicht, denn die anderen Kinder machen sich über sie lustig. Was sie aber unbedingt mag, sind Bücher. Eines Tages findet sie in der Schulbibliothek einen seltsamen Globus ...

Liane mag ihren Namen überhaupt nicht, denn die anderen Kinder machen sich über sie lustig. Was sie aber unbedingt mag, sind Bücher. Eines Tages findet sie in der Schulbibliothek einen seltsamen Globus – da gibt es noch einen achten Kontinenten. Kurz darauf trifft sie zwei Kinder, die aus dem Land der Geschichten kommen. Mit den beiden reist sie dorthin, denn sie will ihnen helfen: Da immer weniger Menschen lesen, droht das Land zu verdorren. Ganz plötzlich findet sie sich in einem Abenteuer wieder…

Die Autorin Elif Shafak erzählt die Geschichte eines Mädchens, das so gerne wie alle anderen Kinder wäre, aber schon allein wegen des Namens oft gehänselt wird. Deshalb fühlt sie sich am wohlsten unter Büchern. Und weil die beiden Bewohner vom achten Kontinent fest mit Geschichten verbunden sind, ist es auch nicht verwunderlich, dass Liane sie sehen kann und ihnen helfen will. Ganz nebenbei wächst sie an den Aufgaben, die sie auf dieser Reise bewältigen muss… Der achte Kontinent ist spannend beschrieben, es ist eine interessante Welt, die man gerne erforschen möchte. Liane notiert sich dabei immer wieder einige Merksätze, die auch für den jungen Leser wichtig sein können. Die Geschichte ist kindgerecht aufgebaut und nimmt seine Leser ernst in allen Themen, die besprochen werden.

Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.09.2020

Schicksalsjahre einer talentierten Frau

Die Farben der Schönheit - Sophias Träume (Sophia 2)
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New York, 1929. Nachdem Helena Rubinstein ihr Kosmetikunternehmen verkauft hat, wird Sophia Krohn entlassen, wie so viele andere Mitarbeiter auch. Sophia nutzt die Gelegenheit, nach Paris zu fahren, sie ...

New York, 1929. Nachdem Helena Rubinstein ihr Kosmetikunternehmen verkauft hat, wird Sophia Krohn entlassen, wie so viele andere Mitarbeiter auch. Sophia nutzt die Gelegenheit, nach Paris zu fahren, sie will nachforschen, ob ihr Sohn wirklich noch lebt. Ein Detektiv übernimmt diese Aufgabe für sie. Zurück in New York, erhält sie eine Anstellung bei Elizabeth Arden. Diese hat große Pläne mit ihr.

Wie schon im ersten Band der Geschichte um Sophia Krohn findet diese sich wieder im „Puderkrieg“ zwischen Elizabeth Arden und Helena Rubinstein. Diesmal steuert die Welt auf den Zweiten Weltkrieg zu, doch in New York in der Kosmetikbranche ist davon noch nichts zu spüren. Sophias Geschichte ist nun etwas besser an die geschichtlichen Gegebenheiten eingebunden, etwas, das mir im ersten Buch der Reihe gefehlt hat. Und auch wenn Sophia doch einige dramatische Erlebnisse zu bestehen hat, ist es der Autorin Corina Bomann diesmal geglückt, weniger ins Triviale abzurutschen. Und wie ich geahnt hatte, endet dieses Buch mit einem Cliffhanger, so dass man eigentlich sofort weiterlesen möchte. Wie so viele starke und talentierte Heldinnen in den Romanen der Autorin muss auch Sophia einige, teils heftige Schicksalsschläge in ihrem Leben bewältigen, das macht das Buch unterhaltsam, auch wenn ich manche davon doch etwas aufgebauscht empfinde.

Insgesamt hat das Buch mir einige interessante Lesestunden beschert, so dass ich es gerne weiter empfehle und 4 von 5 Sternen vergebe.

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Veröffentlicht am 11.09.2020

Abenteuer mit einem leicht exotischen Touch

Die Perlenfarm
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Kiona ist Perlentaucherin auf einer Insel in der Südsee, dort wohnt sie mit ihrer Familie und den Bewohnern des Dorfes. Die Insel ist sehr für sich abgeschottet, es gibt nur wenig Verbindung zum Rest der ...

Kiona ist Perlentaucherin auf einer Insel in der Südsee, dort wohnt sie mit ihrer Familie und den Bewohnern des Dorfes. Die Insel ist sehr für sich abgeschottet, es gibt nur wenig Verbindung zum Rest der Welt. Eines Tages strandet ein Segelboot vor der Insel, die Bewohner können einen verletzten Mann retten, der sich Erik nennt. Kiona pflegt ihn gesund und verliebt sich in ihn, sie gründen eine Familie. Doch dann wird Erik abgeholt von Männern, die gefährlich aussehen, und Erik kann Kiona gerade noch vor ihnen warnen. Dennoch beschließt sie, ihn zu suchen und gerät in ein Abenteuer, das sie quer über die ganze Welt führt…

Liza Marklund ist bereits bekannt von ihrer Krimi-Reihe um die Journalistin Annika Bengtzon, nun hat sie sich mit diesem Buch an einem anderen Genre versucht. Auch hier besticht recht schnell ihr flüssiger Schreibstil, die Geschichte ist komplex gestrickt, so dass der Leser schnell in der Erzählung versinkt. Kionas Suche nach Erik erhält dabei einige Merkmale eines Thrillers, immer wieder gerät sie selbst in große Gefahr. Der Roman ist aus Kionas Blickwinkel geschrieben, und das ist der Autorin großartig gelungen. Etwas schwierig war es vor allem anfangs, dass einige Rückblenden nicht immer sofort als solche zu erkennen waren, das hat mich ein bisschen irritiert. Nicht gefallen hat mir das etwas altbacken wirkende Cover, aber das ist ja nun mal Geschmackssache.

Dieses spannende Buch mit einem leicht exotischen Touch empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.09.2020

Sylt früher und heute

Ozelot und Friesennerz
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Susanne Matthiesen ist aufgewachsen auf der Insel Sylt, wo das Leben bereits in den Siebzigerjahren für Sonne, Freiheit und Champagner stand, wo Stars, Politiker und Industriegrößen sich selbst bis heute ...

Susanne Matthiesen ist aufgewachsen auf der Insel Sylt, wo das Leben bereits in den Siebzigerjahren für Sonne, Freiheit und Champagner stand, wo Stars, Politiker und Industriegrößen sich selbst bis heute befeiern. Die Autorin erzählt davon aus der Sicht der Inselbewohner, aus dem Blickwinkel der Kinder.

Daraus entsteht eine einzigartige Geschichte, die weder das Verhalten der Inselbewohner noch das der Gäste beschönigt. Amüsante Anekdoten reihen sich in diesem Buch aneinander, die von sagenhaftem Reichtum erzählen, aber auch dem Verlust von Heimat an sich. So ist die Geschichte von Humor geprägt, aber auch von einigen Passagen, die den Leser sehr nachdenklich hinterlassen. Gut eingefangen ist die Sylter Atmosphäre von früher und von heute, vieles habe ich von meinem bisher einmaligen Besuch auf Sylt wieder erkannt, anderes aus der Presse – und wieder anderes hat einen besonderen Blick darauf gerichtet, wie die Geschehnisse für die Inselbewohner sind, speziell hier für die Kinder. Das ergibt einen interessanten Blick auf die Geschichte der Insel und auf die Kindheit dort sowie gleichzeitig ein spannendes Stück Zeitgeschichte.

Sehr gerne vergebe ich dafür 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch weiter.

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