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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2020

Rein in den Koffer und ab ins Abenteuer

Strangeworlds - Öffne den Koffer und spring hinein! (Band 1)
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Flick ist 12 Jahre alt, als sie zufällig ein seltsames Reisebüro entdeckt, das voll von alten Koffern ist. Nicht einfach alte Koffer, nein, sie sind magisch, man kann mit ihnen in andere Welten reisen. ...

Flick ist 12 Jahre alt, als sie zufällig ein seltsames Reisebüro entdeckt, das voll von alten Koffern ist. Nicht einfach alte Koffer, nein, sie sind magisch, man kann mit ihnen in andere Welten reisen. Klingt verrückt? Vielleicht ein klein wenig, aber es ist vor allem ist es ein riesiges Abenteuer. Doch schnell wird klar, ohne Flick wird es diese Welten so vielleicht nicht mehr lange geben..

Das Buch ist optisch eines der bisherigen Jahreshighlights, wir finden es wunderwunderwunderschön. So viele Details, sogar am Buchrücken der Koffergriff.

Das Inhalt für ist für etwas ältere Lesekinder, die Empfehlung liegt bei 10-12 Jahren.

Leider begann es etwas schleppend. Die ersten 100 Seiten haben sich wie Kaugummi gezogen, das Kind hat da dann die Lust am Weiterlesen verloren.
Dann wurde es aber flüssiger und spannender, die Idee mit dem „rein in den Koffer, ab in andere Welten“ ist super.
Anfangs fand ich die verschiedenen Welten auch noch phantasievoll und aufregend (die Hüpfwelt war besonders hübsch), mit der Zeit fand ich es aber ein wenig ermüdend, so viele Details lesen zu müssen.

Mit dem Ende war ich dann auch nicht ganz glücklich.
Das Buch ist der Auftakt einer neuen Reihe, schon klar, dass da nicht alles aufgelöst wird, insgesamt sind mir hier aber doch zu viele Fragen offen geblieben.

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Veröffentlicht am 25.09.2020

Es gibt bessere Reisebücher der Reihe

HOLIDAY Reisebuch: Wo Deutschland am schönsten ist
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Ich habe schon ein Buch aus der HOLIDAY Reisebuch Reihe gelesen und im direkten Vergleich hat mir "Hiergeblieben" deutlich besser gefallen.
Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die Bücher nicht direkt ...

Ich habe schon ein Buch aus der HOLIDAY Reisebuch Reihe gelesen und im direkten Vergleich hat mir "Hiergeblieben" deutlich besser gefallen.
Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die Bücher nicht direkt vergleichbar sind, in diesem hier werden immerhin 1.000 Ausflugsziele, Restaurants, Hotels, Museen usw. vorgestellt, klar, dass das dann nur an der Oberfläche kratzen kann.
Für meine Stadt wurde aber sehr viel vorgestellt - durchaus auch alles Ziele, die ich auch aufgenommen hätte. Aber halt keine Geheimtipps, Besonderheiten, Ungewöhnliches.

In Gegenden, in denen ich mich nicht auskenne, habe ich aber durchaus Inspiration gefunden, von der "Sauschwänzlebahn" im Schwarzwald habe ich bislang noch nichts gehört und das Laternenfest in Halle klingt einfach zauberhaft. Auch das Schlauchboot- und Floßfahren in Ulm klingt für Nach-Corona-Zeiten total witzig.
Beim Blättern entdeckt man doch einiges, was man gerne mal besuchen würde.
In der E-book-Variante waren mir allerdings viel zu wenig Fotos - ich weiß nicht, ob das evtl. in der Print-Variante besser wirkt, aber hier war ich enttäuscht.

Insgesamt also ein gemischtes Fazit.

Veröffentlicht am 20.09.2020

Von der Auszeit in die Katastrophe

Unter uns das Meer
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Juliet und Michael führen ein typisches Vorstadtleben. Eine Familie mit zwei Kindern, er mit langen Arbeitszeiten, sie schreibt an ihrer Dissertation und leidet unter Depressionen. Er möchte eine Auszeit ...

Juliet und Michael führen ein typisches Vorstadtleben. Eine Familie mit zwei Kindern, er mit langen Arbeitszeiten, sie schreibt an ihrer Dissertation und leidet unter Depressionen. Er möchte eine Auszeit und träumt von einem einjährigen Segeltörn in die Karibik, sie zweifelt, lässt sich aber überreden.

Schon eingangs wird klar, dass die Auszeit, die ihre Leben positiv verändern sollte, in einer Katastrophe endet. Was aber genau geschah, das erschließt sich uns Lesenden erst nach und nach.

Im Wechsel liest man Juliets und Michaels Sichtweise, letztere in Auszügen aus seinem als Tagebuch geführten Logbuch. Das hat meinen Lesefluss gehemmt, da man sich ständig auf wechselnde Perspektiven einstellen muss.

Anfangs hat mich das Buch gefesselt, allerdings habe ich mich im Verlauf zunehmend schwer damit getan, ich konnte keine Nähe zu den erwachsenen Charakteren aufbauen. Ihr Schicksal habe ich nur aus der Ferne zur Kenntnis genommen, wirklich berührt hat es mich nicht.
Ich fand das Buch auch zu lang - immer wieder ähnlich kreisten die Themen in der Vergangenheit, mit vielen Wiederholungen, das Leben auf dem Schiff und der Alltag mit Kindern war zwar angerissen, aber da hätte ich mir mehr erhofft.

Ein Drama, das mich leider nicht wirklich gepackt hat.

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Veröffentlicht am 30.08.2020

Weniger Backbuch als erhofft

Kinder backen mit Christina
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Vorab: ich bin großer Christina-Back-Fan und ihr Brotbackbuch fand ich so genial. Deshalb habe ich mich riesig gefreut, dass es nun ein Backbuch zum gemeinsamen Backen mit Kindern gibt.

Das Buch ist wie ...

Vorab: ich bin großer Christina-Back-Fan und ihr Brotbackbuch fand ich so genial. Deshalb habe ich mich riesig gefreut, dass es nun ein Backbuch zum gemeinsamen Backen mit Kindern gibt.

Das Buch ist wie alle Bücher aus dem Löwenzahl-Verlag auch optisch wieder wunderschön. Ohne belastende Umverpackung, klimapositiv hergestellt und cradle-to-cradle gedruckt.

Zarte Farbgebung, schöne Fotografien, auch mit Christina und ihren Kindern und sehr ansprechende Darstellung der Rezepte. Jeweils eine Doppelseite ist dafür vorgesehen, links das Foto, rechts das Rezept.


Jetzt kommt aber mein ABER: im Buch enthalten sind gerade mal 30 Rezepte, bezogen auf die Seitenanzahl des Buches macht das gerade mal 50 Prozent aus. Der Rest ist Zutatenkunde und ein Einblick in das Bauernhofleben auf dem Bauernhof von Christina und ihrer Familien. Das ist auch alles schön, aber wir haben uns halt auf ein Backbuch gefreut und auch das Kind war enttäuscht, dass bei einem so schönem dicken Buch so wenig Rezepte enthalten sind.

Auch die Rezeptauswahl hat uns jetzt nicht "vom Hocker gehauen". Mögen Eure Kinder Körner? Ich brauche damit jedenfalls gar nicht ankommen, damit fallen ganz viele der ohnehin wenigen Rezepte schon von vornherein heraus. Müsliriegel, Körnerbrötchen, Körnerbeagels, Körnerbrot, Müsli. Viel bleibt nicht mehr und die lustigen Sachen wie Rentiermuffins haben wir schon gebacken, weil es die schon überall veröffentlicht gibt.


Ja, wir waren schon enttäuscht, weil wir ein anderes Buch erwartet haben. Wenn man sich davon freimacht, ein reines Backbuch zu bekommen und auch etwas nach rechts und links gucken möchte, dann ist das Buch wunderschön! Man kann ganz viel erfahren - und: inzwischen steht bei den Rezepten auch gleich immer in Klammern der deutsche Mehltyp (der sich von dem österreichischen skurillerweise unterscheidet).

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Veröffentlicht am 29.08.2020

Zu langatmig

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen
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Giovanna ist zu Beginn des Buches dreizehn Jahre alt, stammt aus einem Bildungsbürgertum-Elternhaus, wächst mit vielen Büchern auf und ist eine Vorzeigetochter.
Doch dann hört sie zufällig, wie ihr Vater ...

Giovanna ist zu Beginn des Buches dreizehn Jahre alt, stammt aus einem Bildungsbürgertum-Elternhaus, wächst mit vielen Büchern auf und ist eine Vorzeigetochter.
Doch dann hört sie zufällig, wie ihr Vater zu ihrer Mutter sagt, dass Giovanna immer hässlicher und seiner Schwester immer ähnlicher werde.
Damit beginnen Selbstzweifel und die Suche nach der Tante, der sie so ähneln soll und die unbeschwerte Kindheit ist jäh zu Ende. Am Ende des Buches feiert sie dann ihren sechzehnten Geburtstag.

Ich muss voranstellen, ich habe von der Autorin bereits zwei weitere Bücher gelesen und bin nicht recht warm mit ihr geworden. Der Klappentext hat mich hier aber so angesprochen, dass ich noch einmal einen Versuch wagte.

Aber auch dieses Buch hat mich nicht begeistert. Es war nicht schlecht, das Innenleben Giovannas war überzeugend dargestellt, die Selbstzweifel, die Erkenntnis, dass Eltern nicht unfehlbar sind, die aufkeimende eigene Sexualität, der Verlust von Mädchenfreundschaften, alles, was eben zum Erwachsen werden dazugehört.

Allerdings fand ich die Sichtweise, die das Buch einnimmt, merkwürdig. Alle weiblichen Darstellerinnen haben ihr Leben komplett auf einen Mann hin ausgerichtet. Sehr seltsam, ich habe über das Buch gelesen, dass es das Patriarchat anprangern soll, diesen Schluss konnte ich aus der Lektüre jedoch nicht ziehen.

Und der Schreibstil war für mich wie bereits bei den bisherigen Büchern gewöhnungsbedüftig. Viele lange Schachtelsätze, viele Seiten mit immer wieder identischen Beschreibungen der ungewöhnlichen Tante, so richtiger Lesegenuss konnte sich nicht einstellen.

Dafür wieder große Coverliebe.

Alles in allem interessant, aber einfach nicht "meine Autorin".

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