Platzhalter für Profilbild

Jenny_Colditz

Lesejury Star
offline

Jenny_Colditz ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jenny_Colditz über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2020

Schöne Liebesgeschichte für zwischendurch

Verwandte Seelen
0

Der Name des Buches, sowie dessen Klappentext lassen schon vermuten wohin die Reise im Buch führt.
Wir treffen auf Sam welche als Sterbliche flüchten muss und unterwegs auf Jack trifft, einen Unsterblichen. ...

Der Name des Buches, sowie dessen Klappentext lassen schon vermuten wohin die Reise im Buch führt.
Wir treffen auf Sam welche als Sterbliche flüchten muss und unterwegs auf Jack trifft, einen Unsterblichen. Beide verbindet von Anfang an etwas, was mystisch anmutet.
Das Setting erinnerte mich immer wieder an die alte Geschichte/Film des Highlander. So dass ich mit der Namensgebung einiger Protas Schwierigkeiten hatte. Gerade der Name Nancy empfand ich in dieser Geschichte recht unpassend, zu modern für mich.

Achtung ab hier eventuell Spoiler

Die Liebe der beiden Hauptcharaktere wurde sehr schön erklärt. Das es hierzu kommt verrät ja alleine der Titel, auch der KT lässt dies erahnen. Somit ist es für mich nicht verwunderlich das die beiden in großer Liebe entbrannten. Sie kommen immer mal wieder in Situationen, in welchen einer der beiden schier zu platzen scheint wenn sie nicht schnellstens alleine sind. Einige davon kommen mir recht absurd vor und lassen mich leider nicht mitfühlen. Ihre Liebe ist echt süß, für mich aber leider nicht greifbar. Dies kann auch an der Charakterbeschreibung von Sam liegen. Häufig genug stolperte ich über ein Verhalten welches für mich nicht nachvollziehbar war. Oftmals recht naiv und kurzsichtig, welches mich mit ihr nicht warm werden ließ.
Natürlich gab es rund um diese Liebesgeschichte einige Abenteuer zu bestehen. Welche nett beschrieben, aber oftmals das Ende bereits erahnen ließen. Spannung und das Gefühl des mitfieberns war zum Teil vorhanden, flammte aber bei mir auch wieder ab. Denn im Endeffekt gewinnen die Helden am Ende immer. Einige der Figuren könnten gerne näher beleuchtet werden, sie hatten bestimmt ein interessantes Leben.
Trotz allem wurde ich gut unterhalten. Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen. Keine unnötigen Auschmückungen oder Wiederholungen. Die Gefühle hätten mehr Show denn Teller sein können, aber dies ist nur meine Meinung. Denn ich denke das die Geschichte viele Leser, welche Romantasy mögen, begeistern kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2020

Eine Geschichte mit großem Potential...

Die 12 Häuser der Magie
0

... welche nicht immer ausgereift umgesetzt wurde.

Aufmerksam wurde ich vor allem durch das wunderschöne Cover, sowie diverser Empfehlungen.
Überzeugen konnte der Inhalt mich nicht. Das erste Buch in ...

... welche nicht immer ausgereift umgesetzt wurde.

Aufmerksam wurde ich vor allem durch das wunderschöne Cover, sowie diverser Empfehlungen.
Überzeugen konnte der Inhalt mich nicht. Das erste Buch in dem unter anderem auch gleichgeschlechtliche Beziehungen hervorgehoben wurden. Für mich ist dies mittlerweile normal. Mich irritierte es hier im Buch zunehmend wie wichtig es dem Autor erschien dies immer wieder zu betonen. Es wirkte dadurch oftmals gezwungen.
Auch mit den Charakteren wurde ich nicht recht vertraut. Zu Anfang dachte ich das Nic so um die 12/13 Jahre sei, da er ein hierfür typisches Verhalten zeigte. Das dieser dann Sex hatte, sich betrank und seinen 21 Geburtstag feierte irritierte mich. Da es mit der oftmals sehr naiven Charakterisierung nicht zusammen passte.
Die Geschichte rund um Nic und seine 2 Freunde erinnerte mich doch stark an einen anderen Zauberlehrling. Er der dazu bestimmt sein soll einem bis dato "unsichtbaren" Gegner zu bekämpfen. Zusammen mit zwei Freunden. Sie steckt ihre Nase gerne in Bücher und lernt darazs sehr viel. Er mit viel Drama in der Familie tappt von einem Unglück ins nächste. Deswegen konnte mich die Spannung welche durchaus vorhanden war, nicht immer fesseln. Manchmal überforderte sie mich aber auch. Da es doch recht viele Personen und Verwicklungen gab, welche erst nach und nach aufgelöst wurden.
Der Schreibstil war recht angenehm, auch wenn erst oftmals ausschweifte was mich die Konzentration verlieren ließ.
Dennoch bin ich gut unterhalten worden, auch wenn die Geschichte mich nicht restlos begeistern konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2026

sehr gutes Hörbuch, schlechter Inhalt

Gelbe Monster
0

Gelbe Monster – Clara Leinemann, gesprochen von Lisa Hrdina
Qualitativ gutes Hörbuch, die Sprecherin hat einen wunderbaren Job gemacht. Gerade die emotionalen Parts wurden für mich dadurch nahbarer.
Spoiler ...

Gelbe Monster – Clara Leinemann, gesprochen von Lisa Hrdina
Qualitativ gutes Hörbuch, die Sprecherin hat einen wunderbaren Job gemacht. Gerade die emotionalen Parts wurden für mich dadurch nahbarer.
Spoiler in der Rezension, weil Rage
Allerdings konnte dies der Inhalt nicht. Mit Gelbe Monster zeigte uns die Autorin eine Frauenfigur, welche ihrem Partner gegenüber Gewalt ausübte, physisch und psychisch. Lange wussten wir Lesenden nicht, was der Auslöser hierfür war, da sich die Hauptfigur selbst sehr häufig als Opfer darstellte. Mein größter Knackpunkt hierbei war, dass sie sich in dieser Opferrolle quasi suhlte, keinerlei Reflektion stattfand, kein Bedauern oder Scham über das geschehene. Sondern die Schuld komplett bei dem Gegenüber blieb. Auch die Auflösung war nichts für mich. Man ist so, weil man eben so ist und noch so viel Wille wird daran nichts ändern. Meh. Da hätte ich mir auch das ganze buch sparen können, denn dies ist keine „Moral der Geschichte“ welche ich so akzeptieren kann, oder gar nachvollziehen will. Wenn man zur Gewalt neigt, egal welches Geschlecht, dann ist das eben so und ändert sich auch nicht. Das ist nicht die Realität und darf auch nicht als Erklärung / Entschuldigung hergenommen werden. Nur weil etwas immer schon so war, muss es so nicht immer weiter gehen. Der Mensch ist in der Lage seine Verhaltensmuster kritisch zu reflektieren und diese auch bewusst zu ändern. Unser Hauptfigur allerdings suhlt sich lieber in ihrem Elend und stellt sich als ein Opfer dar, was sie nicht ist. Das ist nachvollziehbar, denn das sieht man tatsächlich täglich. Ich musste meine Partnerperson schlagen / beleidigen, weil… Nope, keine Entschuldigung. Du hast das nur getan, weil du dich und deine Emotionen nicht unter Kontrolle hast, nicht reflektieren kannst. Nicht dein Gegenüber ist für deinen emotionalen Ausgleich verantwortlich, sondern du allein. Du möchtest mehr körperliche Nähe, dein Gegenüber aber nicht? Dann mach diesen nicht für dein Ungleichgewicht verantwortlich, sondern geh ins Selbstgespräch. Kontrolliere dich, zügel dich, rede offen darüber. Aber verbiete nicht, oder grenze deinen Gegenüber ein. Boar, hat mich dieses Buch sauer gemacht und mit einem richtig schlechten Gefühl zurück gelassen. Ich konnte nachempfinden, wie es sich anfühlt unsichtbar zu sein. Keiner bemerkt deinen inneren Schmerz oder hilft dir wortlos. Unsere Hauptfigur wollte allerdings nur bemerkt und bemitleidet werden, was ihr Schlimmes durch ihren Expartner angetan wurde, sie selbst trug an nichts die Schuld, alles wurde auf den Ex abgewälzt. Und hier ist mir die Hutschnur geplatzt. Es ist nun einmal nicht so klar abgrenzbar. Am Scheitern einer Beziehung sind immer mindestens zwei Personen schuld und niemals einer allein. Und sich dann in eine Opferrolle stürzen, erzeugt bei mir leider Übelkeit. Wenn dies dann auch noch unsere Ich-Erzählerin ist, bin ich leider raus. Aber so komplett.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2024

verwirrend

Last night at the Telegraph Club
0

Last Night at the Telegraph Club von Malinda Lo

Ich glaube es bildete bei mir den Abschluss zu unserer letztjährigen Regenbogen Aktion. Und hat mich so sehr enttäuscht, das ich mich danach erst einmal ...

Last Night at the Telegraph Club von Malinda Lo

Ich glaube es bildete bei mir den Abschluss zu unserer letztjährigen Regenbogen Aktion. Und hat mich so sehr enttäuscht, das ich mich danach erst einmal in ein Lieblingsbuch retten musste.
Die Autorin war hochmotiviert in diesem Buch so extrem viel anzusprechen und anzuprangen, das nicht ein einziges der Thema wirklich ernsthaft behandelt wurde. Und einem Ende was alles zuvor erlebte einfach komplett zerstört und für mich persönlich eine schlechte Moral zurück lässt.

Aber von Anfang an. Wir begleiten Lily in den 50er Jahren in Amerika. Und hier haben wir schon die ersten Probleme, welche durch die Autorin behandelt werden und definitiv sehr wichtig und auch interessant sind. Sie lebt in der chinesischen Gemeinde. Hier treffen wir auf Themen wie: R@ssismus, Kommunismus, Kolonialismus, Deportation, Abschiebung, Bestechlichkeit von Behörden, Eingliederung in die Gesellschaft. Dazu kommt der Schulstress von Lily, sowie Misswahlen. Keins dieser Themen kannst in nur 5 Minuten erklären. Aber jedes wird angerissen. In der Schule kommen die Probleme in einzelnen Fächern dazu. Mobbing, Freundschaft, die erste Liebe und neue Bekanntschaften. Mit diesen neuen Bekanntschaften kommen die Themen Misogynie, queeres Leben, Coming Out, Selbstfindung, Raumfahrt, Physik, Raketenwissenschaften, Feminismus, Auflehnung und noch vieles mehr.
Wie man merkt zu viele Themen, und keines davon klein oder unwichtig. Jedes braucht Platz und Zeit.
Dies wurde meiner Meinung nach weder den Figuren noch den Themen gegeben. Ich hatte das Gefühl als würde eine Check Liste abgearbeitet werden "Wie viele problematische Themen kann ich in einem einzigen Buch ansprechen?". Malinda Lo würde bei diesem Wettbewerb Platz 1 belegen.
Es wurde nur eins der obigen Themen wirklich beendet. Und das auf die für mich unschönste Art und Weise. 🤣🤷‍♀️
Also wer sollte das Buch lesen? Menschen welche kein Happy End brauchen.
Menschen welche sich schnell und ohne großen Inhalt über die 50er Jahre in Amerika lesen wollen, um sich dann mit den Themen näher zu beschäftigen. Man bekommt halt einen groben Überblick.
Menschen welche keine tief ausgearbeiteten Charaktere brauchen, sondern grober Umriss reicht.
Wirklich. Es gibt sooooo viele richtig gute queere Coming of Age Bücher. Hier wurde zu viel gewollt und nicht mal 1/8 davon eingehalten. Einfach mal 4732 Themen weniger und es hätte richtig geil werden können. So aber war ich persönlich sehr genervt und mehr als nur ein wenig enttäuscht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2024

anders als erwartet

Kitty Carter – Dämonenkuss
0

Wenn im Klappentext direkt etwas von viel Spice steht bin ich eigentlich raus. Allerdings war ich sehr auf die Umsetzung des Kriminalfalls gespannt. Denn die Idee gefiel mir richtig gut. Nach dem eigenen ...

Wenn im Klappentext direkt etwas von viel Spice steht bin ich eigentlich raus. Allerdings war ich sehr auf die Umsetzung des Kriminalfalls gespannt. Denn die Idee gefiel mir richtig gut. Nach dem eigenen Tod, diesen als Geist aufklären.
Kitty selber wird als deutlich älter beschrieben. Für mich verhielt sie sich allerdings so zw. 16-24 Jahre. Oftmals zickig und aufmüpfig. Ist Okay, gerade das aufmüpfige als Frau der damaligen Zeit. Go for it. Aber die Situation muss hierzu passen. War nur selten der Fall.
Apropos Fall. Ermittelt wird eher nicht so effizient. Gut, ihre ehemaligen Kollegen waren in der Regel mit dem aufrechterhalten des eigenen Lebens überfordert. Atmen ist echt anstrengend. Was gut dargestellt hat, das Frauen damals nichts zu sagen hatten, aber Männer eben auch nichts drauf hatten.
Aber auch Kitty selber ist eher auf Zufall und Glück angewiesen als auf tatsächliches Können. Trotzdem war es amüsant bis zu ca. 2/3.
Das Ende, die Auflösung und der Punkt der recht häufigen 🌶 Szenen...
Die 🌶 Szenen und Gedanken an mögliche kommende derartige Aktionen waren eingestreut nach dem Oskar-Film "Warum liegt hier Stroh?". Und die Story drumherum hat mich leider völlig verloren. Das war so konfus und völlig abgedreht, dass es mit dem chilligen Creepy Cosy Crime von zuvor gar nichts mehr zu tun hatte. Es war echt ein völlig anderes Buch. Und so ein harten Schnitt in einem Genre, bin ich kein Fan von. Hat mir auch die Lust auf Teil 2 genommen. Und ich muss leider weiter nach ermittelnden Geistern suchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere