Von Schuld und Lügen
Schuld – Emma Sköld und der tote JungeEmma Sköld wird von ihrem Freund und Kollegen Nyhlén mit einem Heiratsantrag überrascht und statt diesen anzunehmen, beendet sie ihr Verhältnis. Er versteht dies überhaupt nicht. Die Zusammenarbeit der ...
Emma Sköld wird von ihrem Freund und Kollegen Nyhlén mit einem Heiratsantrag überrascht und statt diesen anzunehmen, beendet sie ihr Verhältnis. Er versteht dies überhaupt nicht. Die Zusammenarbeit der beiden wird dadurch erheblich erschwert, denn so einfach steckt es keiner von beiden weg. Ihr nächster gemeinsamer Fall betrifft den Tod eines Jugendlichen, der von der polnischen Putzfrau gefunden wird. Nach ihrer Zeugenaussage verschwindet sie allerdings spurlos. Außerdem scheinen litauische Einbrecherbanden durch diesen Stadtteil zu ziehen und es stellt sich in diesem Zusammenhang gleich die Frage, ob die Putzfrau in allen Häusern Zugang hatte oder weshalb sie abgetaucht ist. Und dann ist genau jene Zeugin, die Putzfrau, das nächste Mordopfer.
Bei den Ermittlungen wird vieles aufgedeckt, das man als Leser zuerst nicht zuordnen kann. Es gibt Passagen mit Tagebucheinträgen, die anfangs nur im Raum stehen. Als Leser begegnet man einer Vielzahl von Figuren, die mal mehr mal weniger miteinander in Verbindung stehen. Was geschah z.B. vor einiger Zeit bei der Feier und dem anschließenden Unfall mit dem Ferrari? Emmas Schwester Josefin, die sich mit ihrer Familie derzeit auf Mallorca befindet, wird durch die sozialen Medien immer auf dem laufenden gehalten. Nach ungefähr 2/3 des Buches ist klar, wohin die Reise geht und wer für die Taten verantwortlich ist, nur genau zu diesem Zeitpunkt begibt sich Emma persönlich in größere Gefahr, denn außer dem Täter hat sie noch einen Feind, der sie beobachtet und ihr nach dem Leben trachtet.
Die Autorin war mir schon bekannt, ich habe schon einige Bände mit Emma Sköld gelesen. Allerdings sind Vorkenntnisse nicht zwingend notwendig, das Buch kann sehr gut als abgeschlossener Einzelband gelesen werden. Der Schreibstil ist flüssig und packend. Der Plot ist gut durchkonstruiert und aufgebaut, deshalb fühlte ich mich sehr gut unterhalten. Die Figuren wurden gut beschrieben, aber aufgrund der Vielzahl ging die Charakterisierung größtenteils nicht sehr in die Tiefe. Dafür hat die Autorin aber gesellschaftskritische Aspekte in die Handlung eingefügt, was ich sehr positiv fand. Das Ende läßt natürlich für den Leser eine Frage offen und ich bin gespannt, was die Autorin mit Emma Sköld weiterhin plant. Ich werde dabei sein!
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für dieses Buch!