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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2020

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Meine krasse Monsterklasse - Kettenrasseln mit Kellerasseln
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Ich liebe Monstergeschichten und so musste Meine krasse Monsterklasse bei mir einziehen. Das Buch ist der Anfang einer Reihe und für LeserInnen ab 8 Jahren. Ich habe mich sogleich in das Cover verliebt, ...

Ich liebe Monstergeschichten und so musste Meine krasse Monsterklasse bei mir einziehen. Das Buch ist der Anfang einer Reihe und für LeserInnen ab 8 Jahren. Ich habe mich sogleich in das Cover verliebt, schaut es nicht schon unheimlich süß aus?

Und so war ich sehr erfreut, dass es jede Menge Illustrationen im Buch gibt. Ja, fast auf jeder Seite findet man eine Zeichnung von Anton Riedel. In der Regel sind sie in den Text mit eingeflossen, sodass dieser Tagebuch-Effekt noch begünstigt wird.

Das Buch ist nämlich wie ein Tagebuch aufgebaut und unsere Protagonistin Hannah erzählt uns von ihrem Alltag an der neuen Schule. Es läuft nicht gut, so ist Hannah ziemlich traurig und hat kaum Lust auf die Schule. Doch dann entdeckt sie einen mysteriösen Totenkopf Stift und bekommt eine Einladung in die Monsterklasse und auf einmal macht Schule wieder Spaß.

Die Geschichte und der Aufbau haben mir richtig gut gefallen. Welches Kind kennt es nicht, wenn die Schule doof ist und man geärgert wird. Ich glaube, da passt dieses Buch dann gut. Aber auch so, weil es mit seinen vielen Monster auch für Vielfältigkeit ist und extrem süß. Den Kleinen passieren nämlich immer noch einige Missgeschicke und so gab es ein paar witzige Szenen, bei denen ich laut auflachen musste.

Die wunderbaren Zeichnungen und das Tagesbuchdesign untermalen das ganze dann noch. So wechselt die Schrift Art, Größe und Farbe manchmal und es gibt Tinten Flecken und noch viel mehr. So ist das Buch auch visuell ein Erlebnis, dies in Kombination mit den süßen Monstern fand ich genial.

Leider kann ich nicht die volle Punktzahl geben, da mir ein Ereignis ein bisschen bitter aufgestoßen ist. Vielleicht sehe ich das aber auch viel zu eng. Der Klasse wird etwas verboten und keiner hält sich daran, doch Konsequenzen gibt es keine, es wird eher als positiv betrachtet. Dies ist natürlich nun runtergebrochen, möchte nicht spoilern. Aber das fand ich als Lehre für Kinder nicht ganz so glücklich.

4,5

Veröffentlicht am 21.09.2020

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Groona - Die letzte Insel
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Groona ist der neuste Titel aus dem Loewe-Wow! Programm. Er unterscheidet sich ein bisschen von den bisherigen Titeln, da er für LeserInnen ab 12 Jahren ist. Vom Stil her bleibt Groona dem Programm aber ...

Groona ist der neuste Titel aus dem Loewe-Wow! Programm. Er unterscheidet sich ein bisschen von den bisherigen Titeln, da er für LeserInnen ab 12 Jahren ist. Vom Stil her bleibt Groona dem Programm aber treu. So gibt es sehr viele Schwarzweiß Illustrationen, die zum Teil die ganze Seite einnehmen. Und öfters für sich allein sprechen, sodass es gar keinen Text dazu gibt.

Im Verhältnis gibt es wirklich sehr wenig Text, ich würde es aber nicht mit einem Comic vergleichen. Ob das etwas für einen ist bzw. für das Kind, dem man das Buch geben möchte, muss jeder selbst entscheiden. Ich war ein bisschen überrascht, da ich bei einem Buch für ab 12-Jährige doch etwas mehr Textanteil erwartet hätte. Es ist nun aber nicht so, dass etwas fehlt, die Bilder von Raimund Frey, der auch schon Luzifer Junior illustriert hat, geben den Inhalt gut wieder.

Gronna lebt in einer brutalen Welt, es heißt fressen oder gefressen werden. Zur Seite steht ihr ein Tyrannosaurus Rex, der ihr bester Freund ist. Der Grundton ist eher ein bisschen düster, man merkt als LeserIn, wie gefährlich diese Welt ist. Es werden auch öfters Dinos getötet, wie gesagt, fressen oder gefressen werden. Deswegen würde ich bei dem Buch schon die Altersempfehlung im Blick behalten, mir persönlich taten die Dinos schon ziemlich Leid, auch wenn ich weiß, dass das der Kreislauf des Lebens ist.

Die Schwarzweiß Zeichnungen unterstreichen diesen eher düsteren Ton dann noch. Ich mochte es, wie sie manchmal wie soll ich sagen, eher grob wurden, dann aber wieder detailliert. Und wie der Stil sich änderte je nachdem, ob man in der Geschichte gerade in der Gegenwart ist oder in die Vergangenheit eintaucht. Genau wegen solcher Kniffe habe ich die textliche Begleitung kaum vermisst bzw., dass diese eher spärlich war nicht als störend empfunden.

Die Idee der Geschichte mochte ich. Seit einer Weile habe ich eine große Dino Phase und ihr könnt auch vorstellen, wie gut dieses Büchlein dahinein gepasst hat. Besonders mit dem T-Rex als besten Freund. So mochte ich besonders die Zeichnungen, die ihn dargestellt haben, mit den süßen kleinen Ärmchen. Es war schon ein cooles Bild, wie die junge Groona auf ihm reitet. Da die letzte Insel Band 1 der Reihe ist, bleibt gegen Ende noch viel offen und ich bin gespannt wie es weiter geht.

4,5 Sterne

Veröffentlicht am 21.09.2020

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The Age of Darkness - Feuer über Nasira
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Auf den Auftakt dieser Jugend Fantasy Reihe war ich sehr gespannt. Und ich war gleich Feuer und Flamme für die Geschichte, wobei ich etwas gebraucht habe um bei den vielen Charaktere durchzublicken. Aber ...

Auf den Auftakt dieser Jugend Fantasy Reihe war ich sehr gespannt. Und ich war gleich Feuer und Flamme für die Geschichte, wobei ich etwas gebraucht habe um bei den vielen Charaktere durchzublicken. Aber das Worldbuilding und die Fantasy Elemente haben mich gleich angesprochen und so war ich hoch motiviert weiterzulesen, bis ich auch bei den ganzen Charakteren voll im Bilde war.

Es gibt 5 Protas, die man abwechselt begleitet. Sie sind alle unterschiedlich gestaltet, sodass ich keinerlei Probleme hatte sie zu unterscheiden. Ich kam bei dem jeweiligen Kapitel in keinster Weise durcheinander, über wen ich denn da gerade lese. Und ich konnte sie mir auch alle gut vorstellen. Natürlich hatte ich meine Favoriten und fand manche Handlungsstränge nicht ganz so interessant wie andere. Ich möchte gar nicht so genau auf alle eingehen, das würde den Rahmen sprengen. Vom Prinzen über die Mörderin ist alles dabei.

Die Geschichte fand ich spannend erzählt und ich hing nur so an den Seiten. Es gab auch ein paar Überraschungen im Verlauf der Geschichte, die für zusätzliche Spannung gesorgt haben. Eine alte Prophezeiung, einen oder eine Auserwählte, denn die große Dunkelheit steht kurz bevor und irgendjemand muss das Land retten, doch wer wird es sein? Das ganze gipfelte dann in einem spannenden Showdown.

Dadurch das es 5 Perspektiven gibt, habe ich eine Weile gebraucht, bis erste Sympathie aufkam und ich muss sagen, auch nun nach dem Beenden, sind mir die Charaktere nicht so richtig ans Herz gewachsen. Dafür hatte das Buch für mich aber andere Vorzüge. So war die Handlung stets dynamisch, besonders durch die Perspektivwechsel und weil man als Leser so einen guten Überblick hatte. Und die Geschichte hat mir richtig gut gefallen, und wie die Welt aufgebaut war.

Fazit:
Ein toller Auftakt, mit viel Spannung und Fantasy.
Mir sind die Charaktere zwar nicht ans Herz gewachsen, aber trotzdem mochte ich sie und habe mit ihnen mitgefiebert.
Die Handlung so wie der Entwurf der Welt konnte mich überzeugen.
Und ich bin sehr gespannt auf den nächsten Band.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 19.09.2020

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Liane und das Land der Geschichten
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Liane und das Land der Geschichten ist das erste Kinderbuch von Elif Shafak und für LeserInnen ab 8 Jahren.

Wie das Cover und der Titel schon vermuten lässt, geht es um Geschichten. Liane hasst ihren ...

Liane und das Land der Geschichten ist das erste Kinderbuch von Elif Shafak und für LeserInnen ab 8 Jahren.

Wie das Cover und der Titel schon vermuten lässt, geht es um Geschichten. Liane hasst ihren Namen und wird seinetwegen in der Schule geärgert. Nun muss auch noch ihr Vater operiert werden und sie zu der Oma, das wird bestimmt Langweilig. Zum Glück liebt Liane das Lesen und mit einem Stapel Bücher ist sie gut gerüstet, doch dann entdeckt sie einen geheimnisvollen Globus und Langweile ist schon bald keine mehr in Sicht.

Das Buch hatte für mich ein bisschen etwas von einem Märchen oder einer Fabel, da es viele belehrende Aspekte gab. Aber nicht auf eine unangenehme Weise. So hatte ich nie das Gefühl, dass der Zeigefinger erhoben wurde. Die Botschaften wurden gut in die Geschichte verpackt.

Zentrale Themen sind Fantasie und Umweltschutz. Wie wichtig es ist, gerade bei Kinder, die Fantasie zu fördern z. B. durch Bücher. Dies wird hier besonders durch die Geschichte hervorgehoben, macht sich Liane doch auf den Weg zum 8. Kontinent, dort entstehen nämlich die Geschichten. Das Buch gibt einem viel mit. So auch, dass es keine leichten Wege gibt. Man immer wieder auf Hürden trifft im Leben, die man meistern muss und man danach, auch wenn es schwierig war, an das Ziel kommt und stolz auf sich sein darf.

Untermalt wird die Geschichte mit Illustrationen von Mila Marquis, was die Geschichte besonders für jüngere LeserInnen bestimmt aufpeppt. Am Anfang passiert noch nicht so viel und man lernt zunächst Liane und ihre Familie kennen, erst im Verlauf wird es dann abenteuerlich, Langeweile kam bei mir aber keine auf. Der Schreibstil passt zur Zielgruppe, so sind die Sätze einfach formuliert und leicht verständlich.

Ein schönes Kinderbuch mit vielen Botschaften und Weisheiten. Außerdem ist es ein Plädoyer dafür, die Fantasie nicht zu vernachlässigen und diese gerade bei Kindern anzuregen. Und wie geht das besser als mit einem schönen Buch?

4,5 Sterne

Veröffentlicht am 10.09.2020

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Finale
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Ohne Spoiler zu den Vorgängern

Ich weiß noch genau, wie sehr mich Band 1 damals für sich einnehmen konnte. Und nun war es endlich so weit, das Finale, endlich erfahren wir wie die Geschichte endet und ...

Ohne Spoiler zu den Vorgängern

Ich weiß noch genau, wie sehr mich Band 1 damals für sich einnehmen konnte. Und nun war es endlich so weit, das Finale, endlich erfahren wir wie die Geschichte endet und all diese kleinen Geheimnisse werden aufgedeckt.

In Band 1 ging es um Scarlett und in Band 2 um Tella, da passt es gut, dass hier die Perspektive zwischen den beiden Schwestern wechselt. Ich mochte Scarlett ja lieber, aber hier haben mir beide Protagonistinnen in ihrer Rolle gefallen. Sie haben sich schön ergänzt. Zu den jeweiligen Männern an ihren Seiten möchte ich lieber nichts sagen, Spoiler Gefahr. Aber auch diese haben mir gefallen und waren gut herausgearbeitet, facettenreich und nicht nur schwarzweiß.

Und wo wir bei Farben sind, die Autorin hat einen ganz besonderen Schreibstil. So verknüpft sie Gefühle mit Farben und beschreibt Dinge mit Gerüchen und Geschmacksempfindungen. So etwas habe ich zuvor noch nie gelesen und so macht der Schreibstil das Buch zu etwas ganz besonderen. Aber es erschwert das Lesen auch hin und wieder, sodass man sich darauf einlassen muss.

Das magische Spiel Caraval steht nicht mehr im Fokus, aber trotzdem geht es magisch weiter. Es ist immer noch ein Verwirrspiel und man weiß nicht so recht, wem man trauen soll oder was der Wahrheit entspricht. Die Idee mit den Schicksalsmächten finde ich richtig genial. Und die hatten so etwas schön mysteriöses, aber auch unheimliches an sich. Etwas Vergleichbares hatte ich bis dato noch nicht gelesen, dies in Kombination mit dem besonderen Schreibstil war eine geniale Mischung.

So wusste die Geschichte zu überraschen und es gab ein paar Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat. Den ganzen Weltenentwurf der Autorin finde ich nach wie vor genial. Ich liebe solch magische Geschichten und die besonderen Beschreibungen tragen zu einem großartigen Kopfkino bei.

Das ganze Gipfelt dann in einem spannenden und emotionalen Showdown, der einem den Atem anhalten lässt. Mir hat das Finale richtig gut gefallen und ich finde die ganze Trilogie magisch, umwerfend und rundherum gelungen.