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Veröffentlicht am 11.06.2019

Fürchte dich nicht vor der Gegenwart - die Vergangenheit ist dein Feind!

Helltal
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Meinung:

Die Geschichte um den Privatdetektiv und Hauptprotagonisten Mike Madsen ist in vier Teile unterteilt.

Wir lernen mit Mike einen absolut charmanten Mann kennen, der von seinem alten Freund „Sinde“ ...

Meinung:

Die Geschichte um den Privatdetektiv und Hauptprotagonisten Mike Madsen ist in vier Teile unterteilt.

Wir lernen mit Mike einen absolut charmanten Mann kennen, der von seinem alten Freund „Sinde“ beauftragt wird, seine Unschuld im Mordfall Trautmann zu beweisen. Natürlich nicht umsonst und da Mike zufällig ein paar Schulden hat und das Geld gut gebrauchen kann, macht er sich postwendend auf den Weg in seine alte Heimat Helltal und bereut schon bald, diesen Auftrag angenommen zu haben.

Seine erste Recherche führt Mike in die damals angesagte Vereinsgaststätte „Zuckermodder“ in der er auf seine alten Fußball-Bekannten von damals trifft. Dieses Treffen läuft schnell aus dem Ruder und Mike wird bald klar, dass Sinde tatsächlich unschuldig ist und hier ein böses Spiel getrieben wird. Aber wer ist Trautmanns wahrer Mörder?

Auf Trautmanns Beerdigung, die Madsen aus sicherer Entfernung beobachtet, entdeckt er Claudia, seine damalige große Liebe und zugleich Ex-Frau seines Kumpels Sinde. Diese ist zunächst überhaupt nicht erfreut Mike wiederzusehen, ändert aber schon bald ihre Meinung und bestimmt damit auch einen wichtigen Teil der Handlung des Buches.

Je mehr Zeit Mike mit Claudia verbringt, umso mehr erinnert sich an die Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die er verdrängt hatte, weil sie keine schönen Erinnerungen für ihn, Claudia und Sinde bedeutet…

Zum Ende hin wird es für den Leser so richtig spannend. Nachdem ein paar Verdächtige schon aus dem Rennen sind, wird der Kreis des möglichen Täters immer kleiner und schon bald weiß man nicht mehr, wem man noch trauen kann. Die Auflösung könnte überraschender nicht sein.

Der lockere Schreibstil von Mathias Aicher hat mir sehr gut gefallen und auch die Beschreibung der einzelnen Charaktere ist ihm sehr gut gelungen. Die Handlung war schlüssig und durch die kleinen Spannungshöhepunkte jederzeit lebendig.
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Persönliches Fazit:

Ein gelungener Krimi, der bei mir durch seine abwechslungsreichen Handlungen punkten konnte. Einzig manche Dialoge im Text, die auf Pfälzisch geschrieben waren, musste ich überspringen, weil es als Laie extrem anstrengend zu lesen und damit auch zu verstehen war.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Interessantes Thema, das ausbaufähig gewesen wäre

Der Pakt – Bis dass der Tod euch scheidet
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Mit „Der Pakt“ habe ich einen absolut genialen Thriller gelesen, den ich kaum aus der Hand legen konnte.

Das Buch wird aus der Sichtweise von Jake erzählt, der mit Alice seine große Liebe geheiratet hat. ...

Mit „Der Pakt“ habe ich einen absolut genialen Thriller gelesen, den ich kaum aus der Hand legen konnte.

Das Buch wird aus der Sichtweise von Jake erzählt, der mit Alice seine große Liebe geheiratet hat. Diese lädt einen Geschäftspartner der Kanzlei zu der Hochzeit ein und erhält von ihm ein besonderes Geschenk – den Pakt!

Zunächst unschlüssig, machen sich Jake und Alice keine großen Gedanken, was sie mit diesem Geschenk und die damit verbundene Aufnahme in den Pakt erwartet. Doch kaum unterzeichnet, verstößt Alice unbewusst auch schon gegen eine Regel und wird hart dafür bestraft. Wild entschlossen, den Pakt umgehend wieder zu verlassen, merken die beiden schnell, dass dies unmöglich ist.

Bei einem Pakt-Treffen trifft Jake auf seine frühere Mitstudentin JoAnne. Sie versucht ihn zu warnen und geht dabei selbst ein großes Risiko ein. Bei einem heimlich vereinbarten Treffen erzählt sie ihm über den Pakt und die darin lauernde Gefahr. Wie erwartet fliegt das Treffen der beiden schnell auf und für Jake und vor allem JoAnne bedeutet dies nichts Gutes. Die Nachforschungen, die Alice und Jake aufgrund JoAnnes´ Gerüchten anstellen bringen sie nur noch mehr in Gefahr. Sie können keinen Schritt tun, ohne beobachtet zu werden. Selbst ein Fluchtversuch bleibt nicht unerkannt.

Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Als Leser baut man schnell eine Verbindung zu den Charakteren auf und fiebert mit ihnen mit.

Der Schluss war meiner Meinung nach etwas langweilig. Da hätte ich einfach mehr erwartet und war leider etwas enttäuscht.

Fazit:
Ich habe hier einen wirklich spannenden Pageturner gelesen, der dem Leser eine klare Botschaft vermittelt. Das Thema ist interessant, wenn auch teilweise etwas surreal. Dennoch hat es mich gepackt und ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 25.04.2020

Zu wenig Spannung, zu viele Charaktere - schade!

No Sound – Die Stille des Todes
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Das Cover hat mir gut gefallen, denn es ist schlicht gehalten, sticht aber dennoch ins Auge.

Der Plot beginnt rasant und erzählt von Gary, der mit durchtrennter Kehle aufgefunden wird. Sein bester Freund ...

Das Cover hat mir gut gefallen, denn es ist schlicht gehalten, sticht aber dennoch ins Auge.

Der Plot beginnt rasant und erzählt von Gary, der mit durchtrennter Kehle aufgefunden wird. Sein bester Freund Caleb und er haben ein kleines Büro für Privatermittlungen geführt. Es scheint, als hätten sie ihre Nase in die falsche Angelegenheit gesteckt, die Gary mit dem Tod bezahlen musste.

Caleb ist besonders, denn er ist taub. Seine Ermittlungen sind dementsprechend speziell und er hat eine eigene Herangehensweise. Hier hat die Autorin sehr schön Bezug auf die Gehörlosigkeit und ihre Auswirkungen genommen. Sie gibt uns faszinierende Einblicke in die Gebärdensprache, was mir sehr gut gefallen hat.

Leider tauchen im Plot zu viele Charaktere auf, die schnell für Verwirrung sorgen. Oft wusste ich nicht, wie ich die Person gerade zuordnen soll und war etwas frustriert. Leider hat sich das die ganze Handlung durch nicht verändert.

Die Spannung setzte mir leider auch viel zu spät ein, weshalb ich oft überlegt habe, das Buch abzubrechen. Dennoch hab ich es zu Ende gelesen und hoffe, dass die nachfolgenden Bücher dieser Reihe dahingehend besser werden.

Fazit:
In Sachen Gebärdesprache habe ich viel dazugelernt, was mir sehr gut gefallen hat. Die Story selbst konnte mich leider nicht so ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 06.10.2020

Langatmige Familiengeschichte

Ihr Königreich
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Ich habe schon ein paar Bücher von Jo Nesbo gelesen und da war auch dies hier einfach Pflicht!

Doch schon nach Kapitel eins musste ich eine Pause einlegen, weil mir die Tötung des Hundes zu stark an die ...

Ich habe schon ein paar Bücher von Jo Nesbo gelesen und da war auch dies hier einfach Pflicht!

Doch schon nach Kapitel eins musste ich eine Pause einlegen, weil mir die Tötung des Hundes zu stark an die Nieren ging. Bei solchen Themen bin ich sehr sensibel und hatte kurz die Lust verloren weiterzulesen.

Nachdem wir dann die Brüder Roy und Carl kennenlernen und mit dem Fortlauf des Plots auch Einblicke in ihre Kindheit erhalten, fügt sich die Story immer mehr zu einem Familiendrama zusammen.

Der Schreibstil von Nesbo ist eigen - man mag ihn oder nicht. Ich persönlich finde seine detaillierten Beschreibungen einfach toll. Man hat das Gefühl live dabei zu sein und auch die Charaktere kann er einem unglaublich nahe bringen.

Die Story selbst fand ich zeitweise sehr langatmig. Hin und wieder war ein bisschen Spannung da, die aber leider nach kurzer Zeit wieder abebbte. Schade!

Im Schlussteil fährt Nesbo nochmal auf, schaffte es aber leider nicht, mich mit dem Ende zu überzeugen. Hier hätte ich mir eindeutig einen anderen Ausgang gewünscht.

Fazit:
Ein langatmiger Plot mit interessanten und gut ausgearbeiteten Charakteren, der für mich eher ein Familiendrama statt Kriminalroman darstellt.

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Veröffentlicht am 03.10.2020

Fehlende Spannung zäher Plot

Das Gift deiner Lügen
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Wer ihre Bücher kennt, erkennt sofort am Cover, dass es Jenny Blackhurst ist. Auch diesmal ist sie ihrem Stil treu geblieben und hat mich mit dem zugehörigen Klappentext voll gepackt.

Doch schon nach ...

Wer ihre Bücher kennt, erkennt sofort am Cover, dass es Jenny Blackhurst ist. Auch diesmal ist sie ihrem Stil treu geblieben und hat mich mit dem zugehörigen Klappentext voll gepackt.

Doch schon nach wenigen Seiten war ich ein wenig überfordert. Zu viele Charaktere, die ich sehr schwer auseinander halten konnte. Quasi muss sich der Leser in eine kleine Wohnsiedlung versetzen und dort alle Bewohner und deren Kinder kennenlernen. Puh!

Der Plot selbst geht spannend los und erzählt von Erica Spencer, deren Tod vor einem Jahr immer noch unvergessen ist. Der Sturz aus dem Baumhaus war ein Unfall, wie die Polizei bestätigte. Aber es scheint, als würde doch was anderes dahinter stecken. Und als ein Podcast auftaucht, der Insiderinformationen aufdeckt, gerät das schöne Vorzeigeviertel stark ins schwanken.

Ihr Schreibstil ist mal wieder super flüssig und hat mich durch die Seiten gepeitscht. Aber leider konnte sie mich diesmal nicht überzeugen.

Für mich gab es leider zu wenig Spannungsmomente und mein größtes Problem waren die vielen Charaktere, bei denen ich immer wieder überlegen musste, wer nun wer war. Schade!

Die Auflösung zum Schluss und der Epilog haben den Plot perfekt abgerundet, konnten mich aber trotzdem nicht positiv überraschen.

Fazit:

Als waschechter Jenny Blackhurst Fan habe ich diesem Buch so entgegengefiebert und war diesmal leider ein wenig enttäuscht.

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