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Veröffentlicht am 13.11.2020

Für Bücherwürmer

Wonderlands
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"Wonderlands" taucht ein in die fantastischen Welt von J.K. Rowling, Tolkien, King und Kafka. Herausgegeben wurde die fantastische Reise durch die Literatur von Laura Miller.
Auf über 300 Seiten sammeln ...

"Wonderlands" taucht ein in die fantastischen Welt von J.K. Rowling, Tolkien, King und Kafka. Herausgegeben wurde die fantastische Reise durch die Literatur von Laura Miller.
Auf über 300 Seiten sammeln sich Essays über ältere und neuere Klassiker, die sich mit den Weltenentwürfen großer Romane und Reihen befassen. Aufgelockert wird dies mit großflächigen und vierfarbigen Covern, Bildern und Fotografien.

Beim Durchblättern macht es einfach Spaß zu entdecken, wie die Seiten aufgemacht sind. Viele der vorgestellten Romane kannte ich bisher noch nicht, blieb aber aufgrund des ansprechenden Layouts hängen und sah mir deren "Wonderlands" an.

Die zeitliche Spannweite der vorgestellten literarischen Erzählungen ist groß. Von v. Chr. über Mittelalter-Epen, der frühen Neuzeit bis hin zu modernen Klassikern wie Harry Potter oder Panem. Das macht das Sachbuch wirklich vielfältig und spannend für alle, die an Literatur interessiert sind.

Genauer habe ich mir u.a. das Essay zu Franz Kafkas "Das Schloss" angesehen. Das Romanfragment quälte mich, um ehrlich zu sein, während meines Germanistikstudiums ein Semester lang. Die Interpretation der Handlung fand ich gelungen, war jedoch überrascht, wie viel vom Inhalt des Werkes einfach nacherzählt wurde.

Etwas weniger drastisch war es bei dem Essay zu Harry Potter, bei dem wirklich mehr auf die Besonderheiten des Zaubereruniversums eingegangen wurde.

Margaret Atwoods "Report der Magd" war mir bisher nur von den Ausschnitten der Serienverfilmung bekannt und machte mich wegen des Gesehenen neugierig. Im Essay hatte ich das Gefühl, dass der Weltenentwurf der Dystopie nur so weit angekratzt wurde, dass es mich noch neugieriger machte, ohne das gesamte Buch nach zu erzählen.

Die Länge der einzelnen Texte schwankt von 2 bis 4 Seiten und ist somit eine gute Kost für zwischendurch.

Mich konnte Laura Millers "Wonderlands" abholen und machte mich definitiv neugierig auf andere Genres und ältere Werke. Gerade in Hinblick auf Weihnachten ist das Buch ein toller Geschenktipp für Bücherwürmer!

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Veröffentlicht am 25.10.2020

Mit Luft nach oben

Get Even
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Kitty, Bree, Olivia und Margot haben den Mobbern an ihrer Schule den Kampf angesagt. Das allerdings nicht offen, sondern unter dem Tarnmantel der Geheimorganisation DGM. Als ein Mord geschieht verdichten ...

Kitty, Bree, Olivia und Margot haben den Mobbern an ihrer Schule den Kampf angesagt. Das allerdings nicht offen, sondern unter dem Tarnmantel der Geheimorganisation DGM. Als ein Mord geschieht verdichten sich die Hinweise, dass die DGM etwas damit zu tun haben. War es eine von den vier Mädchen oder wer weiß noch von ihrem Bündnis?

Ich habe damals ja Pretty little Liars im Fernsehen weggesuchtet und vermisse diese Art von Serie sehr. Es wird also höchste Zeit, dass in diesem Genre etwas nachkommt und das erhoffte ich mir von "Get even".

Wir erleben die DGM zu Beginn des Buches bei einer ihrer Aktionen. Der Coach Mister Creed ist ein Mobber wie er im Buche steht. Er behandelt schwache Schüler wie Dreck und das wollen die DGM nicht mehr tolerieren. Auf einer Schulveranstaltung spielen sie ein deffamierendes Video von ihm ab. Kurz bevor sie einen nächsten Coup gegenüber einem Sexualstraftäter landen können, wird dieser ermordet aufgefunden und die Mädchen geraten in das Visier des Täters.

Danach enden die Aktionen der DGM ("Dont get mad"), was ich sehr schade fand. Die Handlung beginnt sich darum zu drehen, wer den Mord begangen hat und wer versucht hinter das Geheimnis der vier zu kommen. Bree, Margot, Kitty und Olivia bekommen anonyme Nachrichten in Form von Umschlägen. Wir sind also noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen, wie es bei PLL der Fall war.

Die vier Mädchen sind eigentlich keine Freundinnen. Sie gehen zwar auf die selbe Schule, haben aber außer der DGM nichts gemeinsam. Das fand ich irgendwie eigenartig. Sie planen geniale Racheaktionen, für die sie einander vertrauen müssen, können aber eigentlich gar nichts miteinander anfangen? Das passt für mich nicht zusammen!

Eine Schwachstelle war in meinen Augen auch die Fülle an Charakteren. Jedes der vier Mädchen hat seinen eigenen Freundeskreis und so kommen ziemlich viele Figuren zusammen, bei denen es mir wirklich schwer fiel, sie der jeweiligen Protagonistin zuzuordnen. Ich kann nach Band eins auch nicht einschätzen, ob wir so viele Figuren überhaupt gebraucht hätten.

Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an. Jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger, was ich gut gemacht fand. Das Buch endet natürlich offen, wie viele Teile die Reihe umfassen wird, weiß ich bis dato noch nicht. Ich hatte mir auf Wikipedia ein paar Daten zur Netflix-Serie durchgelesen und entweder wurde ich mächtig gespoilert oder die Serie weicht sehr von der Buchvorlage ab. Reinschauen möchte ich irgendwann auf jeden Fall.

"Get Even. Unsere Rache ist süß" von Gretchen McNeil ist ein Highschool-Thriller mit interessanter Thematik. Allerdings erschlägt einen die Fülle an Charaktere und geht zu lasten der Protagonistinnen. Der Reihenstart war spannend, endet aber unbefriedigend offen.

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Veröffentlicht am 05.10.2020

Tolles Konzept

Celestial City - Akademie der Engel
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LA ist nicht mehr nur die Stadt der Engel, sondern auch der Dämonen, denn der Engelsfall hat die Menschen vor einigen Jahren unterjocht. Sobald sie 18 werden, werden sie einer Seite zugewiesen, der sie ...

LA ist nicht mehr nur die Stadt der Engel, sondern auch der Dämonen, denn der Engelsfall hat die Menschen vor einigen Jahren unterjocht. Sobald sie 18 werden, werden sie einer Seite zugewiesen, der sie von nun an zu dienen haben. Dieses Schicksal steht auch Brielle kurz bevor. Doch bei ihrer Erweckungszeremonie geschieht das Unerwartbare...

Ich weiß nicht, wann ich zuletzt ein Buch mit Engeln gelesen habe. Es muss ewig her sein! Was mir bei dieser Geschichte von Anfang an gefiel, war wie gut durchdacht und neuartig der Weltenentwurf für mich war. Los Angeles ist geteilt und wird von guten und bösen Mächten beherrscht. Brielle lebte auf der dämonischen Seite, da ihre Mutter den dunklen Mächten dienen muss. Brielle erwartet daher auch der dunklen Seite zugewiesen zu werden.
Als ihr bei ihrer Erweckungszeremonie schwarze Flügel wachsen, wird sie widererwarten der Akademie der Engel zugewiesen. Doch dort ist sie definitiv anders als alle anderen.
Ich mochte Brielle besonders in Kombination mit ihrer besten Freundin Shea. Beide Mädels sind nicht auf den Mund gefallen und erschienen mir dabei sehr lebendig und liebenswert. Dass Brielle etwas Besonderes in ihrer Welt ist, bedient natürlich wieder ein gängiges Muster im Jugendbuchgenre. Hier fand ich ganz spannend gelöst. Dabei besteht allerdings auch noch genug Potenzial für die folgenden vier Bände.

Der männliche Protagonist ist Ausbilder an der Fallen Academy und dürfte eigentlich nichts mit seiner Schülerin anfangen. Allerdings sehen das auch die anderen Lehrkräfte nicht allzu eng. Ich mochte die zwischenmenschlichen Verbindungen und bin gespannt, was sich da noch für Dramen entspinnen werden.

Der Schulalltag war interessant beschrieben und zum Ende zieht der Spannungsbogen auch noch weiter an. Ich bin gespannt, wie es im Februar mit dem 2. Jahr weitergehen wird.

Leia Stones "Celestial City. Akademie der Engel" ist der Auftakt einer spannenden neuen Urban Fantasy Reihe, bei der mich vor allem der neue Weltenentwurf abholen konnte. Die Protagonisten sind liebenswert und unterhaltsam, haben aber noch ein gewisses Entwicklungspotenzial.

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Veröffentlicht am 05.10.2020

Zuckersüß

Mein Puste-Licht-Buch: Wenn im Dunkeln Sterne funkeln
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Das Besondere an dem Buchkonzept ist, dass das Vorlesen auf ein neues interaktives Level gehoben wird. Im Buch sind nämlich kleine Lämpchen integriert, die sich durch Pusten aktivieren lassen. Ich kann ...

Das Besondere an dem Buchkonzept ist, dass das Vorlesen auf ein neues interaktives Level gehoben wird. Im Buch sind nämlich kleine Lämpchen integriert, die sich durch Pusten aktivieren lassen. Ich kann mich täuschen, doch das Prinzip sollte vollkommen neu sein.
Mit einem Schalter lässt sich die Funktion an und aus stellen, um Batteriekapazität zu sparen. Die Batterie, eine Knopfzelle, lässt sich natürlich auch austauschen.

Die Buchseiten bestehen aus hochwertig beschichtetem Karton und machen einen sehr robusten Eindruck auf mich. Auf rund acht Seiten kann man die kurzen Vorlesegeschichten dann interaktiv mit seinem Kind erleben und kräftig pusten. Das Einschlafritual wird dann meistens noch nicht beendet sein, dafür kommen zum Ende des Jahres neue Titel in der Reihe heraus, damit es auf Dauer nicht zu langweilig wird. ;)

Außerdem erschien auch "Wenn im Dunkeln die Sterne funkeln" von Marina Rachner. Dort werden die Tiere ins Bett geschickt und wir lassen für sie die Sterne leuchten. Das fand ich wunderschön und bezaubernd niedlich umgesetzt. Ein paar mehr Seiten hätte ich mir da auf jeden Fall gewünscht. So süß war es!

Die Bücher sind großflächig und farbig illustriert. Die Leuchtfunktion der LED-Lämpchen hält nach dem aktivieren ein paar Sekunden an und geht automatisch wieder aus. Das empfohlene Vorlesealter beträgt 18 Monate. Ich bin mal gespannt, wie das später bei uns ankommen wird!

Ich finde die Idee hinter den Puste-Licht-Büchern wirklich schön und bin gespannt, welche Titel der Thienemann-Esslinger-Verlag in dieser Reihe noch herausbringen wird. Im September kann sich auf jeden Fall schon mal das erste Weihnachtsgeschenk gesichert werden, denn dann erscheint "Es wird Weihnachten, kleine Maus."

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Veröffentlicht am 05.10.2020

Ein tolles Konzept

Mein Puste-Licht-Buch: Die kleine Tröste-Fee
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Das Besondere an dem Buchkonzept ist, dass das Vorlesen auf ein neues interaktives Level gehoben wird. Im Buch sind nämlich kleine Lämpchen integriert, die sich durch Pusten aktivieren lassen. Ich kann ...

Das Besondere an dem Buchkonzept ist, dass das Vorlesen auf ein neues interaktives Level gehoben wird. Im Buch sind nämlich kleine Lämpchen integriert, die sich durch Pusten aktivieren lassen. Ich kann mich täuschen, doch das Prinzip sollte vollkommen neu sein.
Mit einem Schalter lässt sich die Funktion an und aus stellen, um Batteriekapazität zu sparen. Die Batterie, eine Knopfzelle, lässt sich natürlich auch austauschen.

Die Buchseiten bestehen aus hochwertig beschichtetem Karton und machen einen sehr robusten Eindruck auf mich. Auf rund acht Seiten kann man die kurzen Vorlesegeschichten dann interaktiv mit seinem Kind erleben und kräftig pusten. Das Einschlafritual wird dann meistens noch nicht beendet sein, dafür kommen zum Ende des Jahres neue Titel in der Reihe heraus, damit es auf Dauer nicht zu langweilig wird. ;)

Den Anfang machte "Die kleine Tröstefee" von Martina Leykamm, in dem sich die Tiere, wie Bär, Schwein, Hase und Bieber, verletzten oder krank sind und von der kleinen Tröstefee wieder aufgemuntert werden. Diese können nun auch wir helfen, in dem wir die Lämpchen kräftig zum Funkeln bringen.

Die Bücher sind großflächig und farbig illustriert. Die Leuchtfunktion der LED-Lämpchen hält nach dem aktivieren ein paar Sekunden an und geht automatisch wieder aus. Das empfohlene Vorlesealter beträgt 18 Monate. Ich bin mal gespannt, wie das später bei uns ankommen wird!

Ich finde die Idee hinter den Puste-Licht-Büchern wirklich schön und bin gespannt, welche Titel der Thienemann-Esslinger-Verlag in dieser Reihe noch herausbringen wird. Im September kann sich auf jeden Fall schon mal das erste Weihnachtsgeschenk gesichert werden, denn dann erscheint "Es wird Weihnachten, kleine Maus."

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