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Veröffentlicht am 30.10.2020

Skylar & Landon

London Gentleman
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„London Gentleman“ ist der zweite Band der Kings of London Reihe von Louise Bay.
Landon Wolf kennt man schon aus dem ersten Band, wo er mit seiner erfolgreichen Security-Firma seinem Bruder Hayden zur ...

„London Gentleman“ ist der zweite Band der Kings of London Reihe von Louise Bay.
Landon Wolf kennt man schon aus dem ersten Band, wo er mit seiner erfolgreichen Security-Firma seinem Bruder Hayden zur Seite stand. Nun hat er seine Firma verkauft und will sich neuen Herausforderungen widmen. In der Zwischenzeit lässt er sich von einem alten Freund zu einem Spezialauftrag überreden, der ihn auf eine Luxusjacht ins Mittelmeer führt. Undercover als Deckarbeiter zu arbeiten, ist für ihn die leichteste Übung. Wäre da nicht die attraktive Chef-Stewardess Skylar, mit der er kurz vor Reisebeginn einen heißen One-Night-Stand hatte.

Man muss den ersten Band nicht unbedingt kennen, aber wenn man ihn gelesen hat, dann ahnt man bereits, dass es einige Konfliktstoff geben wird. Landon ist der Bruder von Hayden, der wiederum inzwischen mit Skylars bester Freundin und ehemaliger Kollegin Avery liiert ist. Doch diese Zusammenhänge ahnen die Protagonisten noch nicht.
Landon ist zielorientiert, unabhängig und professionell. Mit Beziehungen hat er sich noch nie abgegeben, zumal sie bisher auch nicht zu seinem Lebenswandel passten. Skylar ist die erste Frau, die er mehr als einmal treffen möchte und nun befinden sich beide auch noch auf einer Jacht.
Skylar will auf jeden Fall unabhängig bleiben und verlässt sich nur auf sich selbst. Deshalb legt sie ihre Kriterien für einen Mann absichtlich hoch, damit diese nie jemand erreichen kann. Sie hat ihre nachvollziehbaren Gründe und doch schafft es Landon, ihre Schutzmauern zum Bröckeln zu bringen.
Ich finde es spannend, dass die Beziehung der Protagonisten erst langsam wachsen muss. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, obwohl natürlich Faszination und eine starke Anziehung vorhanden sind. Trotzdem bleibt für mich persönlich bis zum Ende ein Hauch Distanz zwischen den beiden übrig, der den letzten Funken nicht ganz überspringen lässt. Auch die eigentlich spannende Rahmenhandlung geht am Ende leicht unter. Der tolle Schreibstil der Autorin lässt mich trotzdem bis zum Schluss mitfiebern.

Mein Fazit:
Der zweite Band hat viele Parallelen zum Auftakt, aber er erreicht ihn nicht ganz. Von mir gibt es für das Gesamtpaket trotz allem sehr gute 4,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.10.2020

Die Geheimnisse Irlands

Burning Oceans: Reisende zwischen den Gezeiten
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„Burning Oceans: Reisende zwischen den Gezeiten“ von Linda Schirmer ist eine gelungene Romantasy, die sich mit den Mythen Irlands beschäftigt.
Cait zieht mit ihrer Familie vom quirligen London an die irische ...

„Burning Oceans: Reisende zwischen den Gezeiten“ von Linda Schirmer ist eine gelungene Romantasy, die sich mit den Mythen Irlands beschäftigt.
Cait zieht mit ihrer Familie vom quirligen London an die irische Westküste. Dort befindet sich das Haus, das ihnen ihre Großmutter vererbt hat. Da es außer jeder Menge schlechtem Wetter, vielen Schafen und fehlendem Handynetz nicht viel gibt, hält sich Caits Begeisterung in Grenzen. Zumal sie zunehmend von den abergläubischen Bewohnern genervt ist, die offenbar fest an Fairies und andere magische Wesen glauben. Erst als Cait den charismatischen Blake kennenlernt, gerät ihr Glaube ins Wanken. Irgendetwas an ihm zieht sie magisch an, auch wenn sein Verhalten seltsam ist.

Die Protagonistin Cait mag ich auf Anhieb. Ihre nüchterne und sarkastische Art ist mir sofort sympathisch. Trotz aller Widrigkeiten macht sie das Beste aus der Situation und bleibt selbst bei der grauenvollen Sprechstundenhilfe ihres Vaters oder beim skurrilen Hausverwalter ruhig.
Sie ist von unzähligen Geheimnissen umgeben, die größtenteils auch in ihrer Familie liegen. Das mysteriöse Auftauchen und Verschwinden von Blake ist da nur ein weiteres Rätsel. Neben Blake gibt es viele andere spannende Nebenfiguren, wie James oder Caits neue Freunde. Mit ihrer Mutter hatte ich so meine Probleme, wobei ihr Verhalten wohl aus ihrer schwierigen Vergangenheit resultiert.
Der Schreibstil liest sich sehr gut. Ich finde es äußerst interessant, wie die Autorin die Irische Mystik, aber auch die unrühmliche Historie der Magdalenenheime, in die Handlung eingebaut hat. Die Verknüpfung mit der zarten Lovestory zwischen Cait und Blake ist überaus gelungen. Die Handlung bleibt bis zum etwas abrupten Ende spannend, auch wenn letztendlich noch viele Fragen offen bleiben. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung und bin neugierig, wie die eigentlich unlösbaren Konflikte gelöst werden.

Mein Fazit:
Diese Romantasy wird wohl nicht nur Irlandfans verzaubern. Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 10.10.2020

Spannender Abschluss

Hells Raiders MC Teil 3: Last Mile - Erlösung
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„Last Mile: Erlösung“ ist der abschließende Teil der Reihe um den Hells Raiders MC von Katie Ashley.
Benjamin „Bishop“ Malloy ist der jüngste der drei Brüder und der einzige von ihnen, der das Clubleben ...

„Last Mile: Erlösung“ ist der abschließende Teil der Reihe um den Hells Raiders MC von Katie Ashley.
Benjamin „Bishop“ Malloy ist der jüngste der drei Brüder und der einzige von ihnen, der das Clubleben als Single noch voll auskostet. Als Sergeant at Arms hat er seinen festen Platz im Club, aber seinen Traum von einem eigenen Motorradladen behält er im Hinterkopf. Samantha Vargas ist ATF Agentin und muss sich für einen Undercover Auftrag in den Club einschleusen. Seit sie mit acht Jahren die Ermordung ihres Vaters durch einen kriminellen Biker mit ansehen musste, hasst sie diese abgrundtief. Doch Bishop passt in keins ihrer Vorurteile und bringt sie aus dem Gleichgewicht.

Der charmante und sympathische Bishop ist einer meiner Lieblingscharaktere aus den Vorgängerbänden. Im Vergleich zu seinen Brüdern wirkt er immer unbeschwert und sorglos, aber auch er hat ernstgemeinte Zukunftspläne, für deren Verwirklichung er kämpft.
Sam ist alles andere als glücklich mit ihrem Auftrag, da sie Sympathie für die ihr verhassten Biker heucheln muss. Doch hinter den Kulissen merkt sie schnell, dass die Hells Raiders anders sind als erwartet. Vor allem Bishop geht ihr unter die Haut und die gegenseitige Anziehung lässt sie ihre Professionalität vergessen.
Die Autorin erzählt auch im dritten Band eine spannende und mitreißende Story, auch wenn es diesmal nicht ganz so intensiv wie in den Vorgängerbänden zugeht. Das Knistern zwischen Bishop und Sam, die auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes stehen, ist nicht zu übersehen und ich habe auf ein Happy End für die beiden gehofft. Das Buch bildet einen gelungenen Abschluss für die Malloy Brüder, wobei ich mir durchaus ein Spin Off für einige Figuren vorstellen könnte.

Mein Fazit:
Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, der sollte sich auch den dritten Teil nicht entgehen lassen. Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.10.2020

Gabe oder Fluch

Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit
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„Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit“ von Jennifer L. Armentrout stellt Menschen mit ganz besonderen Gaben in den Mittelpunkt.
Die siebzehnjährige Ember ist seit einem Autounfall vor zwei ...

„Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit“ von Jennifer L. Armentrout stellt Menschen mit ganz besonderen Gaben in den Mittelpunkt.
Die siebzehnjährige Ember ist seit einem Autounfall vor zwei Jahren nicht mehr dieselbe. Damals starb ihr Vater – und Ember eigentlich auch, wenn ihre kleine Schwester sie mit ihrer besonderen Gabe nicht von den Toten zurückgeholt hätte. Doch leider hat Ember seitdem auch eine außerordentliche Fähigkeit, oder eher einen Fluch. Alle Lebewesen, die sie berührt, sterben. Als eines Tages der geheimnisvolle Hayden Cromwell vor ihr steht und ihr erklärt, dass sie mit seiner Hilfe ihre ungewollte Bürde unter Kontrolle bekommen könnte, kann sie es gar nicht glauben.

So dunkel und düster wie Embers Zeichnungen ist auch die Grundstimmung zum Anfang des Buches. Ember muss sich allein um ihre fünfjährige Schwester kümmern und hat sich aufgrund ihrer Gabe von allen anderen Menschen in ihrem Umfeld zurückgezogen. Ihre Mutter dämmert nur stumm vor sich hin und einzig ihr bester Freund Adam ist ihr geblieben. Es ist unglaublich traurig, wie Ember einen Tiefschlag nach dem nächsten aushalten muss, bis die Lage eskaliert. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie Hayden zu Beginn nicht über den Weg traut. Genauso wenig wie den anderen Mitgliedern seiner ungewöhnlichen Familie, die sie ganz offen ablehnen und nur zu ihrer Schwester freundlich sind.
Hayden bemüht sich jedoch nach allen Kräften, sie zu unterstützen. Er sucht immer wieder ihre Nähe und fühlt sich stark zu Ember hingezogen. Aber sind seine Motive wirklich nur gut? Der Zwiespalt von Ember und ihre widersprüchlichen Gefühle sind sehr gut beschrieben. Ich kann ihre Unsicherheit und ihre Vertrauensprobleme nachvollziehen. Niemand außer Hayden gibt ihr das Gefühl, gewollt zu sein und das ist ziemlich deprimierend. Dazu kommt das Handicap, niemanden berühren zu dürfen, was ein „normales“ Leben unmöglich macht.
Ich mag den Schreibstil der Autorin und bin schnell in die Geschichte eingetaucht. Die Story ist emotional, traurig, spannend und trotzdem auch romantisch. Ich konnte mit Ember mitfühlen und habe bis zum Schluss mitgerätselt, wer hinter den Attacken auf sie stecken könnte. Dabei konnte mich die Autorin sowohl mit ihren Charakteren als auch mit ihren Twists mehrfach überraschen. Einzig für die vielen offenen Fragen am Ende und die Unklarheit, ob die Story bereits abgeschlossen ist, ziehe ich ein halbes Pünktchen ab.

Mein Fazit:
Mich hat Embers und Haydens Geschichte berührt und ich gebe für das Buch sehr gern eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.10.2020

Warmherzige Lovestory

Der kleine Unterschied
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„Der kleine Unterschied“ von Paloma Aínsa erzählt eine romantische und hoffnungsvolle Liebesgeschichte über zwei Menschen, die nicht mehr an die Liebe glauben.
Die Fotografin Maite muss mit Mitte dreißig ...

„Der kleine Unterschied“ von Paloma Aínsa erzählt eine romantische und hoffnungsvolle Liebesgeschichte über zwei Menschen, die nicht mehr an die Liebe glauben.
Die Fotografin Maite muss mit Mitte dreißig wieder ganz von vorn anfangen. Ihre Ehe ist Geschichte, ihren Job und ihr Geschäft hat sie verloren und zu allem Überfluss muss sie wieder bei ihren Eltern einziehen. Da sie dringend Geld braucht, nimmt sie den Job als Kindermädchen bei dem verwitweten Aristokraten und Filmproduzenten Mario an. Aber der attraktive Mann verwirrt sie mit seinem widersprüchlichen Verhalten. Maite weiß nicht, was sie von ihm halten soll, aber zum ersten Mal seit langer Zeit flattern wieder Schmetterlinge in ihrem Bauch.

Die Protagonistin Maite ist mir mit ihrer liebenswerten und pragmatischen Art sofort sympathisch. Auch am Tiefpunkt ihres Lebens lässt sie sich nicht unterkriegen, sondern versucht einfach ihr bestes. Die seelischen Verletzungen durch ihren geschiedenen Mann sitzen noch tief, aber zum Glück hat sie die volle Unterstützung ihrer chaotischen und warmherzigen Sippe und ihrer langjährigen Freunde.
Der Start im Haus des „jungen Herrn“ ist zwar holprig, aber man merkt ab der ersten Begegnung der beiden, wie gut sie sich gegenseitig tun. Mario ist in seiner Trauer gefangen und weiß nicht, wie er mit seinen Kindern umgehen soll. Maite holt ihn aus seiner Lethargie und provoziert ihn oft zu ungeplanten Reaktionen. Es geht ans Herz, wie sich die Beziehung zwischen ihr und den traumatisierten Kindern langsam und beständig weiterentwickelt. Mit der Zeit wird sie viel mehr als nur ein Kindermädchen, aber die Grenzen sind allgegenwärtig.
Mir gefallen der leichte Schreibstil und der Humor der Autorin. Die Charaktere dürfen ihre skurrilen Eigenarten ausleben und sind allesamt mit ganz viel Liebe gestaltet. Gerade die Nebenfiguren sind ein besonderes Highlight der ansonsten zurückhaltenden Lovestory. Jede Figur erhält ihren Raum, um sich perfekt zu entfalten.

Mein Fazit:
Die wunderschöne Lovestory zeigt, dass Liebe immer möglich ist und dass man dafür kämpfen sollte. Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen und ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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