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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.12.2020

Einfach klasse!

Ein Sohn ist uns gegeben
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Inhalt
Commissario Brunetti wird von seinem Schwiegervater um einen Gefallen gebeten. Er soll einen Freund der Familie einmal genau beobachten, denn er hat die Befürchtung, dass Gonzalo Rodríguez de Tejeda ...

Inhalt
Commissario Brunetti wird von seinem Schwiegervater um einen Gefallen gebeten. Er soll einen Freund der Familie einmal genau beobachten, denn er hat die Befürchtung, dass Gonzalo Rodríguez de Tejeda etwas zustoßen könnte. Der gebürtige Spanier lebt mittlerweile in Venedig und hat mit Kunsthandel eine große Summe Geld gemacht – und Geld lässt die Menschen bekannterweise oft das Gesicht verändern. Brunetti taucht ein in die Umgebung seines Freundes und stößt auf Geheimnisse und Unvorstellbares.


Meinung
Ich glaube, ich hatte schon einmal eine Rezension mit den Worten “Brunetti ist immer eine gute Idee” begonnen. Und ich würde sie auch gerne hier wieder als Aufhänger nehmen, denn viel mehr braucht es eigentlich gar nicht, um zu beschreiben, wie gelungen auch dieser achtundzwanzigster Fall ist. Mein Lieblings-Commissario ist längst Kult geworden und ich bin froh, dass ich mitten in diesem Kult stecke, ihn für mich entdeckt habe und jedes Buch wieder auf ein Neues lieben kann!

Dieser Fall ist erst einmal eigentlich gar kein richtiger Fall und das macht es in meinen Augen so spannend. Alles startet mit Brunetti und seinem Schwiegervater und mit einem Gespräch, das sie führen. Ich bin begeistert, wie Donna Leon selbst in dieses Gespräch immer wieder echte Erzählungen einbindet, bei denen man die Figuren besser kennenlernt. Dachte man nicht eigentlich, man wisse schon alles über das Brunetti-Universum? Weit gefehlt!

Auch dieser Roman hat wieder den Charme der Familie Brunetti, den ich so noch nie irgendwo anders entdeckt habe. Und Venedig wird wieder einmal zu einer Stadt voller Geheimnisse, die Brunetti nach und nach aufdeckt. Der Fall geht erst gemächlich voran und überschlägt sich am Ende dann auf erschreckende Art und Weise. Ich bin über die zweite Hälfte nur so geflogen! Donna Leon schafft es auf beeindruckende Weise, einen mit ihrem Schreibstil zu fesseln und es ist nicht das erste Mal, dass ich danach das Gefühl habe, niemand kann ihr da das Wasser reichen. Was soll ich sagen? Ganz große Brunetti-Liebe, die vermutlich niemals einknicken wird!

Fazit
Auch der achtundzwanzigste Fall hat noch immer genauso viel Witz, Charme und Spannung und einen ganz besonders interessanten Fall parat. Empfehlung!

5 von 5 Buchherzen! ♥♥♥♥♥
Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2020

So zauberhaft schön!

Die Zeit der Weihnachtsschwestern
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Inhalt
Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie. Suzanne wünscht sich vor allem zweiteres. Und dass ihre drei Töchter sie über die Feiertage besuchen, ohne Streit und Konflikte. Die drei Frauen ...

Inhalt
Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie. Suzanne wünscht sich vor allem zweiteres. Und dass ihre drei Töchter sie über die Feiertage besuchen, ohne Streit und Konflikte. Die drei Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein, aber Posy, Hannah und Beth müssen sich ein bisschen zusammenraufen, als ihre Mutter mit einer Grippe ans Bett gefesselt ist und die Schwestern derweil die Mengen an Weihnachtsvorbereitungen stemmen müssen. Und dabei kommen Geheimnisse und alte Fehden auf, die das ganze besinnliche Fest zu zerstören drohen. Schaffen die Schwestern es, sich zusammenzuraufen?


Meinung
Endlich geht die Zeit der Weihnachtsbücher wieder los! Und ich habe in diesem Jahr mit einem ganz besonders guten Exemplar gestartet, das es den weiteren Weihnachtsbüchern sehr sehr schwer machen wird! Der Klappentext klingt auf der ersten Blick nach einer lockeren Story mit ein bisschen Gefühlschaos. Aber ich bekam bei dieser Geschichte so viel mehr als das! Sarah Morgan hat sich in mein Herz geschrieben!

Das Buch wird aus den Sichten der drei Schwestern erzählt, zwischendurch bekommt auch Suzanne eine Stimme. Ich bin erstaunt und begeistert, wie grandios es der Autorin gelungen ist, alle Figuren so unterschiedlich darzustellen, mit so vielen Eigenarten. Sie hat es geschafft, dass ich mich innerhalb kürzester Zeit in die grundverschiedenen Leben der Frauen hineinversetzen konnte und dass ich ihre inneren Konflikte und die Umstände ihrer Leben in mich aufgesogen habe. Der Schreibstil ist toll, flüssig und bildreich. Und vor allem wunderschön weihnachtlich.

Selbstverständlich – und ich finde das kann man an dieser Stelle auch verraten, ohne zu viel zu verraten 😉 – kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Aber besonders ist, in wie vielen verschiedenen Facetten sie zum Vorschein kommt. Ein absolutes Highlight ist hier finde ich, wie sich die Familie gemeinsam entwickelt, wie die Figuren an sich selbst und miteinander wachsen. Das war einfach unheimlich schön.

Das Buch kommt auch ohne völlig überzogene Handlungen aus. Es gibt Klischees, das kann man nicht leugnen, aber sie passen so perfekt und sind nicht übertrieben, dass sie mich überhaupt nicht gestört haben. Vielmehr unterstreichen sie die verschiedenen Charakterzüge noch einmal ein wenig.

Das Ende war zauberhaft – wirklich. Ich habe es so geliebt und würde das Buch am liebsten direkt noch einmal lesen!

Fazit
Viel Schnee, Liebe und Weihnachtsgefühle. Sarah Morgans Buch ist wirklich wunderschön und wird euch mit viel Wärme durch die kalte Jahreszeit bringen!

5 von 5 weihnachtliche Buchherzen! ♥♥♥♥♥
Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.10.2020

Einfach nur WOW!

Der Orden des geheimen Baumes - Die Magierin
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Inhalt
Mächtige Frauen lenken und beeinflussen das Schicksal ihrer Welt, ob als Königin, Magierin oder Drachenreiterin. Doch die Welt ist geteilt: Während im Westen alle Drachen als absolut böse verdammt ...

Inhalt
Mächtige Frauen lenken und beeinflussen das Schicksal ihrer Welt, ob als Königin, Magierin oder Drachenreiterin. Doch die Welt ist geteilt: Während im Westen alle Drachen als absolut böse verdammt werden, werden diese im Osten als göttergleiche Wesen verehrt. Trotz dieser gegensätzlichen Weltanschauungen müssen die Menschen des Ostens und des Westens zusammenarbeiten, als ein riesiger bösartiger Drache aus der Vergangenheit wieder aufersteht. Drei starke Frauen nehmen die Herausforderung an, die Bewohner beider Reiche zu vereinen, um die Menschheit zu retten …


Meinung
Wer mich und meinen Blog kennt, der weiß, dass ich nur äußerst selten einen Klappentext von der Seite des Verlages übernehme. Ich mag das nicht und finde lieber selbst die Worte, um den Inhalt eines Romans zu beschreiben. Das letzte Mal, dass ich einen derart komplexen, vielschichtigen und weitreichenden Fantasy-Roman gelesen habe, muss allerdings bei der Lektüre von Herr der Ringe gewesen sein. Ich denke, dass ihr wisst, was das bedeutet. 😉

Ich habe schon im Vorfeld gehört, dass die Sprache wirklich gut sein soll. In der Tat ist sie aber einfach nur gewaltig. Ein unfassbar toller Schreibstil, eine fantastische Übersetzung, bei der glaube ich wirklich nichts zu kurz gekommen ist. Und dann diese Geschichte, die für mich Seinesgleichen sucht. Ich kann an dieser Stelle nur Lobeshymne an Lobeshymne reihen. Deswegen mag ich hier mal nur ein paar Schlagworte nennen, die diesen Roman für mich zu einem einzigartigen Meisterwerk machen: Es gibt eine ganze Bandbreite von starken Frauen. Es gibt eine einzigartige Welt, die man erklären muss, die mir aber so vorkam, als würde ich in ihr leben. Es gibt eigene Religionen, Glaubensrichtungen, Völker. Es gibt Fabelwesen und fantastische Tiere. Es gibt bis ins kleinste Detail beschriebene Gefühlsregungen, nicht einmal war ein Sprung in der Handlung. Es gibt Liebe in all ihren wunderbaren Formen, fernab von Klischees. Es gibt eigentlich generell keine Klischees. Jeder Charakter war eine Wucht. Und es gibt Drachen. Muss ich mehr sagen?

Ich denke, man merkt mir meine Begeisterung für dieses Buch an. Ich habe eine neue Lieblingsgeschichte gefunden, an die so schnell glaube ich keine mehr herankommen kann. Und das beste daran? Es gibt noch einen zweiten Teil! Denn während Samantha Shannon eigentlich nur ein Buch geschrieben hat, wurde die Story im Deutschen auf zwei Bände aufgeteilt. Und beide sind so wunderschön, dass ich fast ein bisschen froh darum bin, zwei von diesen Schätzen im Regal stehen haben zu können. Das Ende war der absolute Cliffhanger. Liebe Leute, ich muss weiterlesen, so schnell es geht!

Fazit
Eine Geschichte, die für mich immer etwas Besonderes bleiben wird, weil sie so einzigartig ist. Ich sage das nicht oft, aber ich würde sagen, dass sie perfekt ist. Einfach großartig. Fantasy at its best, ohne Klischees und in einer Welt, die ganz große Klasse ist!

5 von 5 Buchherzen, aber eigentlich noch viel mehr! ♥♥♥♥♥
Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 12.10.2020

Was ein tolles Buch!

Hamburgliebe
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Inhalt
Hamburg, das ist die Elbe, das ist der Michel, das ist der Hafen – und »Hamburgliebe«! Wie jedoch drückt man eine solche Liebe aus? Hamburger Sprache, Kultur, Kulinarik, Tradition – all das wird ...

Inhalt
Hamburg, das ist die Elbe, das ist der Michel, das ist der Hafen – und »Hamburgliebe«! Wie jedoch drückt man eine solche Liebe aus? Hamburger Sprache, Kultur, Kulinarik, Tradition – all das wird hier vorgestellt. Besser könnte man die Liebe zu einer Stadt in einem Buch nicht ausdrücken. Autorin Stefanie Thiele hat mit interessanten Persönlichkeiten Interviews geführt und beleuchtet faszinierende Facetten der Hansestadt.
Kommen Sie mit auf eine Stadtbesichtigung der besonderen Art – mit ansprechender Bebilderung und einem sehr charmanten Charakter.


Meinung
Moin ihr Lieben und eins vorweg: Ich kann nur sagen, dass ich diese Buch liebe! Ich komme nicht aus Hamburg, aber nachdem ich vor vielen Jahren mit meinen Eltern dort war, kann ich behaupten, dass sie wohl meine Lieblingsstadt ist. Danach haben sich die Besuche meist auf Fußballspiele beschränkt und dieses Jahr wollte es irgendwie schon wieder nicht klappen, dass ich diesem wunderbaren Ort einen Besuch abstatte, aber dafür hat die liebe Stefanie mir dieses tolle Buch zugeschickt.

Die Aufmachung ist wunderschön. Ich liebe das schlichte Cover und ich finde die Art und Weise, wie sich immer wieder kleine Illustrationen und große Bilder abwechseln, sehr gelungen. Und auch der Inhalt kann sich absolut sehen lassen. Texte, Geschichten über Menschen und Stadt, eine Reihe wirklich interessanter Interviews. All das macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Ein kurzweiliges, tolles Buch, von dem ich wirklich nur schwärmen kann!

Fazit
Egal ob in Hamburg, um Hamburg herum oder ganz woanders: Das Buch hier wird jeden begeistern, dessen Herz an der Hansestadt hängt! Und spätestens, wenn man das Buch gelesen hat, wird sich auch jeder andere von der Hamburgliebe anstecken lassen.

5 von 5 Buchherzen ♥♥♥♥♥
Danke an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 08.10.2020

Absolute Empfehlung!

GOTT
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Inhalt
Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Mediziner, Juristen, Pfarrer, ...

Inhalt
Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Mediziner, Juristen, Pfarrer, Ethiker, Politiker und Teile der Gesellschaft zweifeln, ob Ärzte ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Die Ethikkommission diskutiert den Fall.


Meinung
Damals, als ich in der Schule im Ethik-Unterricht saß, musste ich mich das erste Mal mit dem Thema Sterbehilfe auseinandersetzen. Mein erster Gedanke war so töricht wie plausibel gleichermaßen. Ich dachte “Nein, das klingt völlig falsch. Das ist Mord!” Nach der ersten Stunde, in der wir darüber gesprochen hatten, war mein Entschluss schon ins Wanken geraten. Nach ein paar Wochen habe ich völlig anders, wenn auch immer noch ein bisschen hilflos auf das Thema geblickt.

Hilflosigkeit ist auch das, was ich heute noch fühle, wenn ich an Sterbehilfe denke. Denn klar ist auch, dass es hier kein Richtig und genauso wenig ein Falsch geben kann. Jeder Mensch denkt völlig anders darüber und spätestens in dem Moment, in dem man selbst erwachsen ist und sich mehr und mehr mit Krankheiten, mit dem Älter-Werden von den Liebsten und mit dem Sterben an sich beschäftigen muss, kann man über das Mädchen aus der Schulzeit nur noch schmunzeln. Sterbehilfe ist nicht schwarz oder weiß, vielleicht nicht einmal grau, weil auch diese Beschreibung schon zu wenig differenziert wäre. Und das ist genau das, was Ferdinand von Schirach mit seinem Drama hier in einer absolut einzigartigen Art und Weise aufgefangen hat.

Ich habe dieses Buch an einem Morgen komplett durchgelesen und war den restlichen Sonntag ehrlich gesagt mehr in meinen eigenen Gedanken versunken als im echten Leben da draußen. Das Buch hat mich nachhaltig beschäftigt und lässt mich auch jetzt noch nicht richtig los. Das Thema wird mich nie loslassen, denke ich.

Ferdinand von Schirach schreibt wirklich auf eine einzigartige Art und Weise, die ich an dieser Stelle aber nur schwer beschreiben kann. Ich finde, jeder Mensch sollte sich die 160 Seiten, die dieses Werk umfasst, einmal durchlesen. Ich bin sicher, es wird bei ausnahmslos JEDEM seine Spuren hinterlassen.

Fazit
Ein schwieriges Thema, auf das es keine richtigen Antworten gibt, in einem fantastisch erzählten Drama. Absolute Empfehlung!

5 von 5 Buchherzen! ♥♥♥♥♥
Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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