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Veröffentlicht am 15.03.2017

Royaler Tratsch und Klatsch

Mein Herz und deine Krone
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Mein Herz und deine Krone ist ein Buch der englischen Autorin Heather Cocks und der kalifornische Autorin Jessica Morgan. Beide sind bekannt für die Klatschpresse der royalen Fraktion und auch dieses Thema ...

Mein Herz und deine Krone ist ein Buch der englischen Autorin Heather Cocks und der kalifornische Autorin Jessica Morgan. Beide sind bekannt für die Klatschpresse der royalen Fraktion und auch dieses Thema ist vorherherrschend in diesem Buch.

Bex zieht nach Oxford um zu studieren und lernt dort den Prinz of Wales Nick kennen lieben. Doch wie soll es anders sein: ihre Liebe steht unter keinenm guten Stern und vorallem die Klatschpresse setzt beiden ziemlich zu.
Hinzukommt, dass Bexs Zwillingsschwester Lacey gerne Aufmerksamkeit bekommt und gerne in der Öffentlichkeit steht, sowie Nicks Bruder Freddie....

Der Schreibstil der Autorinnen ist sehr lustig, aber leider viel zu vorhersehbar. Sie schreiben zwar fließend und alles ist einfach gehalten, aber es ist eher in einem jugendlichen Stil verfasst.

Im Allgemeinen wird die Geschichte in Ich-Form aus der Perspektive von Bexs erzählt. Das Buch ist eine retrospektive Erzählungen und schildert das ewige Auf und Ab der Beziehung von Bex und Nick.

Weiters ist der Erzählstil meiner Meinung nach mit sehr wenigen Emotionen versetzt und die Geschichte reißt einen nicht richtig mit. Es liest sich eher wie mehrere Artikel aus einem Magazin und ist vor allem auf Vorurteilen und Negativpresse aufgebaut. Hier fehlt meiner Meinung der Fokus auf das Positive, nämlich die unerschüttliche Liebe zweier Menschen.

Vor allem der Beginn ist ist in meinen Augen nicht besonderns gut, da sehr viel vorweggenommen wird und man eigentlich schon im Prolog weiß, wie die Geschichte ungefähr ausgeht. Dies ist aus meiner Sicht zu vorhersehbar, welches vor allem die Spannung gleich zu Beginn nimmt.

Darüber hinaus ist das Buch chronologisch in Teile aufgebaut, jedoch fehlt fast jeglicher Spannungsbogen. Nur im Mittelteil wird es etwas spannender und der Schluss wird noch einmal groß aufgezogen.

Alles andere ist meiner Meinung nach eher weitläufig und zieht sich. Es gibt oft große Umschweifungen bei banalen Themen und die Geschichte ist in meinen Augen eine etwas überzogene royales "Cover" von William und Harry, vielleicht noch etwas extremer und überspitzt.

Fazit:
Mein Herz und deine Krone ist eine nette Geschichte für Zwischendurch mit viel royalem Input sowie den Up and Downs dieses Lebensstils.
Ich kann das Buch allen jenen Leuten empfehlen, die auf klischeebehaftet und presselastige Bücher stehen, die sich um eine große "verbotene" Liebe drehen.

Mein Herz und deine Krone erhält von mir 3 von 5 Sternen.

(Ein Dank an den blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar.)

Veröffentlicht am 28.02.2017

Tierisch-lustig für Katzenliebhaber

Tiffany
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Larissa Schwarz ist die Autorin des Kurzromans Tiffany - der katz-normale Wahnsinn und handelt von Julie und ihrer Katze Tiffany.

Julie kommt sich seit 3 Wochen wie Dr. Doolittle vor, da sie ihre pubertierende ...

Larissa Schwarz ist die Autorin des Kurzromans Tiffany - der katz-normale Wahnsinn und handelt von Julie und ihrer Katze Tiffany.

Julie kommt sich seit 3 Wochen wie Dr. Doolittle vor, da sie ihre pubertierende Katze Tiffany plötzlich verstehen und mit ihr kommunizieren kann.
Doch nicht nur die Katze macht ihr Leben kompliziert sondern auch der charmante Feuerwehrmann Leander, der sich in ihr Leben und ihr Herz schlecht...

Zu allerst ist das Buch in einzelne Kapitel aufgeteilt, die wie Tagebucheinträge chronologisch nach Datum aufgereit werden. Das Buch wird aus der Perspektive von Julie erzählt, wodurch ziemlich schnell klar ist, worum es in der Geschichte geht.

Weiters ist der Schreibstil der Autorin sehr humorvoll mit vielen Anekdoten und Klisches versetzt. Dadurch wird vor allem Julie ziemlich sympatisch für den Leser, da sie einerseits eine nette und zuvorkommende Person ist, die es allen Recht machen möchte und andererseits von ihrer Katze "dominiert" wird.

Im Gegensatz dazu ist Tiffany zwar lustig und pupertär in ihren frechen Bemerkung, doch teilweise ist kommt sie wie ein aufmüpfiger, egoistischer Teenager rüber, der sich selbst für den Mittelpunkt der Welt hält und der Julies geringfügige Erziehung auch bestätigt wird.

Darüber hinaus ist der Einstieg in die Geschichte etwas merkwürdig, da ich etwas gebraucht habe um zu verstehen, dass Tiffany sprechen kann. Man denkt zuallererst, dass zwei Menschen miteinander reden und die Katze die Menschen zwar versteht, aber sie sie nicht. Fakt ist aber, dass die Katze mit Julie reden kann.

Meiner Meinung nach ist die Grundidee der Erzählung sehr interessant, doch eindeutig ausbaufähig. Die Geschichte ist übersät mit vielen Dialogen zwischen den Protagonisten, doch in meinen Augen gehen vorallem Schilderungen der Szene oder der Gefühlswelt der Protagonisten usw. eindeutig ab. Andererseits hält dies mehr Raum für Fantasie.

Außerdem geschieht über einen längeren Zeitraum nichts besonderes, es wird Alltagsgeschehen und das Verliebtsein geschildert, doch erst auf den letzten Seiten geschiehen die aufregenden Dinge. Meiner Meinung nach hätte der Spannungsbogen bereits früher gelegt werden.

Fazit:
Tiffany ist eine nette und lustige Geschichte für Zwischendurch, welche vor allem durch ihren tierischen Charm und einen Hauch von Liebe überzeugen kann.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Tiergeschichten liebt und der vorallem ein Fan von Katzen ist bzw. selbst eine Katze besitzt und sich damit vielleicht sogar identifizieren kann

Tiffany erhält von mir 3,5 Sterne von 5 Sternen.

(Ein Dank an Larissa Schwarz für das Leseexemplar.)

Veröffentlicht am 11.02.2017

Royale Maskerade

Royal Me
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Royal me - The Masquerade (Episode 1) ist der erste Teil einer geplanten vierteiligen Reihe der Autorin Tina Köpke und handelt von mehreren jungen Erwachsenen von könglicher Herkunft.

Eine Terrororganisation ...

Royal me - The Masquerade (Episode 1) ist der erste Teil einer geplanten vierteiligen Reihe der Autorin Tina Köpke und handelt von mehreren jungen Erwachsenen von könglicher Herkunft.

Eine Terrororganisation droht den Monarchen der Welt und somit werden alle auf die Isle of Mull verfrachtet. Thronfolger und Erbinen aller Länder sind vertreten und sitzen dort fest.

Einerseits gibt es den arroganten Valentino, die engagierte Lina, die schüchterne Priya, den weltoffenen Olivier, sowie die selbewusste Alicia und die ruhige Anouk.
So viele Würdenträger aus unterschiedlichen Kulturen mit verschiedenen Charaktern und Temperamenten sowie Ansichten an einem Ort versammelt. Ärger und Gefühlschaos sind somit vorprogrammiert.

Die Geschichte wird aus mehreren Erzählperspektiven in der Ich-Form näher gebracht. Vorallem zu Beginn ist dies aber sehr verwirrend aufgrund der erwähnten Vielfalt an Charakteren.

Fakt ist, dass die Grundidee viele Charaktere auf einmal mit ihren unterschiedlichen Charakteren, Kulturen und Ansichten vorzustellen an sich gut gelungen ist, dennoch fällt meiner Meinung nach der Einstieg in die Geschichte dadurch etwas schwer.

Weiters sind in meinen Augen viele Szenen zu schnell abgehandelt worden. Es hätte viel mehr geschehen und auch eindeutig schieflaufen können, was die Geschichte sicherlich noch spannender und aufregender gemacht hätte.

Der Erzählstil ist einerseits sehr locker und humorvoll und andererseits fließend und spannend. Manchmal neigt er zu unrealistischen Darstellung wie beim Thema Sicherheit: Wer würde sich bei akuter Terrorgefahr in der Öffentlichkeit aufhalten...

Darüber bahnte sich zwischen den individuellen und sich charakterlich stark differierenden jungen Personen sich einzelne Liebeskonstellationen an bzw. wurden vertieft.

Letztlich kam das Ende dieser Episode viel zu schnell und auch zu abrupt. In meinen Augen wurde die Handlung einfach abgebrochen - so als würde man ein Buch haben, in dem ein paar Seiten fehlen. Dies hätte man eindeutig eleganter lösen können.

Fazit:
Das Buch ist ein netter Auftakt für die Reihe, dennoch hätte man noch mehr erwarten können. Für alle, die gerne Erzählungen über royal spannende und klischeehafte MonarchenInnen lesen sowie für Zwischendurchlese, ist dieses Buch eindeutig geeignet.

Royal Me - The Masquerade erhält von mir 3 von 5 Sternen.

(Ein Dank an Tina Köpke für das Leseexemplar!)

Veröffentlicht am 04.02.2017

In der Pariser Unterwelt

Léon & Claire
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Das Buch handelt, wie der Name verrät, von Léon und Claire. Autorin des Romanes ist Ulrike Schweikert und dies ist ihr erster Teil eines Fantasy-Zweiteilers.

Léon lebt in der Unterwelt von Paris, die ...

Das Buch handelt, wie der Name verrät, von Léon und Claire. Autorin des Romanes ist Ulrike Schweikert und dies ist ihr erster Teil eines Fantasy-Zweiteilers.

Léon lebt in der Unterwelt von Paris, die dem Meister Schatten gehört. Die Amerikanerin Claire hingegen ist neu in der Stadt, da ihre Mutter einen Traumjob im Louvre angenommen hat.

Durch ein Ritual ihrer Klasse, landet Claire in der Unterwelt und Léon sieht sie zum ersten Mal. Die beiden begegnen sich mehrmals, kommen sich näher und es geschehen sehr seltsame Dinge.

Ebenso Adrien, ein Klassenkamerad, sowie sein Vater der Polizeipräfekt und die Familie scheinen ein dunkles Geheimnis zu haben, dass Léon aufdecken möchte. Vorallem hinter den zahlreich Kunstdiebstähle steckt mehr als es zuerst den Eindruck macht...

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt. Es wird zwischen zwei Erzählstilen
gewechselt. Leons Stil (bzw. wenn etwas mit Verbrechen oder dem Schatten zu tun hat) wirkt düster, mystisch, mittelalterlich, bedrückt oder auch geheimnisvoll. Claires Stil ist allerdings fröhlich, offen, anregend und locker. Dies spiegelt meiner Meinung nach gut die beiden Hauptprotagonisten wieder.

Der Beginn ist etwas mühselig, da ein Name den anderen folgt - Man weiß nicht wirklich welche Name von Bedeutung ist und welchen man getrost vergessen kann. Weiters braucht man einige Zeit um in die Geschichte reinzukommen bzw. um bestimmte Zusammenhänge zu verstehen.

Bis zum Schluss schreibt die Autorin in einem flüssigen Erzählstil. Wenn man aber denkt,dass man endlich weiß, wie die Geschichte weiter geht und auf welchen Höhepunkt sie zusteuert, dann kommt eine neue Wendung bzw. es wird doch noch nicht aufgeklärt.

Die Geschichte ist alles andere als vorhersehbar. Sie ist teilweise sehr verwirrend aber regt dadurch auf spannende Weise zum Weiterlesen an. Allerdings musste ich manchmal eine Passage nochmals lesen, da einiges zu verwoben und verwirrend war, wie die Kanalisation in Paris.

Fazit:
Léon & Claire ist eine geheimnisvolle Liebesgeschichte mit faszinierend düsteren Hintergrund und ist meiner Meinung nach gut gelungen, über viele Strecken spannend und unvorhersehbar aber leider auch verwirrend.
Fans von Amy Plum könnte diese Geschichte gefallen, da sie ebenso von zwei unterschiedlichen Welten und einer "verbotenen" Liebe handelt.

Léon & Claire erhält von mir 3,5 von 5 Sternen.

(Ein Dank an den cbt-Verlag für das Rezensionsexemplar!)

Veröffentlicht am 27.07.2017

Gute Idee, fehlende Zuammenhänge

Göttin der Dunkelheit (Die Chroniken der Götter 1)
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Die Autorin Anke Unger lebt in Schweden und hat mit Göttin der Dunkelheit – Die Chroniken der Götter 1 ihren Debütroman und zugleich ihr Lebenswerk veröffentlich. Sie hat mit ihrem ersten Band der zweitteiligen ...

Die Autorin Anke Unger lebt in Schweden und hat mit Göttin der Dunkelheit – Die Chroniken der Götter 1 ihren Debütroman und zugleich ihr Lebenswerk veröffentlich. Sie hat mit ihrem ersten Band der zweitteiligen Reihe eine Fantasiewelt voller Götter und Magie geschaffen.

Die junge Magierin Areshva ist Priesterin. Doch eines Tages wird ihre Göttin unverhofft angegriffen und sie muss ich, als einziger Ausweg, mit der Dunkelheit verbinden um sie zu retten. Damit beginnt aber leider ein gefährlicher Kampf gegen die Versuchung des Bösen für sie.

Im Allgemeinen ist der Schreibstil der Autorin in einer jugendlich lockeren Sprache verfasst. Vor allem stehen spritzige Kommentare sowie eine malerische und fantasievolle Szenenbeschreibung ins Auge. Anke Unger zeigt eine Liebe zum Detail und verwandelt manche Handlung in etwas Herzliches durch ihre erleuchtenden Metaphern.

Insbesondere Gefühle und Gedanken werden verspielt und teils leidenschaftlich erläutert. Zu Beginn ist der Schreibstil sehr fesseln, doch leider verliert er im Verlauf der Erzählung etwas an Charme bzw. kann die Handlung nicht mehr überzeugen.

Der Erzählstil ist in der dritten Person, wobei die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Areshva und Silvrin erläutert wird. Von Beginn an gibt es somit zwei parallel Geschichten, deren Zusammenhang sich für mich bis zum Schluss nicht so richtig entfaltet hat bzw. deren Sinnhaftigkeit noch verschlossen ist.

Durch die erfrischende und fließende Schreibweise kommt man leicht hinein, die Geschichte plätschert dahin und vor allem zu Beginn macht es Vergnügen, diese zu lesen. Der Spannungsbogen steigt sehr schnell und unerwartet an, sinkt dann wieder und bleibt er flach für längere Zeit in beiden Geschichten.

Für mich persönlich geschieht manches zu schnell und ohne jeglichen Sinn. Ebenso werden einige Szenen nicht richtig aufgelöst und es herrscht Verwirrung, da die Nachvollziehbarkeit fehlt an einigen Stellen. Auch die etwas langen Gedankenmonologe tragen nicht zur Klärung bei.

Der weibliche Hauptcharakter kam mir irgendwie naiv vor. Sie ist zwar zu Beginn mutig ohne Konsequenzen zu sehen, doch dann lässt sich zu sehr beeinflussen, und die erhoffte starke Entwicklung konnte nur im Negativen gesehen werden. Ebenso der männliche Protagonist ist sehr verträumt und hat zwar ein gutes Herz, doch auf langen Strecken (abgesehen vom Schluss) konnte er mich auch nicht ganz überzeugen.

Zum Ablauf der Geschichte kann ich sagen, dass ab der Mitte es leider eintönig wird und sich die gesamte Handlung in beiden Erzählsträngen zieht. Zusammenhänge und Sinnhaftigkeit entziehen sich einem, und auch das offene Ende ist mehr als enttäuschend. Man kann nur auf eine besser durchdachte Fortsetzung hoffen.

Fazit:
Anke Unger hat in Göttin der Dunkelheit eine eigene wundervolle und detaillierte Fantasiewelt erschaffen mit erfundenen Wesen, Pflanzen und Orten sowie dem typischen Kampf zwischen Gut und Böse, doch leider konnte die Geschichte durch mangelnde Dramatik, fehlende Zusammenhänge und einem enttäuschenden Ende nicht wirklich überzeugen.

Göttin der Dunkelheit – Die Chroniken der Götter 1 erhält von mir 2,5 von 5 Sternen.

(Ein Dank an Netgalley.de für das Rezensionsexemplar.)