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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2017

Gut

Falkenschwur
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England, 1647. Tom Neave, einst als Pestkind vom eigenen Vater verstoßen, ehemaliger Flugblattschreiber und nun von seinem realen Großvater Lord Stonehouse als Erbe anerkannt, ist Anhänger des derzeitigen ...

England, 1647. Tom Neave, einst als Pestkind vom eigenen Vater verstoßen, ehemaliger Flugblattschreiber und nun von seinem realen Großvater Lord Stonehouse als Erbe anerkannt, ist Anhänger des derzeitigen Parlaments. Sein Vater jedoch ist königstreu. Nun taucht Tom bei ihm auf und bittet ihn um Hilfe. Doch kann er seinem Vater trauen?

"Falkenschwur" ist die Fortsetzung des Romans "Pestsiegel". Und hier merkt man deutlich, daß dies eine Fortsetzung ist. Ich selbst habe leider zuerst Falkenschwur gelesen und festgestellt, ohne Vorkenntnisse ist dies Buch sehr schwer zu verstehen. Der Leser muß sich sehr anstrengen, um in die Handlung zu finden. Der Schreibstil ist sehr schön, die Beschreibungen der Begebenheiten ist gelungen - an dieser Stelle gibt es nichts zu meckern.

Ich habe nur die dringende Empfehlung, die beiden Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen! Denn dann ist Falkenschwur ein sehr schönes Buch!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Gut

Der Gaukler
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Susanne, Tochter eines Schneiders, und Hannes, ein Zimmermannsgeselle, lieben sich schon seit ihrer Kindheit. Für beide stand nie außer Frage, daß sie heiraten werden. Doch zu Zeiten des 30jährigen Krieges ...

Susanne, Tochter eines Schneiders, und Hannes, ein Zimmermannsgeselle, lieben sich schon seit ihrer Kindheit. Für beide stand nie außer Frage, daß sie heiraten werden. Doch zu Zeiten des 30jährigen Krieges steht ihnen ein großes Problem im Weg: Susanne ist evangelisch, Hannes katholisch. Susannes Eltern sind aus diesem Grund strikt gegen die Hochzeit. Susanne und Hannes beschließen zu fliehen. Doch am geplanten Fluchttag erreicht sie der Krieg und sie werden getrennt. Für Susanne ist Hannes tot und flieht alleine. Während ihrer Flucht lernt Susanne den Gaukler David kennen und zieht mit seiner Truppe durchs Land. Schließlich heiraten beide, doch ihr Herz gehört noch immer Hannes. Als sie schließlich erfährt, daß Hannes noch lebt, stellen sich Susanne viele Fragen....



"Der Gaukler" ist von der ersten Seite an spannend. Dieser Roman vermittelt dem Leser auf wunderbare Weise, mit welchen Nöten und Ängsten die Menschen zu Zeiten des 30jährigen Krieges zu kämpfen hatten. Die Probleme sind sehr einfühlsam und anschaulich beschrieben. Die Charaktere sind sehr sympathisch dargestellt, man leidet förmlich mit ihnen mit. Zu Beginn ist der Roman ein wenig verwirrend, man muß sich sehr auf die Handlung und die Begebenheiten konzentrieren, doch dies legt sich schnell und es erwartet den Leser ein tolles Buch, das wirklich alles beinhaltet: Liebe, Krieg, Probleme und Historie.

Veröffentlicht am 11.02.2017

Gut

Das vergessene Mädchen
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Während einer Klassenfahrt nach Straßburg verschwindet die Schülerin Lea. Kurz zuvor wurde dort ein Mädchen entführt und umgebracht, der Täter wurde nicht gefaßt. Alexander Gerlach, Chef der Kripo Heidelberg, ...

Während einer Klassenfahrt nach Straßburg verschwindet die Schülerin Lea. Kurz zuvor wurde dort ein Mädchen entführt und umgebracht, der Täter wurde nicht gefaßt. Alexander Gerlach, Chef der Kripo Heidelberg, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, denn auch seine Töchter waren mit auf dieser Klassenfahrt. Dann verschwindet auch noch ein Mitschüler Leas, der in sie verliebt war. Nun fängt alles an, sich zu überschlagen: Gerlachs Mitarbeiter wird schwer angeschossen und in Leas Leben werden viele Geheimnisse aufgedeckt: Drogenhandel, Erpressung und eine geheimnisvolle Affäre mit einem älteren Mann werden aufgedeckt. Und auch Leas Vater erscheint nicht ganz geheuer, alkoholsüchtig wie er ist, scheint ihm Leas Verschwinden ziemlich egal zu sein.

Insgesamt ist dies ein spannender Roman, keine Frage. Fast schon zu viel Spannungsbögen, denn die ganzen Handlungsstränge hätten für ein paar Bücher mehr durchaus gereicht, ohne an Wert zu verlieren. Hier ist definitiv ein wenig zu viel Handlung ins Buch gepackt worden! Aber: der Erzählstil ist spannend, man muß sich halt nur konzentrieren und kann das Buch nicht "so nebenbei" lesen. Schön war auch das Privatleben von Gerlach beschrieben. Es menschelt halt auch in diesem Buch.

Alles in allem eine solide Story mit vielen Handlungssträngen, die teilweise ins Nichts laufen, sich teilweise von alleine lösen und einem außergewöhlichen Ende!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Unbedingt lesen

Signale an der Front
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Richard Rommel wurde als 19jähriger in den Zweiten Weltkrieg als Funker eingezogen. Er erlebt den Krieg von Anfang bis Ende mit und schrieb darüber ein Tagebuch. Da er als Funker einige Dinge aus "erster ...

Richard Rommel wurde als 19jähriger in den Zweiten Weltkrieg als Funker eingezogen. Er erlebt den Krieg von Anfang bis Ende mit und schrieb darüber ein Tagebuch. Da er als Funker einige Dinge aus "erster Hand" erfuhr, ist dies Buch eine unverfälschte Wiedergabe der damaligen Begebenheiten. Richard Rommel begann sein Tagebuch am 24. August 1939. Er beschreibt darin den Einmarsch der Polen in Russland, das alltägliche Kriegsleben, welches nicht nur aus Kampf bestand, sowie die Art und Weise, wie selbst im Krieg an der Front ein christliches Leben geführt wurde.

Das vorliegende Buch ist ein wertvolles Zeitdokument, da es während des Krieges von einem umittelbar Beteiligten, und nicht im Nachhinein durch eine weitere Person geschrieben wurde. Es ist sehr interessant zu lesen und trotz der eigentlich beklemmenden Zeit nicht durch Selbstmitleid und Haß geprägt. Der Autor hat einen sehr schönen und verständlichen Schreibstil. Durch die kurzen Abschnitte ist das Buch leicht lesbar. Angereichert ist es durch wunderschöne schwarz-weiß Fotos, die dem Buch Leben einhauchen und die Beschreibungen lebendiger wirken lassen.

Veröffentlicht am 09.02.2017

Gefühlvoll und bewegend

Liebe unter Fischen
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Der Lyriker Fred Firneis ist total deprimiert. Sein einziger Freund ist der Alkohol. Neue Gedichte fallen ihm nicht mehr ein. Die braucht aber seine Verlegerin Susanne dringend für den neuen Lyrikband. ...

Der Lyriker Fred Firneis ist total deprimiert. Sein einziger Freund ist der Alkohol. Neue Gedichte fallen ihm nicht mehr ein. Die braucht aber seine Verlegerin Susanne dringend für den neuen Lyrikband. In größter Verzweiflung schickt sie Fred in eine einsame Berghütte. Ohne Strom und Wasser, ohne Handyempfang. Nach anfänglichen Schwierigkeiten muß Fred zugeben, daß er sich dort gut fühlt. Das steigert sich noch, als plötzlich die Forscherin Mara auftaucht. Er beginnt wieder zu schreiben. Erst als Mara aus seinem Leben verschwindet, merkt Fred, daß er sich in sie verliebt hat....

In dieser Geschichte erkennt sich bestimmt der eine oder andere Leser wieder. Es ist schön zu lesen, wie die Lebensumstände einen Menschen verändern können. Einige Sätze daraus haben mich nachdenklich gemacht. Zum Beispiel als Fred feststellt, daß er seit ein paar Tagen ohne Handy lebt und die neuesten Nachrichten nicht kennt. Und dann bemerkt er, daß die Welt sich trotzdem dreht! Ich finde es eine schöne Idee, die Handlung teilweise in Briefform zu erzählen. Es liest sich gut und flüssig, und manches ist echt witzig. Ich empfehle das Buch allen Leuten, die meinen, ohne Handy, Internet und Facebook nicht leben zu können. Aber auch alle Anderen, die sich einfach nur gut unterhalten lassen wollen, werden es mit Begeisterung lesen.