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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2017

Unbedingt lesen

Die Herrin der Kathedrale
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Uta von Ballenstedt, spätere von Naumburg, lebt im 11. Jahrhundert zusamme mit Eltern und Geschwistern auf einer Burg in Ballenstedt. Als ihre Mutter unter unklaren Umständen stirbt, muß sie fliehen, denn ...

Uta von Ballenstedt, spätere von Naumburg, lebt im 11. Jahrhundert zusamme mit Eltern und Geschwistern auf einer Burg in Ballenstedt. Als ihre Mutter unter unklaren Umständen stirbt, muß sie fliehen, denn sonst wäre sie dem Jähzorn ihres Vaters ausgeliefert. Und sie hegt einen schlimmen Verdacht: sie glaubt, daß ihr Vater der Mörder ihrer Mutter ist. Uta unternimmt alles, um diese Schuld zu beweisen damit ihr Vater seine gerechte Strafe erhält.
Einige Jahre später spielt sie eine große Rolle beim Bau der Naumburger Kathedrale und erschafft den ersten Gerichtssaal. Dort wird sie selbst zur Klägerin.

"Die Herrin der Kathedrale" ist sehr schön geschrieben. Die Beschreibung des Mittelalters ist sehr realistisch dargestellt und entführt den Leser sehr detailreich ins damalige Leben. Der Schreibstil ist genial. Obwohl hier ein sehr schweres Thema behandelt wird, hat man nie den Eindruck, mit dem Buch überfordert zu sein. Es ist leicht verständlich und die Geschichte Utas wird sehr gut übermittelt. Sehr gelungen ist das Zusammenspiel von Fakten und Fiktionen. Man merkt sehr deutlich, die Autorinnen haben sich intensiv mit der Person Uta von Naumburg beschäftigt.
So gewaltig wie das Buch auch vom Umfang ist, es ist von Anfang bis Ende sehr spannend!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Spannungsgeladen

Schlampig dosiert
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Gottfried Froelich, von Beruf Bestatter, und seine Freundin Inge leben eigentlich ganz zufrieden mit sich und der Welt in Esslingen. Wäre da nicht Froelichs Hobby, dem ermitteln bei kuriosen Todesfällen. ...

Gottfried Froelich, von Beruf Bestatter, und seine Freundin Inge leben eigentlich ganz zufrieden mit sich und der Welt in Esslingen. Wäre da nicht Froelichs Hobby, dem ermitteln bei kuriosen Todesfällen. Als er jetzt die Leichen eines Ehepaares in sein Institut bekommt, die bei einem Einbruch an Gas gestorben sind, läßt ihm dies keine Ruhe. Dazu kommt noch, daß in Pforzheim ähnliche Einbrüche verzeichnet sind. Er will ermitteln! Doch seine Inge stellt ihm ein Ultimatum: Entweder die Ermittlungen oder sie! Doch Froelich greift mit Hilfe seines Freundes Sanfftleben tief in die Trickkiste und täuscht vor, in einem Bestattungsinstitut von einem Freund Sanfftlebens als Aushilfe gebraucht zu werden. Dieses befindet sich natürlich rein zufällig in Pforzheim....

Ein absolut herrlicher Krimi. Hier ist alles drin: Spannung von Anfang bis Ende, Humor und absolut sympathischen Charakteren. Das Buch liest sich richtig gut, der Schreibstil ist flüssig, so daß man einfach durch das Buch fliegt. Die Spannung wird kontinuierlich gehalten, man weiß bis zum Schluß nicht, wie sich der Fall auflöst. Auch die Charaktere sind einfach liebenswert mit ihren schrulligen Eigenarten. Sie sind einfach witzig und stolpern von einer lustigen Begebenheit in die nächste. Ein absolut toller Krimi für alle, die es auch mal etwas witziger mögen!

Dies Buch ist wieder einmal der Beweis, daß man sich ruhig mal bei den kleineren Verlagen umsehen sollte und es sehr schade ist, daß diese Verlage kaum in den Buchhandlungen in der Auslage sind.

Veröffentlicht am 11.02.2017

Wunderschön

Das Geheimnis des Felskojoten
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Serena erhält in Berlin einen überraschenden Anruf ihres Bruders Fabian. Der scheint in Schwierigkeiten zu stecken. Schnell stellt Serena fest, daß der Anruf aus Nordamerika kam und sie beschließt, dorthin ...

Serena erhält in Berlin einen überraschenden Anruf ihres Bruders Fabian. Der scheint in Schwierigkeiten zu stecken. Schnell stellt Serena fest, daß der Anruf aus Nordamerika kam und sie beschließt, dorthin zu reisen. Sie trifft dort einen Freund ihres Bruders, den Indianer Shane Storm Hawk. Gemeinsam machen sie sich auf, Fabian zu suchen. Sie merken bald, daß sie nicht alleine nach Fabian suchen. Diese Leute sind gefährlich und verfolgen Shane und Serena. Shane macht Serena mit der Kultur der Indianer vertraut. Serena merkt bald, daß sie den mystischen Zeichen vertrauen muß, um aus der Gefahr heil raus zu kommen. Sie verliebt sich nicht nur in diese wunderbare Landschaft, sondern auch in ihren Begleiter.

Das Buch ist einfach super! Die Spannung hält vom Anfang bis zur letzten Seite. Die Rituale der Indianer sind detailliert beschrieben, man meint dabei zu sein. So lernt man, Ehrfurcht vor den alten Geschichten der Indianer zu haben. Manchmal blitzt auch Kritik über den Umgang der Kanadier mit ihren Ureinwohnern auf. Das ist richtig! Darüber kann nicht laut genug berichtet werden. Bei den Beschreibungen der Landschaft kommt gewaltig Reiselust auf. Man möchte diese wunderschöne Gegend einfach mal mit eigenen Augen sehen. Ich bin so begeistert von diesem Buch, daß ich versuchen werde, die anderen zwei Bücher von Sanna Seven Deers auch noch zu bekommen. Schade, daß man keine sechs Sterne vergeben kann!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Unbedingt lesen

Der Teufelsfürst
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Im Jahre 1447 sind Vlad und sein jüngerer Bruder Radu als Geiseln beim osmanischen Sultan. Vlad kämpft im Gegensatz zu seinem Bruder gegen die Bedingungen dort an und wird für jede Kleinigkeit bestraft, ...

Im Jahre 1447 sind Vlad und sein jüngerer Bruder Radu als Geiseln beim osmanischen Sultan. Vlad kämpft im Gegensatz zu seinem Bruder gegen die Bedingungen dort an und wird für jede Kleinigkeit bestraft, sein Haß wächst. Als er mit seinen Kräften am Ende ist, tut er so, als ob er den Kampf aufgegeben hat. Daraufhin bekommt er eine Kriegsausbildung und zieht in seine erste Schlacht.

Zur gleichen Zeit in Ulm: Karl von Katzenstein wird in seinem Bett ermordet aufgefunden. Die angeblich Schuldige, seine Tochter Zehra, wird als Hexe verleumdet und muß Ulm verlassen. Doch ihr Bruder Utz glaubt nicht an ihre Schuld und will dies beweisen. Er begibt sich auf die erfolglose Suche nach ihr. Bei seiner Rückkehr nach Ulm erfährt er zu allem Unglück auch noch, daß er nichts mehr besitzt, irgendjemand hat Anspruch auf seine finanziellen Mittel.

Zehra selbst wird nach einer Flucht, bei der sie verunglückt, von Zigeunern gesund gepflegt. Doch nicht ohne Eigennutz: sie erwarten von ihr, daß sie ihre Schulden bezahlt. Doch Zehra besitzt nichts.

In diesem Buch wird Vlad, oder auch Graf Dracula, mit einem ganz neuen, noch nie dagewesenen Gesicht gezeigt. Er ist nicht der blutrünstige Pfähler, der seelenlos seine Feinde brutal gefoltert hat. Hier erfährt der Leser eine ganz neue Geschichte über ihn. Denn wer weiß schon, daß er diese Foltermethode erst von den Türken gelernt hat? Das Buch ist wunderbar anschaulich geschrieben, leicht und flüssig zu lesen. Silvia Stolzenburg
hat auch für dieses Buch wieder sehr gut recherchiert, man merkt, daß sie wirklich mit Herzblut bei der Sache ist und nicht einfach um des Schreibens willen irgendetwas zu Papier bringt. Nein, bei ihr ist stets alles gut durchdacht und recherchiert. Die Charaktere sind sehr liebevoll ausgewählt und beschrieben, man erlebt sie als gute Freunde, mit denen man mitzittert, -fiebert und -leidet.

Dies Buch ist wirklich sehr aufschlußreich. Wer Vlad nur aus den typischen Hollywoodfilmen kennt, wird sich wundern, was für ein Mensch er in Wirklichkeit war.

Ich kann es jetzt schon kaum erwarte, bis endlich die Fortsetzung dieses grandiosen Buches erscheint!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Wunderschön

Das Wesen der Dinge und der Liebe
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Als Alma Whittaker im Jahre 1800 geboren wird, ist ihr Vater durch mehr oder weniger ehrliche Geschäfte zu einem sehr reichen Mann geworden. Ihre Eltern fördern ihre hohe Intelligenz und aus Alma wird ...

Als Alma Whittaker im Jahre 1800 geboren wird, ist ihr Vater durch mehr oder weniger ehrliche Geschäfte zu einem sehr reichen Mann geworden. Ihre Eltern fördern ihre hohe Intelligenz und aus Alma wird eine hervorragende Botanikerin. Erst als sie die Liebe sucht, muß sie sich eingestehen, daß nicht alles wissenschaftlich zu erklären ist. Ihre Reisen führen Alma von Philadelphia nach Tahiti und nach Amsterdam. Unabhängig von Charles Darwin macht sie die gleichen Entdeckungen, nur hat sie nicht den Mut, diese zu veröffentlichen. Trotzdem stirbt sie als eine glückliche und zufriedene Frau, die ein erfülltes Leben hatte.

Das Buch zeigt einem mal wieder, daß enormer Reichtum nicht unbedingt glücklich machen muß. Es gibt Einblicke in die Gesellschaft Philadelphias im 19. Jahrhundert und als Kontrast dazu das Leben auf Tahiti. Wenn man sich nicht so sehr für Botanik interessiert, sollte man die seitenweise langen Abhandlungen über Moose einfach überlesen, auf keinen Fall aber das Buch weglegen. Sonst verpasst man nämlich einen spannenden Lebenslauf und Reisebericht.