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HexeLilli

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2020

Sie kennen keine Gnade

Zerrissen
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Das Cover ähnelt den Vorgänger Bänden, schwarz, grau mit rotem Titel. In diesem True Crime Thriller hat der Rechtsmediziner vom BKA für Extremdelikte, Fred Abel viele verschiedene Tote auf seinem Sektionstisch. ...

Das Cover ähnelt den Vorgänger Bänden, schwarz, grau mit rotem Titel. In diesem True Crime Thriller hat der Rechtsmediziner vom BKA für Extremdelikte, Fred Abel viele verschiedene Tote auf seinem Sektionstisch. Es wäre sicher besser gewesen hätte man sich nur auf den wichtigsten Fall konzentriert, die Anderen tauchten ja eh kaum wieder auf.
Die Nichte seiner Kollegin wurde mit schweren Hirnverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, gelingt es Abel zu beweisen, dass die Mutter unschuldig ist? Ein Mann wurde in einen Boxsack eingenäht und zu Tode geprügelt. Er wird ausgerechnet von Abels besten Freund Lars Moewig gefunden. Bald kommt man auf die Spur eines Berliner Familien Clans, deren Leben aus Gewalt, Raub, Drogen, Prostitution und Geldwäsche besteht. Hier laufen viele Fäden zusammen.
Dieser nunmehr 4 Band in der Reihe braucht etwa 200 Seiten um auf Touren zu kommen. Die kurzen Kapitel springen zwischen den Schauplätzen hin und her. Die vielen medizinischen Fachbegriffe störten meinen Lesefluss und die Spannung hielt sich bis da in Grenzen.
Die zweite Hälfte des Buches verschlang ich dann in einem Rutsch, Nervenkitzel pur. Erschrocken war ich über die Brutalität und die Machenschaften des Familien Clans. Obwohl bekannt, können sie ungehindert ihr Unwesen treiben und die Polizei steht machtlos daneben, weil die Beweise fehlen.
Da am Ende noch einige Fragen offen bleiben, wird es sicher bald eine Fortsetzung geben. Ich kann das Buch gerne empfehlen, nur am Anfang nicht die Geduld verlieren.

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Veröffentlicht am 20.10.2020

Kein 08/15 Krimi

Geburtstagskind (Ewert Grens ermittelt 1)
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Nach dem Buchtitel, dem Klappentext und der Leseprobe habe ich mir eine vollkommen andere Geschichte vorgestellt. Bis zum ersten Drittel hatte ich starke Probleme mit dem Buch. Zeitweilig wollte ich es ...

Nach dem Buchtitel, dem Klappentext und der Leseprobe habe ich mir eine vollkommen andere Geschichte vorgestellt. Bis zum ersten Drittel hatte ich starke Probleme mit dem Buch. Zeitweilig wollte ich es schon aus der Hand legen. Teilweise sehr verwirrend und undurchsichtig. Aber dann fesselten mich die Seiten immer mehr. Es wurde spannend und es entwirrten sich die Fäden.

Fast 20 Jahre sind vergangen als man die damals 5jährige Zana neben ihrer ermordeten Familie fand. Jetzt wurde in der ehemaligen Wohnung eingebrochen und es tauchen drei Leichen auf, mit der gleichen Waffe erschossen und den gleichen Einschüssen. Kommissar Evert Grens weiß, dass sich die damalige einzige Überlebende in großer Gefahr befindet. Der ehemalige verdeckte Ermittler Piet Hoffmann wird damit erpresst, seiner Familie etwas anzutun, wenn er sich dem Willen wieder setzt und einen Bandenkrieg anzettelt.
Hier laufen die Stränge langsam zusammen und Piet und Evert beginnen gemeinsam zu ermitteln, um das Komplott aus Waffenschmuggel und Korruption aufzudecken.
Die beiden Hauptprotogonisten kamen sehr sympathisch rüber, Evert als einsamer Wolf, kurz vor seiner Pensionierung. Stur geht er seinen Weg. Piet Hoffmann lässt sich so einiges einfallen um seine Familie zu schützen. Erscheinen mir auch einige Dinge unrealistisch, spannend ist es alle Male.
Ich bin froh, das ich das Buch zu Ende gelesen habe

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Veröffentlicht am 08.10.2020

Es geht wieder aufwärts

Und die Welt war jung
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Das ansprechende Cover lässt erahnen wann die Geschichte spielt. Der über 600 Seiten Roman spielt in den 50 Jahren. Er erzählt die Familiengeschichte von drei Familien, die miteinander verbunden sind. ...

Das ansprechende Cover lässt erahnen wann die Geschichte spielt. Der über 600 Seiten Roman spielt in den 50 Jahren. Er erzählt die Familiengeschichte von drei Familien, die miteinander verbunden sind. Viele verschiedene Schicksale und wie es den Menschen ergeht, die sich langsam vom Schrecken des Krieges erholen und versuchen, wieder in die Normalität zu finden.

Gerda und Heinrich Aldenhoven haben eine kleine Galerie in Köln. Kaum einer kauft in dieser Zeit Bilder. Heinrich hat zwei Kinder und seine beiden Cousinen im Haus die es zu ernähren gilt. Heinrichs Schwester Margarethe lebt mit Mann und Sohn in San Remo. Die Familie ist vermögend, steht allerdings unter der Fuchtel der Schwiegermutter Agnese Canna. In Hamburg lebt Gerdas beste Freundin mit ihrem Mann Kurt und Tochter Nina mit Sohn Jan. Dieser hat seinen Vater nie kennengelernt. Nina mag sich nicht neu verlieben, hofft sie immer noch auf die Rückkehr ihres Mannes aus Kriegsgefangenschaft.
Der Stammbaum der einzelnen Familien am Buchanfang half mir sehr gut mich zurechtzufinden. Durch den einfachen Schreibstiel und die kurzen Kapitel flog man nur so durch die Seiten. Die Charaktere kamen sehr gut rüber. Die warmherzigen Personen Gerda und Kurt habe ich gleich in mein Herz geschlossen.
Ich kann das Buch sehr gerne empfehlen, mir hat es gut gefallen. Wer allerdings Spannung und Action erwartet, ist hier fehl am Platz.

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Veröffentlicht am 06.08.2020

Vom naiven Mädchen zur starken Frau

So weit die Störche ziehen (Die Gutsherrin-Saga 1)
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Das Cover, das wunderbar zur Geschichte passt und der Buchrückentext haben mich sofort angesprochen. Familien-Liebesgeschichte mit historischem Hintergrund mag ich sehr. Das Buch mit seinen über 600 Seiten ...

Das Cover, das wunderbar zur Geschichte passt und der Buchrückentext haben mich sofort angesprochen. Familien-Liebesgeschichte mit historischem Hintergrund mag ich sehr. Das Buch mit seinen über 600 Seiten ist in 3 Teilen unterteilt. Es spielt in der Zeit von 1939-45 in Ostpreußen. Der Anfang begann etwas langatmig, nimmt dann aber an Fahrt auf, und ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen.
Die damals 16. jährige Dora wächst mit ihren Eltern, Geschwistern und Bediensteten auf einem Pferdegestüt in Ostpreußen auf. Drei Männer spielen in ihrem Leben eine Rolle. Fast zu spät erkennt sie, wenn sie wirklich liebt.
Der Autorin ist es wunderbar gelungen die Entwicklung Doras, von der verwöhnten jungen Frau, zu einer starken, mutigen Persönlichkeit einzufangen. Landschaft sowie Personenbeschreibungen waren sehr detailgetreu beschrieben, ich kam mir vor, als wäre ich dabei gewesen. Im letzten Drittel kamen doch einige Emotionen hoch.
Durch den gut zu lesenden Schreibstiel flog man nur so über die Seiten. Jetzt am Ende kann ich allerdings sagen, dass der Klappentext nicht unbedingt passt. Als der Vater eingezogen wird, kümmert nicht Dora sich um das Gut, sondern ein Verwalter. Es sind nicht nur zwei, sondern drei Männer die in ihrem Leben eine Rolle spielen, der eine war ja schließlich ihr Ehemann. Und den Vermerkt "Die größte Liebesgeschichte seit vom Winde verweht", fand ich auch arg übertrieben. Allerdings wurde das Zeitgeschehen sehr gut rübergebracht. Aus Erzählungen weiß man, so war es damals wirklich.
Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus. Die Leser würden sich über eine Fortsetzung freuen.

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Veröffentlicht am 02.08.2020

Das vierblättrige Kleeblatt

Die Wunderfrauen
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Dies ist der 1. Band der Trilogie über die vier Wunderfrauen. Sie spielt in Bayern am Starnberger See. Die Kapitel erzählen abwechselnd ihre Geschichte, die Anfang der 50er Jahre spielt. Zwischendurch ...

Dies ist der 1. Band der Trilogie über die vier Wunderfrauen. Sie spielt in Bayern am Starnberger See. Die Kapitel erzählen abwechselnd ihre Geschichte, die Anfang der 50er Jahre spielt. Zwischendurch kreuzen sich oft ihre Wege. Schon am Cover kann man erkennen, wann die Story spielt und es sieht darauf aus, als wenn sie noch beste Freundinnen werden, trotz unterschiedlicher Herkunft und Charaktere.
Luise verheiratet mit Hans verwirklicht sich ihren Traum von einem Tante Emma Laden. Marie geflüchtet aus Schlesien findet ihr Zuhause bei Luises Brüdern auf einem Hof mit Ziegen und Schafen. Helga, reiche Fabrikantentochter entflieht der Enge ihres Elternhauses und lebt ihr Leben ohne Zwang und Moral. Annabel, Luises Nachbarin, verheiratet mit dem Chefarzt der Starnberger Seeklinik. Hat nur eine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass es Mann und Sohn gutgeht.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, schnell und flüssig zu lesen. Einiges kam mir aus meiner Kinderzeit noch sehr bekannt vor. Dieser erste Band schreit förmlich nach Fortsetzung, will man doch unbedingt wissen, wie es weitergeht mit den vier Wunderfrauen. Ich freue mich darauf und kann das Buch gerne empfehlen.

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