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Veröffentlicht am 09.11.2020

Ein Kunstwerk an Einfallsreichtum

Diebe der Nacht
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„Wenn wir nur dreist genug sind, stehlen wir die gesamte Ruhende Welt, mit einem Kuss auf die Stirn und einem Gebet auf den Lippen.“
Mit diesem Gebet gehen die Herbstgänger alles an: seien es ihre Theaterstücke, ...

„Wenn wir nur dreist genug sind, stehlen wir die gesamte Ruhende Welt, mit einem Kuss auf die Stirn und einem Gebet auf den Lippen.“
Mit diesem Gebet gehen die Herbstgänger alles an: seien es ihre Theaterstücke, ihre Diebstähle oder einfach ihr Leben. Die Herbstgänger sind eine Gruppe Schauspieler, die mit ihrem mechanischen Theater durch die Welt ziehen und dabei alle Welt zum Narren halten – sei es vor oder hinter den Brettern, die die Welt bedeuten.
Doch das Unglück nimmt seinen Lauf in Form von Talmos Vergangenheit seinen Lauf und schon bald steht die Truppe vor einigen Schwierigkeiten, die ihre ganze Kunst und Gewitztheit in Anspruch nimmt. Vor allem Glin, Talmos Ziehsohn und Schönheit müssen all ihre Künste und Kenntnisse aufbringen, um die Truppe zu retten. Und nicht immer wird ihnen dieses gelingen…aber schon bald werden sie herausfinden, dass es um mehr als persönliche Rache geht.
Ich fand die Geschichte einfach nur super geschrieben, mit so viel Fantasy, Detailgenauigkeit und Einfallsreichtum. Ein absolut empfehlenswertes Leseerlebnis, was man in die Hand genommen haben muss. Zusammen mit der tollen Karte und dem Glossar am Ende des Buches hat der Autor mit der ruhendenden Welt eine magische Welt geschaffen. Es macht sehr viel Spaß den Gedankengängen Glin und der anderen zu folgen, zu lachen und weinen über ihre Pläne. Am besten gefallen hat mir die Unperfektheit der Gruppe. Es klappt eben nicht alles, so wie es sich vorgestellt haben und manchmal ist auch jemand schlauer als sie – und trotzdem geben sie nicht auf.

Es ist definitiv eine sehr andere Art von Fantasy, als die, die man sonst kennt und das macht es ebenso fantastisch wie auch magisch.

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Veröffentlicht am 09.11.2020

Ein Held der anderen Sorte

Andrew im Wunderland (Band 1): Ludens City
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"Ich hatte sie nicht flachlegen wollen, nicht nur zumindest, sondern heiraten." Ich glaube dieser Satz macht bereits klar, dass den Leser im neusten Werk von Fanny Bechert keine typische Alice-Geschichte ...

"Ich hatte sie nicht flachlegen wollen, nicht nur zumindest, sondern heiraten." Ich glaube dieser Satz macht bereits klar, dass den Leser im neusten Werk von Fanny Bechert keine typische Alice-Geschichte erwartet. Auf den ersten Blick ist Andrew alles andere als ein Held – auch auf den zweiten nicht. Er ist ein Nerd wie er im Buch steht und folgt dem süßen Bunny aus nicht jugendfreien Gründen. Doch dann sieht er sich mit ganz anderen Problemen konfrontiert und diese zwingen ihn dazu, über seinen Tellerrand zu schauen und vielleicht auch über sich selbst hinauszuwachsen? Kann er der Held werden, den Lola in ihm sieht?
Fanny Bechert hat mit dieser Märchenadaption eine komplett andere Geschichte geschrieben. Andrew ist kein typischer weißer Held, der über seinen Schatten springt, die Prinzessin im Alleingang rettet mit anschließendem Happy End. Er flucht, er denkt nur an Sex – und heiraten. Und trotzdem – wenn man ihm die Chance gibt – ist er auf seine Art ein ganz besonderer Charakter. Er trifft falsche Entscheidungen und ist impulsiv. Aber Ludens City ist das beste was ihm passieren konnte und umgedreht genauso. Die Geschichte bringt den Leser dazu, hinter die Kulissen zu schauen, die Geschichte, die Charaktere zu hinterfragen und vielleicht auch die verschiedenen Intensionen der Bewohner. Es ist eine wahnsinnig tolle Geschichte mit einem sehr schönen, bildhaften Schreibstil. Ich habe sehr viele Tränen gelacht und geweint mit Andrew. Auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich riesig auf Band 2!
Eine letzte Warnung am Rand: nicht alles ist in Ludens City so wie es auf den ersten Blick scheint und auch die Guten sind nicht immer frei von Schuld…

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Veröffentlicht am 04.08.2022

Wunderschöne Liebeserklärung an die Musik

One Last Song
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Nicole Böhms erster Band der Trilogie ist eine wunderschöne, leidenschaftliche Liebeserklärung an die Musik und die Melodien. Die Story nimmt einen von der ersten Seite an die Hand, führt einen tief in ...

Nicole Böhms erster Band der Trilogie ist eine wunderschöne, leidenschaftliche Liebeserklärung an die Musik und die Melodien. Die Story nimmt einen von der ersten Seite an die Hand, führt einen tief in die Welt der Musikbranche, den Höhen und Tiefen, den Stolpersteinen und dem Charme der Musik. Riley und Julian teilen einen gemeinsamen Traum: auf der Bühne stehen und singen zu können. Während Julian diesen Erfolg mit seiner Band bereits feiern kann, steht Riley noch am Anfang ihrer Karriere. Als sie durch einen Zufall einen Job in der New York Music & Stage Academy ergattert, lernt sie Julian kennen. Schon vom ersten Zusammentreffen ist zwischen ihnen eine besondere Verbindung. Immer wieder treffen die beiden sich und lernen voneinander: sei es die Musik, die Atmung oder das Leben zu genießen. Doch beide haben ihre Probleme und Riley muss lernen, dass das Leben an der Seite eines prominenten Musikers auch viele Schattenseiten bergen kann. Wird ihre Liebe zur Musik und zueinander stark genug sein?
Die Geschichte ist einfach nur wunderschön, nimmt einen gefangen und birgt einen Zauber in sich, der einen auch nach dem Beenden des Buches nicht mehr loslässt. Alle Charaktere – nicht nur Riley und Julian – sind authentisch, beeindruckend und absolut menschlich. Nicht nur die Story, auch die Charaktere tragen dazu bei, dass diese Geschichte etwas so besonders ist. Ich freue mich schon sehr darauf mit den anderen Bänden wieder in diese Welt abtauchen zu können.

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Veröffentlicht am 22.10.2020

Ein absolutes Lese-Muss für jeden Fantasy-Fan

Splitter aus Silber und Eis
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Seit sie denken kann, wird Prinzessin Veris darauf vorbereitet ihre Heimat, das Frühlingsland, zu retten: sie muss den Prinzen des Winterreiches umbringen. Sie weiß nicht, was sie dort erwartet, denn bisher ...

Seit sie denken kann, wird Prinzessin Veris darauf vorbereitet ihre Heimat, das Frühlingsland, zu retten: sie muss den Prinzen des Winterreiches umbringen. Sie weiß nicht, was sie dort erwartet, denn bisher ist keine der anderen wiedergekehrt. Und so macht sie sich auf eine Reise ins Ungewisse. Im Gepäck hat sie nur ihren Stolz und ihre Geheimnisse. Doch sie ist nicht die einzige, die ihre Geheimnisse um jeden Preis wahren will. Und so beginnt ein Tanz zwischen den beiden, dessen Ausgang mehr als nur ihre Gefühle beeinflussen wird.

Die Autorin hat mir dieser Geschichte ein Meisterwerk geschaffen. Es ist definitiv eines meiner Highlights dieses Jahr und ich war sehr traurig, als ich das Buch geschlossen und das Winterreich mit seiner Magie wieder verlassen musste. Die Dialoge zwischen den Charakteren waren immer wieder sehr sarkastisch, hintergründig und geistreich. Veris ist alles andere als eine typische Prinzessin und mit ihrem Stolz, ihrer Liebe für Süßigkeiten und ihrer einfachen, aber herzlichen Art macht sie sich unbemerkt Freunde. Freunde, die sie definitiv brauchen wird, wenn sie dieses Abenteuer lebend bestehen will. Aber auch ihr Geist und die Schärfe ihres Verstandes machen sie zu einer besonderen Person. Die Autorin hat aber nicht nur mit der Prinzessin und dem Prinz mit dem Herzen aus Eis zwei wunderbare, starke Charaktere geschaffen. Auch die anderen Charaktere haben so viel Tiefe, Liebe und Gewitztheit, dass ich sie alle in mein Herz geschlossen habe. Am meisten hat die Geschichte mich für sich eingenommen mit ihrer Detailverliebtheit, der Poesie des Landes und ihrer ganzen Schreibart. Spätestens ab der Hälfte des Buches und dem ersten großen Highlight der Geschichte war ich nicht mehr zu retten und habe mich rettungslos verliebt. Der Leser wird so oft aufs Glatteis geführt und dann staunend zurückgelassen.

Das Cover ist ein total Hingucker und passt einfach nur total super!

Fazit: Definitiv ein Highlight, ein absolutes Lesemuss!

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Veröffentlicht am 22.10.2020

Spannender Einblick in die Mythologie

Das Perchtenerbe
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„Ich hoffe, ihr versteht eines Tages, dass alles Eins ist, dass alles ineinandergreift und voneinander abhängt. Nichts kann ohne das andere existieren.“

Frau Percht ist das Überbleibsel einer Zeit, bevor ...

„Ich hoffe, ihr versteht eines Tages, dass alles Eins ist, dass alles ineinandergreift und voneinander abhängt. Nichts kann ohne das andere existieren.“

Frau Percht ist das Überbleibsel einer Zeit, bevor die christliche Religion kam und sie verdrängte wurde. Doch nicht alle haben sie vergessen und auch heute noch gibt es Menschen, die sich an sie und ihre Lehren erinnern und diese Werte schätzen und hochhalten. Maries Großvater war einer davon und nun nimmt ihre Großmutter sie mit in die Zeit, als die Frau Percht ihren letzten Einfluss verlor und ihn mithilfe einer mutigen jungen Frau doch aufrechterhalten konnte.

Ich habe vor dieser Geschichte kaum etwas von Frau Percht gewusst, nur der Name war mir grob bekannt. Es ist definitiv ein sehr spannender Einblick in diese Mythologie, in das Leben der Menschen zu der Zeit und ihre Ängste und Gefühle. Es ist sehr spannend und anschaulich beschrieben. Und es birgt eine sehr schöne Lehre, die man – besonders in dieser Zeit wieder – nicht vergessen sollte.

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