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Veröffentlicht am 02.11.2020

Aufbruch nach Südamerika

Lockruf der Fremde
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Von der Autorin Tereza Vanek habe ich schon mehrere Bücher gelesen.
Der Roman „Lockruf der Fremde“ ist ein historischer Roman, der in Deutschland 1931 beginnt. Dann führt er uns nach Mexiko und Peru. ...


Von der Autorin Tereza Vanek habe ich schon mehrere Bücher gelesen.
Der Roman „Lockruf der Fremde“ ist ein historischer Roman, der in Deutschland 1931 beginnt. Dann führt er uns nach Mexiko und Peru.

1931 kommt die Malerin mit ihren zwei Kindern nach Berlin. Dort werden ihre Bilder in einer Galerie ausgestellt. Ihr Mann ist Mexikaner, ihre Tochter Leonora kommt nach dem Vater, da kann man sich vorstellen, wie sie von den Berlinern als Zigeunerin beschimpft wird. Ihr Bruder Paul kommt nach der Mutter. Er verliebt sich in die verarmte Adlige Friederike. Ihr Bruder ist bei den Nazis und ist gegen die Verbindung. Paul geht mit einem Archäologen auf Expedition nach Peru. Alice und ihre Tochter fahren nach Mexiko zurück.
Friederike will ihren Verlobten Paul suchen, sie macht sich Sorgen.

Weiter geht die Geschichte abwechselnd zwischen Mexiko Stadt und Lima hin und her.

Tereza Vanek hat ihren Roman wieder brillant und spannend geschrieben. Sie lässt die politischen Wirren aller drei Länder gut einfließen. Sie schafft es den Leser mit auf Reisen zu nehmen.
Wunderbar unterhaltend.

Veröffentlicht am 02.11.2020

Faszinierende Reise durch die Wildnis

Tiger
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Die britische Schriftstellerin Polly Clark ist bei den Recherchen ihres Romans „Tiger“ in die russische Taiga gereist, wo sie den Winter mit 35 Grad minus erlebte.

Sie arbeitete als Tierwärterin im Zoo ...


Die britische Schriftstellerin Polly Clark ist bei den Recherchen ihres Romans „Tiger“ in die russische Taiga gereist, wo sie den Winter mit 35 Grad minus erlebte.

Sie arbeitete als Tierwärterin im Zoo von Edinburgh, wo sie die Tiger kennenlernte.

Außer den Tigern lernen wir einige verschiedene Charaktere kennen, die mit den Tigern verbunden sind.
Frieda ist Primatenforscherin und arbeitet im Zoo von Devon. Durch ihre Arbeit kann sie ihr Schicksal ertragen.
Sina lebt mit ihrer Mutter in den Wäldern der russischen Taiga ein einsames Leben.
Thomas arbeitet mit seinem Vater in einem Schutzgebiet in der Taiga.

Der Roman hat eine Thrillergleiche Spannung.
Er führt uns auf eine faszinierende Reise.
Die Autorin versteht es gut die Empfindungen der Figuren einzufangen. Sogar das Wesen der Tiger kann sie gut beschreiben.

Der Roman ist außerordentliches Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 27.10.2020

Alice bekommt graue Haare

Marilyn und ich
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Die koreanische Schriftstellerin Ji-min Lee schreibt in ihrem Roman „Marilyn und ich“ über die Zeit mitte der 1950er Jahre in Korea. Das Buch wurde von Ki Hyang Lee übersetzt.
Die Autorin hat ein Foto ...


Die koreanische Schriftstellerin Ji-min Lee schreibt in ihrem Roman „Marilyn und ich“ über die Zeit mitte der 1950er Jahre in Korea. Das Buch wurde von Ki Hyang Lee übersetzt.
Die Autorin hat ein Foto von Marilyn und eines von einer Dolmetscherin gesehen. Sie fing an zu recherchieren und spann diese gute Geschichte.

1954 ist bereits seit einem Jahr Waffenruhe, aber die Amerikaner sind noch da. Für die Soldaten ist Marilyn Monroe eine Ikone. Deshalb soll sie für 4 Tage die Soldaten besuchen.

Alice arbeitet als Übersetzerin und Dolmetscherin für die Amerikaner und soll Marilyn begleiten.

Am meisten wird über Alices Probleme und Ängste geschrieben.
Denn deren Erlebnisse im Koreakrieg sind erschreckend. Die Geschichte warum sie jung graue Haare bekam ist hart.
Der Roman liest sich fesselnd und ist empfehlenswert.


Veröffentlicht am 25.10.2020

Die Vergangenheit ist aufregend.

Das letzte Licht des Tages
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Die Schriftstellerin Kristin Harmel schreibt mit „Das letzte Licht des Tages“ einen tragischen und berührenden Roman.

Es beginnt 1940 auf einem Weingut in Frankreich, mit tragischen Verwicklungen.
Da ...


Die Schriftstellerin Kristin Harmel schreibt mit „Das letzte Licht des Tages“ einen tragischen und berührenden Roman.

Es beginnt 1940 auf einem Weingut in Frankreich, mit tragischen Verwicklungen.
Da ist die Geschichte, wie immer, wenn es um die Zeit geht, grausam und macht Angst.
Es geht um Judenverfolgung und die Résistance. Es geht um Liebe, Eifersucht und Verrat.

Die zweite Episoden spielt 2019. Die Amerikanerin Liv hat gerade eine gescheiterte Ehe hinter sich. Da kommt ihre 99jährige Großmutter Edith und fährt mit ihr nach Frankreich. Liv möchte jetzt endlich die Familiengeschichte erfahren. Langsam gibt es Hinweise. Aber Edith fällt es schwer, alles zu erzählen.
Die beiden Teile werden abwechselnd erzählt.
Die Autorin versteht es gut, die Teile zu verweben. Ihre Schreibweise ist gut und sie bringt Spannung in die Geschichte.
Das Buch ist gut unterhaltend.

Veröffentlicht am 24.10.2020

Außerordentlich

Spiegel unseres Schmerzes
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Seit ich vor 3 Jahren den ersten Roman von dem französischen Autor Pierre Lemaitre kenne, lese ich ihn gerne.
Sein neuer Roman „Spiegel unseres Schmerzes“ verwebt menschliche und politische Katastrophen.
Es ...


Seit ich vor 3 Jahren den ersten Roman von dem französischen Autor Pierre Lemaitre kenne, lese ich ihn gerne.
Sein neuer Roman „Spiegel unseres Schmerzes“ verwebt menschliche und politische Katastrophen.
Es beginnt 1940, als in Frankreich noch keiner an den Krieg glaubte. In Paris lernen wir in einem Café die Lehrerin Louise Belmont kennen. Ihre Erlebnisse sind krass.

Der junge Soldat Gabriel erlebt die abstoßenden Personen kennen, von denen er erpresst und gestresst wird.
Die Charakter der Personen sind außerordentlich detailliert und erschreckend dargestellt.

Pierre Lemaitre schreibt mit gutem Fluss, mit satirischem Einschlag .
Er brilliert mit seiner guten Erzählkunst.

Der Roman ist spannend.
Es ist ein empfehlenswertes Buch.