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Veröffentlicht am 08.11.2020

Fake it til you make it

Aller guten Dinge sind zwei
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„Aller guten Dinge sind zwei“ von Mhairi McFarlane ist eine humorvolle Lovestory um eine ungewöhnliche Zweckbeziehung.
Die 36-jährige Anwältin Laurie ist am Boden zerstört, als ihr ihr Freund und Arbeitskollege ...

„Aller guten Dinge sind zwei“ von Mhairi McFarlane ist eine humorvolle Lovestory um eine ungewöhnliche Zweckbeziehung.
Die 36-jährige Anwältin Laurie ist am Boden zerstört, als ihr ihr Freund und Arbeitskollege Dan nach 18 Jahren Beziehung eröffnet, dass er keine Zukunft mit ihr sieht. Plötzlich ist sie ungewollt Single und ihr Kinderwunsch scheint auch für immer geplatzt zu sein. Überraschend schnell taucht außerdem eine neue Frau an Dans Seite auf und macht alle Hoffnungen auf eine Versöhnung zunichte. Da hört sich der Vorschlag des attraktiven Büro-Womanizers Jamie gar nicht so schlecht an. Eine vorgetäuschte Beziehung, die Dan eifersüchtig machen und Jamie ein besseres Image verleihen soll, verspricht doch eine Win-Win-Situation für beide.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber bestimmt nicht mein letztes. Ich liebe den trockenen britischen Humor und so hat sich die Protagonistin auch sofort in mein Herz geschlichen.
Laurie muss einen Tiefschlag nach dem nächsten verkraften und wahrt nach außen hin mühsam die Fassade. Ein unerwartetes Steckenbleiben im Fahrstuhl führt dazu, dass sie Jamie näher kennenlernt und zu einer Idee, von der man als Außenstehender weiß, dass sie nur schiefgehen kann.
Je mehr Zeit Laurie und Jamie miteinander verbringen, desto mehr revidieren sie ihr ursprüngliches Bild voneinander, welches hauptsächlich auf Äußerlichkeiten und Vorurteilen beruhte. Kleine Details verraten, wie viele Gefühle immer mehr ins Spiel kommen und es ist bezaubernd, wie die beiden sich langsam annähern.
Der Schreibstil liest sich leicht und locker und mir gefällt, wie sich die Charaktere im Laufe der Handlung weiterentwickeln. McFarlane findet eine tolle Balance zwischen Humor, Romantik und ernsten Tönen, von denen es im Buch jede Menge gibt. Sie spricht klar allgegenwärtige Missstände an, die Lauries Leben täglich beeinflussen und die manchmal gut hinter scheinheiligen Fassaden versteckt sind.
Mir gefällt es sehr, wie Laurie immer stärker und selbstbestimmter wird, wobei ihr ihre beste Freundin eine große Hilfe ist. Die Nebenfiguren sind hervorragend gelungen und umfassen total liebenswerte bis absolut verabscheuungswürdige Charaktere.

Mein Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte, die überrascht, oft lautes Lachen verursacht, manchmal für einen Kloß im Hals sorgt und voller Liebe steckt. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und volle Sternchenzahl!

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Veröffentlicht am 07.11.2020

Silberfee

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
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„Kaleidra – Wer das Dunkel ruft“ ist der Auftakt der neuen Fantasy-Trilogie von Kira Licht.
Die siebzehnjährige Emilia ist ein ganz normaler Teenager und lebt mit ihrer Mutter in Rom. Auf einem Schulausflug ...

„Kaleidra – Wer das Dunkel ruft“ ist der Auftakt der neuen Fantasy-Trilogie von Kira Licht.
Die siebzehnjährige Emilia ist ein ganz normaler Teenager und lebt mit ihrer Mutter in Rom. Auf einem Schulausflug ins Museum stellt sie überrascht fest, dass sie als Einzige die geheimnisvollen Voynich-Manuskripte lesen kann. Die uralten Dokumente sind codiert und konnten noch nie entschlüsselt werden. Sie ist irritiert und kehrt nochmal zurück ins Museum, wo sie auf den düsteren und mysteriösen Ben trifft. So sehr sie sich dagegen wehrt, weicht ihr Ben nicht mehr von der Seite und auf einmal überschlagen sich die Ereignisse. Emilia gerät ins Kreuzfeuer der rivalisierenden Geheimlogen und erfährt Ungeheuerliches über ihre eigene Herkunft.

Kira Licht hat mit Alchemisten und geheimen Logen ein spannendes Thema für ihre Fantasy-Trilogie gewählt. Und auch wenn ich kein Supertalent in Chemie bin, faszinierte mich das Thema von Anfang an.
Die ausführlichen Erklärungen im Buch empfand ich eher hilfreich als störend. Für einen Auftaktband und um in die magische Welt einzutauchen, hat die Autorin genau das richtige Maß gefunden. So ist es mir eindeutig lieber, als wenn ich nach zwei Dritteln des Buches immer noch nicht weiß, worum es geht. Der Schreibstil liest sich sehr gut und durch die actionreiche Handlung wird man immer weiter mitgerissen. Interessante Fakten und Fantasy sind in dieser packenden Story geschickt verknüpft und letztendlich greifen alle Puzzleteile perfekt ineinander.
Emilia finde ich großartig und ich mag es, dass sie sich von Ben nicht unterkriegen lässt und ihm immer Kontra gibt. Er sammelt am Anfang echt keine Sympathiepunkte mit seiner arroganten und beleidigenden Haltung ihr gegenüber. Erst im Laufe der Handlung deutet sich an, dass er doch nicht so gefühlskalt ist, wie vermutet. Leider gestaltet sich die Ausgangssituation für die beiden alles andere als rosig und so kann man jetzt schon neugierig sein, wie die Autorin diesen Konflikt auflösen will. Am Ende des Buches wartet ein völlig unerwarteter Cliffhanger, der mich total umgehauen hat und mit dem ich so gar nicht gerechnet hätte. Und dies ist nicht der einzige überraschende Twist, der einen in Atem hält.

Mein Fazit:
Das einzig negative, was ich gefunden habe, ist die Wartezeit auf den zweiten Band, denn ansonsten kann ich nur eine ganz klare Leseempfehlung geben!

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Veröffentlicht am 06.11.2020

Flucht oder Bleiben

Stumbling Into Love
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„Stumbling Into Love“ ist der zweite Band der Fluke My Life Reihe von Aurora Rose Reynolds.
Mackenzie Reed ist seit zwei Jahren in einen Mann verliebt, der ihre Gefühle offensichtlich nicht erwidert. Denn ...

„Stumbling Into Love“ ist der zweite Band der Fluke My Life Reihe von Aurora Rose Reynolds.
Mackenzie Reed ist seit zwei Jahren in einen Mann verliebt, der ihre Gefühle offensichtlich nicht erwidert. Denn als er ihr seine langjährige Freundin vorstellt, ist ihr klar, dass sie nur ihre Zeit verschwendet hat. Also stürzt sie sich unter dem Druck ihrer Schwestern wieder ins Datingleben und lernt dabei in einer Bar Wesley kennen. Doch am Morgen nach ihrem heißen One-Night-Stand ergreift Mac panisch die Flucht. Das hilft ihr jedoch wenig, denn das Schicksal lässt sie immer wieder auf Wesley treffen, der sie auf keinen Fall aufgeben will.

Man muss den ersten Band zum Verständnis der Handlung nicht unbedingt gelesen haben, aber ich persönlich empfand es als schöner. Mac und ihre aussichtslose Schwärmerei waren mir deshalb schon bekannt. Außerdem wiederholen sich einige Szenen, werden aber aus der Perspektive der jetzigen Hauptcharaktere erzählt. Das gibt ganz neue und witzige Einblicke.
Mac ist liebenswert, bodenständig und eher natürlich. Also hat sie nach ihrer Nacht mit Wesley echte Zweifel, ob er ihre Normalversion und nicht die aufgehübschte Ausgehversion mögen könnte. Die Frage ist eigentlich unnötig, denn offensichtlich ist Wesley hin und weg von ihr. Nur ihr immer wieder einsetzender Fluchtinstinkt stört ihn gewaltig. Zum Glück ist er die Jagd als Detective des NYPD gewöhnt.
Die Autorin bleibt ihrem Stil treu und erzählt auch bei der zweiten Schwester die Lovestory sehr unterhaltsam, aber auch emotional. Die chaotische Familie von Mac sorgt für jede Menge Lacher und auch ihr bisheriger Schwarm Edward zeigt ganz unerwartete Seiten. Die teils skurrilen und bezaubernden Nebenfiguren sind hier die heimlichen Stars, auch wenn sie den süßen Lovebirds nicht die Show stehlen können.

Mein Fazit:
Das Gesamtpaket hat mir schon im ersten Teil außerordentlich gut gefallen und auch die Fortsetzung steht dem in nichts nach. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit der Familie Reed!

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Veröffentlicht am 03.11.2020

Daddy Rome

Twist of a Love Affair (Baileys-Serie 3)
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„Twist of a Love Affair“ ist der dritte Band der Baileys Reihe von Piper Rayne.
Das Buch beginnt mit der Abschlussszene des zweiten Bandes, nur diesmal aus der Perspektive von Harley, die samt ihrer kleinen ...

„Twist of a Love Affair“ ist der dritte Band der Baileys Reihe von Piper Rayne.
Das Buch beginnt mit der Abschlussszene des zweiten Bandes, nur diesmal aus der Perspektive von Harley, die samt ihrer kleinen Tochter Calista in ein Familientreffen der Baileys platzt. Sie sucht den dazugehörigen Vater, mit dem sie vor zwei Jahren einen One-Night-Stand in Seattle hatte. Dumm nur, dass es den attraktiven Kerl von damals gleich im Doppelpack gibt und beide Exemplare im ersten Moment eine Beteiligung abstreiten. Bis kurz darauf doch bei Rome die Erkenntnis einsetzt, dass ihm die unverwechselbaren Augen von Harley bekannt vorkommen.

Nachdem der erste Schock verdaut ist, freundet sich Rome ziemlich schnell mit seiner neuen Rolle als Vater an. Zumal Calista ein absolut niedlicher Zwerg ist, der jeden um den Finger wickelt. Nur dass ihre Mama Harley überhaupt nicht vorhatte, länger als nötig in Lake Starlight zu bleiben. Aber sie hat nicht mit der geballten Familienpower der Baileys und dem Charme der süßen Kleinstadt gerechnet.
Die beiden Hauptfiguren verbindet anfangs nicht die große Liebe, sondern nur gegenseitige Anziehung. Sie müssen erst noch in ihre Rolle hineinfinden, die sie als Eltern von Calista zukünftig einnehmen wollen. Dieser Weg wird natürlich sehr unterhaltsam und amüsant, aber trotzdem authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Und wie könnte es anders sein, es knistert unglaublich stark und die beiden finden selbstverständlich zusammen. Der liebenswerte Kindskopf Rome ist aber auch einfach unwiderstehlich.
Wieder einmal begeistern mich die beiden Autorinnen mit ihrem unvergleichlichen Humor. Ich war sehr froh, dass beim Lesen niemand in der Nähe war, denn bei einer Szene, in der Rome im Eifer des Gefechts sein grundlegendes Fachwissen als Koch im Stich lässt, musste ich echt Tränen lachen. Das hatte mir im zweiten Band ein wenig gefehlt, aber hier laufen beide wieder zur Hochform auf. Auch die witzige Männerrunde von Rome, Denver und Liam ist einfach nur zum Schießen.

Mein Fazit:
Romantisch, humorvoll und bis zum Schluss mitreißend, genauso wie ich es von Piper Rayne erwarte. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung und gebe eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 01.11.2020

Trauer und Hoffnung

What if we Drown
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„What if we Drown“ ist der Auftakt zur University of British Columbia Reihe von Sarah Sprinz.
Laurie will einen klaren Schnitt und startet dafür ihr Medizinstudium am anderen Ende des Landes. Nach dem ...

„What if we Drown“ ist der Auftakt zur University of British Columbia Reihe von Sarah Sprinz.
Laurie will einen klaren Schnitt und startet dafür ihr Medizinstudium am anderen Ende des Landes. Nach dem Tod ihres Stiefbruders und gleichzeitig engstem Vertrauten ist sie auch nach über drei Jahren immer noch in ihrer Trauer gefangen. Der Abstand soll helfen und zu Beginn scheint ihr Plan auch zu funktionieren. Einen wichtigen Anteil daran hat ihr Kommilitone Sam, den sie gleich am ersten Tag auf dem Campus kennenlernt. Mit ihm zusammen empfindet sie erstmals wieder Freude an kleinen Dingen. Bis zu dem Moment, in dem sie erfährt, was sie und Sam außerdem verbindet.

Jeder trauert anders und am Anfang könnte man meinen, dass sich Laurie nach fast vier Jahren ziemlich extrem verhält. Aber je besser man sie kennenlernt und je mehr man über die damaligen Ereignisse und ihr Verhältnis zu ihrem Stiefbruder Austin erfährt, desto mehr kann man sich in sie hineinversetzen und kann ihre tiefe Trauer und ihre Schuldgefühle nachvollziehen. Dass sie ausgerechnet für den Mann Gefühle entwickelt, den sie eigentlich am meisten hassen sollte, wirft sie noch mehr aus der Bahn.
Sam ist völlig anders, als sie sich ihn vorgestellt hat. Er ist aufrichtig, liebenswert und verantwortungsbewusst. Es ist berührend und kann wohl niemanden kaltlassen, wie er mit seinen eigenen Schuldgefühlen und inneren Dämonen ringt.
Die Autorin hat die Entwicklung der beiden gebrochenen und unglaublich tiefgründigen Hauptfiguren sehr gelungen beschrieben. Sie geben sich gegenseitig Halt und müssen darum kämpfen, wieder Vertrauen zu finden und sich selbst zu vergeben. Ich habe bis zum Ende mitgezittert, ob es ihnen gelingt, denn sie gehören zusammen wie die zwei Hälften eines Ganzen.
Das Buch spricht wichtige und kritische Themen an, aber es urteilt nicht. Die Charaktere dürfen Fehler machen und wirken dadurch noch authentischer. Es gibt eben nicht nur Schwarz und Weiß, sondern viele Facetten dazwischen, was hier hervorragend zum Ausdruck kommt.
Neben dem tollen Schreibstil haben mir auch die Nebenfiguren sehr gut gefallen. Amber ist hier meine klare Favoritin, denn sie bringt es immer direkt auf den Punkt und rückt Lauries Perspektive zu jeder Zeit gerade.

Mein Fazit:
Es kann von mir nur eine eindeutige Leseempfehlung geben und ich freue mich schon riesig auf die nächsten Teile!

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